524/18: Lied des Tages: Jesus kennt mich, und er weiß, ich bin auf dem richtigen Weg. Alles wird wieder gut. Auch mit der Musik.

Jesus - he knows me...and he knows I'm right! #Genesis

Jesus – he knows me…and he knows I’m right! #Genesis


Jesus He Knows Me

Jesus He Knows Me · Benny Greb Grebfruit 2 Released on: 07.17 – Author: Antony Banks Author: Phil Collins Author: Michael Rutherford Composer: Antony Banks Composer: Phil Collins Composer: Michael Rutherford Music Publisher: IMAGEM MUSIC GMBH / MICHAEL RUTHERFORD PUBLISHING LTD / PHILIP COLLINS LTD

Wir sind in einem Land wie diesem im Amtsbezirk der Kirchen amerikanischer Prägung. Irgendwo im Staate South Missouri sind die Quäker am Quaken. So fängt der Song Jesus he knows me von Genesis an, wenn sich ein komplett Verrückter wie der Schlagzeuger Benny Greb dies musikalische Welterbe nimmt, um es zu verarbeiten zu etwas ganz Eigenem. Ich bekenne mich schuldig, vom Glauben abgefallen zu sein, als ich diese Version das erste Mal gehört habe. Aber Jesus weiß, wie ich es meine.

Das darf doch nicht wahr sein. Der Song ist Bestandteil des 2017 erschienenen Tonträgers Grebfruit2. In Erinnerung ist das witzige und gekonnte Video der Band Genesis mit einem kongenialen Phil Collins, dessen dreiste Anspielungen auf die Bigotterie der Kirchen wahre Höhepunkte der Situationskomik darstellen. Ganz ohne solche schrägen Bilder, die einem allerdings wieder hochkommen, kommt der in Hamburg wohnende und auf der Welt spielende Schlagzeuger Benny Greb, der die Komposition hernimmt und gleich im Dutzend Instrumente substituiert.

Apropos:
If she doesn’t come back
I’ll be your substitute
Whenever you want me
Don’t you know I’ll be your substitute
Whenever you need me

Sag Jesus, mein Herz lässt ihn grüßen.

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518/18: Concert Review: Nils Landgren & Friends im Lokschuppen Pasewalk am 02.08.18 – What`s The Colour Of Magic? Landgrens bestes Stück.

Was gibt es dazu zu sagen? Nils Landgren, vielen von Funk Unit besser bekannt als vom Rest, europaweit und Freunde. Am Klavier Sebastian Studnitzky, am Doublebass Lisa Wulff, am Schlagzeug Wolfgang Haffner – dazu der Conferencier alter Schule: Nils Landgren, the man with the red horn (Posaune), Sänger zugleich. Er hat bei Abbas „Voulez vous“ mitgeblasen und gesungen, auf anderen Platten, hat selbst welche rausgebracht und ist hier nun im Kreis illustrer Freunde. Einzig Lisa Wulff kannte ich vorher nicht, aber ich recherchierte im Voraus dann doch noch. Und ganz wunderbar: Die Frau macht ordentlichen Zupfdruck. Pardon Eindruck.

Mit Wolfgang Haffner an den Drums, über den Worte zu verlieren obsolet ist und mit Sebastian Studnitzky (Piano) wechselte ich bei Gelegenheit der Halbzeitpause zum Erfrischen und zum aufs Klo gehen ein paar bedeutungsschwangere Worte. Beiden dankte ich einmal persönlich für ihre Musik und die Tatsache, dass es sie so gibt, wie ich sie seit langem kenne und beobachte. Auch mit einer etwa 20-jährigen Schnarre von der Festivalorganisation wechselte ich manche Worte lieber nicht: „Warum fotografieren Sie denn hier?“ Ich: „Für mich.“ Gleich schnarrte sie los: „Das ist verboten.“ „Fick Dich.“ (Das habe ich nicht gesagt, selbstverständlich.) Hömma, Mädel, was weißt denn Du, was ich voll die Ahnung haben tu von bester Musik und schreib ich Chroniken von Narnia oder so ähnlisch, Du dummes Huhn? – All dies nicht gesagt. Punkt.

