Andreas Bock ist einer der versiertesten Bluesschlagzeuger Europas. Über 20 Jahre Bluesschlagzeug haben ihre Spuren hinterlassen. Einerseits in der nationalen Szene als Gründungsmitglied der “Blues Shacks”, aktueller drummer renomierter Bands wie “Niels von der Leyen Trio”, “Boogie Radio Orchestra”, “Kat Baloun Blues Band”, “Blues Rudy”, “KC Miller” oder “Little Roger & The Houserockers” sowie andererseits als internationaler freelancer z.B. bei “RJ Mischo (USA)”, “Andy Egert Blues Band (CH)”, “Trickbag” (S), “London Phillips (USA)”, “Mark Hummel (USA)”, “Tomi Leino (Fin)”, “West Weston (GB)” oder “Janice Harrington (USA)” (Selbstdarstellung auf der Homepage von Andreas Bock, Link unten)
Karl Johannes Schindler hat ihn neulich interviewt: Andreas Bock, preisverdächtigter Bluesdrummer mit einigen Nebenberufungen, wie das Interview zeigt. Für die Güte und Qualität der gestellten Fragen ist eindeutig der Interviewer selbst verantwortlich, dem wir für die Überlassung seines extrem diskreten Zwiegesprächs verschwiegen danken.
Ich spiele nicht wie eine Maschine, weil ich ein Mensch bin! (Jojo Mayer, Videointerview)
In einem ausführlichen, allerdings auf Englisch geführten Interview auf der Website von DrumDepartment (Deutschland) kommt Jojo Mayer ausführlich zu Wort. Der Autor einer der wichtigsten DVDs der letzten Zeit “Secret Weapons of a Drummer” lässt wenig aus, das uns interessieren könnte. Ansehenswert. Auch und vor allem: Jojo Mayer hat ein neues Outfit mit Bart und Wuschelkopf.
Don’t be a soldier, be a general – Sei kein Soldat, sei ein General.” (als Musiker – Jojo Mayer Video Interview)
Die Dinge kommen zusammen: Es kommt Terry Bozzio nach Berlin. Ich hab ihn schon gesehen und er stand für Fragen zur Verfügung, damals im Tränenpalast und auf Veranlassung vom Drumland Berlin. Damals gab er eine Clinic seines Könnens und meine Frage fand er besonders doof bescheuert. Ich fragte ihn, wie sich die Zusammenarbeit mit Steve Vai an dem Ausnahmewerk “Sex and Religion”, das mich sehr beeindruckt hatte, gestaltet hatte? Seine Antwort fiel überraschend aus: “Welche Zusammenarbeit? Wir haben uns lediglich Studiobänder hin- und hergeschickt.”
Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.
Chris Coleman sitzt mit im Boot an den Drums. Am Bass wohl Tal Wilkenfeld, Kategorie: Ausnahmetalent, hottest female bassplayer ever. Und an Gitarre und Gesang: ein gewisser Prince aus Minneapolis. Das könnte heiß werden. Gerüchten zufolge haben sich die drei derzeit in den Paisley-Park-Studios von Prince eingeschlossen, um das zu tun, was gute Musiker tun müssen: üben.
Claudio Cordero – Psychoswing -2006-(via Youtube/facebook – thanks, User Rush)
“There is two kinds of music the good and bad. I play the good kind” (Louis Armstrong)
Es gibt alle möglichen Arten von guter Musik. Das ist eine Binsenweisheit. Schade nur, dass es in Berlin kaum Bands gibt, die illustre Musikerpersönlichkeiten vorzuweisen haben. Zu Musikern, wie sie noch zu suchen sind, gehört beispielsweise auch die Kaste der Gitarrenhelden. Heiß: In diesem Fall aus Santiago de Chili.
Pablo Held Trio (via Youtube) – am Schlagzeug: Jonas Burgwinkel
Der Hinweis kommt aus dem interessierten Fachpublikum für Jazzmusik und von einem Pianisten namens Stefan. Er empfiehlt, sich das Pablo-Held-Trio anzusehen, wenn es am 03.02.2010 im Berliner Jazzclub A-Trane auftreten wird. Pablo-Held-Trio? Nie gehört. Doch es kommt noch deutlicher: Stefan meint, der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel (aus Köln) gehöre zu den besten Drummern Deutschlands, ob nur im Jazzmetier oder auch in anderen Gefilden bleibt noch zu vertiefen. Gelegentlich.
Ich habe mal reingehört, und über myspace ein paar Audiodateien angehört. Ergebnis: Tatsache, der Mann kann trommeln. Leichtigkeit, Schnelligkeit, ein dahin flirrendes Schlagzeug voll treibender Elemente. Vollkommen frei von Klischees fliegt Burgwinkel über Bestandteile seines rudimentär erscheinenden Schlagzeugs. Mut zur Lücke eingeschlossen oder aber auch das Bemühen, was wir als musikalische Lücke verstehen, in möglichst kurz gefasste Millisekunden zwischen rasend schnellen Schlägen zu unterteilen, sind das 128tel?
