264/13: Video: Simon Philipps und das wildeste Jazztrio des Jahrtausends

Let´s get ready to rumble - drumming!

Was muss man sich über Simon Phillipps eigentlich merken? Zunächst: Man schreibt seinen Namen mit zwei „l“ und zwei „p“, das ist wesentlich. Der Nachname ist eine Neuntole („novemole“) aus neun Buchstaben mit zwei inverted paradiddlen aus „l“ (links) und „p“ (prechts). Alles klar?  Der Name Simon Phillipps ist also ganz einfach zu merken. Jedenfalls für Schlagzeuger. (Entwurf eines Musikerwitzes, für facebook-Musikerwitze)

Manchmal denke ich, wir sind als Musiker Schlagzeuger auch nur Spießer, so wie alle anderen, keinen Deut besser. Die Anderen hören und schauen sich die Wildecker Herzbuben an oder Andy Borg´s Musikantenstadl. Ich finde z.B. Helene Fischer toll, die Frau macht mich total an. Die Musik, die sie darbietet, ist scheiße. Sie singt viel zu oft ganz erheblich unter ihren Möglichkeiten. Wie schade. Diese tolle Frau.

Sie kann singen, sieht gut aus und hat musikalisch im Grunde genommen keine Grenzen. Vielleicht ist, was sie macht, ihr Lebensunterhalt und wenn dann noch Zeit übrig ist, macht sie Musik, die mich bewegt. Komisch. Womit wir bei Simon Phillipps sind. Der sieht auch gut aus. Und trommelt immer nach seinen Möglichkeiten. Nicht „underrated“.

So ähnlich denke ich über Simon Philipps. Simon Philipps als Drummer gut zu finden, ist Spießbürgertum und eine banale Selbstverständlichkeit. Jeder Drummer mag Simon Philipps. Also, und das ist die wesentliche Zusammenfassung, ich finde Simon Philipps auch toll. Wie einfach, wie banal.

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243/12: Foto des Tages: Die Zeitschrift „drums & percussion“ hat ein Give Away für neue Abonennten

Jazz Brushes by Vic Firth "Legacy"

Jazz Brushes by Vic Firth „Legacy“

Vic Firth always made great brushes with interesting innovations. Keep ‚em coming, guys. (Pete York, legendärer Drummer, zu meinem Give Away – Vic Firth Brushes, via facebook) – Und ich? Was sag ich dazu? „Keep ém coming oder keep on running! (Spencer Davis Group) 😉

Wer sich die Zeitschrift „drums & percussion“ abonniert, darf sich was aussuchen. Ich habe nach Jahren „drum heads“ das Abo mal beendet und mich für ein Abo der „drums & percussion“ entschieden. Ich möchte einfach mal eine andere Zeitung lesen. Als Belohnung fürs Kunde werden landeten diese Brushes bei mir. Als ich sie auf facebook veröffentlichte, meldete sich ein kundiger Pete York. Sein Kommentar ist diesem Artikel vorangestellt.

Der Firma Vic Firth kann man sich eigentlich kaum entziehen: Sie hat so viele attraktive Stöckchen und Woodware, dass es einem schwindlig werden würde. Ohne…

215/11: CD Review: Travis Barker „Give The Drummer Some“

Die Solo CD eines weithin bekannten Drummers, das ist eine Sache, die das Interesse weckt. Erwartet man doch, dass in spielerischer Hinsicht etwas Wegweisendes dabei herumkommt. Denn endlich kann der Drummer sich auf seiner SoloCD so präsentieren, wie er ist. Das Ganze sollte dann aber anders klingen, als ein Grooves üben nach einem sturen 120-Takte-Firsttake. Die Erwartung einer Horizonterweiterung trachtet nach Befriedigung. Ob dem auch Travis Barkers Erstling gerecht wird? Ich hab mal reingehört.

