508/18: Video: Groove gibt Brot, Arbeit und Anerkennung – Und Stockhaltung ist so Vinnie, oder eben auch nicht


Chick Corea Vinnie Colaiuta John Patitucci Humpty Dumpty Live HD

Chick Corea Akoustic Band is Chick Corea on acoustic grand piano, John Patitucci on acoustic bass and Vinnie Colaiuta on drums performing Humpty Dumpty. The jazz classic is originally from Chick Corea’s 1978 album The Mad Hatter. Very fine individual piano, bass and drum solos (5:56) are included. Chick Corea New Akoustic Band was live in concert at The Blue Note, Tokyo, Japan in November 1992.

Vom Stockspiel besessen: Vinnie Colauita, Drummer, hier im Trio.

Neulich wechselte ich die führende Hand. Open Handed: Hihat-Führung mit links, also nicht von rechts und über Kreuz.

Mein Bassist bemerkte am Ende des Stücks: Nicht die Hand wechseln. Sonst geht der Groove flöten. Ich sagte: Entschuldigung, das war nicht meine Absicht. Ich wechsele, um das zu üben. Die Idee von Open Handed habe ich von vielen Drummern: Simon Phillipps tut es. Claus Hessler tut es. Ich tue es zuweilen. Ohne dabei sonderlich gern den Groove zu verlieren. Das nun gar nicht. Jedenfalls nicht absichtlich. Das Ziel ist immer eine mindestens genau so starke linke wie die rechte. Bumm tschak.

Paradiddle. Diddle.

Und die Stockhaltung: Mein Bassist sagte nun, diese Stockhaltung, wie wenn man es nicht kann. Er meinte den „traditional grip“ – Besser ist der matched grip. Traditional grip, das groovt nicht. Ich wende vorsichtig ein: Doch doch, spielen viele traditional grip und groovt wie Sau. Mir fallen viele Namen ein. Todd Sucherman, Steve Gadd. Ach ja, Vinnie. Mein Bassist sagt: Aber du bist nicht Vinnie. Da hat er wirklich recht.

Leider, leider.

503/18: Legenden: Give Blood – Vom blutigen Blasentrommeln, Handschuhen und dem angemessenen Übestil mit Stockhaltung.

Whiplash-Animation (gif)


You earned the part. – Film Whiplash (Ausschnitt, 2014)

Im Film Whiplash findet ein Stundenbluten statt. Im Unterschied zur Monatsblutung hat es der Schlagzeuger (die Schlagzeugerin) geradezu täglich. Er, sie, es blutet. Ohne Ader- und Unterlass.  Blut Blut Blut …. Blut tut gut. (Nina Hagen, Aufm Friedhof, 1978). Sie will nicht sterben.

Der Mythos lebt. Grad auf facebook. Oliver M. fragt in die Crowd (deutsch Kraut): „Spielt ihr lieber mit Handschuhen oder ohne?“ – Stein des Anstoßes, und nun hacken alle aufeinander ein, bis es blutet. Der Mythos lebt. „Ohne. Da sich sonst keine Hornhaut bilden kann.“ Hornhaut? – „Wenn das Holz die richtige Feuchte hat brauchst du keine Handschuhe. Neue Sticks wirken Wunder. Nach 1/2 Jahr zuhause in der Heizungsluft sind die Sticks nur noch Feuerholz.“ – „Wenn man sowas öfter macht, geht’s auch ohne. Immer bis kurz vor die Blasen trommeln und erst dann Handschuhe anziehen.“ – „Habe jahrelang mit Handschuhen gespielt, habe aber festgestellt, dass ich sie nicht mehr brauche. Damals, vor zwanzig Jahren, sind mir die Sticks immer entglitten. Inzwischen habe ich das mit der Stickhaltung wohl drauf…“ – „Hab n paar Jahre mit gespielt, dann viele Jahre ohne. Seit kurzem aber wieder mit, da ich dann auch billige Sticks benutzen kann und nicht immer die teuren spielen muss. Rechnet sich finanziell auf jeden Fall.“ – „Die billigen Sticks sind im Gegensatz zu teureren lackiert, dadurch entstehen bei mir jedes Mal richtig hässliche Blasen, wenn ich n neues Paar anfange. Da ich aber n hohen Verschleiß habe, weil ich auch jeden Tag spiele, kommt es günstiger, wenn ich mir Handschuhe kauf, mit denen ich keine Blasen mehr bekomme und trotzdem Geld spare. Aber das Spielgefühl leidet natürlich schon drunter.“ – Wow wow wow….

