476/17: Bewertung: Meinl Cymbal Tuner (MCT), Chan-Chan, Grebfruit, Kusskuss und die afrikanische Scheißhausfliege #Reviews

Meinl Cymbal Tuner (MCT)


Meinl Cymbals – Benny Greb “Couscous“

Wie eine Art afrikanisches Mascara kommt der Song Couscous, eine Vorab-Auskopplung aus dem im Juli erwarteten neuen Album Grebfruit2 von Benny Greb daher. Gemeinsam mit Sven Peks, der für das Videoediting und Sounddesign verantwortlich zeichnet, ist ein neues Video der Öffentlichkeit als Vorabauskopplung vorgestellt worden. Die Manier von Grebfruit 1, inzwischen ein Klassiker, ist weiter fortgesetzt worden. Die weiteren Instrumente des afrikanischen Groove-Paradesstückchens sind eingesungen, by Benny himself.

Hier geht es um die Meinl Cymbal Tuner (MCT), magnetische Sounddämpfer für Becken, die seit kurzem käuflich zu erwerben sind.  Und:  „Ja, dis kauf ich Euch ab!“ (Olli Dittrich, Werbeikone)

Ich hab sie mir besorgt und Marketing, ja. Wenn Benny das mitentwickelt hat. Na dann. Sympathisch: Ein Döschen mit Karabiner-Haken für den Hosenbund. Wonderful + auch so trekking, vom Gedanken her. Männer eben.

Gestern Abend habe ich sie an die Hose geheftet und am Abend zum ersten Mal eingesetzt.

Ergebnis:
Sehr nützlich. Die Dinger bringen dieses Kalibrieren, dass man mit den Becken so nicht macht. Man hat gute Becken (Meinl) und liebt sie deswegen. Wenn sie die Wunschbecken sind. Und dann setzt man sie ein, die Becken. Und nun sind sie auf einmal zu laut. Nein, sie sind nie zu leise, notfalls haut man nochmal doller drauf. Sie sind zu laut. Dafür sind die MCTer wohl. Für diesen Fall.


Meinl Cymbal Tuners

Jetzt wo der Sommer in Riesenschritten kommt, kommen auch die Fliegen. Die Liste meiner heute begangenen Tötungen ist riesengroß. Der Konflikt bleibt: Darf der Mensch Tötungen in Serie begehen, nur weil ihn die Existenz der afrikanischen Scheißhausfliege nervt? – Oder darf Meinl die Menschen auf widerliche Art und Weise anfüttern mit neuen Videos vom hamburgisch-afrikanischen Trommelmann Benny Greb, die süchtig machen? Wunderbares Spiel und die Last der Lust. Ja, Meinl darf. Ich kommentierte es anderswo wie folgt: Auch auf die Gefahr hin, falsch verstanden zu werden: Für mich heißt das Video allerdings „Kusskuss“. Meine Verehrung. Wunderbares Spiel.

Das Verschieben kannst du vollflächig versuchen, experimentieren. Bis es stimmt.

Meine Meinung ist subjektiv.
Ja, will ich. Brauch ich, ist nützlich.

Negativ nur zwei Dinge:
Die großen zwei sind mir zu groß, sie dämpfen mir zu viel weg. Zwei kleine, zwei große. Das sind mindestens zwei zu wenig, auch 4 oder 6 kleine wären ein besseres Bundle. Auf die Großen verzichte ich gern.

Was nicht im Produktportfolio ist, aber passiert. Du weißt, dies „lauter Gedöns“ Ding. Der Mann hat 1.000 Sachen. Der soll lieber artikuliert spielen. Was passiert tatsächlich am ersten Abend: Ich hab zwei kleine dran am Becken. Dann verschiebe ich sie ein bisserl, einer ist obenauf, der andere als Konterstück unten am Becken. Jetzt ist der zweite, unten drunter, wirklich weg. Offenbar abgefallen.

Ich hab wie ein alter Mann ohne Kontaktlinsen den gesamten Fußboden mit (gemuscheltem) Teppichmuster abgesucht. Ich habe, weil ich ein zärtlicher Mann bin, meine Zartware (Beckenständer) abgestreichelt, alles intensiv angefasst. Aber King MCT ist weg, und im ersten Einsatz. Schon habe ich das, was ich jetzt dringend benötige, nicht mehr zur Hand. Aber ist ja kein Problem: Hier kann ich endlos nachbestellen.

Siehste. Dann ist das Ganze nicht ganz billig, pro Probe. Gutes Produkt, aber wenn es die Haftung verliert und die Dinger wegsprazzeln, ist’s Essig.

Ein Bezahlt-Abo muss her? Auf jeden Fall aber die Ersatzbeschaffung verlustiger Magneten. Und die xbeliebige Abänderung der Bestückung für die kleine, schwarze Gürtelrolle mit anderen Stücken und Paaren.

Update after Release am 12.06.17

Ja, nun werden die Fliegen zwar nicht weniger, aber ich kann dem Bericht noch hinzufügen, dass sich das Magnetic Tool beim nochmaligen, späteren Durchsuchen wieder angefunden hat. Und was soll ich Euch sagen? Es klebte fest und unverbrüchlich, aber leicht verwinkelt versteckt am linken Beckenständer, auf dem zu allem Überfluss ein wunderschönes Meinl-Becken hängt (ein Jazzride). Nun können wir vielleicht orakeln, dass das Kind (der kleine Magnet) zu Mami (zum Becken) wieder hochjumpen wollte, aber ehrlich gesagt wäre das doch eher eine Art Gerüchtequiche.

Ja, dass man die Dinger mit Ortungs- bzw. Navigationschips ausstatten könnte, um sie bei Verlustabgang mit einer App zu suchen, wäre wohl sehr tricky, ist aber aus Kostengründen vermutlich nicht als Option in petto. Bleibt also die vollkommen naive Idee übrig, den Magnetogorskkoffer (das kleine Filmröllchen für den Hosenbund) von vornherein mit so vielen kleinen Magneten zu bestücken, als man meint zu benötigen. Da ich derzeit zwei große Meinl-Byzanz-Ridebecken spiele und nur ab und an relativ verächtlich auf ein kleines Zildjian-Crash abklatsche („Crash“), würde mich ja wohl ein Sixpack mit kleinen reichen, zwo davon links, zwo rechts und für ausgesprochen dringende Notfälle noch wo für die Hi-Hat oder „zpV“ (zur besonderen Verfügung). Ich bin aber auch ein ausgefuchster Hund, was?

Apropos Sixpack: Nun hab ich eine Idee. Gehabt Euch wohl.

Weiterführend