511/18: Nachruf: Zum Tode von Jabo! #sessionsorg #domfamularo #interviews


ARTIST SERIES – Clyde Stubblefield & Jabo Starks by Dom Famularo

Clyde & Jabo …..Their music „comes from the heart, feelings, inner soul“! „Gift from God“! This outstanding duo of American funk & blues drummers (James Brown most influential drummers) are legendary artists worldwide at NAMM 2017. Incredible stories….history!! You know where you were yesterday…don’t know where you’ll be tomorrow! The Sessions Panel shares music industry knowledge to musicians across the country! Includes Entertainment Law, Marketing, Networking, Artist Relations & Motivational skills and experiences from professionals and experts who have been „on the road“ and are successful in the industry.

Aus Anlass seines Todes am 1. Mai 2018.

John „Jabo“ Starks * 25. oder 26. Oktober 1938 in Jackson, Clarke County oder Mobile, Alabama; † 1. Mai 2018 in Mobile) war ein US-amerikanischer Funk- und Blues-Schlagzeuger.

Gemeinsam mit Clyde Stubblefield prägte er den Schlagzeug-Groove der James-Brown-Bands und entwickelte den Funk-Stil am Schlagzeug mit. Jabo Starks Schlagzeugspiel lebt in modernen Musikrichtungen wie dem Hip-Hop fort: Mit Clyde Stubblefield zählt er zu den meist gesampelten Schlagzeugern. Zu Stubblefield verband ihn seit ihrer James-Brown-Zeit eine tiefe Freundschaft. Der Rolling Stone listete die beiden gemeinsam auf Rang sechs der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

Wir ordnen unsere Trauer um den herben Verlust und zeigen Dom Famularos Interview aus dem Jahr 2017 mit den beiden Funkateers!

RIP – Jabo, You fonky funk a tear! Our tears dry on their own. <3

Weiterführend

Thanks to Dom Famularo for sharing this wonderful content!
Love & Peace,
Tommy, A Tulip

510/18: Video: Was ist eigentlich ein #Wolfhang? Ein Hashtag macht Schule. – Dedicated Song of the Day to M. J. Winter #RIP

Videotipp

Mikel-John Winter, Berlin - gestorben 17.04.2018 #RIP #Kollege

Mikel-John Winter, Berlin – gestorben 17.04.2018 #RIP #Kollege

Wunderbarer Wolfgang – to hang around with beautiful jazz xperiences & Wolfgang Haffner #wolfhang 😉

Was ist eigentlich ein #Wolfhang? Die Frage ist eins drüber bereits beantwortet.  Ich gebe zu: Das habe ich mir gerade ausgedacht.

Falsch finde ich den Gedanken nicht. Schlecht erst recht nicht. Nein, ich finde ihn gut. Und ich finde es schön, dass wir mal offen darüber gesprochen haben.

Zum Lied des Tages auf xdrum.eu: Das obige Stück One Of Many, und richtig, Wolfgang hat soooo viel getrommelt, es ist nur eins von vielen. Es zeichnet ein Bild von einem bescheidenen, netten und zurückhaltenden Menschen, der sein Spiel in den Dienst einer Gesamtsache stellt. Kein „Ich habe den Größten!“ Wisst Ihr, was es ist? Ein guter Anfang.

Ein nicht so gutes Ende nahm Michael John Winter, der verstarb, obwohl es nicht an guten bzw. besten Wünschen für seine Genesung gefehlt hat. Sein Bild ist hier oben und zu sehen und ich möchte ihm dieses Lied des Tages aus Gründen widmen.

Der unverabredete, zu frühe Abgang macht tieftraurig und zugleich hilflos. Ein kurzer Nachruf ist verlinkt.

Weiterführend

(Danke an Onlinelessons.tv für ein Stück großartige Schlagzeugunterhaltung.)

 

508/18: Video: Groove gibt Brot, Arbeit und Anerkennung – Und Stockhaltung ist so Vinnie, oder eben auch nicht


Chick Corea Vinnie Colaiuta John Patitucci Humpty Dumpty Live HD

Chick Corea Akoustic Band is Chick Corea on acoustic grand piano, John Patitucci on acoustic bass and Vinnie Colaiuta on drums performing Humpty Dumpty. The jazz classic is originally from Chick Corea’s 1978 album The Mad Hatter. Very fine individual piano, bass and drum solos (5:56) are included. Chick Corea New Akoustic Band was live in concert at The Blue Note, Tokyo, Japan in November 1992.

