579/19 #Nachruf Ginger Baker (* 19. August 1939 in Lewisham, London – † 6. Oktober 2019, London)

Trauerkerze (gif/animiert)

Trauerkerze (gif/animiert)

Peter Edward „Ginger“ Baker (* 19. August 1939 in Lewisham, London) ist ein britischer Schlagzeuger. Den Spitznamen „Ginger“ bekam er wegen seiner roten Haare. – Ginger Baker verstarb heute Morgen am 06. Oktober 2019, wie sein Sohn Kofi Baker via Facebook soeben mitgeteilt hat.

Peter Edward „Ginger“ Baker (* 19. August 1939 in Lewisham, London – gestorben 06.10.2019 lt. Kofi Baker, via Facebook soeben) war ein britischer Schlagzeuger. Den Spitznamen „Ginger“ bekam er wegen seiner roten Haare. Ginger Baker gehörte zweifelsohne zu den profiliertesten, weltberühmten Schlagzeugern aller Zeiten und es ging das Gerücht, er sei das direkte Vorbild für „The Animal“ (Muppet Show) gewesen. Baker spielte in verschiedenen weltberühmt gewordenen Supergroups, darunter sicherlich Cream als die wichtigste.
Seit Jahren gehörte Ginger auf Facebook zu meinen wichtigsten virtuellen Freunden. Ich verliere einen Helden meinen Lebens. Es war nicht anders zu erwarten, in den letzten Tagen häuften sich die Meldungen über das bevorstehende Abtreten.
Ruhe in Frieden, Ginger Baker
Ich liebe und begleite Dich in meinen Gedanken und trauere um Dich.
Love & Light.
Weiterführend

555/19: Nachruf: Hal Blaine (* 5. Februar 1929 in Holyoke, Massachusetts als Chaim Zalmon Belsky; † 11. März 2019)

Trauerkerze (gif/animiert)

Trauerkerze (gif/animiert)


HAL BLAINE (2017) – Legendary drummer (Wrecking Crew & 1000’s songs!)

Hal Blaine (* 5. Februar 1929 in Holyoke, Massachusetts als Chaim Zalmon Belsky; † 11. März 2019) war ein US-amerikanischer Musiker. Blaine arbeitete als Schlagzeuger bei der The Wrecking Crew genannten Gruppe von Studiomusikern und war der am meisten gefragte Sessionmusiker der 1960er-Jahre.

Hal Blaine ist tot. Aus Anlass seines Todes zeige ich ein 2017 mit Dom Famularo (Thanks Dom) geführtes Zwiegespräch zwischen Dom, dem globalen Drumbassador und Hal Blaine über dessen Leben.

Ruhe in Frieden.

Weiterführend

553/19: HIStory: Fanny im Beatclub 1971


Fanny | BC 73 IV Z 1/1 – 1971-11-23

Beatclub hieß die Sendung und insofern passt sie auch zur Kernfokussiererei (gibt es das Wort überhaupt?) dieser Website.

Es ist einem Zufall geschuldet, dass ich heute auf die Band Fanny gestoßen bin, in der June Millington als Sängerin und Gitarristin den Ton angab, ihre Schwester dazu Bass spielt und außerdem eine Art indwändiges Gondwana aus Frauenspersonen die Rockmusik revolutionierte. Mit Erfolg. Hießen vorher die Bands aus Frauen beispielweise Goldie & The Gingerbreads, so feierte man Fanny schließlich als Godmothers of Chick Rock. Wunderbare Band.

Hier ein Fernsehmitschnitt, auch Footagematerial. Macht Spaß. Bluescreen: Kennt man ja von Windows, wenn alles zusammenbricht.

Ich mag es gern, aber bis heute war mir Fanny tatsächlich entfallen. Man wird eben auch nicht jünger.

Weiterführend

* Fanny Fanny: Wissenswertes aus Enzyklopädia
* Fanny Fanny: Die Website

550/19: Erinnerungen: Wir können Helden sein für einen Tag. Andere sind es für immer! – Erinnerungen an einen Working Class Hero

John Winston Lennon - We Can Be Heroes #TTT #Tulipstagram

John Winston Lennon – We Can Be Heroes #TTT #Tulipstagram


Working Class Hero – John Lennon/Plastic Ono Band

One of the main reasons to get on stage is it‘s the quickest way to making sexual contact. (John W. Lennon, 1975, Interview, about Groupies, they called ‚Slacks‘ round Liverpool)

Was macht nur das Lebensalter mit einem?