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512/18: Video: Neues direkt aus London von Benny Rich. Bzw. Buddy Greb. Es geht um Drums.

Let Them Eat Drums: #Meinl #Byzance #Tradition #LightRide


Benny Greb plays Buddy Rich (compilation)

This is the second of a cppl of clips that i will post from the BuddyRich tribute concert that i did with the Royal College of Music BigBand in London. This is a great compilation of a number of Tunes we played that night. it was such a joy to play this material and i hope you have fun checking it out too. pls understand that i cannot post everything in full length cause of copyright reasons Thanks again to everyone at the college and Guy Barker (Leader) and of course Buddy Rich for the inspiration filming: Florian Schmuck editing : Florian Schmuck /Adam Tuminaro sound: Sven Peks photo: Gerhard Kühne (Text: Benny Greb, YouTube)

 

Einer meiner näheren Kupferstecher aus Gründen ist Felix, der Rapper. Wenn er ins Publikum chantet: Ich sag „Geile“, Ihr sagt „Scheiße“, antwortet das Publikum nach dem zweiten, dritten Anlauf richtig: „Geile Scheiße, geile Scheiße“.

Und ungefähr so muss man auch diese bereits uralten Aufnahmen (damals wurde noch schwarzweiß gedreht) aus London nehmen und sehen. Der Mann am Schlagzeug heißt Benny Rich, wird aber von manchen auch Buddy Greb genannt. Dazu muss man ihn aber etwas besser kennen.

Gut getrommelt, Herr Greb. Wir ziehen den Hut. Chapeau.

Restaurant in Peace, Buddy Rich, habe ich gerade eingegeben, aber da hat die Autorkorrektur den Text einfach willkürlich geändert. Ich hasse das.

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510/18: Video: Was ist eigentlich ein #Wolfhang? Ein Hashtag macht Schule. – Dedicated Song of the Day to M. J. Winter #RIP

Videotipp

Mikel-John Winter, Berlin - gestorben 17.04.2018 #RIP #Kollege

Mikel-John Winter, Berlin – gestorben 17.04.2018 #RIP #Kollege

Wunderbarer Wolfgang – to hang around with beautiful jazz xperiences & Wolfgang Haffner #wolfhang 😉

Was ist eigentlich ein #Wolfhang? Die Frage ist eins drüber bereits beantwortet.  Ich gebe zu: Das habe ich mir gerade ausgedacht.

Falsch finde ich den Gedanken nicht. Schlecht erst recht nicht. Nein, ich finde ihn gut. Und ich finde es schön, dass wir mal offen darüber gesprochen haben.

Zum Lied des Tages auf xdrum.eu: Das obige Stück One Of Many, und richtig, Wolfgang hat soooo viel getrommelt, es ist nur eins von vielen. Es zeichnet ein Bild von einem bescheidenen, netten und zurückhaltenden Menschen, der sein Spiel in den Dienst einer Gesamtsache stellt. Kein „Ich habe den Größten!“ Wisst Ihr, was es ist? Ein guter Anfang.

Ein nicht so gutes Ende nahm Michael John Winter, der verstarb, obwohl es nicht an guten bzw. besten Wünschen für seine Genesung gefehlt hat. Sein Bild ist hier oben und zu sehen und ich möchte ihm dieses Lied des Tages aus Gründen widmen.

Der unverabredete, zu frühe Abgang macht tieftraurig und zugleich hilflos. Ein kurzer Nachruf ist verlinkt.

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(Danke an Onlinelessons.tv für ein Stück großartige Schlagzeugunterhaltung.)