Das ist natürlich ein Projekt von Interesse: Der Drummer Travis Barker ist ja einer, der schon aufgefallen ist. Als Drummer, wie als Outfit-Gott. Vielen gefällt sein „stylishes“ Auftreten. Kurz gesagt hat die CD, die das CD-Solodebüt des Herrn darstellt, für mich jedoch nichts veröffentlicht, was man unbedingt haben muss. Vom Drumming her ist es mainstream, könnerische Aspekte eines bewunderungswürdigen Spiels habe ich beim Durchhören nicht entdecken können und auch musikalisch ist die CD nicht wegweisend.

Wenn auch seit Santana das Host-Client-Konzept von CDs in Mode gekommen zu sein scheint, wonach der feste Mittelpunkt solcher runden, silbernen Scheiben der Künstler ist, während er sich Geiseln aufs Album holt, die dann mit  mitspielen, u.a. auch Slash, God of Rock´n Roll-Guitar. Nein, die CD wirkt musikalisch festgefahren auf hammerharte Hip-Hop-Grooves, schnelles amerikanisches Gelaber und Grooves, die man sich auch als Sample vorstellen kann. Als mehr aber nicht. Schade, gefällt mir nicht, das ist meine persönliche Sache. Ich kann mich damit nicht anfreunden.

(EP)

205/11: Videos: Eine gezielte Remineszenz an seinen Schlagzeuger-Übervater #Jason Bonham

Videotipp

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John Bonham Tribute by Jason Bonham at Guitar Center’s Drum-Off 2009 (via youtube)

Ohne Besen (siehe vorheriger Beitrag), auch nicht mit Schirm, Charme & Melone (Bonham´s Erkennungszeichen), dafür aber auch „echt sauber“, allerdings auch nicht gerade „sehr clean“, was Sohnematz Jason da so spielt. Kein Wunder: Bei dem Vater. Stille, Andächtigkeit, RIP, John-Henry, we miss you!

201/11: Video: Der Rosanna-Shuffle von Steve Porcaro, Toto #Lessons #Schlagzeugnoten

Videotipp

In jeder Musikrichtung bzw. auf jedem Instrument gibt es Referenzen, die man sich anhört bzw. die man zu spielen trachtet, um zu beweisen, dass man dort schon angekommen ist. Was für das Schlagzeugspiel und unbedingt für das Stück Rosanna von Toto gilt. Jeder will es spielen können und zeigen: Ich bin ein Könner. Ich kann ihn noch nicht in der Geschwindigkeit spielen, die Steve Porcaro dabei drauf hatte. Oder jetzt aktuell Simon Phillips. Das macht nichts.

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192/11: Xdrum-Homeview: Nach Google StreetView nun Homeview: Bei Ginger Baker in Afrika!

Videotipp

Ginger Baker wohnt mitten in Afrika, wo genau, wird nicht verraten. Aber nun braten die Soldaten: in der sengend heißen afrikanischen Sonne. Was jetzt wiederum bedeutet, dass uns Herr Baker „oben ohne“ begegnet. Die Süffisanz dieses Augenblicks ist uns durchaus bewußt. Aber nun, genug des Schwätzens. Zeit zum Schwitzen.

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115/2010: Highlights: Kleinerer Mann, ganz groß in Berlin: Terry Bozzio (im Quasimodo)

Let´s get ready to rumble - drumming!

Die Dinge kommen zusammen: Es kommt Terry Bozzio nach Berlin. Ich hab ihn schon gesehen und er stand für Fragen zur Verfügung, damals im Tränenpalast und auf Veranlassung vom Drumland Berlin. Damals gab er eine Clinic seines Könnens und meine Frage fand er besonders doof bescheuert. Ich fragte ihn, wie sich die Zusammenarbeit mit Steve Vai an dem Ausnahmewerk „Sex and Religion“, das mich sehr beeindruckt hatte, gestaltet hatte? Seine Antwort fiel überraschend aus: „Welche Zusammenarbeit? Wir haben uns lediglich Studiobänder hin- und hergeschickt.“

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113/2010: HowTo: play Ghost Notes on snare drum? – Rehearsals – Nachlese Schlagzeugunterricht