Während wir uns die Welt rechtzeitig schon früh zurechtlegen, um überhaupt zu überleben, werden wir geprägt und von unseren Eindrücken vereinnahmt. Das nennen wir später Erfahrung, obwohl es hie und da auch Vorurteile sind, inzwischen. Manches wird sich später noch ändern, so lange wir leben. Anderes ändert sich nie wieder, wir sind also früher tot. Später gesellen sich nämlich zu den Eindrücken Zweitdrücke. Richtig. Wir lernen nie aus. Wir nennen unsere Sammlung bedeutender Klavierstücke ab heute Platt-Etüden: Weil es noch Schallplatten sind.  Genug mit Plattitüden. Wenden wir uns unserer Plattensammlung zu.

Man lebt nicht vom Brot allein. Hinzu kommt Gevatter Tod. 1980 wurde John Winston Lennon erschossen. Ich erinnere die Todesnachricht als dubios ungenaues „Irgendwas mit Beatles“. Ich hatte das rote Doppelalbum 1962-1966 und das blaue 1967-1980. Es ist unmöglich, mit vier Schallplatten aus Vinyl (meine derzeitige Band heißt so: #Vinÿl) den musikalischen Radius der besten Band aller Zeiten abzubilden. Da ist mehr als Radius, das ist schon Sirius. Ist die Reise vorbei, sind wir zwei allein im Sirius (Spliff). „Band On The Run“ hieß von Paul McCartney die Platte für die Brausetabletten, die damals extra für die Aufnahmen aufgelöste Band namens Wings. Strings get Wings und Red Bull verleiht Flügel. Pechstein.

Mein Verhältnis zu John Winston Lennon hat sich zwischen früher (siehe oben) und heute verändert. Tittenhurst Park habe ich mir als Refugium gemerkt und John Lennon, als Zeichen meiner persönlichen Gnade, in meinem überheblichen Hochmut aus Nichtwissen, ist längst in die Reihe meiner persönlichen Helden aufgestiegen. Später John Winston namens Lennon. Just another Lemontree. Waterlennon Man. Und David Bowie. Treffen sich John und David in New York und jetzt im Rock`n-Roll-Himmel der Eifersucht (Jealous Sky). Buddy Rich ist da und John Henry Bonham auch. In Stücken eines John Lennon spielen Drums keine große Rolle, lediglich nur einen großartigen Song zu unterstützen und zu begleiten. Lennons Formel: „A great song is a great song“, das Interview ist verlinkt.

Um John Lennon zu verstehen, muss man älter werden und reifer. Manche werden nie erwachsen und argumentieren in ihren Erinnerungen sich suhlend. Dabei müssen wir die Gegenwart häufig erst freilegen. Sie ist von Gestrigen belastet. Neulich sagte jemand, Yoko Ono sei doch die, die die Beatles auseinander gebracht habe. Es ist sinnlos, Menschen etwas beizubringen zu wollen. Sollen sie Scheiß von früher glauben. Was geschieht mit den Juden? Es macht mir Angst und ich bin bange: Man muss älter und reifer werden. Hey Jude: Es muss Wissen hinzukommen. Sonst geht die Menschheit trotz Bach unter. Der Krieg ist vorbei. Die Juden sind Leidensgenossen. wie wir, aber „War is over: Wenn Du es willst.“ – Der Krieg in Dir gebiert sich aus Aggressivität zu Besitz ergreifender Sexualität. Wir müssen endlich umfassend lieben lernen. Sexualität ist ein Perpetuum mobile der ersten Lebenshälfte, bumsen bumsen bumsen. Apropos Triebfeder Sex oder wie es im Tennis heißen würde: Trieb Roger Federer Sex? David Bowie hatte ihn wohlweislich. John Lennon auch. Ich schreib jetzt nichts. Zu privat. Übers Ficken schreiben treibt immer die Auflagen hoch und noch so manches andere.