 

508/18: Video: Groove gibt Brot, Arbeit und Anerkennung – Und Stockhaltung ist so Vinnie, oder eben auch nicht


Chick Corea Vinnie Colaiuta John Patitucci Humpty Dumpty Live HD

Chick Corea Akoustic Band is Chick Corea on acoustic grand piano, John Patitucci on acoustic bass and Vinnie Colaiuta on drums performing Humpty Dumpty. The jazz classic is originally from Chick Corea’s 1978 album The Mad Hatter. Very fine individual piano, bass and drum solos (5:56) are included. Chick Corea New Akoustic Band was live in concert at The Blue Note, Tokyo, Japan in November 1992.

Vom Stockspiel besessen: Vinnie Colauita, Drummer, hier im Trio.

Neulich wechselte ich die führende Hand. Open Handed: Hihat-Führung mit links, also nicht von rechts und über Kreuz.

Mein Bassist bemerkte am Ende des Stücks: Nicht die Hand wechseln. Sonst geht der Groove flöten. Ich sagte: Entschuldigung, das war nicht meine Absicht. Ich wechsele, um das zu üben. Die Idee von Open Handed habe ich von vielen Drummern: Simon Phillipps tut es. Claus Hessler tut es. Ich tue es zuweilen. Ohne dabei sonderlich gern den Groove zu verlieren. Das nun gar nicht. Jedenfalls nicht absichtlich. Das Ziel ist immer eine mindestens genau so starke linke wie die rechte. Bumm tschak.

Paradiddle. Diddle.

Und die Stockhaltung: Mein Bassist sagte nun, diese Stockhaltung, wie wenn man es nicht kann. Er meinte den „traditional grip“ – Besser ist der matched grip. Traditional grip, das groovt nicht. Ich wende vorsichtig ein: Doch doch, spielen viele traditional grip und groovt wie Sau. Mir fallen viele Namen ein. Todd Sucherman, Steve Gadd. Ach ja, Vinnie. Mein Bassist sagt: Aber du bist nicht Vinnie. Da hat er wirklich recht.

Leider, leider.

506/18: Drumstalk: Berte Engel über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop, Hakim Ludin und das Unplugged-Spielen im Traditional Grip

 


DW Drums – Bertram Engel

Bertram Engel prägt die deutsche Rockmusik seit mehr als 30 Jahren als Musiker wie auch als Sänger, Songwriter und Produzent. 1957 in Burgsteinfurt bei Münster geboren, verarbeitet er als kleiner Junge den Tod des Vaters. Nach Beendigung der Schule führte ihn sein Weg nach Münster, um dort an der Musikhochschule ein klassisches Musikstudium in den Fächern Schlagzeug und Klavier zu absolvieren. Bereits mit 17 Jahren veröffentlicht er mit seinem Bruder Thomas sein erstes Album „Gebrüder Engel“. Produzent und „Vater“ des Projektes ist Steffi Stephan, Bassist von Udo Lindenbergs Panikorchester. Durch ihn entstehen erste Kontakte zu Udo, der sich beim Ausstieg seines jahrelangen Schlagzeugers „Keith Forsey“ sofort an das junge Talent erinnert und ihn nach einem Probekonzert für seine Galaxo-Gang-Tour `76 engagiert. Peter Maffay wird beim Besuch eines Konzertes seines Kollegen Lindenberg vom Engelfieber gepackt und möchte den jungen Drummer mit der charismatischen Handschrift auch für seine Band verpflichten. Inzwischen ist er seit mehr als 30 Jahren aus beiden Bands nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Bruce Springsteen, Eric Burdon, Robert Palmer, Jimmy Barnes und Chris Thompson engagieren ihn für ihre Projekte und Tourneen. In den 90ern wird mit der ersten Produzenten- Tätigkeit des Maffay-Albums „Kein Weg zu weit“ ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Bertram nutzt Drums aus dem Hause Drum Workshop (DW) und Felle von REMO. Aktuell ist er mit Peter Maffay auf deutschlandweiter MTV Unplugged Tour. (Text von GEWA-Drums, gekürzt)