 

Weiterlesen

483:17: Video: To The Honor of John Blackwell jr. – #Drumeo


John Blackwell – Drumming Discipline & Improvisation (FULL DRUM LESSON)

Musik vom Playalong hat immer etwas Beliebiges. Hübsches Trallala.

Es sei denn, die Musik dient einem Könner seines Fachs zur Illustration dessen, was man gelungenes Drumming auf höchstem Niveau versteht. Körperspannung, Groove, Passion: Alle jene Eigenschaften, die diesen Drummer so auszeichneten, mal ganz abgesehen von seinen überaus fulminanten Livegigs im Zeichen des kleinen Prinzen von Minneapolis.

John Blackwell war ein ganz Großer.

Ich habe mir aus Anlass seines Todes diese Drumeo-Lesson nochmal angesehen, die er 2014 gab. Man könnte sie „Grooven mit Gott“ nennen. Ein kurzer Nachruf war hier auch zu lesen. RIP – John Blackwell. What A loss.

Und wieder 1.000 neue Dinge entdeckt, an denen man üben könnte.

480/17: Knowledge.Basics: Von Muskel-Mark, dem Häkchen und Übung

Übungspad Pearl

Übungspad Pearl

 

Übung krümmt den Meister, setzt ein Häkchen in Euer Übeheft.

Muskel-Mark ist der Batman im übenden Musiker. Das könnte genre- und geräteübergreifend geschehen, vermute ich.

Regelmäßig ist es so: Man übt etwas ein mit viel Anstrengung.

Dann vergisst man es und die näheren Umstände wieder.

Später kommt man darauf zurück.

Und dann spielt man es einfach so und es ist plötzlich gut.

Alles Streben in der Musik ist Anstrengung, Verspanntheit. Darum übt man.

Um die Bewegungsabläufe ins „Muskelmark“ reinzuschreiben, also eine Motorik zu erarbeiten, die von selbst trägt und ohne jede Anstrengung.

Weiterführend

464/17: Knowledge: Drumtuning mit dem tune-bot – Paar Gesichtspunkte zur richtigen Stimmung von Drums

Let Them Eat: Sonor Signature Snare (geöffnet wg. Fellwechsel) #TTT

Mit dem Anwenden von Oddmetern, Latin Grooves und schwierigsten Samba-Batacuda-Riddims befasst man sich das halbe Leben und im Schlagzeugstudium. Um am Ende Wumms-Klatsch zu spielen: Four On The Floor. – Das Schlagzeug spielen „Wumms-Klatsch“ zu nennen, dabei dürfte es sich um größtmögliche Vereinfachung des Lebens handeln. Kaum ein Instrument erfordert soviel Koordination, Körperbeherrschung und musikalisches Gespür. Und am Ende klingt es dann Scheiße. Schlagzeug stimmen vergessen? Ha!

Das Thema Drumstuning ist kurz gesagt eine lebenslange Wüste maßgeblicher Unkenntnis, die der schlagzeugerische Mensch mit den Lebensjahren mit immer mehr Sinn füllt. Irgendwann ist man ordentlich verwirrt. To much information.

Wie man Trommeln richtig stimmt?

Nein, es gibt kein Patentrezept, sondern nur ganz viele unterschiedliche Ansätze. Es geht darum, den besten Ton aus dem verwendeten Schlagzeugequipment rauszuholen. Wobei wir bei der grundlegenden Erkenntnis sind: Auf die Kessel kommt es an. Aber, und das nimmt Wunder, der deutsche Schlagzeugstimmer Rossi Roßberg, den manche als Drumtuningguru bezeichnen, sagt: Zu ungefähr 80% kommt es nicht auf die Hardware (die Kessel) an, sondern auf das richtige Stimmen der verwendeten Felle. Möglicherweise sollten diese nicht allzu alt sein, das erleichtert das Stimmen schon mal. Natürlich ist ein Luxusschlagzeug gut und sauber verarbeitet und lässt sich besser stimmen, als Billigimport-Grauware aus Taiwan. Allerdings lässt sich selbst solches Zeug in Folge ausgereifter Massenfertigung besser als früher in einigermaßen anhörbare Stimmungen tunen.