Im Song Working Class Hero braucht John Lennon nicht mal einen Drummer. Das ist ja entsetzlich, scheint es mir, dass dieser Song so und wie gut der ist…

Ich bin erst mal gedanklich weg. Irgendwas mit Beatles.

Weiterführend

* Love is the Answer: John Lennon im Interview: Ausführlichst.

545/19: Video: Schiller w/ Jaki Liebezeit (Can) – R.I.P. Jaki Liebezeit, we miss You!


schiller w/ jaki liebezeit (can) | studiosession berlin

SCHILLER official – Am 21.11.2010 veröffentlicht
jaki liebezeit (can) and christopher von deylen (schiller) meet for a studiosession in berlin | 2009 | http://www.schillermusik.de | taken from ‚atemlos‘

Christopher von Deylen (Projekt Schiller) und Jaki Liebezeit (Dr, ex-Can) treffen sich im Jahr 2009 im Studio in Berlin, um sich gemeinsam elektronisch einzugrooven. Nicht ganz elektronisch. Jaki trommelt traditionell. Oder doch nicht traditionell? Nun, findet es selbst heraus. Das Meditative am wiederkehrenden nicht-Loopen (also drag & drop, copy & paste) vermittels handgemachter Musik, die wie loopartig daherkommen, und um es für Fischliebhaber griffig zu formulieren: Loop de Mehr!

Force de Frappe, Bumms de Klatsch, tschakka dong, plürz.

In den letzten 20 Jahren spielte Liebezeit das Drumset ohne Bassdrum und Hi-Hat. „Ich habe die Bassdrum und Hi-Hat abgeschafft, weil ich nicht mehr den üblichen Rockstil spielen wollte.“ Zu seiner rhythmischen Auffassung sagte er: „Du musst monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove.“ Can-Kollege Holger Czukay formulierte: „Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser.“

Die unglaublich gute Kurzgeschichte von der audiophilen Schillerlocke von Deylen. They had a fucking good liebezeit.

Yeah. Tago Mago 4ever.

Weiterführend

* Zu Ehren von Jaki Liebezeit trafen sich in Köln Freunde und Weggefährten ihm zu Ehren

544/19: Video: JAKI LIEBEZEIT – a Tribute Full Concert (VÖ: 22.01.19) – Sendedauer 1:53 (hh:mm) via #youtube


JAKI LIEBEZEIT – a Tribute: Full Concert 22.01.2018 Philharmonie Köln

„JAKI LIEBEZEIT – a Tribute“ Philharmonie Köln, 22. Januar 2018

Drums Off Chaos:
Reiner Linke drums
Maf Retter drums
Manos Tsangaris drums

Drums Off Chaos:
w/Dominik von Senger git
w/Rosko Gee b
w/Jochen Irmler keys

Manfred Schoof tp, flh
Gerd Dudek ts
Helmut Zerlett p
Rosko Gee b

Drums Off Chaos
w/ Baba Zula
w/ Murat Ertel voc, saz
w/ Levent Akman perc

Pi-hsien Chen p

Jah Wobble b
Marc Layton-Bennett drums

Irmin Schmidt p
René Tinner sound design

Jono Podmore electr
Ian Tregoning electr

Robert Coyne voc, git
Aglaja Camphausen vc
Werner Steinhauser drums

Drums Off Chaos
w/ Damo Suzuki
voc w/ Michael Rother
git w/ Dominik von Senger
git w/ Helmut Zerlett keys
w/ Rosko Gee b

Gianna Nannini voc
Hans „Bäär“ Maahn b
Rüdiger Elze git
Helmut Zerlett keys
Ralf Gustke drums

Idee und Konzeption: Birgit Berger, Reiner Linke, Hans Maahn, Reiner Michalke, Maf Retter und Manos Tsangaris
Eine Veranstaltung des Europäischen Zentrums für Jazz und Aktuelle Musik im Stadtgarten Köln.
© ? 2019 Initiative Kölner Jazz Haus e.V. & klangmalerei.tv GmbH www.klangmalerei.tv

Jaki Liebezeit starb am 22.01.2017 in einem Krankenhaus in Köln an einer Lungenentzündung und wurde am 6. Februar 2017 auf dem Zentralfriedhof Melaten beigesetzt. Das Grab befindet sich im Flurstück „T“ (wie Tulip). Ein Jahr später am 22. Januar 2018 fand in der Kölner Philharmonie ein Gedenkkonzert „Jaki Liebezeit – A Tribute“ statt. Von diesem Konzert seht Ihr den weitgehend ungekürzten Mitschnitt in der Fassung vom 22.01.2019.