Heavymetalhardcorepunk – aber bitte mit Ohrenschützern. So in etwa dürfte das Credo eines gewissen Jonah lauten, der sich mit fünf Jahren via Internet anschickt, die Welt von seinen Schlagzeugkünsten zu beeindrucken. Geboten wird das Stück System of a down der Crashmetalpunkheavyhardrockcombo Toxitiy. Es ist ein giftiges Stück Kultur und als Musik besonders für ältere Menschen nicht leichtgängig und audiokonform. Das tut der Sache keinen Abbruch und wir erinnern uns angesichts der Komplexität des Stückes durchaus an Prog.Rocker wie Dream Theater und Mike Portnoy. Auf der Website von Jonah tummeln sich schon so namhafte Endorser wie Drum Workshop, Vic Firth und Zildijan. Wahrscheinlich bezahlt Jonah schon nix mehr für neue Stücke, Felle und Schlagzeugsets aus einem besseren Hause.
Man sollte nicht darüber nachdenken, ob Jonah mit 12 ähnlich gut trommeln dürfte, wie ein gewisser Tony Royster jr, über den wir hier berichteten. Das ist allerdings schon Jahre her und Royster ist inzwischen Vollblutprofi. Ziemlich verdient. Verdient ist verdient. Bisschen trashy trommelt er Michael Jackson´s Beat it. Schaut selbst, hier.
(Oscar Peterson Trio (mit Ray Brown (Bass) und Ed Thipgen (Drums) – Live at Newport
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(Audiofile: How about You? Oscar Peterson Trio)
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Ja, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie sind gestorben, aber sie sind nicht weg.“ (Oscar Peterson, Interview)
Ed Thipgen wurde 1930 in Chicago, Illinois, geboren. Er war ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Ein Link zu seiner Website wurde heute unter ‘Verstorbene Drummer’ ihm zu seinem Gedenken hier rechts unten aufgenommen.Vor allem durch seine Mitarbeit als Schlagzeuger des Oscar-Peterson-Trios mit Oscar Peterson am Piano und Ray Brown am Bass wurde er einem sehr viel grösseren Publikum bekannt.
Die Welt schrieb im Dezember 2007 zu der Musik von Oscar Peterson ‘Oscar Peterson brachte das Klavier zum Fliegen, seine Stücke akustische Antidepressiva.’ Ein mehr als würdiger Begleiter dieser Ausflüge in den tastenorientierten Wahnsinn war lange, lange Zeit Ed Thipgen. Es hat wieder einen Großen von uns genommen. Er trommelt jetzt andernorts für Oscar´s Himmelstürmer-Sonaten, wiedervereinigt in heaven. Miles spielt Trompete dazu. Inzwischen ist Elvis zum Jazz übergesiedelt und singt dazu. Hat auch gute Seiten. Wir alle werden sie da wiedersehen, soviel ist sicher.
Das Video ist aus 1973. Led Zeppelin in concert. Am Schlagzeug: der Übervater aller Hardrockschlagzeuger, Mr. John Henry ‘Bonzo’ Bonham. Das Werkzeug: ein Ludwig Vistalite Schlagzeug, Acryl, Farbe amber (Bernstein, orange). Das war seinerzeit hip. Später -ca. 2002- wurde das Schlagzeug nochmals neu aufgelegt. Als so genanntes Re-Issue präsentierte es die amerikansiche Firma Ludwig Drums.
Und so fanden jene, die sich an diese Glanzzeiten des hart gespielten Rock´n Roll noch erinnerten, zu Spielzeugen, die sie sich in ihrer Jugendzeit niemals hätten leisten können. Bekannt ist ferner, dass Bonzo Bonham Endorser für die Becker der schweizerischen Firma Paiste (Serie 2002) war. Die Stückeliste der Fa. Paiste mit seiner Unterschrift ist im Netz frei verfügbar. Besorgt hat sie der wunderbare Herr Vogelmann, dessen gleichnamiger Trommelladen in Ludwigsburg als Hort der Led-Zeppelin-Devotionalien in Deutschland gilt.
Mr. Ike Turner is dead. He was a famous musician and I remember f**cking good songs like ‘Nutbutsh City Limits*’ and ‘Proud Mary’ (this composed by John Fogerty), the big time of Mr. Turner has ended, when he and his wife Tina Turner divorced. But as a matter of fact he has become old. I read one day in any newspaper, he had been operated with a plastic nose, because of consuming so much cocaine. Now he is dead. Remembering a really good musician and a maybe really terrible husband.