In den meisten Proberäumen Deutschlands liegt Schlagzeugequipment lieblos abgestellt herum wie Sperrmüll. Jeder darf mal ran. Das Multiplay by drumset ist vielleicht auch der wesentliche Grund dafür, dass von multiplen Persönlichkeiten, die hinter dem Schlagzeug sitzen, niemand persönlich noch die Verantwortung übernehmen mag, für eine gute Stimmung zu sorgen. Außerdem sind die Geschmäcker zum Kotzen verschieden. Es gibt kein richtiges und kein falsches Stimmen, erlaubt sei, was gefällt. Siehste. So einfach ist das.

Weiterlesen

Griechiches Zeichen für "Flux"

453/16: Video: Claus Hessler: Double Paradiddle (full drumlesson) via #teamoltv

Jose.Cortijo_Onlinelesson


Full Drumlesson – Claus Hessler: Double Paradiddle

Ich habe den Herr der Ringe nie gelesen. Seit ich Claus Hessler kenne, bekomme ich Interesse, die Geschichte anzulesen. Eins wäre gewiss: Ich würde mich durch das Buchstabenalphabet des Herrn der Stockhaltung, Claus Hessler, seiner Übungen zurechtfinden. Hessler nimmt A, B, C und D immer mit korrekten Namen aus jenem Herren der Ringe ins Gebet und zitiert textsicher. Lasst uns zum Herrn der Stöcke werden und nicht diese umgekehrt. Habt Ihr das verstanden?

Die Akademie Onlinelessons.tv mit Sitz im Internet, bzw. Neustadt an der Weinstraße, hat eine Lesson aus dem Schulungsangebot des Schlagzeugers Claus Hessler zum Thema Double Paradiddle zur Verfügung gestellt. Die rund halbstündige Lesson zeigt nützliche Anwendungsbeispiele für den Double Paradiddle, Hinweise zur Moeller-Technik (Hand- bzw. Stockhaltung). „Damit wir gleich mal sehen, was das in Dollar wert ist,“ sagt Claus Hessler, wendet er einfach mal den Half Time Shuffle an, um jene Paradiddles „gefickt einzuschädeln“, bzw. einzustreuen. Die Moeller Whip ist kein Glas Mayonaise Miracel Whip, auch wenn die Schlagfolge auf den ersten Blick mirakelhaft erscheinen mag.

Viel Spaß mit der Onlinelesson von uns Claus, einem der größten Dezenten (unterschätzt den Mann, er kommt flux, aber gewaltig). Der Mann schafft es in dieser Lesson, aus den Sticks kleine Wassertröpfchen rauszupressen. Diese Stockhaltung nennt man „brutal grip“, ist aber in den ernsthaften Lehrasservaten nicht eigens verzeichnet. Ein echter Geheimtipp also.  Doch, bitte, seht selbst.

Lessonindex: Die Materialien zu dieser Lesson stehen im Archiv der Onlineakademie zum Download zur Verfügung! Schlagzeugunterricht kannst Du kostenlos testen unter:
http://onlinelessons.tv/testen/

Weiterführender Link

Lachen (gif)

438/16: Positionen: Lächle – Oder lache. – Hauptsache, fröhlich. No matter, if he´s black or white! #Linktipp

icon.Positionen.jpg

Frankie Drums (gif)

Phil Collins Gorilla Drums, Schlagzeug (gif)

Es geht um die Frage, wie man erfolgreich übt und tatsächlich weiter kommt, beim Schlagzeug spielen. Andi Bühler (Berlin) hat jetzt eine neue Website und da wurden wir vernünftig fündig. Profund. Und hauen nun mächtig drauf: Propfund. Hicks. Es geht hier auch um Drogenberatung.

Weit ist der Weg bis nach Canossa.

Andi Bühler, Drummer mit Wohnsitz in Berlin, hat jetzt den Drumcode aufgeschrieben, videotisch aufgenommen und zeigt in kleinen Einspielern, wie man Schlagzeug spielt. Ein großes Thema seinerseits: die innere Gelassenheit, bis die gordischen Knoten platzen. Die große weite Welt ist ernst, verbohrt und schüttelt den Kopf über was wir machen, was?

