230/12: Testimonials: Uralte Aufnahmen aus 1991 entdeckt

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Die Band hieß „The Boogaloo Shop“ und war im Wesentlichen das Projekt von Kai (voc) und Martin (g). Tim (b)  und ich (dr) wurden gefragt, ob wir mitmachen würden? Da war auch ein Festival im Quartier Latin auf Veranlassung von VARTA, der Batteriefirma, mit Hauptgewinn und Plattenvertrag, wenn wir…., was wir aber nicht wurden. Soweit ich recht erinnere, machten wir den zweiten Platz. Dafür spielten wir vor 1.200 Leuten, es war knacke voll und ich hatte vorher noch nie vor so vielen Leuten….

Wie den Aufnahmen eventuell anzuhören ist, duschte ich vor dem Gig hinter der Bühne. Und um noch deutlicher zu werden: gleich hinterher noch einmal. Ich war fix und fertig, alle Stücke waren einen Tick oder mehrere Ticker zu schnell. Mit Klicktrack spielten wir damals nicht. Also überließen wir das Timing dem Zufall und unserer gesteigerten Nervosität. Anerkennend drückte sich seinerzeit mein Schlagzeuglehrer Lutz Renziehausen aus: „Ey, das ist so sauschnell, das könnte ich so schnell auch nicht.“ Jaja, die männliche Attitüde der Schnelligkeit.

Nach dem Gig war vor dem Gig: Die Band besetzte sich um und ich war wieder raus. So ist nun mal das Leben. Wenigstens waren das gute Jungs, ihre Musik „poppy“ und im Übrigen zündeten sie auch mein Auto nicht an, wie Jahre später ein unmusikalischer Biedermann, Brandstifter und Vollpfosten. Nein, „The Boogaloo Shop“ habe ich durchweg gut und angenehm in Erinnerung.