Vom Stockspiel besessen: Vinnie Colauita, Drummer, hier im Trio.

Neulich wechselte ich die führende Hand. Open Handed: Hihat-Führung mit links, also nicht von rechts und über Kreuz.

Mein Bassist bemerkte am Ende des Stücks: Nicht die Hand wechseln. Sonst geht der Groove flöten. Ich sagte: Entschuldigung, das war nicht meine Absicht. Ich wechsele, um das zu üben. Die Idee von Open Handed habe ich von vielen Drummern: Simon Phillipps tut es. Claus Hessler tut es. Ich tue es zuweilen. Ohne dabei sonderlich gern den Groove zu verlieren. Das nun gar nicht. Jedenfalls nicht absichtlich. Das Ziel ist immer eine mindestens genau so starke linke wie die rechte. Bumm tschak.

Paradiddle. Diddle.

Und die Stockhaltung: Mein Bassist sagte nun, diese Stockhaltung, wie wenn man es nicht kann. Er meinte den „traditional grip“ – Besser ist der matched grip. Traditional grip, das groovt nicht. Ich wende vorsichtig ein: Doch doch, spielen viele traditional grip und groovt wie Sau. Mir fallen viele Namen ein. Todd Sucherman, Steve Gadd. Ach ja, Vinnie. Mein Bassist sagt: Aber du bist nicht Vinnie. Da hat er wirklich recht.

Leider, leider.

507/18: Video: Zum Thema Take Five, zu Joe Morello


Joe Morello – The „Take Five“ Cymbal Documentary

Mini Documentary featuring Joe Morello and the original „Take Five“ Zildjian cymbal – Filmed at Memphis Drum Shop (2017)

„There was only one cymbal and he made it work for the entire tune. The year was 1959. The Dave Brubeck Quartet records the album „Time Out,“ the first instrumental Jazz recording to sell over a million copies. The song „Take Five,“ played in 5/4 time with the featured drum solo, went on to become the best-selling Jazz single of all time. Joe Morello was the drummer and this is part of his story.“

Joe Morello’s „Take Five“ Cymbal Specs:
Weight: 2192 grams
Size: 20 1/8″ (51cm)
Model/Stamp: 1950’s Zildjian Small Stamp „B“

This video brought to you by Jim Pettit at Memphis Drum Shop.
See this video on our website – https://memphisdrumshop.com/joe-morel…
More videos at https://memphisdrumshop.com

Eine kurze, aber ebenso heftige Verneigung vor dem Mann in Five Four: Joe Morello.

Nur so ist zu erklären, warum wir alle im Schatten dieses Mannes stehen, wir Schattenmorellos.

Angucken, weiter arbeiten…

506/18: Drumstalk: Berte Engel über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop, Hakim Ludin und das Unplugged-Spielen im Traditional Grip

 


DW Drums – Bertram Engel

Bertram Engel prägt die deutsche Rockmusik seit mehr als 30 Jahren als Musiker wie auch als Sänger, Songwriter und Produzent. 1957 in Burgsteinfurt bei Münster geboren, verarbeitet er als kleiner Junge den Tod des Vaters. Nach Beendigung der Schule führte ihn sein Weg nach Münster, um dort an der Musikhochschule ein klassisches Musikstudium in den Fächern Schlagzeug und Klavier zu absolvieren. Bereits mit 17 Jahren veröffentlicht er mit seinem Bruder Thomas sein erstes Album „Gebrüder Engel“. Produzent und „Vater“ des Projektes ist Steffi Stephan, Bassist von Udo Lindenbergs Panikorchester. Durch ihn entstehen erste Kontakte zu Udo, der sich beim Ausstieg seines jahrelangen Schlagzeugers „Keith Forsey“ sofort an das junge Talent erinnert und ihn nach einem Probekonzert für seine Galaxo-Gang-Tour `76 engagiert. Peter Maffay wird beim Besuch eines Konzertes seines Kollegen Lindenberg vom Engelfieber gepackt und möchte den jungen Drummer mit der charismatischen Handschrift auch für seine Band verpflichten. Inzwischen ist er seit mehr als 30 Jahren aus beiden Bands nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Bruce Springsteen, Eric Burdon, Robert Palmer, Jimmy Barnes und Chris Thompson engagieren ihn für ihre Projekte und Tourneen. In den 90ern wird mit der ersten Produzenten- Tätigkeit des Maffay-Albums „Kein Weg zu weit“ ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Bertram nutzt Drums aus dem Hause Drum Workshop (DW) und Felle von REMO. Aktuell ist er mit Peter Maffay auf deutschlandweiter MTV Unplugged Tour. (Text von GEWA-Drums, gekürzt)

