502/17: Bücher: Sonor in Weissenfels (1875-1950) – Ein profundes Stück Unternehmenshistorie bester Schlagzeugbaukunst. Von Klaus Ruple #news


Heintje – Der kleine Trommler (Little Drummer Boy)

Wenn Little Drummer Boy fleißig übt, lautet sein Credo: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach. Wohlgemerkt: Auf der Snare. Dazu das Buch Stick Control. Das sagt schon alles. Und bist Du erst richtig eingearbeitet, nach viel viel Arbeit und mit Schweiß an den Händen, erst dann kannst Du wirklich Fitgemühl entwickeln. Und nun zu etwas ganz anderem.

Nun zugegeben oder anders ausgedrückt: Schonungslos offengelegt.

Das Internet ist nicht gänzlich neu. Links hat es nachweislich schon 1848 gegeben, ganze Familien hießen so. Johannes Link, der im vorbezeichneten Jahr geboren wurde, wurde später ein ganz Berühmter. Percussionsfarmer oder -wie es später hieß- Schlagzeugbauer. Heuer schreiben wir das Jahr 2017, Links funktionieren im Internet nur noch, wenn man eine spezielle Syntax trefflich beherrscht. Aber auch, wenn man sich den Kitbuilder von Sonor aufruft, um sich sein Wunschschlagzeug durchzukonfektionieren. Links früheres Leben war Handarbeit in Weissenfels (Saale). Hier geht es moderner weiter: Der unten aufgeführte Link ist weiterführend. Genauer, verführend. Er führt ins zauberhaft Geahnte. Ins komplette Gestern.

Dorthin – zurück in die Vergangenheit einer großen, großartigen Schlagzeugfirma namens Sonor – führt uns der Historien-Sachverständige Klaus Ruple. Er hat die Geschichte dieser Firma aufgeschrieben und ein ganzes Buch daraus gemacht.

Und bitte, eins müsst Ihr zugeben: Es ist bald Weihnachten.

Der mit dem Drumstick winkt, dem Soundpfahl, kann euch versichern: Das passt als Geschenk unter den Weihnachtsbaum eines jeden ambitionierten Little Drummer Boys. Guckt Euch bitte bloß nicht das Heintje-Video an. Es ist schrecklich, subversiv, geht direkt an die Nerven. Was nun das gepriesene Buch angeht, bitte hier als kleiner Vorschmack – von wegen klein!! – entlang. Tja, eine Marktlücke wurde bislang noch nicht genutzt. Das Buch ist papieren, hat Vorder- und Rückseite, kartoniert. Gar nicht auszudenken, man bekäme es als Podcast oder Audiobuch: Ganz sicher müsste man Ben Becker verpflichten fürs Vorlesen. Der klingt so schön Sonor.

Genug der Räuberpistolen: Schaut das mal an. Noch erscheinen termingerechte Lieferungen zu Weihnachten möglich. Fürs Schätzelein.

Weiterführend

Interner Hinweis
Ein paar der zotigsten Zoten in diesem Artikel sind aus der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf Facebook. Wir bitten um Entschuldigung für diesen redaktionellen Laptop, pardon Lapsus.

469/17: Video: Wunderbarer Bericht über das Vintage & Custom Drum Meeting – Gebt dem Nachwuchs eine Chance

Videotipp


Vintage & Custom Drum Meeting 2017

Das ist ein Video über das Vintage & Custom Drum Meeting, das am 8.4.2017 in Walldorf-Mörfelden in der Nähe von Frankfurt stattgefunden hat. Ich habe viele nette Leute getroffen und kennengelernt wie z.b. Klaus Ruple, den Autor des Buches “Sonor in Weissenfels“, Udo Masshoff, der seine eigenen Masshoffdrums produziert und viele mehr! Viel Spass 🙂 Und jetzt die Internetseiten der Leute die ich Interviewt habe: Ingo Winterberg: Trixon-Experte, http://www.trixondrums.de Klaus Ruple: Sonor-Experte, http://www.sonor-vintage-weissenfels.net Marius Buck: Musiker und Beckenschmied, http://www.buckblech.de Udo Masshoff: Trommelbauer und extrem cooler Typ, http://www.masshoffdrums.com Thorsten Reeß: Musiker, Muffkopf-Erfinder, http://www.muffkopf.de – schreibt LionTube auf YouTube

Und wir zeigen dieses Video gern.

Das Besondere an Meetings wie diesen: Alte Hasen sind da. Interviewen welche, und die plaudern aus dem Nähkästchen an Ostern. Oder grabbeln in alten Kisten, so wie Udo im Interview.

Aber auch Neulinge – Newbies – kommen zu Wort: Klaus Ruple, Udo Masshoff, Thorsten Reeß, Marius Buck. – Zwinker. Zwinker.

Viel Spaß.

Weiterführend

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402/15: Video: Vergessene Welt „Die Trommelfabrik“ #Sonor – In Weißenfels an der Saale

Videotipp

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Sonor.Logo_1961

Im Jahre 1875 wurde Sonor in Weißenfels an der Saale durch den Drechsler Johannes Link (geb. 1847 in Forheim) als Hersteller von Natur-Trommelfellen und Militärtrommeln gegründet. Drei Jahre später baute das Unternehmen die Produktionsstätte aus und zog in die Leipziger Straße um. Auch die Produktion wurde weiter vergrößert. Um die Jahrhundertwende (1900) begann man, auch Pauken, Kreuztrommeln, Xylophone, Becken, Triangeln und kleinere Schlaginstrumente herzustellen. (aus Wikipedia)

Die nachträgliche Besichtigung der ursprünglichen Wirkungsstätte hat zeitgeschichtlichen Charakter und zeigt, dass der Wegzug nach Bad Berleburg nach Beendigung des zweiten Weltkriegs Sonor gut tat. Fortan, so heißt es, hätten Aufträge der Roten Armee Vorrang bekommen. Schon bald hatte das Politbüro der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland mangels Übung Schwierigkeiten, im Klatschtakt zu bleiben. Die „East German Clave“ genannte Figur wurde auf Parteitagen mit RL-Gleichklatsch (together forever) aufgeführt, angeführt vom Politbürovorsitzenden, einem Dachdeckergesellen aus dem Saarland.

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