296/13: Große Musiker: Tomatensalat, Eiskaffee, Stephan Emig, Fressen, Saufen und „Berlin Drum Week“ #reviews

Schaufenster bei "Lederhandel", Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Schaufenster bei „Lederhandel“, Bergmannstr. 90, Kreuzberg

Große Musiker sind nicht unbedingt 1,90 m groß und deswegen groß. Manche sind auch deutlich kleiner und müssen sich erst recht dafür nicht schämen. Allerdings kann der Zuschauer einer Schlagzeugveranstaltung zuweilen so ähnlich gucken, wie dieser Herr, der die Schaufensterauslage vom „Lederhandel“ in der Bergmannstr. 90 äußerst gekonnt schmückt. Er hat die Aufgabe, ein „eyecatcher“ zu sein. Das gelingt ihm.

Der Zuschauer, Teilnehmer und „Drummer mit Wissenserweiterungsmodus“ hingegen ist niemals teilnahmslos. In besonders haarigen Momenten aber fängt er an, ähnlich zu schauen, wie der Herr hier oben. Und obwohl Schlagzeuger, ist er dann bass erstaunt. Soweit zur Vorklärung. Stephan Emig (Baujahr: 1976), um das noch kurz hinterher zu schieben, ist in D-Deutschland (sinngemäß: Drummer-Deutschland) nicht unbekannt und wenn wieder so ein D-Day (sinngemäß: Drummers Day) ist, sieht man ihn häufiger dort. Er ist auch Wissensvermittler, Dozent, Lehrer und Coach. Langsam.

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266/13: Video: Steven Wilson „The Watchmaker“ mit Marco Minnemann, Drums


Steven Wilson – The Watchmaker (Live)- via Youtube

Veröffentlicht am 16.04.2013 Filmed live in Neu-Isenberg, Germany – 23rd March 2013 -Directed / edited by Bernhard Baran.

Die Art und Weise, in der Marco Minnemann das Schlagzeug bespielt, ist geschmackvoll und auf den Punkt, nie übertrieben virtuos in den Vordergrund sich drängelnd, sondern zurückhaltend, aber stets beeindruckend und on this one point. Großartiger Song.

Derzeit tourt Marco Minnemann ab dem 19. April mit Steven Wilson durch die Vereinigten Emirate von Amerika. Watch.

260/13: Zitate: Vom „Puls des Universums“ #Will Lee (Bassist)

Zitat

Der "Puls des Universums"

Der „Puls des Universums“

Wusstet Ihr das: Große Musiker sind nicht immer 1,90 m oder größer. Sie können kleiner sein. Oder größer. Will Lee ist so einer, ein Bassist. Kommen hier auch mal „die Anderen“ zu Wort. Abgedruckt hat das „drums & percussion“. Sehr lesenswert.

240/12: Video: Torsten „Teasy“ Zwingenberger – drumming 5.0


Torsten Zwingenberger / TEASY / Drumming 5.0 part 1 (via Youtube)

Das ist nicht einfach nur ein Linktipp und ein Video. Der Besuch der informativen Homepage von Torsten Zwingenberger, die für mich wirklich äußerst gut gemacht ist, ist auch der Aufbruch in eine Idee davon, wie man im Übrigen Schlagzeug spielen könnte. Nehmt euch Zeit dafür….es ist nicht Pflicht, denn es ist Kür.

Abgesehen davon spielt Torsten Zwingenberger das nächste Mal am 7.11.2012 im Kreuzberger Yorckschlösschen mit den New Orleans Shakers.

Ist doch vielleicht mal ein Grund?

Rettet die Livemusik. Und schaut nicht auf die Welt, sondern auf diese verlinkte Homepage. Übrigens, falls Ihr das noch nicht wusstet: Große Drummer erkennt man oft gar nicht an ihrer Körpergröße.

