Jazzprobe: Im Quintett hat das Proben andere Qualitäten – und Vielfalt statt Einfalt

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In der Jazzmusik-Probe im Quintett hat das Üben andere Prioritäten, als -wie unlängst berichtet- im Trio. Dabei sind Sängerin, Saxophonist, Pianist, Kontrabassist und Schlagzeuger. Die Probe beginnt gleich mit einem Kontrollhören einer Bearbeitung von ‚A night in Tunesia‘ (Dizzy Gillespie), die der Jazzposaunist Peter Herbolzheimer aufgesetzt hat. Der Groove ist eher ein Jazzrock-Groove im middle-Tempo. Spass machen insbesondere die I-Tüpfelchen der eingesetzten Bläser. Sie kommt punktiert, also vor einer gedachten Eins. Das hier gezeigte Video zeigt die Sängerin Chaka Khan mit den Jungs von Peter Herbolzheimer in andere widerum gänzlich anders ausnotierten Version des Jazzklassikers. Aber so ähnlich kann man sich das vorstellen, es sozusagen bigbandmässig aufzubauen. Nur hat ein Quintett eben kein „grosses Besteck“ aufzufahren, es sind vier Instrumente. Also muss die Big-Band-Idee wieder abgespeckt werden. Aber der Weg zählt. Das Stück in diese Richtung zu „vergrooven“, das macht Sinn.

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Jazzprobe – Was festzuhalten ist…von einer Quintett-Probe mit dreien von fünf

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“ Schwierig ist die Abgrenzung der Begriffe „Terzett“ und „Trio“, auch wenn die Begriffe häufig gleichbedeutend für beides verwendet werden:

  • eine Gruppe von drei einzelnen Ausführenden heißt eher „Trio“, besonders im rein instrumentalen Bereich;
  • handelt es sich um drei identische Instrumente, ist allerdings wieder eher von „Terzett“ die Rede;
  • drei von weiteren Instrumenten begleitete Vokalsolisten heißen in jedem Falle „Terzett“;
  • ein Stück für drei deutlich verschiedene Instrumente wird eher „Trio“ genannt.“   (Quelle: wikipedia zu Terzett)

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Die Jazzprobe erfolgte in Trio-Besetzung: drums, piano und (upright) bass. Geprobt wird ohne Sängerin und Holzbläser (Sax). Es ist also eine Instrumental-Probe, die Musikusse haben Platz zum Üben ihrer Instrumente im Dreiklang, weil zwei (weitere) Mitmusiker nicht da sind. Die Arbeitsatmosphäre ist gut. Ein paar Dinge muss ich notieren. Es sind folgende Fragen, die ich heute festhalten werde, zwecks Besprechung mit meinem Drumcoach:

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Die Wahrheit ist: Du kannst überall üben…

Du kannst überall üben

Du kannst überall üben

Das Foto ist aufgenommen am Strand am Mittelmeer. Es zeigt den bemüht übenden Schlagzeuger, der ein Problem hat. Es ist kein Schlagzeug zu sehen. Und doch übt der Besessene!

Denn die Wahrheit ist: Du kannst überall üben. Du musst es nur wollen.

Eine Übungs-Situation kann überall entstehen, auch spontan. Man muss das richtige Werkzeug dabei haben. Zum Beispiel ein Übungspad. Das reicht oft schon aus.

Beispielsweise stick control lässst sich am Strand hervorragend üben. Also: Befreie das Denken von dem möglichen Vorwurf, du hättest einen ‚Mangel an Gelegenheiten‘. Das Gegenteil ist richtig. Du kannst überall üben. Kein Problem. Die mit dir Badenden hören es nicht einmal.

Ich hab es ausprobiert. Es funktioniert. Ehrlich.

Tommy, practising on a plastic pad

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