Weiterlesen

424/15: Notation: Mein erster Notensatz mit MuseScore

Musescore_Erster.Notensatz

Es ist zwecklos, den tieferen Sinn einer Notation von spielerischen Vorhaben zu leugnen. Dennoch bin ich, wie ich mich gern selbst bezeichne, bekennender Notensatz-Legastheniker. Auf der Suche nach geeigneter Software habe ich viele Gedanken verschwendet.  Eine ganz gute Lösung scheint mir musescore zu sein.

Um ehrlich zu sein, ist nach all den Jahren dies nun das erste Mal, dass ich eine relativ einfache Übung softwaretechnisch als Notensatz notiere. Und es gefällt mir.

Nicht auszuschließen, ich werde künftig öfter damit arbeiten.

Warum auch nicht?

422/15: Positionen: Vom Eier schütteln, schäkern und von Trockenübungen für Percussionisten

Jose.Cortijo_Onlinelesson IMG_4483_Pro.Percussion

Onlineakademien brauchen Feedback. Gemeint ist nicht die Übersteuerung der Übestünde mit einem vorherrschenden Miiiihhiiieeeeeeppppp, sondern das Echo der Drumschüler: Ob es was genützt hat, das? Hier ist ein Versuch.

Gut ist eine Sache an sich immer dann, wenn sie Zugang zu den eigenen Synapsen findet. Im besten Falle Kopfkino.

Nun kann ich sagen, dass ich ursprünglich skeptisch an die Sache herangegangen bin. In der Dozentenliste von Onlinelessons.tv, dem einzigen vernünftigen Onlineunterricht Deutschlands (Achtung: Übertreibung!) hat neuerdings Prof. José J. Cortijo Platz genommen. Besser gesagt steht er da, vor den Kameraperspektiven, und wir erinnern uns das Stück „José, der Straßenmusikant“ von Lena Valaitis. Während er so rüttelt und schüttelt, erstmals am 30.11.15 abends bei Onlinelessons.tv, wird deutlich, er kann es nicht gewesen sein: „Da kommt José, der Straßenmusikant, ole ole, der Straßenmusikant. Von nah und fern kommt alles angerannt, ole ole, der Straßenmusikant. Hoch in den Pyrenäen, oh ho ho ho, hat man ihn schon gesehen, …“ undsofort. Es ist nicht das große Ding, das er zelebriert. Florian Alexandru-Zorn nennt ihn den „Guru der small percussion“.

Von mir aus. Ich habe die wichtigsten Erkenntnisse oben auf einem schwarzen Banner zusammengefasst. Auf die Frage eines Onlineschülers, ob es für das Shaken auch Trockenübungen gibt, die José J. Cortijo empfehlen könne, sagt der sinngemäß: „Nein, und das sähe ja auch seltsam aus, du läufst die Straße lang und shakerst trocken.“ Na ja, das ein Brüller. Die Handbewegung dazu zu beschreiben, ziemt sich für diese Website nicht.

Mein Skeptizismus wich im Verlaufe der zwei jeweils halbstündigen Lessons und das ist vielleicht auch das Wesentliche: Man bekommt guten neuen Input und denkt mal nach über die Baustellen seines Lebens als Drummer. Zu denen gehört zweifelsohne der große Reisshaker von LP-Percussion, der ungenutzt auf meinem Berliner Schlagzeug im Proberaum herumliegt, weil ich mir schon seit langem vorgenommen habe, das Becken und die Hihat mal zutreffend durch einen Reisshaker zu ersetzen, nach dem Helge Schneiderschen Motto: Es gibt Reis, Baby.

Weiter üben…

Für die todo-Liste, darüber nachzudenken:
Wenn das Thema Percussion im Drumsunterricht von Bedeutung sein wird, empfiehlt sich die Rekrutierung von Stephan Emig, einem absolut tollen Schlagzeuger und Percussionisten, dessen Wirken als Percussionist (bspw. für Stefanie Heinzmann) gefällt. Stephans Dozentenqualitäten stehen außer Frage.

Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv

415/15: Review: Das war die Drummer Week 10.15 bei Onlinelessons.tv in Neustadt an der Weinstraße #Pfalz

_Icon.Gigs.Review

Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv

Drummer Week 10.15 Onlinelessons.tv

Ist das Bezahlfernsehen? Oder gar die Zukunft? Online lernen? Wäre das nicht offline besser? Im Prinzip schon, aber….Ein paar Nachüberlegungen zur Drummer Week von Onlinelessons.tv von Drumkomissar Tulip, Abt. Researchen

Rund um die Popakademie Mannheim unter der Leitung ihres Gründers Prof. Udo Dahmen entsteht Stück für Stück ein musikalisches Fluidum von beachtlicher Relevanz. Es ist ein Popprodukt, das poppt. Udo Dahmen ist Mentor, Musiklobbyist, Popprofessor, Schlagzeuger mit klassischer Ausbildung, Rockmusiker, Studioschlagzeuger und ein sehr ernsthafter, stets freundlich-verbindlich auftretender Mensch. Als Schlagzeuglehrer war er Ausbilder von Drummern wie Benny Greb, hat in Dinkelsbühl gelehrt, in Hamburg und schafft jetzt in Mannheim Maßstäbe für Popeducation.

Der Schlagzeuger Florian Alexandru-Zorn hat Zeit in Anspruch genommen, die er benötigte, um ein Online-Studio in Neustadt an der Weinstraße (Pfalz) aufzubauen. Es gibt eine GbR namens Webutainment mit Marco Besler (Technik), während Florian die schlagzeugerischen Skills der Online-Kundschaft betreut. Die Idee ist naheliegend, amerikanisch und wird seit kurzem mit deutscher Gründlichkeit umgesetzt. Unter Onlinelessons.tv melden sich im europäisch-deutschsprachigen Raum  Musiker an, die strukturierte Unterweisung an ihrem Instrument suchen. Längst ist Schlagzeug nur noch eins von mehreren Fächern, man kann hier Bass lernen, Piano, Gitarre oder Schlagzeug. Man entrichtet eine geringgehaltene Abo-Gebühr monatlich und schaltet sich per Internet zu Videostreaming-Unterrichtseinheiten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zu, kann im Chat Fragen an die Dozenten richten und strukturiert am besser werden seiner selbst arbeiten. Mit Strom und Wasser (frühere Band von Benny Greb) könnte es sinngemäß heißen: „Mit Fleiß, Blut und Verve.“ Oder so ähnlich.

Weiterlesen

412/15: Video: Udo Masshoff (Berlin) erklärt einen schönen Tuningtrick, um die Snaredrum zu stimmen #Drumtuning

vistalite_snare


The greatest snare drum tuning trick EVER!

Here is my favoured snare drum tuning trick!
Taken from my new DVD „The ultimate Drumtuning revolution“
I use it all the time because I have 100% control over the tuning. From ringy to dry. No more duct tape or premuffled heads needed. Check it out, you will love it!!!!
I would be very thankful, if many people would share the video, that many drummers can see it!
Get the DVD: www.masshoffdrums.com
(aus dem Klappentext zum Promovideo für seine neue Drum-Tuning DVD)

Man kann seine Drums jetzt mit einem tunebot genannten Gerät schon sehr schön stimmen. Das ist digital-neuzeitlich. Wesentlich mehr wussten aber die alten Meister: Sie konnten analog nach Gehör und mit Gefühl rangehen. Allerdings: Man braucht einen Genius, einen eigenen. Ein analoger Querkopf ist Udo Masshoff, der irgendwie auch für rare & vintage stehen könnte. By the way: Wer in der Frank-Zappa-Str. aufhältig ist….

Das Ganze ein bisschen ‚einsteinisch‘, sagt Udo.

Und in der Tat. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Weblotse

410/15: Foto: Die neuen Drumsticks

IMG_0161_Promark.Sticks

Glaubt nicht, was Ihr wisst. Stellt es jeden Tag wieder aufs neue in Frage und fangt immer wieder nochmal von vorne an, im Interesse persönlichen Fortkommens. Das ist die Message dieses kleinen Erfahrungsberichts.

