296/13: Große Musiker: Tomatensalat, Eiskaffee, Stephan Emig, Fressen, Saufen und „Berlin Drum Week“ #reviews

Schaufenster bei "Lederhandel", Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Schaufenster bei „Lederhandel“, Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Große Musiker sind nicht unbedingt 1,90 m groß und deswegen groß. Manche sind auch deutlich kleiner und müssen sich erst recht dafür nicht schämen. Allerdings kann der Zuschauer einer Schlagzeugveranstaltung zuweilen so ähnlich gucken, wie dieser Herr, der die Schaufensterauslage vom „Lederhandel“ in der Bergmannstr. 90 äußerst gekonnt schmückt. Er hat die Aufgabe, ein „eyecatcher“ zu sein. Das gelingt ihm.

Der Zuschauer, Teilnehmer und „Drummer mit Wissenserweiterungsmodus“ hingegen ist niemals teilnahmslos. In besonders haarigen Momenten aber fängt er an, ähnlich zu schauen, wie der Herr hier oben. Und obwohl Schlagzeuger, ist er dann bass erstaunt. Soweit zur Vorklärung. Stephan Emig (Baujahr: 1976), um das noch kurz hinterher zu schieben, ist in D-Deutschland (sinngemäß: Drummer-Deutschland) nicht unbekannt und wenn wieder so ein D-Day (sinngemäß: Drummers Day) ist, sieht man ihn häufiger dort. Er ist auch Wissensvermittler, Dozent, Lehrer und Coach. Langsam.

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Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

295/13: Grosse Musiker: Marko Djordjevic (New York), Kurzvorstellung ‚A Serbian in New York‘ #BDW 2013

Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

I don´t drink tea, I like oriental coffee, my dear, I don´t like toast brown on one side, you can hear it in my accent, when I talk, I´m a Serbian in New York. (Fakten nicht überprüft, berühmte Lyrics von Sting, geringfügig nachbearbeitet)

Als Teilnehmer der Veranstaltung „Berlin Drum Week“ vom 31.07. – 04.08.2013 in der Global Music Academy (Veranstalter: drumtrainer Berlin) hatte ich Gelegenheit, den Serbisch stämmigen Schlagzeuger Marko Djordjejevic aus New York persönlich kennenzulernen. Dessen Spiel hat mich schlicht gesagt überwältigt.

Der Mann ist für mich ein energetisches „Drumwonder by nature“ mit athletisch gut ausbalancierter Höchstverfassung. Selten jemanden gesehen, der brillanter spielt. Abgesehen von „Dynamik“ (Witz: „Ich kann nicht lauter!“), nein, im Ernst, laut und leise sind zwei Facetten des Drummens auf höchsten Niveau. Ach so, schon gewusst? Sein Herz gilt u.a. dem Jazz. Irgendwann mitten drin in seinem fulminanten Vorspiel vor lauter geladenen, sachverständigen Schlagzeugern trieb dieser Mann mir die Tränen in die Augen. Ich hätte heulen können wie ein Schlosshund, und das ist nicht übertrieben! Glück durchströmte mich. Das veranlasst mich, ihn etwas näher vorzustellen, auch weil er hierzulande kaum bekannt ist.

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