Ideen wie jene der Mitstreiter um Jaki Liebzeit, alles schriftlich Notierte hinter sich zu lassen und stattdessen mit Menschen gemeinsam in Interaktion des Musizierens zu treten, um einer drohenden Vereinsamung beim Musik machen aus Gründen fortschreitender Digitalisierung entkommen zu können, sind an diesem Abend übersichtlich, ja überzeugend zusammengestellt. So wie Can Ende der Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begannen. Heute – im Jahre 2019 – schauen wir mit etwas Wehmut auf diese Zeit zurück. Auf den Spuren des Can-Schlagzeugers Jaki Liebezeit stoßen wir die Erinnerungsfenster der Wahrnehmung als Pforten zum musikalischen inneren Ich auf, es gab eine Zeit, in der nur gemeinsam miteinander musiziert wurde und autokratische Herrschaftsstrukturen in der Musik zu unterbleiben hatten. Heute ist es vielfach anders. Alles ist zuverlässig und übersichtlich in vorgefertigte Backförmchen eingeteilt, übersichtlich vorstrukturiert und „patternwise“ abrufbar, damit wir uns rechtzeitig vorher auch die BPM einstellen können. Die Frage ist: Was haben wir gewonnen? Antwort: Ganz viel an irren Möglichkeiten. Wir haben die Tonstudios weltweit abgeschafft und damit den Prozess des Musikmachens demokratisiert. Aber nutzen wir sie auch bestmöglich? Und lohnt es sich überhaupt, noch zuzuhören? Wir bleiben nachdenklich zurück. Aber ist ja auch unwichtig. Erstmal: Ruhe in Frieden, Jaki Liebezeit.

Weiterführend

(Danke, Dave Kobrehel. Danke, Michael Rother.)

542/19: Gestorben: Ted McKenna (10. März 1950 – 19. Januar 2019) – schottischer Drummer

Trauerkerze (gif/animiert)

Trauerkerze (gif/animiert)


Ted Mckenna – Drum Solo @The Citrus Club,Edinburgh 3-5-13

Edward McKenna (10. März 1950 – 19 Januar 2019), war ein schottischer Drummer, der u.a. mit den Bands The Sensational Alex Harvey Band, Rory Gallagher, The Michael Schenker Group spielte. Er tourte mit Ian Gillan 1990. Er unterrichtete lectured in Angewandte Künste in North Glasgow College von 1996–2011.

Genaue Umstände wissen wir nicht, über Facebook war zu lesen:

„Für alle, die ihn liebten, Ted ist diesen Morgen an den Folgen einer Blutung während einer geplanten Operation gestorben. Es war ein unerwarteter Umstand und ein großes chirurgisches Team kämpfte zehn Stunden lang, um ihn zu retten. Unglücklicherweise gab es keine Lösung, um die Blutung zu stoppen und er starb, ohne es überhaupt mitzubekommen. Ich werde ihn so sehr vermissen.“

(Gerry McAvoy via Facebook, Band of Friends)

528/18: HIStory: Volker Kriegel & Mild Maniac Orchestra (1976) – Bahia Next Year – „Hallo Volker!“, rufts aus dem Hessischen Rundfunk

Videotipp

Rolf Liebermann Studio – NDR Hamburg 1976 Wolfgang Schlüter (vib) Volker Kriegel (g) Curt Cress (dr) Hans Peter Ströer (b) Nippy Noya (perc) Alan Skidmore (sax) Rainer Brüninghaus (piano) – Gisela, Gewürzgurke gegessen, günstiges Gesöff (Heinz Erhardt): Zum 15. Todes- und 75. Geburtstag erinnert die hr-Bigband an den genialischen Gitarristen, der als Musiker eine ganz eigene Handschrift entwickelte, so wie ihm das bekanntlich auch als Autor und Zeichner gelang. Der Veranstaltungslink ist unten.

Nun ist dank des zuvor hier erschienenen Artikels das Schlagzeug sauber durchgestimmt.