Bertram „Berte“ Engel redet – sagen wir, im aus vertriebstechnischen Gründen des Produktmarketings hergestellten Drumtalk-Video – über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop seit 2006. Das ist nun auch schon eine ganze Weile so, mit der Zusammenarbeit. Auf der aktuellen Peter-Maffay-Tour ist der mit Handschuhen spielende deutsche Über- bzw. Stadiondrummer im Matched Grip unterwegs. Sein Frontfell hat ihm Viktor Träuptmann gemacht. Schlicht, einfach und saugut. Das ganze Stainless Steel-Kit von Bertram, ein echter Eyecatcher und ein Traum.

Bitte macht Euch eins klar: Vom Drumtalk zum Drumstalk ist es nur ein Buchstabe. Bertram ist aber auch ein toller Typ. Die ganze Geschichte hat aber auch einen Hakim. Miep.

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492/17: Interview: Über das Albtraumtheater, bei Dream Theater auszusteigen

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That Drummer Guy Interviews Mike Portnoy

This is my interview with legendary Mike Portnoy. This was taken place over the phone on Monday November 21, 2016. In this interview we talk everything you need to know about about Mike Portnoy in 2016 including the brand new Neal More Band double album, The Similitude Of A Dream which is out NOW through Radiant Records. We also talk Mike Portnoy’s Shattered Fortress, playing with Twisted Sister, Max Portnoy and Next To None, BREAKING NEWS THAT PREMIERS IN THIS INTERVIEW, the best of 2016 and so much more! Website: thatdrummerguy.com – Facebook: facebook.com/that1drummerguy – Twitter: @thatdrummerguy1 – Instagram.com/that1drummerguy -Youtube: youtube.com/user/shatteredmetal1

Der Drummer Mike Portnoy und die Gründe, warum er Dream Theater verließ. Portnoy spricht die Karrieren von Led Zeppelin und den Beatles an. Led Zeppelin löste sich auf, weil es im Grunde keine adäquate Möglichkeit gab, den 1980 gestorbenen, kongenialen Drummer John Henry Bonham zu ersetzen. Die Beatles drifteten auseinander in mehreren Phasen, die teils bereits Jahre vorher ihren Anfang nahmen: Ringo Starr war zeitweilig ausgestiegen, George Harrison äußerte erste Absonderungsbestrebungen, John Lennon mäanderte in die japanische Performancekunst seiner schreienden Ehefrau und Paul McCartney besiegelte schließlich das Ende der Beatles im April 1970. Alle vier Beatles folgten anschliessend ihrem Herzen.

Ein ausführliches Interview, in dem wir u.a. erfahren, dass es einem Musiker gut ansteht, von sicheren, eingefahrenen Bahnen abzulassen, nach links oder rechts abzubiegen und „der Stimme Deines Herzens“ zu folgen. So bricht sich Vergangenheit durch Erkenntnis und schließlich Veränderung Bahn. Bahncard Cosmopolitan.

Ich kann das aus eigener Erfahrung mehrfach bestätigen. In jedem solchen Bruch steckt häufig tatsächlich eine unglaubliche Chance, über sich selbst hinaus zu wachsen, bzw. nächste Erkenntnistreppen zu erklimmen. Ja, es ist der Stairway to Heaven, das macht Angst, aber auch Mut: Endlich vorstoßen zum Zentrum der Veränderung. So nennt ja Moses Pelham seine Kreativitätszentrale. Und Recht hat er. Moses Pelham ist nicht mal Schlagzeuger.

Listen. Bzw. hört ruhig mal rein.

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485/17: Rotten Interviews: Dom Famularo interviewt Stewart Copeland (dr) – The Session Panel

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ARTIST SERIES – Stewart Copeland

Hier sitzen sich zwei große Influencer gegenüber und reden miteinander: Der eine ist stilbildend, eine Schlagzeuglegende. Der Andere ist weltweiter Botschafter in Sachen Drumming. Wie die beiden harmonieren? Seht selbst.