Bertram „Berte“ Engel redet – sagen wir, im aus vertriebstechnischen Gründen des Produktmarketings hergestellten Drumtalk-Video – über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop seit 2006. Das ist nun auch schon eine ganze Weile so, mit der Zusammenarbeit. Auf der aktuellen Peter-Maffay-Tour ist der mit Handschuhen spielende deutsche Über- bzw. Stadiondrummer im Matched Grip unterwegs. Sein Frontfell hat ihm Viktor Träuptmann gemacht. Schlicht, einfach und saugut. Das ganze Stainless Steel-Kit von Bertram, ein echter Eyecatcher und ein Traum.

Bitte macht Euch eins klar: Vom Drumtalk zum Drumstalk ist es nur ein Buchstabe. Bertram ist aber auch ein toller Typ. Die ganze Geschichte hat aber auch einen Hakim. Miep.

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488/17: Shopping: Streifzüge im drummatischen Internet-Fruchtgarten: Grebfruit2 has landed, PolyNome bedient der Schlagzeug-Gnom!

Benny Greb - Grebfruit 2 (CD Cover)

Hier wagt sich Benny Greb (Schlagzeuger) auch aus der gesangstechnischen Deckung. Wir hören bspw. alte Phil Collins-Klassiker. Das Album „Grebfruit2“ ist sicherlich in erster Linie eins für die weltweiten Anhänger des Schlagzeugers und bedarf einer großen intellektuellen Freiheit und Großzügigkeit: Mainstreamkunden werden sich das witzige, verspielte und voll Situationskomik steckende Machwerk des Hamburger Ausnahmedrummers nicht anhören. Dumm gelaufen, denn das Ding groovt wie Sau.

Nun ist die CD raus, Grebfruit2 ist veröffentlicht.

Heute habe ich mir die CD virtuell downgeloadet via iTunes.

Bei der Gelegenheit besorgte ich mir auch gleich PolyNome, eine App, die mir als ganz besonders hilfreich aufgefallen ist.

Jetzt folgt die Testphase, der Elchtest. Wird Grebfruit2 an Grebfruit1 heranreichen? Vorab dazu schon mal ein voreiliges Statement: Ja, tut es. Zwei Stücke aus den Meinl-Produktvideos hatte ich hier schon vorgestellt. Es war sozusagen ein sicherer Kauf. I am talking to Jesus all my life. Man zweifelt im Moment noch ein bisserl am Willen von Greb, dem Projekt Moving Parts auch weiterhin Verve und Zuneigung zuteil werden zu lassen. Und hofft, das Projekt existiert freundlich weiter, denn es ist eine sehr schöne Sache. Besonders dankbar nimmt diese Website die Wiederveröffentlichung des Beatles-Songs Blackbird entgegen. Die Schwesternseite gleichen Namens ist hier….

Was nun PolyNome angeht, bin ich zweitens so sicher wie im ersteren Fall. Die App nützt brutal.

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479/17: Video: Was tun, wenn die große Schwester schon alles gesagt hat? Soll man dann schweigen? Darf man das überhaupt?


Give my Regards to Broadstreet Medley

Die große Schwester dieser Website heißt blackbirds.tv und fokussiert bzw. fletscht seine Berliner Musikszene.

Heute steht im Fokus der Geburtstag des vielleicht besten Drummers der Beatles aller Zeiten (Scherz), denn über Ringo sei von Spaßvogel John auf die Frage hin kolportiert worden, ob Ringo eventuell der beste Drummer der Welt sei, „Ringo? Der ist nicht mal der beste Drummer der Beatles.“ Das behauptete die Nachwelt, wäre John-O-Ton, wie ihm viele etwas Zynisches andichten. Der in Wirklichkeit große Verletzliche, der bei Tante Mimi aufwuchs, liebte Ringo. Ebenso sehr wie Paul McCartney Ringo immer geliebt hat. Zu recht.