Also anders als es 1976 der Fall war. Scherz. Und Curt Cress benutzte auch nie Jazz Brushes, Besen. Wer räumte schon und fegte auf, seinerzeit, anno zwirn in den Karpaten des Musikalischen? Volker Kriegel, der große deutsche Jazzgitarrist. Er starb viel zu früh.

Er war einer, dem die Leute zuhörten. Das war eine Ausnahme. Wer hörte schon Jazz?

Legenden der Leidenschaft.

Und ein beinahe liebevolles Gedenken an den Großmeister der Jazzgitarre. Nachdem er seit den 1990er Jahren wiederholt an Krebs erkrankt war (u. a. Kehlkopfkrebs) starb Volker Kriegel am 14. Juni 2003 während eines Urlaubsaufenthalts im spanischen San Sebastián an einem Herzinfarkt. Er war noch im Vorjahr mit dem UJRE auf Tournee gegangen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.

Weiterführend
* Veranstaltungslink Hessischer Rundfunk Bigband
* Wikipedia über Volker Kriegel
* Wikipedia über Nippy Noya
* Wikipedia über Curt Cress

Halleluja. Preiset gute Musik und lasst Klingel und Zimbeln erschallen!

(Für Anja)

516/18: Erinnerungen: Jon Hiseman

Drummer 05 (gif) #Animal


United Jazz & Rock Ensemble – Ausgeschlafen (live 1987)

UNITED JAZZ + ROCK ENSEMBLE
Theaterhaus, Stuttgart (Germany) February 28, 1987

Ack van Rooyen (trumpet)
Ian Carr (trumpet)
Johannes Faber (trumpet, flugelhorn)
Albert Mangelsdorff (trombone)
Charlie Mariano (alto sax)
Barbara Thompson (tenor sax, flute)
Wolfgang Dauner (piano, electric piano)
Volker Kriegel (guitar)
Eberhard Weber (bass)
Jon Hiseman (drums)

In memory of
Ian Carr, Volker Kriegel, Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano

Es gab diese durchgeknallten CDs bei 2001, dem Versand mit Sitz in Frankfurt/Main, aber mit so Heftchen. Ich erinnere das noch genau. Ihr auch? Ins Auge stach, nein, ins Ohr dominierte der Drummer: Jon Hiseman. Ein Ausnahmedrummer, flüssig, ätherisch, ganz großes Kino.

Philip John „Jon“ Hiseman (* 21. Juni 1944 in Blackheath, London) ein britischer Rock- und Jazz-Schlagzeuger. Er gilt als eine „Galionsfigur der britischen Szene“. Legendär sind seine bis zu 15 Minuten andauernden Schlagzeugsoli mit einem Doublebassdrumset.

Er selbst sagte über sich: „„Es ist meine persönliche Spielweise, dass ich Jazz- und Rock-Rhythmen miteinander verbinde. Ich spiele nie auf dem Beat, sondern es ist immer eine fließende, schwebende Bewegung in meinen Trommeln.“ – Das ist eine Art Mantra, ein Gebetsbuch, ein unerfülltes.

Jon Hisemann liegt, während wir diese Zeilen verfassen, im Koma und es ist prognostiziert, dass er die nächsten Wochen nicht überleben wird. Ein Gehirntumor bahnt sich seinen Weg. Rücksichtlos. Was bleibt?

Die Spezialistengruppe Musikerwitze auf facebook hat seiner gedacht. Erinnerungen an einen der größten Drummer aller Zeiten. Jon, we love You, peace & respect, Mist, Jon, das Trauern macht einen irgendwie auch ein bisschen ohnmächtig.

Wenn doch die Welt…..

 

511/18: Nachruf: Zum Tode von Jabo! #sessionsorg #domfamularo #interviews


ARTIST SERIES – Clyde Stubblefield & Jabo Starks by Dom Famularo

Clyde & Jabo …..Their music „comes from the heart, feelings, inner soul“! „Gift from God“! This outstanding duo of American funk & blues drummers (James Brown most influential drummers) are legendary artists worldwide at NAMM 2017. Incredible stories….history!! You know where you were yesterday…don’t know where you’ll be tomorrow! The Sessions Panel shares music industry knowledge to musicians across the country! Includes Entertainment Law, Marketing, Networking, Artist Relations & Motivational skills and experiences from professionals and experts who have been „on the road“ and are successful in the industry.