 (EP)

210/11: Interview: Karl Johannes Schindler im extrem diskreten Dialog mit Andreas Bock, Bluesdrummer #Yorckschlösschen

Banner "Rotten interviews of Tommy Tulip"

Andreas Bock ist einer der versiertesten Bluesschlagzeuger Europas. Über 20 Jahre Bluesschlagzeug haben ihre Spuren hinterlassen. Einerseits in der nationalen Szene als Gründungsmitglied der „Blues Shacks“, aktueller drummer renomierter Bands wie „Niels von der Leyen Trio“, „Boogie Radio Orchestra“, „Kat Baloun Blues Band“, „Blues Rudy“, „KC Miller“ oder „Little Roger & The Houserockers“ sowie andererseits als internationaler freelancer z.B. bei „RJ Mischo (USA)“, „Andy Egert Blues Band (CH)“, „Trickbag“ (S), „London Phillips (USA)“, „Mark Hummel (USA)“, „Tomi Leino (Fin)“, „West Weston (GB)“ oder „Janice Harrington (USA)“ (Selbstdarstellung auf der Homepage von Andreas Bock, Link unten)

Karl Johannes Schindler hat ihn neulich interviewt: Andreas Bock, preisverdächtigter Bluesdrummer mit einigen Nebenberufungen, wie das Interview zeigt. Für die Güte und Qualität der gestellten Fragen ist eindeutig der Interviewer selbst verantwortlich, dem wir für die Überlassung seines extrem diskreten Zwiegesprächs verschwiegen danken.

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139/10: Linktipp: Im ausführlichen Interview kommt Superdrummer Jojo Mayer zu Wort

Videotipp

Jojo Mayer (screenshot drumdepartment.tv)

Jojo Mayer (screenshot drumdepartment.tv)

Ich spiele nicht wie eine Maschine, weil ich ein Mensch bin! (Jojo Mayer, Videointerview)

In einem ausführlichen, allerdings auf Englisch geführten Interview auf der Website von DrumDepartment (Deutschland) kommt Jojo Mayer ausführlich zu Wort. Der Autor einer der wichtigsten DVDs der letzten Zeit „Secret Weapons of a Drummer“ lässt wenig aus, das uns interessieren könnte. Ansehenswert. Auch und vor allem: Jojo Mayer hat ein neues Outfit mit Bart und Wuschelkopf.

Don’t be a soldier, be a general – Sei kein Soldat, sei ein General.“ (als Musiker – Jojo Mayer Video Interview)

Und nicht zuletzt deshalb 🙂 verlinkt:

115/2010: Highlights: Kleinerer Mann, ganz groß in Berlin: Terry Bozzio (im Quasimodo)

Let´s get ready to rumble - drumming!

Die Dinge kommen zusammen: Es kommt Terry Bozzio nach Berlin. Ich hab ihn schon gesehen und er stand für Fragen zur Verfügung, damals im Tränenpalast und auf Veranlassung vom Drumland Berlin. Damals gab er eine Clinic seines Könnens und meine Frage fand er besonders doof bescheuert. Ich fragte ihn, wie sich die Zusammenarbeit mit Steve Vai an dem Ausnahmewerk „Sex and Religion“, das mich sehr beeindruckt hatte, gestaltet hatte? Seine Antwort fiel überraschend aus: „Welche Zusammenarbeit? Wir haben uns lediglich Studiobänder hin- und hergeschickt.“

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112/2010: Linktipp: Ein Interview von rund 60 Minuten mit einer Living Legend: Billy Cobham

Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.

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107/2010: Gerüchteküche: Supertrio Coleman (dr.), Wilkenfeld (b.), Prince (g., voc.) gegründet?


Chris Coleman, Drummer (via Youtube)

Chris Coleman sitzt mit im Boot an den Drums. Am Bass wohl Tal Wilkenfeld, Kategorie: Ausnahmetalent, hottest female bassplayer ever. Und an Gitarre und Gesang: ein gewisser Prince aus Minneapolis. Das könnte heiß werden. Gerüchten zufolge haben sich die drei derzeit in den Paisley-Park-Studios von Prince eingeschlossen, um das zu tun, was gute Musiker tun müssen: üben.

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106/2010: Heart & Heavy: In Berlin sind Rockbands mit Anspruch selten! Anders in SdC!


Claudio Cordero – Psychoswing -2006-(via Youtube/facebook – thanks, User Rush)

„There is two kinds of music the good and bad. I play the good kind“ (Louis Armstrong)

Es gibt alle möglichen Arten von guter Musik. Das ist eine Binsenweisheit. Schade nur, dass es in Berlin kaum Bands gibt, die illustre Musikerpersönlichkeiten vorzuweisen haben. Zu Musikern, wie sie noch zu suchen sind, gehört beispielsweise auch die Kaste der Gitarrenhelden. Heiß: In diesem Fall aus Santiago de Chili.

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Schlagzeuger-Tipp: Jonas Burgwinkel sagt selbst Instrumentenfremdmenschen zu (Gigtipp Berlin)

Schlagzeuger-Tipp

Schlagzeuger-Tipp

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Pablo Held Trio (via Youtube) – am Schlagzeug: Jonas Burgwinkel

Der Hinweis kommt aus dem interessierten Fachpublikum für Jazzmusik und von einem Pianisten namens Stefan. Er empfiehlt, sich das Pablo-Held-Trio anzusehen, wenn es am 03.02.2010 im Berliner Jazzclub A-Trane auftreten wird. Pablo-Held-Trio? Nie gehört. Doch es kommt noch deutlicher: Stefan meint, der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel (aus Köln) gehöre zu den besten Drummern Deutschlands, ob nur im Jazzmetier oder auch in anderen Gefilden bleibt noch zu vertiefen. Gelegentlich.

Ich habe mal reingehört, und über myspace ein paar Audiodateien angehört. Ergebnis: Tatsache, der Mann kann trommeln. Leichtigkeit, Schnelligkeit, ein dahin flirrendes Schlagzeug voll treibender Elemente. Vollkommen frei von Klischees fliegt Burgwinkel über Bestandteile seines rudimentär erscheinenden Schlagzeugs. Mut zur Lücke eingeschlossen oder aber auch das Bemühen, was wir als musikalische Lücke verstehen, in möglichst kurz gefasste Millisekunden zwischen rasend schnellen Schlägen zu unterteilen, sind das 128tel?

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Der Nachwuchs pennt nicht: Jonah rocks – mit fünf Jahren

Heavymetalhardcorepunk – aber bitte mit Ohrenschützern. So in etwa dürfte das Credo eines gewissen Jonah lauten, der sich mit fünf Jahren via Internet anschickt, die Welt von seinen Schlagzeugkünsten zu beeindrucken. Geboten wird das Stück System of a down der Crashmetalpunkheavyhardrockcombo Toxitiy. Es ist ein giftiges Stück Kultur und als Musik besonders für ältere Menschen nicht leichtgängig und audiokonform. Das tut der Sache keinen Abbruch und wir erinnern uns angesichts der Komplexität des Stückes durchaus an Prog.Rocker wie Dream Theater und Mike Portnoy. Auf der Website von Jonah tummeln sich schon so namhafte Endorser wie Drum Workshop, Vic Firth und Zildijan. Wahrscheinlich bezahlt Jonah schon nix mehr für neue Stücke, Felle und Schlagzeugsets aus einem besseren Hause.

Man sollte nicht darüber nachdenken, ob Jonah mit 12 ähnlich gut trommeln dürfte, wie ein gewisser Tony Royster jr, über den wir hier berichteten. Das ist allerdings schon Jahre her und Royster ist inzwischen Vollblutprofi. Ziemlich verdient. Verdient ist verdient. Bisschen trashy trommelt er Michael Jackson´s Beat it. Schaut selbst, hier.

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Weiterführend
Jonahrocks.com (Website)

Tony Royster jr. (Website)

[via spreeblick.com]

Ed Thipgen verstarb am 13.01.2010 in Kopenhagen, Dänemark. Ein grosser Jazzschlagzeuger ist tot.


(Oscar Peterson Trio (mit Ray Brown (Bass) und Ed Thipgen (Drums) – Live at Newport

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Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Audiofile: How about You? Oscar Peterson Trio)

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Ja, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie sind gestorben, aber sie sind nicht weg.“ (Oscar Peterson, Interview)

Ed Thipgen wurde 1930 in Chicago, Illinois, geboren. Er war ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Ein Link zu seiner Website wurde heute unter ‚Verstorbene Drummer‘ ihm zu seinem Gedenken hier rechts unten aufgenommen.Vor allem durch seine Mitarbeit als Schlagzeuger des Oscar-Peterson-Trios mit Oscar Peterson am Piano und Ray Brown am Bass wurde er einem sehr viel grösseren Publikum bekannt.

Die Welt schrieb im Dezember 2007 zu der Musik von Oscar Peterson ‚Oscar Peterson brachte das Klavier zum Fliegen, seine Stücke akustische Antidepressiva.‘  Ein mehr als würdiger Begleiter dieser Ausflüge in den tastenorientierten Wahnsinn war lange, lange Zeit Ed Thipgen. Es hat wieder einen Großen von uns genommen. Er trommelt jetzt andernorts für Oscar´s Himmelstürmer-Sonaten, wiedervereinigt in heaven. Miles spielt Trompete dazu. Inzwischen ist Elvis zum Jazz übergesiedelt und singt dazu. Hat auch gute Seiten. Wir alle werden sie da wiedersehen, soviel ist sicher.

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Die Mutter aller Mütter hatte ein Mutterschiff: Led Zeppelin – und einen Übervater an den Drums

Ludwig Vistalite (Quelle: trommelladen.de)

Ludwig Vistalite (Quelle: trommelladen.de)

Das Video ist aus 1973. Led Zeppelin in concert. Am Schlagzeug: der Übervater aller Hardrockschlagzeuger, Mr. John Henry ‚Bonzo‘ Bonham. Das Werkzeug: ein Ludwig Vistalite Schlagzeug, Acryl, Farbe amber (Bernstein, orange). Das war seinerzeit hip. Später -ca. 2002- wurde das Schlagzeug nochmals neu aufgelegt. Als so genanntes Re-Issue präsentierte es die amerikansiche Firma Ludwig Drums.

Und so fanden jene, die sich an diese Glanzzeiten des hart gespielten Rock´n Roll noch erinnerten, zu Spielzeugen, die sie sich in ihrer Jugendzeit niemals hätten leisten können. Bekannt ist ferner, dass Bonzo Bonham Endorser für die Becker der schweizerischen Firma Paiste (Serie 2002) war. Die Stückeliste der Fa. Paiste mit seiner Unterschrift ist im Netz frei verfügbar. Besorgt hat sie der wunderbare Herr Vogelmann, dessen gleichnamiger Trommelladen in Ludwigsburg als Hort der Led-Zeppelin-Devotionalien in Deutschland gilt.

Weiterführende Links

Herrn Vogelmann´s Trommelladen

Herrn Vogelmann´s neue Website

Immer wieder Trommeltage Ludwigsburg

Led Zeppelin Website

007/07: Ike Turner – * 1931 – + 2007

Trauerkerze - animiert Mr. Ike Turner is dead. He was a famous musician and I remember f**cking good songs like ‚Nutbutsh City Limits*‘ and ‚Proud Mary‘ (this composed by John Fogerty), the big time of Mr. Turner has ended, when he and his wife Tina Turner divorced.  But as a matter of fact he has become old. I read one day in any newspaper, he had been operated with a plastic nose, because of consuming so much cocaine. Now he is dead. Remembering a really good musician and a maybe really terrible husband.

Mr. Ike Turner, fare well.

Ike Turner