556/19: Video: Josh Dion ist ein Monster in Paris. Na, das war ja zu erwarten. Nur die Zarten komm in Garten.

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Vic Firth – Am 30.01.2019 veröffentlicht
Vic Firth Artist Josh Dion performs „The Unclean“ by Paris Monster with Geoff Kraly on bass at the 2018 UK Drum Show in Manchester, England.

Gern hab ich die Fraun gekösst…. !!! Gern hab ich die Fraun gekösst …!!! – Du elender Hurensohn: Nimm diesen Stich! Zack! – Ich sterbe!! Oh das hab ich nicht gewollt. – Ich sterbe !!! – Oh, bitte stürbe nicht. – Dohoch! !!! (sinngemäß zitiert: Otto Waalkes, früher, Friesenjung, wohnt gern hintern Deich)

Mein Besuch gestern bei Just Music hatte Gründe: Durch Beratung im Studioland Erkenntnis gewonnen, Drummer brauchen keine Wireless-Sing A Song-Lösungen , Headsets mit Sendestation. Sängerdrummer sitzt hinten wie fleischgewordener Phunk, fett und feist, dicker Groove, geiler Gesang (ggf. Backings), keine Möppen. Was ich meine: Der Drummer sitzt und fuchtelt nicht auf der Bühne herum. Ehrlich: Ich bin kein Sänger. Ich habe die Stimme nie gern benutzt, sie ist zerkratzt. Wenn kein anderer singt, eben ich. Oder ich singe additiv. Mit einem Play Acoustic von TC Electronics seit kurzem sogar mehrstimmig. Singen könnte ich. Dank Technik.

Zweitens ist Josh Dion ein Groover, schlimmer als Edgar Hoover, und der war schon ein Schwein. Dion ist ein Erweckungserlebnis. Was für Keyboards man sich auf den Rücken schnallt? Gar keine: Da käme man ja nicht ran. Es muss eine stabile Saitenlage sein, rechts:  Analog oder digital? Darüber sprach ich mit Philipp Kasiske (Pinterest) bei Just Music. Wir kennen uns seit mehr als fünftausend Jahren (gefühlt): „Analog. Du musst für so was ein fettes analoges Teil benützen.“ Ich schlich mich in die Ecke der Analogie, bedauerte den Weggang von Anna Los als Sängerin (Silly): Anna log nie. – Anna, Anna, oh Anna.

Das war’s. Schön war’s. Über den Tellerrand der Drumsabteilung gucken. Edit: Das einbauküchenblaue SQ2 von Sonor steht immer noch im Verkaufsraum und sieht so schön aus. Purzelt der Preis? Schön zu wissen: Wenn ich im Dachjuché einen Latte bestelle, sagt die Frau hintern Tresen: „Dein Gesicht kenn ich schon, Du bist öfter hier.“ Ich die Latte und saß, bewundernd die Wandgehänge: Steve Vais Gitarre mit Henkel, Keith Richards Telecaster und Billy Gibbons Axt – das alles wunderbar. Ich freu mich, dass der wunderbare Benny Greb bald in Berlin ist. Benny inspiriert und ist stets eine drummatisch zu nennende Bereicherung. Ihr merkt schon: Geschichte wird neu geschrieben, das Wort fest in den Wort, Schatz, intregiert. Ich intrigiere schon, nein besser: Ich insistiere. Das ist in, Sister.

Danke für alles, Freunde.

Weiterführend

* Multimediaquark: Quarkbällchen im Tulipstagram meinerseits – Stalke mich, bitte bitte stalk mich.

538/18: Video: „Sun Trance“ – Markus Reuter, Linda-Philomène Tsoungui, die Popakademie Mannheim und die Ballade von der menschlichen Anständigkeit

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Indem ich zwischen Weihnachten und Neujahr 2018 festen Blicks Richtung Mannheim bete, komme ich auf Linda-Philomène Tsoungui (aus München) zu sprechen, eine Frau voller Drummatik und rhythmischer Schönheit, die ich nach allem was ich sehen kann, bereits für ihre Existenz bewundere und zu der ich aus musikalisch ganzheitlichen Gründen voll Interesse hinschaue.

Es ist eine Verehrung aus der Ferne. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, mich Richtung Mannheim und zur Sonne zu verneigen und meinen Respekt, meine Ehrerbeatung (Schreibweise für Drummer) und meine Verehrung öffentlich vorzuzeigen. So ist es hier jetzt Weihnachten. Ich möchte eine schönste Kopfgeburt meinerseits mit diesem etwas in diese von Verzweiflung nicht freie Welt zu setzen, es entgegen zu setzen. Meins ist dies hier: Es handelt von universeller Liebe, Beachtung, Aufmerksamkeit, Höflichkeit, Respekt und Neugier auf Menschen.

Mir ist Linda über soziale Netzzwerge aufgefallen. Einen der für mich allerschönsten nachdenklichen Texte aller Zeiten möchte ich der Einfachheit halber für sich selbst reden lassen. Ich zitiere Linda wörtlich:

„Da wird man in den 90ern in braunes Dunkeldeutschland geboren. Unfähig zu verstehen, wo man auf der Suche nach Identifikation ansetzen soll. Was man denn nun ablehnen und was akzeptieren soll/darf/kann. Irgendwann etabliert sich dieses Gefühl von ‚falsch‘ und ‚schlecht‘. Die Konnotation von fremd/schwarz gleich schlecht/schlimm/böse schlägt im unbescholtenen Kindskopf ihre Wurzeln. Man träumt von schwarzen Menschen und hat Angst vor ihnen. Schaut man in den Spiegel, bekommt man diese von außen aufgestülpte Ablehnung gegen sich selbst nicht zusammen mit dem, was der Spiegel zurück wirft. – Und wieso ist meine Puppe schwarz und die der anderen Kinder weiß? Und wieso ist die Farbe Orange im Malkasten eher mit ‚Hautfarbe‘ in Verbindung gebracht als das, was ich sehe wenn ich auf die Hand schaue, die den Malstift hält? Und wieso erzählt dieser alte weiße Mann mir, dass ‚Neger‘ kein Schimpfwort sei, obwohl ich damit (und mit Schlimmerem) bedacht gezielt ausgegrenzt wurde? Und dann vergehen die Jahre, man hat Bauchschmerz über die Entwicklung, die die Gesellschaft nimmt, erzählt in ungläubige Gesichter seine unglaublichen Begegnungen mit den Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz. Und manchmal, da denkt man an nichts Böses und geht nur in die Apotheke.
Haltet die Augen offen, ihr Lieben.“

Hier endet das Zitat, Linda, ich möchte kurz antworten: Du bist nicht allein, du bist verstanden und du bist schön, wie nur Musik schön sein kann oder die allerschönste Malerei der Welt, mit bunten Farben und mit Liebe und Respekt. Freunde?

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518/18: Concert Review: Nils Landgren & Friends im Lokschuppen Pasewalk am 02.08.18 – What`s The Colour Of Magic? Landgrens bestes Stück.

Was gibt es dazu zu sagen? Nils Landgren, vielen von Funk Unit besser bekannt als vom Rest, europaweit und Freunde. Am Klavier Sebastian Studnitzky, am Doublebass Lisa Wulff, am Schlagzeug Wolfgang Haffner – dazu der Conferencier alter Schule: Nils Landgren, the man with the red horn (Posaune), Sänger zugleich. Er hat bei Abbas „Voulez vous“ mitgeblasen und gesungen, auf anderen Platten, hat selbst welche rausgebracht und ist hier nun im Kreis illustrer Freunde. Einzig Lisa Wulff kannte ich vorher nicht, aber ich recherchierte im Voraus dann doch noch. Und ganz wunderbar: Die Frau macht ordentlichen Zupfdruck. Pardon Eindruck.

Mit Wolfgang Haffner an den Drums, über den Worte zu verlieren obsolet ist und mit Sebastian Studnitzky (Piano) wechselte ich bei Gelegenheit der Halbzeitpause zum Erfrischen und zum aufs Klo gehen ein paar bedeutungsschwangere Worte. Beiden dankte ich einmal persönlich für ihre Musik und die Tatsache, dass es sie so gibt, wie ich sie seit langem kenne und beobachte. Auch mit einer etwa 20-jährigen Schnarre von der Festivalorganisation wechselte ich manche Worte lieber nicht: „Warum fotografieren Sie denn hier?“ Ich: „Für mich.“ Gleich schnarrte sie los: „Das ist verboten.“ „Fick Dich.“ (Das habe ich nicht gesagt, selbstverständlich.) Hömma, Mädel, was weißt denn Du, was ich voll die Ahnung haben tu von bester Musik und schreib ich Chroniken von Narnia oder so ähnlisch, Du dummes Huhn? – All dies nicht gesagt. Punkt.

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503/18: Legenden: Give Blood – Vom blutigen Blasentrommeln, Handschuhen und dem angemessenen Übestil mit Stockhaltung.

Whiplash-Animation (gif)


You earned the part. – Film Whiplash (Ausschnitt, 2014)

Im Film Whiplash findet ein Stundenbluten statt. Im Unterschied zur Monatsblutung hat es der Schlagzeuger (die Schlagzeugerin) geradezu täglich. Er, sie, es blutet. Ohne Ader- und Unterlass.  Blut Blut Blut …. Blut tut gut. (Nina Hagen, Aufm Friedhof, 1978). Sie will nicht sterben.

Der Mythos lebt. Grad auf facebook. Oliver M. fragt in die Crowd (deutsch Kraut): „Spielt ihr lieber mit Handschuhen oder ohne?“ – Stein des Anstoßes, und nun hacken alle aufeinander ein, bis es blutet. Der Mythos lebt. „Ohne. Da sich sonst keine Hornhaut bilden kann.“ Hornhaut? – „Wenn das Holz die richtige Feuchte hat brauchst du keine Handschuhe. Neue Sticks wirken Wunder. Nach 1/2 Jahr zuhause in der Heizungsluft sind die Sticks nur noch Feuerholz.“ – „Wenn man sowas öfter macht, geht’s auch ohne. Immer bis kurz vor die Blasen trommeln und erst dann Handschuhe anziehen.“ – „Habe jahrelang mit Handschuhen gespielt, habe aber festgestellt, dass ich sie nicht mehr brauche. Damals, vor zwanzig Jahren, sind mir die Sticks immer entglitten. Inzwischen habe ich das mit der Stickhaltung wohl drauf…“ – „Hab n paar Jahre mit gespielt, dann viele Jahre ohne. Seit kurzem aber wieder mit, da ich dann auch billige Sticks benutzen kann und nicht immer die teuren spielen muss. Rechnet sich finanziell auf jeden Fall.“ – „Die billigen Sticks sind im Gegensatz zu teureren lackiert, dadurch entstehen bei mir jedes Mal richtig hässliche Blasen, wenn ich n neues Paar anfange. Da ich aber n hohen Verschleiß habe, weil ich auch jeden Tag spiele, kommt es günstiger, wenn ich mir Handschuhe kauf, mit denen ich keine Blasen mehr bekomme und trotzdem Geld spare. Aber das Spielgefühl leidet natürlich schon drunter.“ – Wow wow wow….

 

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Alder, machma Goove Digger. O.K., denn machmadu Hall! Aber flux.

440/16: Wetter: Fluxkompensator meldet Bedrohungslage. Schwerster Thunderstorm im Anmarsch, Kessler hesselt, Hessler kesselt.

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Alder, machma Goove Digger. O.K., denn machmadu Hall! Aber flux.


FLUX – Hammond ORGAN & Heavy DRUMS & Funky GUITAR – SONG: Thunderstorm

Mein persönliches Musikvideo des Tages zeigt drummatische Züge, mein Kommentar: Fantastisch, nein: weltbewegend, nein: großartig. Wunderbar. Danke. – Und wie muss Drums sein? Richtig: Das muss kesseln! Weiter geht’s.

Von dem Stück gibt es mehrere Videos, u.a. weitverteilt auf Youtube und facebook. Die facebook-Videos können besser sein, aber ich mag sie nicht so. Sie lassen sich nur hundskompliziert einbinden in Blog-Berichterstattung. facebook ist eben ein komplett eigener Fluxus.

Apropos: Die Fluke und mehr zeigt Claus Hessler, Trommelmoellerlehrer und Ausnahmeschlagzeuger, der kaum etwas Unspielbares auslässt, im Stück Thunderstrom. 2night we have the Fluxus on Broadway… – Flux: Ich habe mich, als ich das Video auf facebook sah, flux hingesetzt, um was darüber zu schreiben.

Das ist atemberaubend und im Video auf facebook nochmal viel massiver, als in  der obigen YouTube-Version, auf die ich daher vollständigkeitshalber gern via Direktlink zu facebook verlinke. Schaut Euch das facebook-Video als zweite Version unbedingt an. Der Kessler hesselt, äh Hessler kesselt. Es lohnt sich.

Weiterführend
Link gedacht: Verlinkung auf the one & only Fluxusfactor now

206/11: Video: Björn Etzel und Christian Auer #Trommeltage

Videotipp

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Björn Etzel (dr) und Christian Auer (perc) (via youtube)

Dass Percussionisten, vor allem wenn sie nichts können, nur „präkeln“, also Geräusche verursachen, die sich in die angebotenen Grundgrooves nicht einfügen, darüber hatte ich hier schon berichtet. Das Gegenteil ist der Fall in diesem Video von den Trommeltagen 2010: das sind zwei Könner, und sie hören aufeinander. Was der eine nicht schafft, läßt der andere links liegen und umgekehrt.  Im Grunde beherrschen sie das, was sie da spielen. Vorzüglich. Hat Spaß gemacht anzusehen.

BC Booster Set, a nice little piece of wood

We have to realize, that not any showroom is big enough to fulfil drummer´s dreams of imagine playin in a big arena. There are some rare percussion equipments, which are able to be a nice substitute for big drumsets. One of those pieces is from the german company Schlagwerk: the BC Booster Set. Let´s have a short look to this little piece of heaven …