Aus heutiger Sicht eine Art Tunnelblick auf den großen Humor des englischen Pop-Establishments wirft dieses kurze Video. Denn hier fährt Ringo ein Riesen-Drumkit auf und erwartet mit Spannung seinen Einsatz im Medley genannten Triptychon dreier Stücke. Und Paul fällt nicht mit der Tür ins Haus: Er lädt Ringo ein, hier „brushes“ einzusetzen, wohl wissend, und insofern hat das Video einen ziemlichen Schalk im Nacken, dass Ringo nun Stunden damit zubringen muss, überhaupt erst einmal Besen zu finden.

Ein Stück aus der Asservaten- bzw. Besenkammer namens Tollhaus. Toll. Herzlichen Glückwunsch, Paul McCartney. Und: I Love You, Ringo! Oder wie Du zu sagen pflegst: Love & Peace. Ja. Genau das. Herzchen Herzchen Herzchen….

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475/17: Foto: Benny Greb’s „Moving Parts“ im A-Trane Berlin (01.06.17)

Was das Internet nicht kann: Livemusik.

Benny Grebs Moving Parts gestern Abend im A-Trane in Berlin-Charlottenburg.

Fulminante Spielfreude, erfindungsreiches Drumming und ein begeistertes Publikum.

Schön war’s.

Benny Greb, Jazz Echo 2016 (Foto: Benny Greb, Privatarchiv)

439/16: Award: Benny Greb hat einen JazzEcho 2016 für sein Projekt Moving Parts eingeheimst

Benny Greb, Jazz Echo 2016 (Foto: Benny Greb, Privatarchiv)

Benny Greb, Jazz Echo 2016 (Foto: Benny Greb, Privatarchiv)

Instrumentalist des Jahres national Drums/Percussion


ECHO JAZZ Dankesrede Benny Greb 2016

Die Dankesrede von Benny Greb fällt aus, wie man es von ihm erwartet: Da redet jemand keinen Mainstream, sondern performed. Kuhle Dankesrede, die er sich hat einfallen lassen, die Ton- und Bildqualität ist leider schlecht. Der Berichterstatter muss das Video aber zeigen: Es ist für die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook wie geschaffen.

Dem NDR hat Benny Greb mal erklärt, er habe die Absicht aufgegeben, der beste Drummer der Welt zu werden. Er habe sich irgendwann entschlossen, der beste Benny Greb der Welt, und das weltweit, zu werden. Es ist kaum eine Überraschung. Er hat es geschafft.

Dabei halten ihn weltweit nicht gerade wenige mindestens für eines der signifikantesten Vorbilder guten, ätherischen Schlagzeugspiels. Von großer Bedeutung, gerade auch für ihn selbst, war dabei der Zusammenschluss mit zwei weiteren Mitmusikern zu einem ungewöhnlich besetzten Trio mit Drums, Drums, Drums und …in Nebenrollen (Spaß) Gitarre und Keyboards. Diese drei Herren nahmen viel Material auf, das in großen Teilen auf die Kompositionsarbeit von Schlagzeuger Benny Greb zurückgeht. Herausgekommen ist dabei Musik, der man sehr gern lauscht. Keine Chartstürmer, sondern wissentliche Musik, die wie zum Schwelgen in guten Gefühlen gemacht ist.

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Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv

416/15: Lied des Tages: „Inception“ – performed by Claus Heßler and Paul Gehrig

Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv

Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv


Claus Hessler – Inception – Hammond B3 Organ!

Mario, Facebook-Freund, bat mich, via Facebook-Messenger, ihm ein Autogramm von Claus Heßler mitzubringen: „Der Mann ist mein absolutes Vorbild.“  Vor zwei Wochen traf ich Claus auf der Drummer Week von Onlinelessons.tv.

