103/2010: HowTo: play drums on „Nica´s Dream‘ (Horace Silver)

HowTo: Play a Latin/Swing-Combination

HowTo: Play a Latin/Swing-Combination

Das Stück stammt von Horace Silver und heisst „Nica´s Dream“. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.

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Für Puristen: Die strengere Fassung mit mehr Form kannst du hier hören und sehen. Allerdings spielen die Musiker in dieser Version deutlich uptempo, sehr viel schneller. Aber eine gute Version.

 
Nica´s Dream (via Youtube)

Art Blakey

Art Blakey

1. Phase: reinhören (Dazu kannst du zu last.fm gehen und dir den Song hier anhören. Die Version, die ich ausgesucht habe dafür, ist rund 11 Minuten lang. Das Stück beginnt zunächst medidativ, streng in der Form und mit einer sehr artig und minimalistisch gespielten Latin-Clave, die Blakey als Rimshot (auf dem Metallrand der Snare) ausführt. Die Bridge ist ein Tupfen auf den unds, nicht zu laut gespielt. Später folgt ein Swing-Pattern, im wesentlichen auf dem Ride-Becken gespielt.

2. Phase: Wenn uns die Form des Songs besser vertraut geworden ist, machen wir uns an die eigenen Drums auf. Wir singen uns das Stück vor und üben dazu die einzelnen Pattern immer in derselben Reihenfolge ein. So entsteht ein Schlagzeug-Composing, das Trommeln im Geiste. Im Endergebnis hört sich das dann so an, wie es Sabine und ich nachfolgend entworfen haben. Danke, das hat Spass gemacht.

Hört rein, viel Spass.