201/11: Video: Der Rosanna-Shuffle von Steve Porcaro, Toto #Lessons #Schlagzeugnoten

Videotipp

In jeder Musikrichtung bzw. auf jedem Instrument gibt es Referenzen, die man sich anhört bzw. die man zu spielen trachtet, um zu beweisen, dass man dort schon angekommen ist. Was für das Schlagzeugspiel und unbedingt für das Stück Rosanna von Toto gilt. Jeder will es spielen können und zeigen: Ich bin ein Könner. Ich kann ihn noch nicht in der Geschwindigkeit spielen, die Steve Porcaro dabei drauf hatte. Oder jetzt aktuell Simon Phillips. Das macht nichts.

Rosanna - Shuffle (Schlagzeugnoten)

Rosanna - Shuffle (Schlagzeugnoten)

Porcaro erklärte, den Rosanna-Groove habe er entwickelt aus zwei gestohlenen Stücken: einer Bo-Diddley-Bassdrumfigur und aus einem Stück des Schlagzeugers John Henry Bonham (Led Zeppelin) aus dem Stück Fool in the Rain. Der Rosanna-Groove allerdings ist mitnichten eine geklaute Sache: er ist die Weiterentwicklung des Schlagzeugspiels auf höchstem Niveau: das Stück ist zu einer Referenz geworden, zu einer Kategorie „state of the art“ für Weltklasse-Rockdrumming. Und Jeff Porcaro ist als längst Verstorbener längst ein Schlagzeuger-Gott geworden, an den sich fast alle Drummer jeden Alters ehrfurchtsvoll erinnern. Jeff starb viel zu früh und fehlt.

So sehen die Noten dieses gefürchteten Killergrooves aus. Wie schnell man sie spielt, ist nicht ausnotiert. Fest steht aber: Im Stück Rosanna ist es sehr schnell gespielt. Wer anfängt, diesen Groove zu üben, muss deutlich langsamer beginnen. Und nebenbei gesagt, eignet sich der Groove auch bestens für andere Musikstücke. Eine Aufnahme vom langsamen Üben unter Einschluss eines Bassisten ist in dem Video zu sehen, dass ich neulich mitschnitt, spaßenshalber.


Tommy Tulip – Rosanna Groove mit Bassbegleitung (via youtube)

Am Anfang des Übens steht wie gesagt nicht das Tempo im Vordergrund, sondern die saubere, langsamere Ausführung. Aber wenn ich mal gross bin, wer weiß? Vielleicht fürchten sich ja dann alle vor mir, bzw. meinem Affentempo!