386/15: Video: Impro über „Stella by Starlight“ : Im Namen der Rose, welche Farbe hat die Hose? #Session.TV

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386/15: Video: Impro „Movin Over Stella by Starlight“ #Session.TV

Im Namen der Rose: Welche Farbe hat die Hose? Bzw. das Kleid? Nein, es iss Wurscht. Die Wurscht muss fettig sein. Tropfen. Auf die Farbe kommt es definitiv nicht an. Es kommt auf den Charakter an. Das wissen wir seit Loriot. Auch im Jazz.

Apropos Farbechtheit: Dass sich im Netz die Leute um die Farbe eines Kleids kloppen, kann nur einen wirklichen Grund haben: Sie haben nichts besseres zu tun. Sonst wüssten sie, dass das Banane ist. Von Bedeutung ist nicht die Farbe der Hose, wenn überhaupt zeigt uns die Farbe der Rose den Grad der Verliebtheit in ein Lebewesen oder in eine Sache. Rot ist die Liebe. Mint- bzw. türkisfarben sind die Triebe. Farbdarstellung auf RGB-Bildschirmen und die Möglichkeit, jede Farbe in etwas anderes zu morphen, wobei die Übergänge fließend sind und bleiben müssen.

Auf genau dieselbe Art und Weise wird aus einem knallroten Schlagzeug eins, das eher mintfarben/türkis aussieht. Selbiges passiert mit dem T-Shirt des Keyboarders im Video. Ansonsten wird in dem Video eine Impro über die Idee von Stella by Starlight gezeigt. Das ist der Beginn einer internetaffinen Theorie, die schon in Kürze die Welt umfasst, sie in den Würgegriff nimmt und die Leute zu „mehr Jazz“ verpflichtet. Und das wars übrigens auch schon. Bzw. schön.

Die Farbe der Rose? Ist purple….

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385/15: Positionen: Was Helge Schneider über gutes Drumming meint…

Helge Schneider über Drummer!

Auf ein Zitat hat derjenige einen Urheberrechtsanspruch, der es in den Wortverkehr einbringt, indem er es erfindet, aneinander reiht und somit Komponist der satanischen Sentenz ist. Also nicht derjenige, der das Zitat findet, in Umlauf bringt und auf digitale Wandtafeln schreibt.  Allerdings gebührt dem Entdecker Lob und Anerkennung für die Erwähnung, Hervorhebung und Betonung. Das Zitat geht künftig nicht mehr unter, wie es ja sonst inzwischen weltweit üblich ist im Drüber & Drunter des ungebremsten Redeschwalls. Der Zitierte hat vielleicht so´nen Hals.

Andi Rohde ist Studio- und Livedrummer aus Hamburg, auch hier hat er ein Zuhause. Der Drummer, hier im dargelegten Zitat auch als „Ohrenfeindt“. Karniggles: Miles Davis hat Wissen über Drummer an sich in seiner Biografie erwähnt. Es ging um Tony Williams und auch seine Erfahrungen, die er mit Max Roach an der Seite von Charlie Parker machte. Um „Sha“ und „Bang“, aber auch um „Zisch“. Heute heißen die diesbezüglich genannten Argumente über richtiges Schlagzeug spielen häufig: „Zu 99% besteht mein Schlagzeuger sein aus „Wumms“ und „Klatsch“, wie ich 2011 hier berichtete.

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384/15: Foto: Lord Of The Rings!

Zum Übeprozess gehört die Ausführung des Schlags. Dieser Wert ist geschwärzt als Note notiert.
Und die Pause. Das ist der Wert, der daneben steht. In schlohweißer Schrift.

Übung macht den Meister, die Pause erholt ihn vom anstrengenden Prozess der Schlagausführung. Wenn dabei ein paar saumselige Ringe fliegen, who cares? Kontemplation, als die Ausführung einer kurzen Pause zur spirituellen Sammlung.

383/15: Video: „Nature Boy“ (Nat King Cole) #Jazzprobe

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13.02.15: Floatin` Jazz „Nature Boy“ (Nat King Cole)

There was a boy
A very strange enchanted boy
They say he wandered very far
Very far, over land and sea
a little shy and sad of eye
But very wise was he
And then one day, a magic day
He passed my way, and while we spoke
Of many things, fools and kings
This he said to me
The greatest thing you’ll ever learn
Is just to love and be loved in return

Es ist nicht das große American Songbook, das die Band durchging, um zu überlegen, welche Stücke man spielen könne. – Es war das Gesangsbuch der Sängerin. Mal ausprobieren, was da so drin ist. Dieses Video ist also ein „first take“, der erste Versuch, das Ding zu spielen. Schönes Stück. Kannte es bislang nicht.

Kommt auf die Liste.

382/14: Positionen: Soll man Selfies von sich machen oder es bleiben lassen? – Innerer Frieden, Purple Rain und Kommentarpupsen

Videotipp

Videotipp

Du machst von den Möglichkeiten Gebrauch und stellst ein Video aus einer Unterrichtsstunde ins Netz. Die Öffentlichkeit sieht sich das an und kommentiert munter drauf los. Wozu sind diese Kommentare etwas nütze? Eine Auseinandersetzung damit.

Ich habe (wieder einmal) den Fehler begangen, ein Video von mir anzufertigen mit den neuesten technischen Mitteln. Ich benütze manchmal gern die App „Socialcam“. Es ging um die „Garota de Ipanema“, ein Stück bedeutsame Weltgeschichte der internationalen Fahrstuhlmusik. Solch Musik wird gern in Aufzügen seicht geplätschert, während first (Miederwaren) und second (Damenunterwäsche, Bekleidung) floor im Kaufhaus des großartigen Westens angesteuert werden. Es gibt heutzutage zu wenige Conferenciers in den Aufzügen der Kaufhäuser. Dafür gibt es Fahrstuhlmusik. Kürzer: Stuhlmusik.

Das Girl aus Ipanema ist ein Bossa Nova und ein Ohrwurm. Wer das Lied mal gehört hat, vergisst es mit Sicherheit nicht mehr. Die Karotte von Ipanema muss man auch üben, um den Bossa Nova hin zu bekommen. Im Grunde dasselbe Schicksal, wie jedes andere, dämliche Stück der Weltmusikgeschichte. Seit gestern weiß ich auch, dass ein weiteres Stück sich verballhornen lässt: „Sittin On The Cock Of The Gay“ sagen die schwyzerischen Jazzstudenten in Bern, wenn sie nebenbei noch Tanzmucke machen gegen harte Währung. Über weitere Stücke wie dieses will ich gar nicht nachdenken.

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