Das mache ich nicht häufig: Doch heute möchte ich Berthold Möller empfehlen. Der Mann ist eigentlich Schlagzeuger, schreibt aber auch regelmäßig für das Magazin Drum-Heads. Einen Link zur Zeitschrift findet ihr unten rechts. In der aktuellen Ausgabe 4/10 schreibt Berthold Möller sowas von kenntnisreich, lesenswert geschrieben, dass es einem Schlagzeuger aus den Mundwinkeln läuft. Die von uns gegründete facebook-Spezialistengruppe: Musikerwitze hat dazu auch den passenden Witz parat, er geht so: Ach was, ich finde ihn gerade nicht, wer der facebookGruppe “Spezialistengruppe: Musikerwitze” beitritt, kann ihn selbst suchen, und dann behalten. Ach so, für Internetnutzer: Den Artikel kann man nur lesen, wenn man die aktuelle Zeitung kauft (so wie früher, wisst Ihr noch?). Der Redaktion von drumheads muss man ins Rudimental-Buch schreiben: Bitte mehr von solchen kenntnisreichen Artikeln!
Bleibt nur zu hoffen, dass bei drumheads nicht schon wieder ein Chefredakteurs-Wechsel ansteht. Schon sind die ersten Editorials wieder doppelt besetzt. Meiner Meinung nach macht Manuela Müller einen guten Job. Wer was anderes behauptet, bekommt eine 32-stel um die Ohren, aber punktiert!
Angezeigt wurden die Blech- und Holzbläser der Stadt bei der Polizei von Nachbarn: wegen groben Unfugs, Lärm im Außenbereich. Währenddessen sinnierten die famous, xtraordinary blackbirds.tv darüber nach, was sie solchen Bläsern anbieten könnten, um nur erst einmal auf einen kleinsten, gemeinsamen Nenner zu gelangen?
Von der Sache her kein PlayAlong, sondern ein PlayAlone, also als Schnitzel gut durch ”well done” und ungeeignet, es noch mit weiteren Instrumenten zu ergänzen, verfeinern oder gar verbessern zu wollen… (Drummer Tommy zum nachfolgenden Stück Audioschnitzel)
Okay, wir geben zu, dass so ein saftiges Wiener Schnitzel (mit Zitrone und Petersilie, beides unverzichtbar) nicht jedermanns Sache sein muss. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das dürfte auch für das weitere Stück Soundschnitzel gelten, das hier zum Zwecke ordnungsgemäßer Berichterstattung über den Alltag aufgeführt ist.
In der Disco spiel’n sie Spliffco
und deshalb geh ich manchmal hin.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Überall wird rumerzählt
daß hier die Frauen sind.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Die Büffel stehen an der Bar
anderBaranderBarwarumstehndieda ?
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
(Spliff “Das Blech)
Blechbläser aufgepasst: Man weiß ja, es ist schwer, eine gute Band zu finden, mit der man regelmäßig proben kann. Eine Vielzahl von Gründen spricht für oder gegen die regelmäßige, feste Mitarbeit in einer Band. Das haben sich die famous, xtraordinary restbirds.tv (vier von sechs blackbirds.tv, daher rest…) zu eigen gemacht und darüber nachgedacht, wie Berlin-Brandenburgs Bläsernachwuchs animiert werden kann, eine feste Bandmitgliedschaft zu erwägen. Und hier kommt jetzt die Lösung.
Manchmal kreist alles nur um eins. In diesem Fall nur um eine kontinuierlich getretene 4/4-tel-Hihat, die durchläuft, wie nichts anderes durchläuft. Drum rum drapiert man so Schläge, irgendein festes Ding, das immer wiederkehrt. Und so was ist es dann geworden. Eine Session mit Gitarre, Bass, Percussion und Drums. 11:39 Minuten lang, und ich finde, ganz nett anzuhören.
Natürlich lediglich nur zu Schulungszwecken für die Berliner Drumgemeinde erfolgt die Einstellung eines dafür gemachten Videos. Herausgeber ist die Funkfraktion der Berliner Band Rupert’s Kitchen Orchestra. Drummer Andi übt “den Funk” zu spielen. Allerdings ist anzumerken, dass er das eigentlich schon gut kann, oder?