Ungefähr Anfang der 80-er Jahre, vielleicht schon 1978/79 begann ein großer Influencer der internationalen Drummerszene allmählich Platz zu greifen. Ziemlich schnell spielten ziemlich viele Schlagzeuger jener Zeit Zeugs von ihm.

Nachäffen war auch damals schon state of the art und nicht wenige Drummer suchten ihr Glück in der persönlichen Privatkopie:
Alle wollte klingen wie er.

Er hatte das Drumming irgendwie ganz eigen revolutioniert. Die Art, in der er Walking On The Moon oder Roxanne ist bis heute etwas ganz Besonderes.
Vielleicht sind das ja auch die besten Drummer: Diejenigen, die Stilmarken setzen, wie Flusspferde, die in einen Fluss scheißen, um ihr Revier zu markieren.

Der Rest ist Geschichte:
Stewart Copeland, hier interviewt vom Global Dom, dem Master of Drumming Desasters 😉 Dom Famularo.

Thanks, Dom, for spreading this words.

Was nehmen wir aus diesem Video mit? Beware Of Mr. (Ginger) Baker.

Genau, so isses.

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481/17: Nachruf: Zum Tode von John Blackwell Jr.

John Blackwell Jr. (born September 9, 1973) is an American contemporary R&B, funk, jazz, fusion, and pop drummer, best known for his work with Prince. Most recently, he was a member of D’Angelo’s backing band, The Vanguard. Englische Wikipedia, Stand heute

John Blackwell, ein Ausnahmedrummer, langjähriger Schlagzeuger von Prince, wurde 43 Jahre alt. Er erlag mehreren Gehirntumoren. Ich hatte in der Gruppe immer wieder Genesungswünsche übermittelt und dazu aufgerufen, eine Fundraising-Kampagne zu unterstützen. Mit Blackwell verliert die Musikerwelt einen großartigen Teamplayer von Gottes Gnaden. Blackwell folgt Prince in nur kurzem Abstand nach. Das allein mag Methode sein, aber das ist auch kein Scherz, sondern ein frommer Wunsch.

Die im vorstehenden Absatz gemeinte Gruppe ist die Spezialistengruppe: Musikerwitze, eine Community von rund 25.000 Mitgliedern Stärke, die auf Facebook existiert.

Mit Liebe und Respekt: Ruhe in Frieden, Du Großer unter den Größten!

479/17: Video: Was tun, wenn die große Schwester schon alles gesagt hat? Soll man dann schweigen? Darf man das überhaupt?


Give my Regards to Broadstreet Medley

Die große Schwester dieser Website heißt blackbirds.tv und fokussiert bzw. fletscht seine Berliner Musikszene.

Heute steht im Fokus der Geburtstag des vielleicht besten Drummers der Beatles aller Zeiten (Scherz), denn über Ringo sei von Spaßvogel John auf die Frage hin kolportiert worden, ob Ringo eventuell der beste Drummer der Welt sei, „Ringo? Der ist nicht mal der beste Drummer der Beatles.“ Das behauptete die Nachwelt, wäre John-O-Ton, wie ihm viele etwas Zynisches andichten. Der in Wirklichkeit große Verletzliche, der bei Tante Mimi aufwuchs, liebte Ringo. Ebenso sehr wie Paul McCartney Ringo immer geliebt hat. Zu recht.

Aus heutiger Sicht eine Art Tunnelblick auf den großen Humor des englischen Pop-Establishments wirft dieses kurze Video. Denn hier fährt Ringo ein Riesen-Drumkit auf und erwartet mit Spannung seinen Einsatz im Medley genannten Triptychon dreier Stücke. Und Paul fällt nicht mit der Tür ins Haus: Er lädt Ringo ein, hier „brushes“ einzusetzen, wohl wissend, und insofern hat das Video einen ziemlichen Schalk im Nacken, dass Ringo nun Stunden damit zubringen muss, überhaupt erst einmal Besen zu finden.

Ein Stück aus der Asservaten- bzw. Besenkammer namens Tollhaus. Toll. Herzlichen Glückwunsch, Paul McCartney. Und: I Love You, Ringo! Oder wie Du zu sagen pflegst: Love & Peace. Ja. Genau das. Herzchen Herzchen Herzchen….