Zum Thema Drumsticks, die neu eintreffen, muss man nicht so viel schreiben. Nik schreibt auf facebook in meine Timeline: „Bei Dir tut sich ganz schön was.“  Er ist ein guter Beobachter. Ich antworte wie aus der Pistole geschossen: „Immer, panta rhei.“ (zu deutsch: „Alles fließt“)

Gerade ist Firmengründer Vic Firth gestorben. Ich spielte in der letzten Zeit seine Sticks. Das Signaturemodell „Jack de Johnette“ gefiel mir am besten. Neulich übte ich an Take Five (Dave Brubeck Quartett), und fand dies Stickmodell schwergängig. Fand mit Kommissar Zufall dies Modell (Foto oben) von Promark, Jazz Café MJZ 9, richtig dünne Dinger.

Siehe da: Ich spiele schon länger Schlagzeug. Wer hätte das gedacht? Dass ich auf die alten Tage was beiseite werfe. Die neuen Sticks sind leichtgängiger, haben eine klitzekleine Kuppe und können leiser, filigraner gespielt werden, auch beim Beckenping. Sie machen mir großen Spaß. Für möglich hätte ich das nicht gehalten, dass es mir von einem auf den anderen Tag mal so grundlegend ganz anders kommt.

Natürlich sind die Sticks von Vic Firth Spitzenklasse, weiterhin. Ich mache jetzt erst mal mit Promark weiter. Tolle Erfahrung.

407/15: Knowledge.Essentials: Fünf Dinge, die ein gut beschäftigter Sessiondrummer berücksichtigen sollte

Take.Five_Ash.Soan.


Zildjian Cymbals – Behind the Scenes with Ash Soan

1) 2 be on Time
2) Kitsound
3) Feel
4) Be prepared
5) Communication

Sehr schön griffig erklärt.

Ash Soan, London: Und was wir früher über ihn schrieben….

Quintulös - inspired by the one & only Anika Nilles

406/15: Drum studies: Quintulös – inspired by the one & only Anika Nilles – und was Rosanna dazu sagt!

Tommy.Tulip_DSC09818_Drum.Studies

Quintulös - inspired by the one & only Anika Nilles

Um es mit Wolfgang Petry, bunte Fädchen-Träger, Wolleheld, zu sagen: „Hölle Hölle Hölle“ – Quintolen, das ist Wahnsinn.

Anika Nilles mag Quintolen und ich mag Anika. Unter anderem spielte sie ein paar Quintölchen und es ward um mich geschehen. Inzwischen hatte ich das Vergnügen, einer Onlinelesson mit ihr beizuwohnen, das falsche Wort für das Ansehen einer drummatischen Onlinelesson von Bedeutung. Anika hat mich drummatisch eingefangen, seit kurzem übe ich diese Harvesterhuder Hammerrhythmen, in denen es ohne Quintole nicht geht. Hinzu kommt: Es gibt für Quintolengrooves kaum vernünftige Musik zum üben. Liebe Musiker, zeigt Solidarität weltweit: Schafft dafür doch mal PlayAlongs, die sich professionell anhören und her damit. Der Dank der Drummergemeinde wäre Euch gewiss. Schickt mir Audiodateien davon zu oder kontaktet mich über Facebook. Ihr erkennt mich am farblich nicht gestreiften Gesicht…. – ein dreifach „T“ (Tusch“, ein Triplet T).

Was nun die obige Abbildung angeht, so ist folgende Grundüberlegung neu gewachsen, während des Unterrichts. Aus dem Übungsfluss des Quintolischen erwuchs etwas Diabolisches: Die Idee, dass man den weltberühmten Rosanna-Groove auf Quintolen umbaut. Und dass das wie Hölle groovt, gib mir fünf. Das zu spielen macht jedenfalls drummatisch Spaß und wenn ich Zeit habe, werde ich mal ein Video davon zur Verfügung stellen. Heute nicht. By the way: Danke, Anika, für grundsätzliche Ideen zum Quintolischen.