Das musikalische Duett: Claus Heßler und Paul Gehrig performen auf der Festtagswiesn, wo ist unklar. Und für die Performance der Angelegenheit unwichtig. Der Stockhersteller Vic Firth nimmt die Performance zum Anlass, daraus ein Performance Spotlight zu kreieren. Das hat sicherlich einen guten Grund: Claus zeigt im Schlagzeugspiel jene besondere Leichtigkeit des Schreins heiliger, guter Musik, die tut, was Musik tun muss: Grooven.

Man kann wohl ohne Übertreibung sagen: Claus Heßler ist in Deutschland der Mann, der sich am besten mit gedeihlicher, auskömmlicher und hoch effektiver Stockhaltung auskennt. Auch weltweit gilt er als einer der wenigen Spezialisten für die Bewahrung des konstruktiven Erbes von Sanford Moeller, dem Stockhaltungspapst.

Ich bin aus dem Alter raus, indem ich mir von Stars und Sternchen Autogramme geben ließ. Mario bekommt sein Autogramm. In meinem Alter lässt man sich allenfalls ne Widmung geben, kauft artig ein Buch, wie bspw. das „Daily Drum Workout“ von Claus Heßler, weil es einen Mehrwert besitzt, arbeitet es durch. Vorne rein allerdings muss eine persönliche Widmung vom Verfasser kommen: So in der Art „Viel Spaß“.

Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW

353/14: Video: Airto Moreira playing a tribute to Miles Davis

Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW

Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW


Airto Morreira – Miles tribute

Was sagte Carlos Santana, als sein Woodstock-Drummer Michael Schrieve die Band verließ? – „Huch, na da bin ich auch mit meinem Latin am Ende.“

Dass Airto Moreira nicht nur mit Miles Davis zusammen spielte, ist einigen bereits überliefert. Die ihn kennen, wissen: Der Mann ist erst wenn er tot ist, mit seinem Latin am Ende. Auf die Frage, wie er sich dem musikalischen Erbe von Miles Davis und der Zusammenarbeit mit ihm in dieser Zeit der entstehenden Fusion nähern würde, ist er um eine Antwort nicht verlegen….

Festgehalten für die Spezialistengruppe: Musikerwitze auf facebook (Account benötigt), wo ich kürzlich den eingangs erwähnten Witz aus einer Kommentarschlacht gebar…., er lag mir auf der Zunge….

Wie allerdings Youtube mit den Ansprüchen Dritter umgeht, davon bekommt man einen ungefähren Eindruck, wenn man diesen Artikel ansieht…, und wer einfach so gedankenlos ein „Ach, nichts ist für die Ewigkeit“ hinwirft, dem sei gesagt: „Doch, Miles schon….“ – Und „Miles smiles“….

Weblotse

345/14: Video: Simon Phillipps Stationen seiner musikalischen Reiselust


Hiromi The Trio Project – Desire (Live Fuji Rock Festival ’12)

Mitschnitt vom Fuji Festival am 27.07.12 in Japan: Dies Stück Livemusik berstet vor Spielfreude und Experimentierlust und ist sicherlich in erster Linie eines jener Perlen von Livemusikauftritten, in denen es darum geht, die besonders profunde Instrumentenkenntnis und ergo die Freiheit des gelungenen Zusammenspiels zu zelebrieren.

Hier auf dieser Website wurde schon mal die Behauptung aufgestellt, Simon Phillipps betreibe das wildeste Jazztrio dieses Jahrtausends. Wer´s mir nicht glaubt, fragt google „wildestes Jazztrio dieses Jahrtausends“. Ja, die werden es wissen.