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437/16: Kein Nachruf: Prince Rogers Nelson, Multiinstrumentalist und doller Drummer!

Prince.Rogers.Nelson_Multiinstrumentalist.

Purple.Plane

Seinem Tod weine ich nicht eine einzige Träne nach. Es sind ganze Sturzbäche…

Soweit nichts Neues: Prince war einer der größten Musiker dieser Zeit. Dieser Tod war ein Schlag in die Fresse seiner Verehrer oder wie wir es ausdrücken würden: Drummatisch.

Ein Nachruf aus Berlin ist verlinkt. Hier findet sein Multiinstrumentalistsein, u.a. als Drummer zusätzlich Erwähnung. Wer es nicht weiß: Prince hat auf vielen seiner Veröffentlichungen die Drums selbst eingespielt. Neben schätzungsweise 17 weiteren Instrumenten, die zu spielen er beherrschte. Er ist die Inkarnation des Instrumentalmusikers und begnadeten Sängers. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Daneben hat er für Tourneen und weitere Produktionen stets Weltklassebegleitmusiker gehabt, darunter auch Drummer. Dolle Drummer….

Weiterführend
Ein Berliner Nachruf

417/15: Video: Adam Nussbaum (dr) + Richie Beirach (p) an der Popakademie Mannheim, Auszüge

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Adam Nussbaum – Toots Thielemans: All Blues

Adam Nussbaum – Toots Thielemans – Fred Hersch – Harvie S: All Blues – Stuttgart – Germany – March 1987

Adam Nussbaum (USA) ist ein energetischer Haudrauf, ein international gefragter Jazzdrummer mit einem vielschichtigen Airplay (on drums). 1987 hatte er mehr Haare, inzwischen hat er sie abgelegt, aber einen kahlen, kühlen Kopf bewahrt. Wie man Schlagzeug lernt? Nussbaum, Baujahr 1955, legt sich auf die Bühne, flätzt sich hin, wie ein Kleinkind und versucht aufzustehen. Wie lernt man aufzustehen? Ganz einfach: Durch immer weitere Versuche. Irgendwann steht das Kind bei den Eltern und lässt sich für das Erlernte hübsch bewundern. Er hat schon früher hübsch getrommelt.

So ungefähr muss man sich auch das Schlagzeug spielen lernen vorstellen, referiert Nussbaum, der nach Europa gekommen ist als Sonor-Endorser. Im Gepäck das neue (auf alt getrimmte) Sonor Vintage-Schlagzeug. Alle spielen jetzt so eins, die von Sonor als Botschafter des Rhythmischen vorgezeigt werden. Udo Dahmen, Präsident der Popakademie Baden-Württemberg, hat Nussbaum nach Mannheim an den Sitz der Uni geholt, um energetisches Schlagzeugspiel vorzuzeigen. Kurz gesagt: Das gelingt.

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358/14: Video: In Rente – mit Helge Schneider

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Helge juckt es – via Youtube

Einige der Licks hat er sich bestimmt beim Übertrommler Pete York abgeguckt. Andere hat er sich selbst ausgedacht, die klassische Stockhaltung spricht Bände.

Wenn Helge mal groß wird, wird er bestimmt ein ganz großer Trommler. So in der Art wie Oskar Matzerath vielleicht? Mein Vorbild. Helge? Oder Oskar? Hehe…

308/14: Remember: Der zappelnde Bonham

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Und nein, erwartet jetzt hier keinen tollen Text, den so die Welt noch nicht gesehen hat. Ich habe diesen Artikel nur veröffentlicht, um diesem schönen Wackelbildchen einen schönen Platz in meiner digitalen Briefmarkensammlung zu widmen. Und einem der größten Schlagzeuger aller Zeiten einen orange farbenen Schrein. Diesen.

Das zugrunde liegende Foto dürfte etwa um 1973 herum entstanden sein, als John Henry Bonham dieses orange farbene Acrylschlagzeug Ludwig Vistalite spielte. Es muss ihm gefallen haben: Er spielt es ja bis heute, wie Ihr hier sehen könnt!