400/15: Video: Benny Greb stellt Ansätze und Erklärungsmuster von „The Art & Science Of Groove“ vor per #Drumeo

Videotipp

Videotipp


Benny Greb – The Art & Science Of Groove (FULL DRUM LESSON)

Erfolgsmodell: Aus Kanada kennen wir Drumeo von Jared Falk, in Deutschland ist Florian Alexandru-Zorn mit Onlinelessons.tv erheblich am Zulegen. Gerade wird nochmal umgebaut: Größer, schöner, wirkungsvollerer Auftritt. Erfolgsmodell Internet mit erheblichen Zuwachsraten – doch Vorsicht: Onlinelessons können süchtig machen. (*)

Benny Greb, Hamburg, weltreisender wissenschaftlicher Botschafter in den ManGroove-Sümpfen der Welt, reist zu Jared Falk (Drumeo, Kanada). Heraus kommt eine Onlinelesson „für umme“ (kostenlos), das kommende Unterrichtsmedium weltweit. Der Onlineauftritt von Drumeo hat sich erheblich verändert und verbessert. Nöff nöff: Sie sind gewiefte Marketingbunnys, Hasen, im Schaugeschäft. Die Lesson von Benny Greb auf Drumeo erfüllt Marketingziele: Drumeo und Benny Greb geben mit freundlichen Worten, warmem Witz und netter Geste kostenloses Wissen weiter.  Das soll Lust auf mehr machen. Eine klassische Win-Win-Win-Situation: Alle wollen trommeln wie Benny, der verkauft Millionen DVDs und Jared Falk möchte Schülerkunden rekrutieren. Dafür benötigt heftige Tutoren, Identifikationsfiguren, Zeiger, Popstars an der Fuß- und Menschmaschine, rüdeste Rudiments und als Fill In drei Gewinner-DVDs „The Art & Science of Groove“, wenn man einen Kommentar auf Youtube hinterlässt. Jesus!

Das Video ist kurz gesagt wunderbar. Eine Inspirationsquelle, über sich als Drummer in sinnlicher, aufmerksamer Art und Weise zu reflektieren. Es geht um Groove, um Atmung, Taktinterpretation, das „behind or against the Click“-Playing. Um Fokussierung. Das alles sei nicht esoterisch, versichert Benny und spielt uns zwei, drei tolle Stücke Schlagzeug mit Kompositionen von sich vor. Am Ende des Videos ist man irgendwie glücklich beseelt, dass Internet etwas möglich macht. Und was.

(*) Aus Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook zur Drumdroge „Onlinelesson“, Droge Drum: „++++ Hat seinen Schülern den Stoff vermittelt: Musik-Lehrer wegen Drogenhandel verhaftet ++++““

385/15: Positionen: Was Helge Schneider über gutes Drumming meint…

Helge Schneider über Drummer!

Auf ein Zitat hat derjenige einen Urheberrechtsanspruch, der es in den Wortverkehr einbringt, indem er es erfindet, aneinander reiht und somit Komponist der satanischen Sentenz ist. Also nicht derjenige, der das Zitat findet, in Umlauf bringt und auf digitale Wandtafeln schreibt.  Allerdings gebührt dem Entdecker Lob und Anerkennung für die Erwähnung, Hervorhebung und Betonung. Das Zitat geht künftig nicht mehr unter, wie es ja sonst inzwischen weltweit üblich ist im Drüber & Drunter des ungebremsten Redeschwalls. Der Zitierte hat vielleicht so´nen Hals.

Andi Rohde ist Studio- und Livedrummer aus Hamburg, auch hier hat er ein Zuhause. Der Drummer, hier im dargelegten Zitat auch als „Ohrenfeindt“. Karniggles: Miles Davis hat Wissen über Drummer an sich in seiner Biografie erwähnt. Es ging um Tony Williams und auch seine Erfahrungen, die er mit Max Roach an der Seite von Charlie Parker machte. Um „Sha“ und „Bang“, aber auch um „Zisch“. Heute heißen die diesbezüglich genannten Argumente über richtiges Schlagzeug spielen häufig: „Zu 99% besteht mein Schlagzeuger sein aus „Wumms“ und „Klatsch“, wie ich 2011 hier berichtete.

Weiterlesen

369/14: Video: Steve Gadd – In Session #Lesezeichen


Steve Gadd – In Session

Steve Gadd, Motivator, jemand, von dem man sich Scheibchen abschneiden sollte, fürs eigene Spiel.

Was wir tun müssen, um Fahrstuhlmusik mit Bravour zu spielen, wird in diesem Video erklärt.

Spaß beiseite. Überdrummer Steve Gadd und dieses Video: Ich hab´s natürlich schon oft angesehen. Dass es jetzt auf youtube steht und frei verfügbar ist, ist großartig. Und für den einen oder anderen hilfreich.