HowTo: play ghost notes on snaredrum

Ghost Notes (Geisternoten) spielen, das ist so eine Art Königsdisziplin für den interdisziplinären Drummer, schönes Wort, oder? Tschuldigung dafür. In der Sache geht es darum, den Groove zu spielen in einer straighen Time, also durchweg, durch die Bank, gerade aus und hopp, los. Also nehmen wir uns die Hi-Hat, das sind die Zischdeckel, die Meister Lehrmann aus Halberstadt Berlin für so wesentlich hält, dass alles dahinter zurücktritt und an Wichtigkeit verliert. Nein, die Hi-Hat muss grooven, das ist die halbe Miete. Die andere Hälfte der Miete sind dann -ach ja- die Ghost Notes, die auf der Snare ausgeführt werden.

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112/2010: Linktipp: Ein Interview von rund 60 Minuten mit einer Living Legend: Billy Cobham

Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.

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107/2010: Gerüchteküche: Supertrio Coleman (dr.), Wilkenfeld (b.), Prince (g., voc.) gegründet?


Chris Coleman, Drummer (via Youtube)

Chris Coleman sitzt mit im Boot an den Drums. Am Bass wohl Tal Wilkenfeld, Kategorie: Ausnahmetalent, hottest female bassplayer ever. Und an Gitarre und Gesang: ein gewisser Prince aus Minneapolis. Das könnte heiß werden. Gerüchten zufolge haben sich die drei derzeit in den Paisley-Park-Studios von Prince eingeschlossen, um das zu tun, was gute Musiker tun müssen: üben.

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Der Nachwuchs pennt nicht: Jonah rocks – mit fünf Jahren

Heavymetalhardcorepunk – aber bitte mit Ohrenschützern. So in etwa dürfte das Credo eines gewissen Jonah lauten, der sich mit fünf Jahren via Internet anschickt, die Welt von seinen Schlagzeugkünsten zu beeindrucken. Geboten wird das Stück System of a down der Crashmetalpunkheavyhardrockcombo Toxitiy. Es ist ein giftiges Stück Kultur und als Musik besonders für ältere Menschen nicht leichtgängig und audiokonform. Das tut der Sache keinen Abbruch und wir erinnern uns angesichts der Komplexität des Stückes durchaus an Prog.Rocker wie Dream Theater und Mike Portnoy. Auf der Website von Jonah tummeln sich schon so namhafte Endorser wie Drum Workshop, Vic Firth und Zildijan. Wahrscheinlich bezahlt Jonah schon nix mehr für neue Stücke, Felle und Schlagzeugsets aus einem besseren Hause.

Man sollte nicht darüber nachdenken, ob Jonah mit 12 ähnlich gut trommeln dürfte, wie ein gewisser Tony Royster jr, über den wir hier berichteten. Das ist allerdings schon Jahre her und Royster ist inzwischen Vollblutprofi. Ziemlich verdient. Verdient ist verdient. Bisschen trashy trommelt er Michael Jackson´s Beat it. Schaut selbst, hier.

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Weiterführend
Jonahrocks.com (Website)

Tony Royster jr. (Website)

[via spreeblick.com]

Ed Thipgen verstarb am 13.01.2010 in Kopenhagen, Dänemark. Ein grosser Jazzschlagzeuger ist tot.


(Oscar Peterson Trio (mit Ray Brown (Bass) und Ed Thipgen (Drums) – Live at Newport

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[audio:http://www.drummerworld.com/Sound/edthigpenhowaboutyou.mp3]

(Audiofile: How about You? Oscar Peterson Trio)

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Ja, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie sind gestorben, aber sie sind nicht weg.“ (Oscar Peterson, Interview)

Ed Thipgen wurde 1930 in Chicago, Illinois, geboren. Er war ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Ein Link zu seiner Website wurde heute unter ‚Verstorbene Drummer‘ ihm zu seinem Gedenken hier rechts unten aufgenommen.Vor allem durch seine Mitarbeit als Schlagzeuger des Oscar-Peterson-Trios mit Oscar Peterson am Piano und Ray Brown am Bass wurde er einem sehr viel grösseren Publikum bekannt.

