545/19: Video: Schiller w/ Jaki Liebezeit (Can) – R.I.P. Jaki Liebezeit, we miss You!


schiller w/ jaki liebezeit (can) | studiosession berlin

SCHILLER official – Am 21.11.2010 veröffentlicht
jaki liebezeit (can) and christopher von deylen (schiller) meet for a studiosession in berlin | 2009 | http://www.schillermusik.de | taken from ‚atemlos‘

Christopher von Deylen (Projekt Schiller) und Jaki Liebezeit (Dr, ex-Can) treffen sich im Jahr 2009 im Studio in Berlin, um sich gemeinsam elektronisch einzugrooven. Nicht ganz elektronisch. Jaki trommelt traditionell. Oder doch nicht traditionell? Nun, findet es selbst heraus. Das Meditative am wiederkehrenden nicht-Loopen (also drag & drop, copy & paste) vermittels handgemachter Musik, die wie loopartig daherkommen, und um es für Fischliebhaber griffig zu formulieren: Loop de Mehr!

Force de Frappe, Bumms de Klatsch, tschakka dong, plürz.

In den letzten 20 Jahren spielte Liebezeit das Drumset ohne Bassdrum und Hi-Hat. „Ich habe die Bassdrum und Hi-Hat abgeschafft, weil ich nicht mehr den üblichen Rockstil spielen wollte.“ Zu seiner rhythmischen Auffassung sagte er: „Du musst monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove.“ Can-Kollege Holger Czukay formulierte: „Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser.“

Die unglaublich gute Kurzgeschichte von der audiophilen Schillerlocke von Deylen. They had a fucking good liebezeit.

Yeah. Tago Mago 4ever.

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* Zu Ehren von Jaki Liebezeit trafen sich in Köln Freunde und Weggefährten ihm zu Ehren

544/19: Video: JAKI LIEBEZEIT – a Tribute Full Concert (VÖ: 22.01.19) – Sendedauer 1:53 (hh:mm) via #youtube


JAKI LIEBEZEIT – a Tribute: Full Concert 22.01.2018 Philharmonie Köln

„JAKI LIEBEZEIT – a Tribute“ Philharmonie Köln, 22. Januar 2018

Drums Off Chaos:
Reiner Linke drums
Maf Retter drums
Manos Tsangaris drums

Drums Off Chaos:
w/Dominik von Senger git
w/Rosko Gee b
w/Jochen Irmler keys

Manfred Schoof tp, flh
Gerd Dudek ts
Helmut Zerlett p
Rosko Gee b

Drums Off Chaos
w/ Baba Zula
w/ Murat Ertel voc, saz
w/ Levent Akman perc

Pi-hsien Chen p

Jah Wobble b
Marc Layton-Bennett drums

Irmin Schmidt p
René Tinner sound design

Jono Podmore electr
Ian Tregoning electr

Robert Coyne voc, git
Aglaja Camphausen vc
Werner Steinhauser drums

Drums Off Chaos
w/ Damo Suzuki
voc w/ Michael Rother
git w/ Dominik von Senger
git w/ Helmut Zerlett keys
w/ Rosko Gee b

Gianna Nannini voc
Hans „Bäär“ Maahn b
Rüdiger Elze git
Helmut Zerlett keys
Ralf Gustke drums

Idee und Konzeption: Birgit Berger, Reiner Linke, Hans Maahn, Reiner Michalke, Maf Retter und Manos Tsangaris
Eine Veranstaltung des Europäischen Zentrums für Jazz und Aktuelle Musik im Stadtgarten Köln.
© ? 2019 Initiative Kölner Jazz Haus e.V. & klangmalerei.tv GmbH www.klangmalerei.tv

Jaki Liebezeit starb am 22.01.2017 in einem Krankenhaus in Köln an einer Lungenentzündung und wurde am 6. Februar 2017 auf dem Zentralfriedhof Melaten beigesetzt. Das Grab befindet sich im Flurstück „T“ (wie Tulip). Ein Jahr später am 22. Januar 2018 fand in der Kölner Philharmonie ein Gedenkkonzert „Jaki Liebezeit – A Tribute“ statt. Von diesem Konzert seht Ihr den weitgehend ungekürzten Mitschnitt in der Fassung vom 22.01.2019.