Am 20.04.2010 war Flo als Gast bei uns und wir spielten mit ihm ein paar Jam Sessions. Die Frage, ob Flo als Sänger und (additional) Keyboarder bei uns einsteigt, kann ich noch nicht beantworten. Denn die anderen Mitmusiker dürfen dazu ebenfalls “ihren Senf” beisteuern, meinungsmäßig.
Die Mitschnitte sind “direkt aus dem Leben gegriffen”, wer Fehler findet, darf sie behalten. Wir müssen jetzt überlegen.
Die Sache läuft so: Vom PC wird ein Sample eingespielt, das geloopt ist. Es läuft gebetsmühlenartig immer weiter. Die Musiker steigen drauf ein und machen was draus. Ist sehr experimentell, hört man ja…., und läuft alles über einen einzigen Akkord, D, inspiriert ist das Dingsbums von dem Song Norwegian Wood (Beatles), auch wenn es Uneingeweihte nicht unbedingt hören.
Zwischendurch kommen einzelne Musiker auch mal aus dem Takt, den Schlagzeuger eingeschlossen, nein, sie werden regelrecht rausgeworfen. Das Sample muss man laut genug anmachen, damit er von allen gut gehört wird. Erst war er zu laut, und dann -offenbar- zu leise. Macht nüscht: das war die erste Übung mit dem Stück. Es lebe das Dilettantentum. Weitere Probierversuche werden folgen. Denn dazu macht das Dingsbums zu viel Spaß. Omh!
Shakes & Waves – José J. Cortijo on Meinl Percussions (via Youtube)
Cortijo @facebook - comments
Gerade gesehen. Sehr schönes HowTo nach dem Motto: So geht’s. Es gilt der Schlachtruf: “Let’s get ready to jungle(drumming).”
Für Kai: Jetzt brauchst du nur noch einen Samplerecorder, der diese selbst eingespielten Grooves aufnimmt, damit man sie loopen kann. Immer vier Takte, dann übereinander legen und die alten weiter abspielen. Am Ende ein ganzes Percussionorchester. Und wenn mal zufällig bisschen Platz ist, darf der Schlagzeuger noch was dazu spielen.
Ghost Notes (Geisternoten) spielen, das ist so eine Art Königsdisziplin für den interdisziplinären Drummer, schönes Wort, oder? Tschuldigung dafür. In der Sache geht es darum, den Groove zu spielen in einer straighen Time, also durchweg, durch die Bank, gerade aus und hopp, los. Also nehmen wir uns die Hi-Hat, das sind die Zischdeckel, die Meister Lehrmann aus Halberstadt Berlin für so wesentlich hält, dass alles dahinter zurücktritt und an Wichtigkeit verliert. Nein, die Hi-Hat muss grooven, das ist die halbe Miete. Die andere Hälfte der Miete sind dann -ach ja- die Ghost Notes, die auf der Snare ausgeführt werden.
Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.
Immer noch im Proberaum. Immer noch mit Berni (g.), Kai (perc.) und Gast Werner (bass) beim drummen (ich). Werner spielt ein Bass-Solo, taut langsam auf. Gut so. Ist ein kleiner Ausschnitt, aber ich finde, er macht es gut, und man kann es gut anhören.
Musiker finden: das ist so eine Sache. Geplant ist etwas Konkretes. Wir, das sind ein Schlagzeuger (ich), Berni spielt Gitarre und Kai Percussion. Wir haben inseriert nach einem Bassisten. Es hieß, wir würden aber auch einen Keyboarder nicht von der Bandkante stoßen. Sänger oder Sängerin? Später. Wenn sich jetzt jemand meldet, gern. Aber bis dahin: erst einmal eine Art Kernmannschaft aufstellen.