Deswegen habe ich es hier gelistet, viel Spaß.

344/14: Knowledge.Lessons: Somewhere Over The Rainbow sitzt Jeff Porcaro auf Wolke „Sieben“ und trommelt den Mushanga!

Somewhere Over The Rainbow

Wir sind als Drummer heute in unseren Gedanken bei einem der überzeugendsten Drummer weltweit: Dennis Chambers, aktuell in gesundheitlich ernstzunehmenden Schwierigkeiten, wenngleich sich die Nachrichtenlage heute Morgen etwas bessert: Es heißt, er sei aus einem Koma erwacht und man hege große Hoffnung. Genaueres weiß man nicht und es geht uns ja eigentlich auch nichts an. Es ist vielmehr so, dass wir „Prayers“ senden, gute Gedanken und Gebete,  für einen der ganz Großen der Drummerszene weltweit.

Da wir aber schon auf Wolke sieben sitzen und uns gedanklich mit der Vergangenheit befassen, bekamen wir vor ein paar Tagen Gelegenheit, diesen ganz echten, brandenburgischen Landregenbogen zu fotografieren. Dann dachten wir an einen ganz, ganz dicken Haitianer, der längst verstorben ist und der zu seiner Ukulele eben jenen Song gesungen hat, und das auf eine ganz und gar unvergleichliche Art und Weise, sehr berührend.

Und während wir so schwelgen in wohliger Wärme unserer Erinnerungen, fällt uns Jeff Porcaro ein, einer der „drummer´s drummer“ aller Zeiten, viel zu früh gegangen. Aber wir sind nicht jammerig, sondern jam-mig. Interessiert an Jams, an jam sessions mit guten Musikern. Mit solchen, die uns inspirieren, und von denen wir etwas lernen können. Jeff hat viele Standards weltweit gesetzt, in schlagzeugerischer Hinsicht, einer davon nennt sich „Mushanga“ und mit dem befasse ich mich gerade.

Weiterlesen

336/14: Video: Die „Rhythm Section“ ist keine Sekte der Diversifikation, das gemeinsame Ziel muss stimmen!

Trailer of our Workshop for BP and Drummers. Full Book, App and live workshop soon available! Info@
http://hsktrio.com/ or http://www.danielhopf.com/
WS-Topics:
– Groove Construction
– Communication/ Cueing
– Shiftings (Verschieber)
– Metric Modulation
– InBetween Grooves
– Pimp the Section

Die beeindruckende Schlagzeugarbeit von Fabian Koke habe ich schon vorgestellt. Ebenso die Bearbeitung von ernstzunehmender, mannigfaltiger Musik durch das Trio „HSK“ (Hopf, Sand, Koke) aus Osnabrooklyn.

Jetzt haben sich Daniel Hopf (b) und Fabian Koke (dr) zu Wort gemeldet, ein „Interactive Groove Concept“ (IGC) angekündigt und damit einen zielorientierten Workshop für Bassisten und Schlagzeuger als Zusammenarbeitshilfe gemeint. Sagt der Bassist: „Hey, Schlagzeuger, spiel mal dynamischer.“ Sagt der Drummer: „Dynamischer? Ick kann nicht lauter.“ So ähnlich stellen sich die 5.000 Mitglieder der Spezialistengruppe: Musikerwitze auf facebook die Zusammenarbeit der „Rüsemm Seckzion“ (weich gesprochen) vor.

Weiterlesen

317/14: Video: vom 17.03.14: 5/4 tel Groove aus Ralph Humphrey´s „Even In The Odds“

Ralph.Humphrey.five.quarter

Wenn man im Unterricht vom gemeinsamen Räsonieren über vertrackte Drumrhythmen videotische Aufzeichnungen anfertigt, so ist es in Ordnung, wenn man den Schüler dabei ausgiebig anzuschauen berechtigt ist. Er ist das Objekt der Begierde. Bzw. seiner. An laienhaftiger Firmamenz will sich der Betrachter ergötzen. Oder er wünscht, Verbesserungen bzw. Fortschritte anzuschauen. In diesem videotischen Moment bleibt der Schlagzeuglehrer draußen.

 

Weiterlesen