Ideen wie jene der Mitstreiter um Jaki Liebzeit, alles schriftlich Notierte hinter sich zu lassen und stattdessen mit Menschen gemeinsam in Interaktion des Musizierens zu treten, um einer drohenden Vereinsamung beim Musik machen aus Gründen fortschreitender Digitalisierung entkommen zu können, sind an diesem Abend übersichtlich, ja überzeugend zusammengestellt. So wie Can Ende der Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begannen. Heute – im Jahre 2019 – schauen wir mit etwas Wehmut auf diese Zeit zurück. Auf den Spuren des Can-Schlagzeugers Jaki Liebezeit stoßen wir die Erinnerungsfenster der Wahrnehmung als Pforten zum musikalischen inneren Ich auf, es gab eine Zeit, in der nur gemeinsam miteinander musiziert wurde und autokratische Herrschaftsstrukturen in der Musik zu unterbleiben hatten. Heute ist es vielfach anders. Alles ist zuverlässig und übersichtlich in vorgefertigte Backförmchen eingeteilt, übersichtlich vorstrukturiert und „patternwise“ abrufbar, damit wir uns rechtzeitig vorher auch die BPM einstellen können. Die Frage ist: Was haben wir gewonnen? Antwort: Ganz viel an irren Möglichkeiten. Wir haben die Tonstudios weltweit abgeschafft und damit den Prozess des Musikmachens demokratisiert. Aber nutzen wir sie auch bestmöglich? Und lohnt es sich überhaupt, noch zuzuhören? Wir bleiben nachdenklich zurück. Aber ist ja auch unwichtig. Erstmal: Ruhe in Frieden, Jaki Liebezeit.

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(Danke, Dave Kobrehel. Danke, Michael Rother.)

543/19: Drumgear: Die Benny Greb Crasher Hat (Meinl Cymbals Artist Concept Model) – It’s A question of #gear


TAMA Closed Hi-Hat Attachment MXA53

Simply designed closed hi-hat attachment that allows for two different settings by engaging a lever. Attachable to stands from 19.1mm to 28.6 mm in diameter, it’s great for double bass or double pedal players. You can also set the hi-hat cymbals as half-open using the spring. – schreibt TAMA hier

Das Produkt ist preisverdächtig. Love & Peace & Happyness für eine schnuggelige Produktidee, die allerdings einen Preis hat.

Die drei Fotos stehen derzeit noch in keiner Beziehung. Aber wir arbeiten schon dran. Gier, Gear, aber nicht Richard Gere.

Davon abgesehen könnte das daher bald der Fall sein. Abwarten, Tee trinken.

Schwarzen Assam. Mit Zitrone und Honig – gut gerührt, nicht geschüttelt.

542/19: Gestorben: Ted McKenna (10. März 1950 – 19. Januar 2019) – schottischer Drummer

Trauerkerze (gif/animiert)

Trauerkerze (gif/animiert)


Ted Mckenna – Drum Solo @The Citrus Club,Edinburgh 3-5-13

Edward McKenna (10. März 1950 – 19 Januar 2019), war ein schottischer Drummer, der u.a. mit den Bands The Sensational Alex Harvey Band, Rory Gallagher, The Michael Schenker Group spielte. Er tourte mit Ian Gillan 1990. Er unterrichtete lectured in Angewandte Künste in North Glasgow College von 1996–2011.