 

294/13: News: Simon Phillipps veröffentlicht neue Musik #Protocol II #Hörproben

Zoom H4 Handy Recorder

Zoom H4 Handy Recorder

Wildfire 7:24
(Phillips)
Pants Party Publishing

Soothsayer 8:56
(Phillips/Weingart/Timmons/Tibbs)
Pants Party Publishing/Skeewa Music/Timstone Music/ET4Strings Music

Gemini 7:51
(Phillips)
Pants Party Publishing

Moments Of Fortune 8:11
(Phillips/Timmons)
Pants Party Publishing/Timstone Music

Upside In Downside Up 6:56
(Phillips/Weingart/Timmons/Tibbs)
Pants Party Publishing/Skeewa Music/Timstone Music/ET4Strings Music

First Orbit 6:34
(Phillips/Weingart)
Pants Party Publishing/Skeewa Music

Octopia 3:41
(Phillips/Weingart)
Pants Party Publishing/Skeewa Music

Enigma 9:17
(Phillips/Weingart/Timmons)
Pants Party Publishing/Skeewa Music/Timstone Music

In erster Linie erstklassig eingetrommelte Musik muss man erwarten, gutes Drumming. Die hier vorgestellte Auswahl dürfte repräsentativ sein für das, was den Käufer der neuen Scheibe „Protocol II“ erwartet. Drummerisch vom Feinsten.

Mehr Informationen sind verlinkt.

Weblotse

287/13: Video: Miles Ahead: Miles Davis Dokumentation über den großen Tony Williams

Videotipp

Videotipp

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Miles Ahead: Miles Davis documentary with Tony Williams (1986)

Documentary on Miles Davis, and this is the section featuring the Miles Davis Quintet with Tony Williams, Herbie Hancock, Wayne Shorter and Ron Carter. Wayne’s Solo at 9:45 removed to keep vid under 15mins (Originalklappentext des Videoten auf youtube, der dies Video ins Netz gestellt hat, dafür danke!)

Tony Williams ist schon lange tot. Aber sein Ruf ist „Unsterblichkeit“. Wahrscheinlich jammt er rum mit Miles, irgendwo da oben in „Jazz Heaven“. Ein sehr schönes, kurzweiliges Video mit 13 Minuten Erinnerungen an einen großen Drummer von kleinem Wuchs. Ein hingegen ganz ausgewachsenes Konzert ist dies hier.

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279/13: Video: Zu Zeiten, als Keith Moon schlagzeugte, war alles ein großer Witz

Videotipp

Videotipp

Keith Moon (Quelle: rocktimes.de)

Keith Moon (Quelle: rocktimes.de)

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Keith Moon (via Youtube)

Excerpt from BBC’s I’m in a Rock ’n‘ Roll Band!. Part 3, About Drummers.

Keith Moon war der Drummer von „The Who“.

In diesem kurzen Ausschnitt einer BBC-Sendung sagen einige der Großen, was sie über ihn denken. Und ja, Keith Moon hatte ein Abo auf „gute Unterhaltung“. Apropos Haltung.

Drummer sein als eine Art Haltung.

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270/13: Video: Art Blakey & Ginger Baker Drum Duo

Art Blakey

Art Blakey

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Art Blakey & Ginger Baker Drum Duo

Einer von beiden lebt aktuell noch. Ginger Baker selbst hat auf seiner facebook-Seite auf dieses Video hingewiesen. Dafür danke.

Zwei Schlagzeuger, die die Welt nachhaltig beeinflusst haben, zusammen auf einer Bühne. Das Material ist krisselig, lausige Qualität. Aber ein Highlight für jeden drummatisch interessierten Menschen.

Das ist wirklich „drummatisch“. Oder?  Ein „Duo infernale“.

 

264/13: Video: Simon Philipps und das wildeste Jazztrio des Jahrtausends

Let´s get ready to rumble - drumming!

Was muss man sich über Simon Phillipps eigentlich merken? Zunächst: Man schreibt seinen Namen mit zwei „l“ und zwei „p“, das ist wesentlich. Der Nachname ist eine Neuntole („novemole“) aus neun Buchstaben mit zwei inverted paradiddlen aus „l“ (links) und „p“ (prechts). Alles klar?  Der Name Simon Phillipps ist also ganz einfach zu merken. Jedenfalls für Schlagzeuger. (Entwurf eines Musikerwitzes, für facebook-Musikerwitze)

Manchmal denke ich, wir sind als Musiker Schlagzeuger auch nur Spießer, so wie alle anderen, keinen Deut besser. Die Anderen hören und schauen sich die Wildecker Herzbuben an oder Andy Borg´s Musikantenstadl. Ich finde z.B. Helene Fischer toll, die Frau macht mich total an. Die Musik, die sie darbietet, ist scheiße. Sie singt viel zu oft ganz erheblich unter ihren Möglichkeiten. Wie schade. Diese tolle Frau.

