478/17: Aufnahmen: Es ist ein Lachen zu verkaufen.

P/Kb: Ittai
G: Karl
B: Christian
Dr.: Tommy

Veröffentlichungsdatum:
9 Juni 2017

Man sagt, es heiße Proberaum, weil so ein Raum zum Proben da sei. Das stimmt nicht ganz: Denn in Wirklichkeit ist so ein Raum auch eine Art Probierzimmer. In dem der Musiker etwas ausprobiert. Wenn er darf, wenn man ihn lässt. Der Proberaum ist eine Art vorgeschaltetes Geheimvestibül. Ob sich etwas gut anhört oder zum Kotzen ist, kann hier ausprobiert werden. Damit sind eben gerade nicht jene sicheren Augenblicke gemeint, in denen niemand wie sonst an (zu) verabredeten Partituren klebt und der Zeremonienmeister sein Ding (den Taktstock) schwingt und mit gestrengem bling bling (Blick) über die Einhaltung von Spielregeln wacht. Sir ßeimon Rättel beispielsweise. Dieser alte Hippie: Der hat die Haare lang. Und grau.

Wir wissen also nun, dass der Proberaum auch eine Art Illuminatenkammer für ganz außergewöhnliche Ideen ist. Hier steht der Fänger im Roggen, der Bauer im Weizen und der Kirkpatrick im Bossa Nova. Schuld ist nur der. Womit wir nun beim Thema sind: Ein Bossa (Chef), einer Nova (Erneuerer). Entweder fügt sich nun zusammen, was zusammengehört. Oder man hört, irgendwas hat gestört. War es ein falsches Cymbal, eine dissonante Elektrolaute, ein basslastige D-Kadenz oder gar eine ganz gewöhnliche, miese kleine Harfennutte?

Antwort: Lächeln lässt sich nicht verkaufen, Man muss schon laut lachen können. Laugh For Sale. Ist das nicht zum Schreien lustig? Nein? Entschuldige Deine Gelangweiltheit.

Das drummatisch dargebotene Jammsessionstück des Tages: Love For Sale. – Nicht das gleichnamige Album von Boney M., auf dem Bobby Farrell in Alufolie-Unterhosen über den ihm zu Füßen liegenden Sängerin mit einer Eisenkette wacht – Dies Plattencover, bitte nicht gleich downloaden, auch wenn ein großes Poster beiliegt.

Verwechslungsgefahr gebannt: Dieser Drops wäre nun gelutscht.

Viel Spaß.

Jazzprobe: Im Quintett hat das Proben andere Qualitäten – und Vielfalt statt Einfalt

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In der Jazzmusik-Probe im Quintett hat das Üben andere Prioritäten, als -wie unlängst berichtet- im Trio. Dabei sind Sängerin, Saxophonist, Pianist, Kontrabassist und Schlagzeuger. Die Probe beginnt gleich mit einem Kontrollhören einer Bearbeitung von ‚A night in Tunesia‘ (Dizzy Gillespie), die der Jazzposaunist Peter Herbolzheimer aufgesetzt hat. Der Groove ist eher ein Jazzrock-Groove im middle-Tempo. Spass machen insbesondere die I-Tüpfelchen der eingesetzten Bläser. Sie kommt punktiert, also vor einer gedachten Eins. Das hier gezeigte Video zeigt die Sängerin Chaka Khan mit den Jungs von Peter Herbolzheimer in andere widerum gänzlich anders ausnotierten Version des Jazzklassikers. Aber so ähnlich kann man sich das vorstellen, es sozusagen bigbandmässig aufzubauen. Nur hat ein Quintett eben kein „grosses Besteck“ aufzufahren, es sind vier Instrumente. Also muss die Big-Band-Idee wieder abgespeckt werden. Aber der Weg zählt. Das Stück in diese Richtung zu „vergrooven“, das macht Sinn.

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Jazzprobe – Was festzuhalten ist…von einer Quintett-Probe mit dreien von fünf

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“ Schwierig ist die Abgrenzung der Begriffe „Terzett“ und „Trio“, auch wenn die Begriffe häufig gleichbedeutend für beides verwendet werden:

  • eine Gruppe von drei einzelnen Ausführenden heißt eher „Trio“, besonders im rein instrumentalen Bereich;
  • handelt es sich um drei identische Instrumente, ist allerdings wieder eher von „Terzett“ die Rede;
  • drei von weiteren Instrumenten begleitete Vokalsolisten heißen in jedem Falle „Terzett“;
  • ein Stück für drei deutlich verschiedene Instrumente wird eher „Trio“ genannt.“   (Quelle: wikipedia zu Terzett)

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Die Jazzprobe erfolgte in Trio-Besetzung: drums, piano und (upright) bass. Geprobt wird ohne Sängerin und Holzbläser (Sax). Es ist also eine Instrumental-Probe, die Musikusse haben Platz zum Üben ihrer Instrumente im Dreiklang, weil zwei (weitere) Mitmusiker nicht da sind. Die Arbeitsatmosphäre ist gut. Ein paar Dinge muss ich notieren. Es sind folgende Fragen, die ich heute festhalten werde, zwecks Besprechung mit meinem Drumcoach:

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This nice bossa nova thing…a brasilian style

I had been on twitter, because a nice guy posted a tiny url to a video on youtube. And when I saw the clip, it was Cannonball Adderly with his sextet, playin a nice jazzsuite. Every video on youtube belongs to relations to other clips with similar content. The relation was ‚Cannonball Adderly‘, who was a famous sax-player, and suddenly there was this really nice black/white film for the ‚Bossa Nova Nemo‘. And I remembered some drum lessons with my drumteacher Sabine, doin´the Bossa Nova. What nice piece of music. See and listen:

Quelle: youtube – Nat Adderley, Yusef Lateef, Joe Zawinul, Sam Jones, Louis Hayes from Oscar Brown Jr’s Jazz Scene

I can recommend, to play the Bossa Nova, it´s such a cute music style. Find out, where You can find playalongs. In Berlin you can find good playalongs with that stuff here. Something makes me wondering: In such a big town like Berlin it´s not so easy to find jazz musicians and instruments like accoustic, upright bass, horns and so on to do stuff like this. Jazz is another dimension of making music in Berlin. The whole scene in internet and in magazines seems to be a hardrock, rock and popmusic-related music scene. To much rock´n roll and -sorry- not enough relations to jazz musicians. Maybe they are orientated on other kind of relations, who knows more about it?