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296/13: Große Musiker: Tomatensalat, Eiskaffee, Stephan Emig, Fressen, Saufen und „Berlin Drum Week“ #reviews

Schaufenster bei "Lederhandel", Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Schaufenster bei „Lederhandel“, Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Große Musiker sind nicht unbedingt 1,90 m groß und deswegen groß. Manche sind auch deutlich kleiner und müssen sich erst recht dafür nicht schämen. Allerdings kann der Zuschauer einer Schlagzeugveranstaltung zuweilen so ähnlich gucken, wie dieser Herr, der die Schaufensterauslage vom „Lederhandel“ in der Bergmannstr. 90 äußerst gekonnt schmückt. Er hat die Aufgabe, ein „eyecatcher“ zu sein. Das gelingt ihm.

Der Zuschauer, Teilnehmer und „Drummer mit Wissenserweiterungsmodus“ hingegen ist niemals teilnahmslos. In besonders haarigen Momenten aber fängt er an, ähnlich zu schauen, wie der Herr hier oben. Und obwohl Schlagzeuger, ist er dann bass erstaunt. Soweit zur Vorklärung. Stephan Emig (Baujahr: 1976), um das noch kurz hinterher zu schieben, ist in D-Deutschland (sinngemäß: Drummer-Deutschland) nicht unbekannt und wenn wieder so ein D-Day (sinngemäß: Drummers Day) ist, sieht man ihn häufiger dort. Er ist auch Wissensvermittler, Dozent, Lehrer und Coach. Langsam.

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Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

295/13: Grosse Musiker: Marko Djordjevic (New York), Kurzvorstellung ‚A Serbian in New York‘ #BDW 2013

Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

Marko Djordjevic (r) und Thomas Maiwald (r) aus New York @Berlin Drum Week

I don´t drink tea, I like oriental coffee, my dear, I don´t like toast brown on one side, you can hear it in my accent, when I talk, I´m a Serbian in New York. (Fakten nicht überprüft, berühmte Lyrics von Sting, geringfügig nachbearbeitet)

Als Teilnehmer der Veranstaltung „Berlin Drum Week“ vom 31.07. – 04.08.2013 in der Global Music Academy (Veranstalter: drumtrainer Berlin) hatte ich Gelegenheit, den Serbisch stämmigen Schlagzeuger Marko Djordjejevic aus New York persönlich kennenzulernen. Dessen Spiel hat mich schlicht gesagt überwältigt.

Der Mann ist für mich ein energetisches „Drumwonder by nature“ mit athletisch gut ausbalancierter Höchstverfassung. Selten jemanden gesehen, der brillanter spielt. Abgesehen von „Dynamik“ (Witz: „Ich kann nicht lauter!“), nein, im Ernst, laut und leise sind zwei Facetten des Drummens auf höchsten Niveau. Ach so, schon gewusst? Sein Herz gilt u.a. dem Jazz. Irgendwann mitten drin in seinem fulminanten Vorspiel vor lauter geladenen, sachverständigen Schlagzeugern trieb dieser Mann mir die Tränen in die Augen. Ich hätte heulen können wie ein Schlosshund, und das ist nicht übertrieben! Glück durchströmte mich. Das veranlasst mich, ihn etwas näher vorzustellen, auch weil er hierzulande kaum bekannt ist.

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266/13: Video: Steven Wilson „The Watchmaker“ mit Marco Minnemann, Drums

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Steven Wilson – The Watchmaker (Live)- via Youtube

Veröffentlicht am 16.04.2013 Filmed live in Neu-Isenberg, Germany – 23rd March 2013 -Directed / edited by Bernhard Baran.

Die Art und Weise, in der Marco Minnemann das Schlagzeug bespielt, ist geschmackvoll und auf den Punkt, nie übertrieben virtuos in den Vordergrund sich drängelnd, sondern zurückhaltend, aber stets beeindruckend und on this one point. Großartiger Song.

Derzeit tourt Marco Minnemann ab dem 19. April mit Steven Wilson durch die Vereinigten Emirate von Amerika. Watch.

