567/19: Video: Trio Elf „Elfland“

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Meinl Cymbals – Gerwin Eisenhauer – Trio Elf „Elfland“

Wir sehen ein Artist Spotlight für Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug) aus Regensburg. „Elfland“ heißt das Stück, es wurde von Walter Lang geschrieben, Pianomann des Ausnahmetrios. Das Stück wurde zuerst auf dem 2010 erschienenen Trio Elf Album „Elfland“ für das noch abwesende Publikum auf Tonträgern zu Gehör gebracht. Das Lineup von Trio Elf derzeit: Gerwin Eisenhauer (drums) Walter Lang (piano) Peter Cudek (bass) – Die Musiker touren – by the way – regelmäßig auch in Südamerika.

Der Besenstiel #Stielfragen #TTT #Tulipstagram #Drumsmakewumms

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Große Musik ist nicht Latin oder sogar (nur) Bossa Nova, so wie The Girl From Ipanema, das João Gilberto schrieb, der gestern verstarb. Ruhe in Frieden, Du einer der Weltgrößten der Lateinamerikanischen Musik an und pfirsich. Die größte Musik kommt von innen und auch direkt aus Regensburg, wer hätte das gedacht?, und sie berührt Dich einfach so, mittenrein ins Herz. Blofft. Da isse nu. Wo isse nu?

Plötzlich rollen Dir die Tränen und kullern und Du weißt: So fühlt sich Glück an. Oder tiefste Traurigkeit. Emotionale Berg- und Talfahrten sind auch Ergebnisse bester Musik. Übrigens. Mich haben in den letzten Wochen immer wieder die Tode derjenigen schwermütig gemacht, die ich liebe, liebte und deren Schaffen mich berührt bzw. berührte. Bzw. zum Vergessen, Verzeihen, Verbleiben verführte.

Mein persönliches Musikuniversum ist ein Puzzle aus jeder Art Gebetsteppich, auf dem ich niederknien mag. Eine Art Collage des Weltkulturvermächtnisses infolge des großen Musikgedächtnisses aus à la Herren Länder. Es sind A-Länder und B-Länder, ja hin bis zu Geländern, an denen ich mich fest halten kann. Nun bin ich eingeloggt in meinem musikalischen Geschmack und er ist weiß Gott sehr polyglott. Dort hinein schaffen es die Bedeutsamen, die Raspberrys, Blackberrys, die Blueberrys: Die süßesten Früchte sind nicht immer die besten, aber häufig. Zuweilen sind sie sauer, das tut ihrer Fruchtsüße keinen Abbruch. Ich kann nicht verstehen, warum sich Menschen überhaupt mit Stilfragen aufhalten, das wäre mir zu unbedeutend: Ich höre Rammstein, die Toten Hosen, Benny Greb, Genesis, Pink Floyd, Miles Davis, Frank Zappa, Beach Boys, die Beatles und wenn es sein muss sogar die Rolling Stones. In meinem kleinen Altersheim ist Platz für jeden schlechten Reim. Wie hat es Peter Gabriel auf deutsch gesungen? Und es gilt vor allem für diesen immerwährenden Stilkrieg der Scheinfans, die neben ihrem eigenen Geschmack nichts anders gelten lassen, dabei sind es doch nur Schubladen: Krieg muss man schwänzen: Spiel ohne Grenzen (hier).

Unter anderem deswegen höre ich Trio Elf. Die Band sprengt meine Vorstellungskraft. Danke dafür. Ich habe diesen einen Plan: Let’s celebrate good music on Sundays. Womit wir jetzt beim Kern dessen wären, ohne Blau, Stachel- oder Himbeeren.

Das Trio Elf
www.trioelf.de
Emptiness

Ansonsten
blackbirds.tv zum Tod

Diese Trauerkerze widme ich diesem Ausnahmemusiker aus Brasilien:
João Gilberto (* 10. Juni 1931 als João Gilberto Prado Pereira de Oliveira in Juazeiro, Bahia; † 6. Juli 2019)
Danke, João Gilberto, für all die zutiefst berührende Musik. Ich verneige mich in Traurigkeit.

Trauerkerze (gif/animiert)

Trauerkerze (gif/animiert)

478/17: Aufnahmen: Es ist ein Lachen zu verkaufen.