Claudio Cordero – Psychoswing -2006-(via Youtube/facebook – thanks, User Rush)
“There is two kinds of music the good and bad. I play the good kind” (Louis Armstrong)
Es gibt alle möglichen Arten von guter Musik. Das ist eine Binsenweisheit. Schade nur, dass es in Berlin kaum Bands gibt, die illustre Musikerpersönlichkeiten vorzuweisen haben. Zu Musikern, wie sie noch zu suchen sind, gehört beispielsweise auch die Kaste der Gitarrenhelden. Heiß: In diesem Fall aus Santiago de Chili.
Gähn. Ich finde, Michael Jackson (R.I.P.) hat sich um die Popmusik in besonderer Weise verdient gemacht. Viele seiner Songs sind einfach nur atemberaubend. Allerdings ist dieses Wissen bis vor kurzem bei mir verschütt gewesen. Ich erinnerte mich nicht mehr daran. Bekannt ist, aus welchem Grund ich 2009 wieder besonders intensiv an Michael Jackson gedacht habe. Die Tatsache, dass der Tod dieses Ausnahmemusikers Menschen weltweit dazu animiert, große Flashmobs zu veranstalten, beweist die gute Tanzbarkeit seiner Stücke. Die Musik von MJ musste tanzbar sein, denn MJ wollte tanzen. Das Beste, was Füße zur Musik von MJ tun können, ist tanzen. Warum dann aber Gähn? Ganz einfach: Bis hierher steht hier nichts geschrieben, das zu erwähnen es besonders wert ist. MJ ist einfach weltweit relevantes Kulturgut, und das muss ich bestimmt nicht nochmal schreiben, damit es Gültigkeit erlange.
Das Stück stammt von Horace Silver und heisst “Nica´s Dream”. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.
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(Wie klingt denn das? Hörprobe/Livemitschnitt) – Trio Infernale, Rand einer Wohnzimmerparty (c) living room räckordz, 2010
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Die Sache war nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. In unserer Versuchsanordnung Gitarrist (mit elektr. Verstärkung), Pianist (dito) und Schlagzeuger (ohne, überwiegend BcBooster Set, add: snare, geschlagen mit: Rods, Besen). Musik: all about Jazz, Latin and so on… freestyle inspired by a new soupergroup, mit Verbindungen bis nach Dresden, zumindest gelegentlich, wurde gehört. Ergebnis der Versuchsanordnung: Es gab aus dem Haus keine Beschwerden. Der Grund stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. War’s am Ende nicht so schlecht? Oder sind die Nachbarn bereits ausgezogen? Fest steht: die Party war ein Knaller. Who knows? Wiederholungsfaktor: sehr gern, most wanted.
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(Ausschnitt Probe Januar 2010 – Infant Eyes – Jazzballade)
Ich muss gestehen, das kann ich noch nicht so gut. Denn es ist schwierig. Vom Schlagzeug spielen macht man sich eher so Vorstellungen von harten Holzsticks und vom Herumdiggern auf den Schlagflächen, die uns die Welt bedeuten. Die Jazzballade allerdings würde durch Höhlenlärm wie diesen eher nur gestört werden, massiv gestört. Also geht es darum, Dezenz an den Tag zu legen, bzw. diese herbeizuwischen. Das Ganze erfolgt auf einer handelsüblichen Snare (kleine Konzerttrommel) mit gespanntem Teppich. Wenn wir uns die Snare als Uhr vorstellen, haben wir zwei Jazzbesen in der Hand, wobei wir den rechten Arm an die Position von drei Uhr ansetzen und die linke Hand bei neun Uhr verorten. Linkshänder denken bitte gern anders herum.
Sabine, Schlagzeuglehrerin, sagt: ‘Du musst dir das Wischen einer Jazzballade so vorstellen wie Schwimmbewegungen, nur anders herum. Das ist schon eine entscheidende Erkenntnis für allen Anfang, der zunächst schwierig ist. Denn es geht darum, sich mit den beiden auf dem Teppich herumwischenden Besen nicht ins Gehege zu kommen. Die linke Hand wischt auf der gedachten, hälftigen Unterseite des Kreisrunds Kreise entgegen dem Uhrzeigersinn, während die rechte Hand im oberen Hälftigen dagegen wischt.