260/13: Zitate: Vom „Puls des Universums“ #Will Lee (Bassist)

Zitat

Der "Puls des Universums"

Der „Puls des Universums“

Wusstet Ihr das: Große Musiker sind nicht immer 1,90 m oder größer. Sie können kleiner sein. Oder größer. Will Lee ist so einer, ein Bassist. Kommen hier auch mal „die Anderen“ zu Wort. Abgedruckt hat das „drums & percussion“. Sehr lesenswert.

240/12: Video: Torsten „Teasy“ Zwingenberger – drumming 5.0

[iframe_youtube video=“Cnb5EyONfrI“]
Torsten Zwingenberger / TEASY / Drumming 5.0 part 1 (via Youtube)

Das ist nicht einfach nur ein Linktipp und ein Video. Der Besuch der informativen Homepage von Torsten Zwingenberger, die für mich wirklich äußerst gut gemacht ist, ist auch der Aufbruch in eine Idee davon, wie man im Übrigen Schlagzeug spielen könnte. Nehmt euch Zeit dafür….es ist nicht Pflicht, denn es ist Kür.

Abgesehen davon spielt Torsten Zwingenberger das nächste Mal am 7.11.2012 im Kreuzberger Yorckschlösschen mit den New Orleans Shakers.

Ist doch vielleicht mal ein Grund?

Rettet die Livemusik. Und schaut nicht auf die Welt, sondern auf diese verlinkte Homepage. Übrigens, falls Ihr das noch nicht wusstet: Große Drummer erkennt man oft gar nicht an ihrer Körpergröße.

 (EP)

210/11: Interview: Karl Johannes Schindler im extrem diskreten Dialog mit Andreas Bock, Bluesdrummer #Yorckschlösschen

Banner "Rotten interviews of Tommy Tulip"

Andreas Bock ist einer der versiertesten Bluesschlagzeuger Europas. Über 20 Jahre Bluesschlagzeug haben ihre Spuren hinterlassen. Einerseits in der nationalen Szene als Gründungsmitglied der „Blues Shacks“, aktueller drummer renomierter Bands wie „Niels von der Leyen Trio“, „Boogie Radio Orchestra“, „Kat Baloun Blues Band“, „Blues Rudy“, „KC Miller“ oder „Little Roger & The Houserockers“ sowie andererseits als internationaler freelancer z.B. bei „RJ Mischo (USA)“, „Andy Egert Blues Band (CH)“, „Trickbag“ (S), „London Phillips (USA)“, „Mark Hummel (USA)“, „Tomi Leino (Fin)“, „West Weston (GB)“ oder „Janice Harrington (USA)“ (Selbstdarstellung auf der Homepage von Andreas Bock, Link unten)

Karl Johannes Schindler hat ihn neulich interviewt: Andreas Bock, preisverdächtigter Bluesdrummer mit einigen Nebenberufungen, wie das Interview zeigt. Für die Güte und Qualität der gestellten Fragen ist eindeutig der Interviewer selbst verantwortlich, dem wir für die Überlassung seines extrem diskreten Zwiegesprächs verschwiegen danken.

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139/10: Linktipp: Im ausführlichen Interview kommt Superdrummer Jojo Mayer zu Wort

Videotipp

Jojo Mayer (screenshot drumdepartment.tv)

Jojo Mayer (screenshot drumdepartment.tv)

Ich spiele nicht wie eine Maschine, weil ich ein Mensch bin! (Jojo Mayer, Videointerview)

In einem ausführlichen, allerdings auf Englisch geführten Interview auf der Website von DrumDepartment (Deutschland) kommt Jojo Mayer ausführlich zu Wort. Der Autor einer der wichtigsten DVDs der letzten Zeit „Secret Weapons of a Drummer“ lässt wenig aus, das uns interessieren könnte. Ansehenswert. Auch und vor allem: Jojo Mayer hat ein neues Outfit mit Bart und Wuschelkopf.

Don’t be a soldier, be a general – Sei kein Soldat, sei ein General.“ (als Musiker – Jojo Mayer Video Interview)

Und nicht zuletzt deshalb 🙂 verlinkt: