541/19: Kritik: Das Regensburger Drummerweekend vom 11.01. bis 13.01. ist zu Ende – eine Nachbetrachtung meinerseits

Die Music Academy ist lokal nahe am Hauptbahnhof Regensburg in einem ehemaligen, zu ebener Erde gelegenen, liebevoll und historisch korrekt sanierten Lokschuppen untergebracht, so flat gebaut wie Flatrate gedacht, eben rund um die musikalische Feldherrenschaft am eigenen Instrument. Schlagzeug, Piano, Gitarre und paar andere Instrumente werden angeboten, bitte genauer nachschauen, ich bin doch kein Erklärbär.

Für das Schlagzeugspiel am Set zeichnet hier Gerwin ‚Geff‘ Eisenhauer verantwortlich. Nomen est omen, drischt der Mann nicht nur auf Holz der japanischen Pro-Marke „Tama“, sondern auf eiserne Becken aus Gutenstetten. Meinl Cymbals liefert dem beruflichen Eisenhauer das Beckenwerk als wäre es eins des Teufels.

Eisenhauer ist stilistisch wirklich mit allen Wassern gewaschen und gibt den Motown-Abend im Verlauf einer dreitägigen Veranstaltung namens Drummerweekend Regensburg 2019 zum vermutlich dritten Male (ich muss nachfragen) genau so überzeugend und umwerfend wie einen äußerst gewieften drums’n’bass-Schlagzeuger – und das im Kontext eines mehr als umwerfenden eigenen Jazztrios namens Trio Elf. Man weiß nicht genau, wofür das „elf“ steht – steht es im Internet ja für Superlative, das Umwerfende, die Übertreibung, man kann es auch als drölf!! mit vielen Ausrufezeichen noch stärker machen.

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