Aus Anlass seines Todes am 1. Mai 2018.

John „Jabo“ Starks * 25. oder 26. Oktober 1938 in Jackson, Clarke County oder Mobile, Alabama; † 1. Mai 2018 in Mobile) war ein US-amerikanischer Funk- und Blues-Schlagzeuger.

Gemeinsam mit Clyde Stubblefield prägte er den Schlagzeug-Groove der James-Brown-Bands und entwickelte den Funk-Stil am Schlagzeug mit. Jabo Starks Schlagzeugspiel lebt in modernen Musikrichtungen wie dem Hip-Hop fort: Mit Clyde Stubblefield zählt er zu den meist gesampelten Schlagzeugern. Zu Stubblefield verband ihn seit ihrer James-Brown-Zeit eine tiefe Freundschaft. Der Rolling Stone listete die beiden gemeinsam auf Rang sechs der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

Wir ordnen unsere Trauer um den herben Verlust und zeigen Dom Famularos Interview aus dem Jahr 2017 mit den beiden Funkateers!

RIP – Jabo, You fonky funk a tear! Our tears dry on their own. <3

Weiterführend

Thanks to Dom Famularo for sharing this wonderful content!
Love & Peace,
Tommy, A Tulip

481/17: Nachruf: Zum Tode von John Blackwell Jr.

John Blackwell Jr. (born September 9, 1973) is an American contemporary R&B, funk, jazz, fusion, and pop drummer, best known for his work with Prince. Most recently, he was a member of D’Angelo’s backing band, The Vanguard. Englische Wikipedia, Stand heute

John Blackwell, ein Ausnahmedrummer, langjähriger Schlagzeuger von Prince, wurde 43 Jahre alt. Er erlag mehreren Gehirntumoren. Ich hatte in der Gruppe immer wieder Genesungswünsche übermittelt und dazu aufgerufen, eine Fundraising-Kampagne zu unterstützen. Mit Blackwell verliert die Musikerwelt einen großartigen Teamplayer von Gottes Gnaden. Blackwell folgt Prince in nur kurzem Abstand nach. Das allein mag Methode sein, aber das ist auch kein Scherz, sondern ein frommer Wunsch.

Die im vorstehenden Absatz gemeinte Gruppe ist die Spezialistengruppe: Musikerwitze, eine Community von rund 25.000 Mitgliedern Stärke, die auf Facebook existiert.

Mit Liebe und Respekt: Ruhe in Frieden, Du Großer unter den Größten!

460/17: Nachruf: Jaki Liebezeit (* 26. Mai 1938 in Dresden, † 22. Januar 2017) war ein deutscher Schlagzeuger.

Jaki Liebezeit (* 26. Mai 1938 in Dresden, † 22. Januar 2017) war ein deutscher Schlagzeuger. Zunächst arbeitete Liebezeit als Jazz-Musiker; unter anderem spielte er in den frühen sechziger Jahren in Barcelona mit dem Pianisten Tete Montoliu und dem Trompeter Chet Baker. Nach der Rückkehr nach Westdeutschland arbeitete er 1966 und 1967 mit dem Manfred-Schoof-Quintett und dem Globe Unity Orchestra im Bereich des freien Jazz. Anschließend gründete er 1968 mit Holger Czukay, Irmin Schmidt und Michael Karoli die Band Can. Jaki Liebezeit spielt ein von ihm selbst modifiziertes Schlagzeug ohne Pedale. Zu seiner rhythmischen Auffassung sagt er: „Du musst monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove.“ Oder wie es der Can-Kollege Holger Czukay formulierte: „Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser.“

Ich bin doch keine Maschine!
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Bin keine Maschine, ich leb‘ von Luft und Fantasie

Es gibt noch so viel außergewöhnliches zu erleben
Die ganze Welt steht mir offen, ich steh‘ wie angewurzelt daneben
Ich liege in Ketten aus
Unausgesprochenen Regeln
Trete auf der Stelle
Aber muss mich frei bewegen

(Nachruf mit Material der deutschen Wikipedia und Tim Bendzko, Song „Keine Maschine.)