Die Welt schrieb im Dezember 2007 zu der Musik von Oscar Peterson ‚Oscar Peterson brachte das Klavier zum Fliegen, seine Stücke akustische Antidepressiva.‘  Ein mehr als würdiger Begleiter dieser Ausflüge in den tastenorientierten Wahnsinn war lange, lange Zeit Ed Thipgen. Es hat wieder einen Großen von uns genommen. Er trommelt jetzt andernorts für Oscar´s Himmelstürmer-Sonaten, wiedervereinigt in heaven. Miles spielt Trompete dazu. Inzwischen ist Elvis zum Jazz übergesiedelt und singt dazu. Hat auch gute Seiten. Wir alle werden sie da wiedersehen, soviel ist sicher.

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Die Mutter aller Mütter hatte ein Mutterschiff: Led Zeppelin – und einen Übervater an den Drums

Ludwig Vistalite (Quelle: trommelladen.de)

Ludwig Vistalite (Quelle: trommelladen.de)

Das Video ist aus 1973. Led Zeppelin in concert. Am Schlagzeug: der Übervater aller Hardrockschlagzeuger, Mr. John Henry ‚Bonzo‘ Bonham. Das Werkzeug: ein Ludwig Vistalite Schlagzeug, Acryl, Farbe amber (Bernstein, orange). Das war seinerzeit hip. Später -ca. 2002- wurde das Schlagzeug nochmals neu aufgelegt. Als so genanntes Re-Issue präsentierte es die amerikansiche Firma Ludwig Drums.

Und so fanden jene, die sich an diese Glanzzeiten des hart gespielten Rock´n Roll noch erinnerten, zu Spielzeugen, die sie sich in ihrer Jugendzeit niemals hätten leisten können. Bekannt ist ferner, dass Bonzo Bonham Endorser für die Becker der schweizerischen Firma Paiste (Serie 2002) war. Die Stückeliste der Fa. Paiste mit seiner Unterschrift ist im Netz frei verfügbar. Besorgt hat sie der wunderbare Herr Vogelmann, dessen gleichnamiger Trommelladen in Ludwigsburg als Hort der Led-Zeppelin-Devotionalien in Deutschland gilt.

Weiterführende Links

Herrn Vogelmann´s Trommelladen

Herrn Vogelmann´s neue Website

Immer wieder Trommeltage Ludwigsburg

Led Zeppelin Website

Uriel Jones is dead

Uriel Jones (drums)

Uriel Jones (drums) with James Jamerson (b)

One of the three legendary tamla motown drummers is dead. Uriel Jones dies  at the age of 74 in a hospital in Michigan. He was the last living member of the studio session band ‚the funk brothers‘. He was well known for the recordings of the songs ‚I heard it through the grapevine‘ and ‚ain´t no mountain high enough‘ (Marvin Gaye) and played many other famous motown hits in the 60ties and 70ties. If you are interested in having additional infos about the funk brothers, buy this  film-dvd, it´s a really great document bout the works of his nice musician team.

Uriel was born in june 1934 and now dies after suffering complications from a heart attack. Uriel, R.I.P. – we will miss you…on the foto you can see him jamming with the great James Jamerson in 1964 in the club ‚Blues Unlimited‘ in Detroit.

Video: Benny Greb plays the bavarian style…

One of the most funniest drumvideos is this one, the german drummer Benny Greb plays ‚the bavarian style‘ drumming at the Frankfurt Music Fair. Have fun, and overthink the possibility to wear long leather trousers and drink masses of beer. Typical german drumming…

Dennis Chambers and Tony Royster jr, 14 years old

When I first saw Tony Royster jr., I saw a video of him, when he was 12 years old. It was one these drummerdays anywhere and anyhow. It was really amazing. And the video I embedded in one of our homepages was a famous one. I later realized, it was one of the golden videos, every drummer knows well. And I realized, that Tony was not 12 years old now, but about 21 years. The time has flown. But today I found a new old video of him, playing with the incredible Dennis Chambers, one of my big, big favourites. Have fun with this funky drumming video.