Genaue Umstände wissen wir nicht, über Facebook war zu lesen:

„Für alle, die ihn liebten, Ted ist diesen Morgen an den Folgen einer Blutung während einer geplanten Operation gestorben. Es war ein unerwarteter Umstand und ein großes chirurgisches Team kämpfte zehn Stunden lang, um ihn zu retten. Unglücklicherweise gab es keine Lösung, um die Blutung zu stoppen und er starb, ohne es überhaupt mitzubekommen. Ich werde ihn so sehr vermissen.“

(Gerry McAvoy via Facebook, Band of Friends)

541/19: Kritik: Das Regensburger Drummerweekend vom 11.01. bis 13.01. ist zu Ende – eine Nachbetrachtung meinerseits

Die Music Academy ist lokal nahe am Hauptbahnhof Regensburg in einem ehemaligen, zu ebener Erde gelegenen, liebevoll und historisch korrekt sanierten Lokschuppen untergebracht, so flat gebaut wie Flatrate gedacht, eben rund um die musikalische Feldherrenschaft am eigenen Instrument. Schlagzeug, Piano, Gitarre und paar andere Instrumente werden angeboten, bitte genauer nachschauen, ich bin doch kein Erklärbär.

Für das Schlagzeugspiel am Set zeichnet hier Gerwin ‚Geff‘ Eisenhauer verantwortlich. Nomen est omen, drischt der Mann nicht nur auf Holz der japanischen Pro-Marke „Tama“, sondern auf eiserne Becken aus Gutenstetten. Meinl Cymbals liefert dem beruflichen Eisenhauer das Beckenwerk als wäre es eins des Teufels.

Eisenhauer ist stilistisch wirklich mit allen Wassern gewaschen und gibt den Motown-Abend im Verlauf einer dreitägigen Veranstaltung namens Drummerweekend Regensburg 2019 zum vermutlich dritten Male (ich muss nachfragen) genau so überzeugend und umwerfend wie einen äußerst gewieften drums’n’bass-Schlagzeuger – und das im Kontext eines mehr als umwerfenden eigenen Jazztrios namens Trio Elf. Man weiß nicht genau, wofür das „elf“ steht – steht es im Internet ja für Superlative, das Umwerfende, die Übertreibung, man kann es auch als drölf!! mit vielen Ausrufezeichen noch stärker machen.

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540/19: Pfundbüro: Urheber gesucht

Drums, Schlagzeug (Zeichnung) - Quelle: unbekannt (März 2014, VÖ: 05.01.19)

Drums, Schlagzeug (Zeichnung) – Quelle: unbekannt (März 2014, VÖ: 05.01.19)

Drums, Schlagzeug (Zeichnung) - Quelle: unbekannt (März 2014, VÖ: 05.01.19)

Drums, Schlagzeug (Zeichnung) – Quelle: unbekannt (März 2014, VÖ: 05.01.19)

 

Wenn ein Schlagzeuger oder wenn ein Blogger gern mal einen wegsteckt, mag dies gefährlich klingen, kann aber vollkommen harmlos, ja verschmitzt sein. Zum Beispiel ein Bild. Man sieht es und sagt sich: So toll, das finde ich wirklich frappant. Nicht Frappé. Die beiden Zeichnungen wurden 2014 im März aus dem Internet heruntergeladen, nicht gestohlen. Sie waren frei zugänglich, rechte Maustaste, speichern unter. Es war eine Maus, keine Ratte. Also vollkommen in Ordnung. Heute nun startet unser Pfundbüro eine ziemlich schwer wiegende Frage: Wem gehören diese Bilder? Leutz?

Das tulipanische Büro zur weltweiten Rettung von Uhrheberrechtsansprüchen in Tulpenhausen Germany bittet um Mithilfe. Hat jemand der hiesigen Leser diese zwei Unikate schon anderswo gesehen und wem sind sie urheberrechtlich zuzuordnen. Beweise bitte sofort als erstes an die Redaktion. Beweise beifügen nicht vergessen.

Der Erste gewinnt etwas. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Linkweg hingegen üblich. Meine Lieben, wir befinden uns hier im Internet.

Danke für die Unaufmerksamkeit.

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