P/Kb: Ittai
G: Karl
B: Christian
Dr.: Tommy

Veröffentlichungsdatum:
9 Juni 2017

Man sagt, es heiße Proberaum, weil so ein Raum zum Proben da sei. Das stimmt nicht ganz: Denn in Wirklichkeit ist so ein Raum auch eine Art Probierzimmer. In dem der Musiker etwas ausprobiert. Wenn er darf, wenn man ihn lässt. Der Proberaum ist eine Art vorgeschaltetes Geheimvestibül. Ob sich etwas gut anhört oder zum Kotzen ist, kann hier ausprobiert werden. Damit sind eben gerade nicht jene sicheren Augenblicke gemeint, in denen niemand wie sonst an (zu) verabredeten Partituren klebt und der Zeremonienmeister sein Ding (den Taktstock) schwingt und mit gestrengem bling bling (Blick) über die Einhaltung von Spielregeln wacht. Sir ßeimon Rättel beispielsweise. Dieser alte Hippie: Der hat die Haare lang. Und grau.

Wir wissen also nun, dass der Proberaum auch eine Art Illuminatenkammer für ganz außergewöhnliche Ideen ist. Hier steht der Fänger im Roggen, der Bauer im Weizen und der Kirkpatrick im Bossa Nova. Schuld ist nur der. Womit wir nun beim Thema sind: Ein Bossa (Chef), einer Nova (Erneuerer). Entweder fügt sich nun zusammen, was zusammengehört. Oder man hört, irgendwas hat gestört. War es ein falsches Cymbal, eine dissonante Elektrolaute, ein basslastige D-Kadenz oder gar eine ganz gewöhnliche, miese kleine Harfennutte?

Antwort: Lächeln lässt sich nicht verkaufen, Man muss schon laut lachen können. Laugh For Sale. Ist das nicht zum Schreien lustig? Nein? Entschuldige Deine Gelangweiltheit.

Das drummatisch dargebotene Jammsessionstück des Tages: Love For Sale. – Nicht das gleichnamige Album von Boney M., auf dem Bobby Farrell in Alufolie-Unterhosen über den ihm zu Füßen liegenden Sängerin mit einer Eisenkette wacht – Dies Plattencover, bitte nicht gleich downloaden, auch wenn ein großes Poster beiliegt.

Verwechslungsgefahr gebannt: Dieser Drops wäre nun gelutscht.

Viel Spaß.

393/15: Positionen: Was darf guter Musikunterricht eigentlich kosten? Wer lernt Latin heutzutage? Pfff….. #LerntLatin

German.Clave_Banner

So, also die Antwort auf die Ursprungsfrage ist eigentlich ganz einfach: Fange erst einmal kurz mit Bossa Nova an (mid Tempo, bis maximal 120/130). Achte auf die Son Clave. Dann wechselst Du langsam (aber ganz sicher) auf Samba Feel rüber. Hier kannst Du das Tempo beträchtlich anziehen. Wenn Du Samba auf 240 fehlerfrei trommeln kannst, ist es Zeit, sich Stück für Stück an die Metal Clave ranzuwagen. Hier kannst Du noch bis 400 hochziehen, ohne dass einer der Beteiligten das so ganz genau mitbekommt. Und fertig ist der Blastspeed. Die Antwort ist also: Du brauchst gar keinen Unterricht. Du brauchst Geduld. Und Übung. S´is voll primitiv, was?

Die Sache entwickelte sich als Idee, weil jemand um Nachhilfe bat. Er hätte gern sein Speedblastdrumming entscheidend verbessert und dafür gerne Tipps. Er sei bereit, dafür 10,- € Stundenlohn (oder Leidenszulage?) zu entrichten. Nachgedacht: Die Lösung ist einfach. Oben kurz zusammengefasst zur „German Clave“, die wir auch „Full Metal Speedblast-Clave“ nennen können, wenn es uns gefällt.

Die Lösung für alle Heavy-Doom-Metal-Drummer lautet also: Lernt Latin! Der Thread ist hier nachlesbar… – Auch die Spezialistengruppe:Musikerwitze befasste sich mit dem Phänomen.

382/14: Positionen: Soll man Selfies von sich machen oder es bleiben lassen? – Innerer Frieden, Purple Rain und Kommentarpupsen

Videotipp

Videotipp

Du machst von den Möglichkeiten Gebrauch und stellst ein Video aus einer Unterrichtsstunde ins Netz. Die Öffentlichkeit sieht sich das an und kommentiert munter drauf los. Wozu sind diese Kommentare etwas nütze? Eine Auseinandersetzung damit.

Ich habe (wieder einmal) den Fehler begangen, ein Video von mir anzufertigen mit den neuesten technischen Mitteln. Ich benütze manchmal gern die App „Socialcam“. Es ging um die „Garota de Ipanema“, ein Stück bedeutsame Weltgeschichte der internationalen Fahrstuhlmusik. Solch Musik wird gern in Aufzügen seicht geplätschert, während first (Miederwaren) und second (Damenunterwäsche, Bekleidung) floor im Kaufhaus des großartigen Westens angesteuert werden. Es gibt heutzutage zu wenige Conferenciers in den Aufzügen der Kaufhäuser. Dafür gibt es Fahrstuhlmusik. Kürzer: Stuhlmusik.

