528/18: HIStory: Volker Kriegel & Mild Maniac Orchestra (1976) – Bahia Next Year – „Hallo Volker!“, rufts aus dem Hessischen Rundfunk

Videotipp

Rolf Liebermann Studio – NDR Hamburg 1976 Wolfgang Schlüter (vib) Volker Kriegel (g) Curt Cress (dr) Hans Peter Ströer (b) Nippy Noya (perc) Alan Skidmore (sax) Rainer Brüninghaus (piano) – Gisela, Gewürzgurke gegessen, günstiges Gesöff (Heinz Erhardt): Zum 15. Todes- und 75. Geburtstag erinnert die hr-Bigband an den genialischen Gitarristen, der als Musiker eine ganz eigene Handschrift entwickelte, so wie ihm das bekanntlich auch als Autor und Zeichner gelang. Der Veranstaltungslink ist unten.

Nun ist dank des zuvor hier erschienenen Artikels das Schlagzeug sauber durchgestimmt.

Also anders als es 1976 der Fall war. Scherz. Und Curt Cress benutzte auch nie Jazz Brushes, Besen. Wer räumte schon und fegte auf, seinerzeit, anno zwirn in den Karpaten des Musikalischen? Volker Kriegel, der große deutsche Jazzgitarrist. Er starb viel zu früh.

Er war einer, dem die Leute zuhörten. Das war eine Ausnahme. Wer hörte schon Jazz?

Legenden der Leidenschaft.

Und ein beinahe liebevolles Gedenken an den Großmeister der Jazzgitarre. Nachdem er seit den 1990er Jahren wiederholt an Krebs erkrankt war (u. a. Kehlkopfkrebs) starb Volker Kriegel am 14. Juni 2003 während eines Urlaubsaufenthalts im spanischen San Sebastián an einem Herzinfarkt. Er war noch im Vorjahr mit dem UJRE auf Tournee gegangen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.

Weiterführend
* Veranstaltungslink Hessischer Rundfunk Bigband
* Wikipedia über Volker Kriegel
* Wikipedia über Nippy Noya
* Wikipedia über Curt Cress

Halleluja. Preiset gute Musik und lasst Klingel und Zimbeln erschallen!

(Für Anja)

516/18: Erinnerungen: Jon Hiseman

Drummer 05 (gif) #Animal


United Jazz & Rock Ensemble – Ausgeschlafen (live 1987)

UNITED JAZZ + ROCK ENSEMBLE
Theaterhaus, Stuttgart (Germany) February 28, 1987

Ack van Rooyen (trumpet)
Ian Carr (trumpet)
Johannes Faber (trumpet, flugelhorn)
Albert Mangelsdorff (trombone)
Charlie Mariano (alto sax)
Barbara Thompson (tenor sax, flute)
Wolfgang Dauner (piano, electric piano)
Volker Kriegel (guitar)
Eberhard Weber (bass)
Jon Hiseman (drums)

In memory of
Ian Carr, Volker Kriegel, Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano

Es gab diese durchgeknallten CDs bei 2001, dem Versand mit Sitz in Frankfurt/Main, aber mit so Heftchen. Ich erinnere das noch genau. Ihr auch? Ins Auge stach, nein, ins Ohr dominierte der Drummer: Jon Hiseman. Ein Ausnahmedrummer, flüssig, ätherisch, ganz großes Kino.

Philip John „Jon“ Hiseman (* 21. Juni 1944 in Blackheath, London) ein britischer Rock- und Jazz-Schlagzeuger. Er gilt als eine „Galionsfigur der britischen Szene“. Legendär sind seine bis zu 15 Minuten andauernden Schlagzeugsoli mit einem Doublebassdrumset.

Er selbst sagte über sich: „„Es ist meine persönliche Spielweise, dass ich Jazz- und Rock-Rhythmen miteinander verbinde. Ich spiele nie auf dem Beat, sondern es ist immer eine fließende, schwebende Bewegung in meinen Trommeln.“ – Das ist eine Art Mantra, ein Gebetsbuch, ein unerfülltes.

Jon Hisemann liegt, während wir diese Zeilen verfassen, im Koma und es ist prognostiziert, dass er die nächsten Wochen nicht überleben wird. Ein Gehirntumor bahnt sich seinen Weg. Rücksichtlos. Was bleibt?

Die Spezialistengruppe Musikerwitze auf facebook hat seiner gedacht. Erinnerungen an einen der größten Drummer aller Zeiten. Jon, we love You, peace & respect, Mist, Jon, das Trauern macht einen irgendwie auch ein bisschen ohnmächtig.

Wenn doch die Welt…..

