480/17: Knowledge.Basics: Von Muskel-Mark, dem Häkchen und Übung

Übungspad Pearl

Übungspad Pearl

 

Übung krümmt den Meister, setzt ein Häkchen in Euer Übeheft.

Muskel-Mark ist der Batman im übenden Musiker. Das könnte genre- und geräteübergreifend geschehen, vermute ich.

Regelmäßig ist es so: Man übt etwas ein mit viel Anstrengung.

Dann vergisst man es und die näheren Umstände wieder.

Später kommt man darauf zurück.

Und dann spielt man es einfach so und es ist plötzlich gut.

Alles Streben in der Musik ist Anstrengung, Verspanntheit. Darum übt man.

Um die Bewegungsabläufe ins „Muskelmark“ reinzuschreiben, also eine Motorik zu erarbeiten, die von selbst trägt und ohne jede Anstrengung.

Weiterführend

479/17: Video: Was tun, wenn die große Schwester schon alles gesagt hat? Soll man dann schweigen? Darf man das überhaupt?


Give my Regards to Broadstreet Medley

Die große Schwester dieser Website heißt blackbirds.tv und fokussiert bzw. fletscht seine Berliner Musikszene.

Heute steht im Fokus der Geburtstag des vielleicht besten Drummers der Beatles aller Zeiten (Scherz), denn über Ringo sei von Spaßvogel John auf die Frage hin kolportiert worden, ob Ringo eventuell der beste Drummer der Welt sei, „Ringo? Der ist nicht mal der beste Drummer der Beatles.“ Das behauptete die Nachwelt, wäre John-O-Ton, wie ihm viele etwas Zynisches andichten. Der in Wirklichkeit große Verletzliche, der bei Tante Mimi aufwuchs, liebte Ringo. Ebenso sehr wie Paul McCartney Ringo immer geliebt hat. Zu recht.

Aus heutiger Sicht eine Art Tunnelblick auf den großen Humor des englischen Pop-Establishments wirft dieses kurze Video. Denn hier fährt Ringo ein Riesen-Drumkit auf und erwartet mit Spannung seinen Einsatz im Medley genannten Triptychon dreier Stücke. Und Paul fällt nicht mit der Tür ins Haus: Er lädt Ringo ein, hier „brushes“ einzusetzen, wohl wissend, und insofern hat das Video einen ziemlichen Schalk im Nacken, dass Ringo nun Stunden damit zubringen muss, überhaupt erst einmal Besen zu finden.

Ein Stück aus der Asservaten- bzw. Besenkammer namens Tollhaus. Toll. Herzlichen Glückwunsch, Paul McCartney. Und: I Love You, Ringo! Oder wie Du zu sagen pflegst: Love & Peace. Ja. Genau das. Herzchen Herzchen Herzchen….

Weiterführend

478/17: Aufnahmen: Es ist ein Lachen zu verkaufen.

P/Kb: Ittai
G: Karl
B: Christian
Dr.: Tommy

Veröffentlichungsdatum:
9 Juni 2017

Man sagt, es heiße Proberaum, weil so ein Raum zum Proben da sei. Das stimmt nicht ganz: Denn in Wirklichkeit ist so ein Raum auch eine Art Probierzimmer. In dem der Musiker etwas ausprobiert. Wenn er darf, wenn man ihn lässt. Der Proberaum ist eine Art vorgeschaltetes Geheimvestibül. Ob sich etwas gut anhört oder zum Kotzen ist, kann hier ausprobiert werden. Damit sind eben gerade nicht jene sicheren Augenblicke gemeint, in denen niemand wie sonst an (zu) verabredeten Partituren klebt und der Zeremonienmeister sein Ding (den Taktstock) schwingt und mit gestrengem bling bling (Blick) über die Einhaltung von Spielregeln wacht. Sir ßeimon Rättel beispielsweise. Dieser alte Hippie: Der hat die Haare lang. Und grau.

Wir wissen also nun, dass der Proberaum auch eine Art Illuminatenkammer für ganz außergewöhnliche Ideen ist. Hier steht der Fänger im Roggen, der Bauer im Weizen und der Kirkpatrick im Bossa Nova. Schuld ist nur der. Womit wir nun beim Thema sind: Ein Bossa (Chef), einer Nova (Erneuerer). Entweder fügt sich nun zusammen, was zusammengehört. Oder man hört, irgendwas hat gestört. War es ein falsches Cymbal, eine dissonante Elektrolaute, ein basslastige D-Kadenz oder gar eine ganz gewöhnliche, miese kleine Harfennutte?

Antwort: Lächeln lässt sich nicht verkaufen, Man muss schon laut lachen können. Laugh For Sale. Ist das nicht zum Schreien lustig? Nein? Entschuldige Deine Gelangweiltheit.

Das drummatisch dargebotene Jammsessionstück des Tages: Love For Sale. – Nicht das gleichnamige Album von Boney M., auf dem Bobby Farrell in Alufolie-Unterhosen über den ihm zu Füßen liegenden Sängerin mit einer Eisenkette wacht – Dies Plattencover, bitte nicht gleich downloaden, auch wenn ein großes Poster beiliegt.

Verwechslungsgefahr gebannt: Dieser Drops wäre nun gelutscht.

Viel Spaß.

476/17: Bewertung: Meinl Cymbal Tuner (MCT), Chan-Chan, Grebfruit, Kusskuss und die afrikanische Scheißhausfliege #Reviews

Meinl Cymbal Tuner (MCT)


Meinl Cymbals – Benny Greb “Couscous“

Wie eine Art afrikanisches Mascara kommt der Song Couscous, eine Vorab-Auskopplung aus dem im Juli erwarteten neuen Album Grebfruit2 von Benny Greb daher. Gemeinsam mit Sven Peks, der für das Videoediting und Sounddesign verantwortlich zeichnet, ist ein neues Video der Öffentlichkeit als Vorabauskopplung vorgestellt worden. Die Manier von Grebfruit 1, inzwischen ein Klassiker, ist weiter fortgesetzt worden. Die weiteren Instrumente des afrikanischen Groove-Paradesstückchens sind eingesungen, by Benny himself.

Hier geht es um die Meinl Cymbal Tuner (MCT), magnetische Sounddämpfer für Becken, die seit kurzem käuflich zu erwerben sind.  Und:  „Ja, dis kauf ich Euch ab!“ (Olli Dittrich, Werbeikone)

Ich hab sie mir besorgt und Marketing, ja. Wenn Benny das mitentwickelt hat. Na dann. Sympathisch: Ein Döschen mit Karabiner-Haken für den Hosenbund. Wonderful + auch so trekking, vom Gedanken her. Männer eben.

Gestern Abend habe ich sie an die Hose geheftet und am Abend zum ersten Mal eingesetzt.

Ergebnis:
Sehr nützlich. Die Dinger bringen dieses Kalibrieren, dass man mit den Becken so nicht macht. Man hat gute Becken (Meinl) und liebt sie deswegen. Wenn sie die Wunschbecken sind. Und dann setzt man sie ein, die Becken. Und nun sind sie auf einmal zu laut. Nein, sie sind nie zu leise, notfalls haut man nochmal doller drauf. Sie sind zu laut. Dafür sind die MCTer wohl. Für diesen Fall.

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475/17: Foto: Benny Greb’s „Moving Parts“ im A-Trane Berlin (01.06.17)

Was das Internet nicht kann: Livemusik.

Benny Grebs Moving Parts gestern Abend im A-Trane in Berlin-Charlottenburg.

Fulminante Spielfreude, erfindungsreiches Drumming und ein begeistertes Publikum.

Schön war’s.