Das Girl aus Ipanema ist ein Bossa Nova und ein Ohrwurm. Wer das Lied mal gehört hat, vergisst es mit Sicherheit nicht mehr. Die Karotte von Ipanema muss man auch üben, um den Bossa Nova hin zu bekommen. Im Grunde dasselbe Schicksal, wie jedes andere, dämliche Stück der Weltmusikgeschichte. Seit gestern weiß ich auch, dass ein weiteres Stück sich verballhornen lässt: „Sittin On The Cock Of The Gay“ sagen die schwyzerischen Jazzstudenten in Bern, wenn sie nebenbei noch Tanzmucke machen gegen harte Währung. Über weitere Stücke wie dieses will ich gar nicht nachdenken.

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Jazzprobe: Im Quintett hat das Proben andere Qualitäten – und Vielfalt statt Einfalt

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In der Jazzmusik-Probe im Quintett hat das Üben andere Prioritäten, als -wie unlängst berichtet- im Trio. Dabei sind Sängerin, Saxophonist, Pianist, Kontrabassist und Schlagzeuger. Die Probe beginnt gleich mit einem Kontrollhören einer Bearbeitung von ‚A night in Tunesia‘ (Dizzy Gillespie), die der Jazzposaunist Peter Herbolzheimer aufgesetzt hat. Der Groove ist eher ein Jazzrock-Groove im middle-Tempo. Spass machen insbesondere die I-Tüpfelchen der eingesetzten Bläser. Sie kommt punktiert, also vor einer gedachten Eins. Das hier gezeigte Video zeigt die Sängerin Chaka Khan mit den Jungs von Peter Herbolzheimer in andere widerum gänzlich anders ausnotierten Version des Jazzklassikers. Aber so ähnlich kann man sich das vorstellen, es sozusagen bigbandmässig aufzubauen. Nur hat ein Quintett eben kein „grosses Besteck“ aufzufahren, es sind vier Instrumente. Also muss die Big-Band-Idee wieder abgespeckt werden. Aber der Weg zählt. Das Stück in diese Richtung zu „vergrooven“, das macht Sinn.

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Jazzprobe – Was festzuhalten ist…von einer Quintett-Probe mit dreien von fünf

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“ Schwierig ist die Abgrenzung der Begriffe „Terzett“ und „Trio“, auch wenn die Begriffe häufig gleichbedeutend für beides verwendet werden:

  • eine Gruppe von drei einzelnen Ausführenden heißt eher „Trio“, besonders im rein instrumentalen Bereich;
  • handelt es sich um drei identische Instrumente, ist allerdings wieder eher von „Terzett“ die Rede;
  • drei von weiteren Instrumenten begleitete Vokalsolisten heißen in jedem Falle „Terzett“;
  • ein Stück für drei deutlich verschiedene Instrumente wird eher „Trio“ genannt.“   (Quelle: wikipedia zu Terzett)

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Die Jazzprobe erfolgte in Trio-Besetzung: drums, piano und (upright) bass. Geprobt wird ohne Sängerin und Holzbläser (Sax). Es ist also eine Instrumental-Probe, die Musikusse haben Platz zum Üben ihrer Instrumente im Dreiklang, weil zwei (weitere) Mitmusiker nicht da sind. Die Arbeitsatmosphäre ist gut. Ein paar Dinge muss ich notieren. Es sind folgende Fragen, die ich heute festhalten werde, zwecks Besprechung mit meinem Drumcoach:

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This nice bossa nova thing…a brasilian style

I had been on twitter, because a nice guy posted a tiny url to a video on youtube. And when I saw the clip, it was Cannonball Adderly with his sextet, playin a nice jazzsuite. Every video on youtube belongs to relations to other clips with similar content. The relation was ‚Cannonball Adderly‘, who was a famous sax-player, and suddenly there was this really nice black/white film for the ‚Bossa Nova Nemo‘. And I remembered some drum lessons with my drumteacher Sabine, doin´the Bossa Nova. What nice piece of music. See and listen:

Quelle: youtube – Nat Adderley, Yusef Lateef, Joe Zawinul, Sam Jones, Louis Hayes from Oscar Brown Jr’s Jazz Scene

I can recommend, to play the Bossa Nova, it´s such a cute music style. Find out, where You can find playalongs. In Berlin you can find good playalongs with that stuff here. Something makes me wondering: In such a big town like Berlin it´s not so easy to find jazz musicians and instruments like accoustic, upright bass, horns and so on to do stuff like this. Jazz is another dimension of making music in Berlin. The whole scene in internet and in magazines seems to be a hardrock, rock and popmusic-related music scene. To much rock´n roll and -sorry- not enough relations to jazz musicians. Maybe they are orientated on other kind of relations, who knows more about it?