171/10: Video des Tages: Ode To Joy by Muppet Show – oder: Spielt man mit oder ohne Metronom?

Videotipp


Ode To Joy – Muppet Show – via Youtube (via facebook, thanks, Iris)

Das Thema Metronom bzw. Clicktrack trifft den Nerv der Zeit. Neulich sagte mir mein Bassist, ich würde immer so rumschwurbeln, wenn ich mit Click spiele. Ich hatte bei einem Stück Tempo 120 eingestellt. Also, um es mal freundlich zu sagen: Wer bei Tempo 120 tatsächlich rumschwurbelt, der hat wohl keinen Click auf dem Ohr! Tempo 120, das ist ausgesprochen lässig. Viel lässiger, beispielsweise, als  Tempo 45. Denn das ist Königsdisziplin!

Das hier vorgestellte, von mir zum ersten Mal gesehene Video beschreibt in zutreffender Weise meinen Kampf mit meinen Mitmusikern über die Frage, ob nun mit Klick oder ohne Klick gespielt werden sollte? Iris, Keyboarderin, begrüßt die Erfindung des Metronoms 1818, ich habe es nicht nachkontrolliert. Auch Superchefs/-kollegen halten sich nicht dran.

 

Wieso, Iris, wir spielen doch gar nicht zusammen? Was ich -nebenbei bemerkt- mehr als bedauere! Ich weine jeden Tag eine geschlagene Zeitstunde in irgendeiner, dunklen, gerade zur Verfügung stehenden Kemenate. Aber dann wieder „tight“ auf dem Groove.

Apropos „tight“, Jocelyn B. Smith hat es letzten Samstag gesagt: „Ob jemand tight spielt oder nicht, das ist, zumindest war“ ein K.O.-Kriterium im Quasimodo. Erst nach monatelangem, erneuten Üben war Georgio, seinerzeit Chef vom Clubs, zufrieden und nahm sie und ihre Band an. Der Rest ist Geschichte. Ich habe es „verlinkt“.

Er quietscht, eiert, schwummert und lummert herum, dann wieder rasiert er uns mit höhenreichem Schneideschwert die Funkriddims, cool und “straight”. Jocelyn erzählt später, wie sie ins Quasimodo geriet. Der alte Chef Giorgio hatte sie erst abgelehnt, nein, die Band sei nicht tight genug. Das muss so 1984 gewesen sein. (Artikel auf blackbirds.tv, unten verlinkt)