Sie kann singen, sieht gut aus und hat musikalisch im Grunde genommen keine Grenzen. Vielleicht ist, was sie macht, ihr Lebensunterhalt und wenn dann noch Zeit übrig ist, macht sie Musik, die mich bewegt. Komisch. Womit wir bei Simon Phillipps sind. Der sieht auch gut aus. Und trommelt immer nach seinen Möglichkeiten. Nicht „underrated“.

So ähnlich denke ich über Simon Philipps. Simon Philipps als Drummer gut zu finden, ist Spießbürgertum und eine banale Selbstverständlichkeit. Jeder Drummer mag Simon Philipps. Also, und das ist die wesentliche Zusammenfassung, ich finde Simon Philipps auch toll. Wie einfach, wie banal.

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243/12: Foto des Tages: Die Zeitschrift „drums & percussion“ hat ein Give Away für neue Abonennten

Jazz Brushes by Vic Firth "Legacy"

Jazz Brushes by Vic Firth „Legacy“

Vic Firth always made great brushes with interesting innovations. Keep ‚em coming, guys. (Pete York, legendärer Drummer, zu meinem Give Away – Vic Firth Brushes, via facebook) – Und ich? Was sag ich dazu? „Keep ém coming oder keep on running! (Spencer Davis Group) 😉

Wer sich die Zeitschrift „drums & percussion“ abonniert, darf sich was aussuchen. Ich habe nach Jahren „drum heads“ das Abo mal beendet und mich für ein Abo der „drums & percussion“ entschieden. Ich möchte einfach mal eine andere Zeitung lesen. Als Belohnung fürs Kunde werden landeten diese Brushes bei mir. Als ich sie auf facebook veröffentlichte, meldete sich ein kundiger Pete York. Sein Kommentar ist diesem Artikel vorangestellt.

Der Firma Vic Firth kann man sich eigentlich kaum entziehen: Sie hat so viele attraktive Stöckchen und Woodware, dass es einem schwindlig werden würde. Ohne…

215/11: CD Review: Travis Barker „Give The Drummer Some“

Die Solo CD eines weithin bekannten Drummers, das ist eine Sache, die das Interesse weckt. Erwartet man doch, dass in spielerischer Hinsicht etwas Wegweisendes dabei herumkommt. Denn endlich kann der Drummer sich auf seiner SoloCD so präsentieren, wie er ist. Das Ganze sollte dann aber anders klingen, als ein Grooves üben nach einem sturen 120-Takte-Firsttake. Die Erwartung einer Horizonterweiterung trachtet nach Befriedigung. Ob dem auch Travis Barkers Erstling gerecht wird? Ich hab mal reingehört.

Das ist natürlich ein Projekt von Interesse: Der Drummer Travis Barker ist ja einer, der schon aufgefallen ist. Als Drummer, wie als Outfit-Gott. Vielen gefällt sein „stylishes“ Auftreten. Kurz gesagt hat die CD, die das CD-Solodebüt des Herrn darstellt, für mich jedoch nichts veröffentlicht, was man unbedingt haben muss. Vom Drumming her ist es mainstream, könnerische Aspekte eines bewunderungswürdigen Spiels habe ich beim Durchhören nicht entdecken können und auch musikalisch ist die CD nicht wegweisend.

Wenn auch seit Santana das Host-Client-Konzept von CDs in Mode gekommen zu sein scheint, wonach der feste Mittelpunkt solcher runden, silbernen Scheiben der Künstler ist, während er sich Geiseln aufs Album holt, die dann mit  mitspielen, u.a. auch Slash, God of Rock´n Roll-Guitar. Nein, die CD wirkt musikalisch festgefahren auf hammerharte Hip-Hop-Grooves, schnelles amerikanisches Gelaber und Grooves, die man sich auch als Sample vorstellen kann. Als mehr aber nicht. Schade, gefällt mir nicht, das ist meine persönliche Sache. Ich kann mich damit nicht anfreunden.

(EP)