 

511/18: Nachruf: Zum Tode von Jabo! #sessionsorg #domfamularo #interviews


ARTIST SERIES – Clyde Stubblefield & Jabo Starks by Dom Famularo

Clyde & Jabo …..Their music „comes from the heart, feelings, inner soul“! „Gift from God“! This outstanding duo of American funk & blues drummers (James Brown most influential drummers) are legendary artists worldwide at NAMM 2017. Incredible stories….history!! You know where you were yesterday…don’t know where you’ll be tomorrow! The Sessions Panel shares music industry knowledge to musicians across the country! Includes Entertainment Law, Marketing, Networking, Artist Relations & Motivational skills and experiences from professionals and experts who have been „on the road“ and are successful in the industry.

Aus Anlass seines Todes am 1. Mai 2018.

John „Jabo“ Starks * 25. oder 26. Oktober 1938 in Jackson, Clarke County oder Mobile, Alabama; † 1. Mai 2018 in Mobile) war ein US-amerikanischer Funk- und Blues-Schlagzeuger.

Gemeinsam mit Clyde Stubblefield prägte er den Schlagzeug-Groove der James-Brown-Bands und entwickelte den Funk-Stil am Schlagzeug mit. Jabo Starks Schlagzeugspiel lebt in modernen Musikrichtungen wie dem Hip-Hop fort: Mit Clyde Stubblefield zählt er zu den meist gesampelten Schlagzeugern. Zu Stubblefield verband ihn seit ihrer James-Brown-Zeit eine tiefe Freundschaft. Der Rolling Stone listete die beiden gemeinsam auf Rang sechs der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

Wir ordnen unsere Trauer um den herben Verlust und zeigen Dom Famularos Interview aus dem Jahr 2017 mit den beiden Funkateers!

RIP – Jabo, You fonky funk a tear! Our tears dry on their own. <3

Weiterführend

Thanks to Dom Famularo for sharing this wonderful content!
Love & Peace,
Tommy, A Tulip

481/17: Nachruf: Zum Tode von John Blackwell Jr.

John Blackwell Jr. (born September 9, 1973) is an American contemporary R&B, funk, jazz, fusion, and pop drummer, best known for his work with Prince. Most recently, he was a member of D’Angelo’s backing band, The Vanguard. Englische Wikipedia, Stand heute

John Blackwell, ein Ausnahmedrummer, langjähriger Schlagzeuger von Prince, wurde 43 Jahre alt. Er erlag mehreren Gehirntumoren. Ich hatte in der Gruppe immer wieder Genesungswünsche übermittelt und dazu aufgerufen, eine Fundraising-Kampagne zu unterstützen. Mit Blackwell verliert die Musikerwelt einen großartigen Teamplayer von Gottes Gnaden. Blackwell folgt Prince in nur kurzem Abstand nach. Das allein mag Methode sein, aber das ist auch kein Scherz, sondern ein frommer Wunsch.

Die im vorstehenden Absatz gemeinte Gruppe ist die Spezialistengruppe: Musikerwitze, eine Community von rund 25.000 Mitgliedern Stärke, die auf Facebook existiert.

Mit Liebe und Respekt: Ruhe in Frieden, Du Großer unter den Größten!

460/17: Nachruf: Jaki Liebezeit (* 26. Mai 1938 in Dresden, † 22. Januar 2017) war ein deutscher Schlagzeuger.

Jaki Liebezeit (* 26. Mai 1938 in Dresden, † 22. Januar 2017) war ein deutscher Schlagzeuger. Zunächst arbeitete Liebezeit als Jazz-Musiker; unter anderem spielte er in den frühen sechziger Jahren in Barcelona mit dem Pianisten Tete Montoliu und dem Trompeter Chet Baker. Nach der Rückkehr nach Westdeutschland arbeitete er 1966 und 1967 mit dem Manfred-Schoof-Quintett und dem Globe Unity Orchestra im Bereich des freien Jazz. Anschließend gründete er 1968 mit Holger Czukay, Irmin Schmidt und Michael Karoli die Band Can. Jaki Liebezeit spielt ein von ihm selbst modifiziertes Schlagzeug ohne Pedale. Zu seiner rhythmischen Auffassung sagt er: „Du musst monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove.“ Oder wie es der Can-Kollege Holger Czukay formulierte: „Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser.“

Ich bin doch keine Maschine!
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Bin keine Maschine, ich leb‘ von Luft und Fantasie

Es gibt noch so viel außergewöhnliches zu erleben
Die ganze Welt steht mir offen, ich steh‘ wie angewurzelt daneben
Ich liege in Ketten aus
Unausgesprochenen Regeln
Trete auf der Stelle
Aber muss mich frei bewegen

(Nachruf mit Material der deutschen Wikipedia und Tim Bendzko, Song „Keine Maschine.)