393/15: Positionen: Was darf guter Musikunterricht eigentlich kosten? Wer lernt Latin heutzutage? Pfff….. #LerntLatin

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So, also die Antwort auf die Ursprungsfrage ist eigentlich ganz einfach: Fange erst einmal kurz mit Bossa Nova an (mid Tempo, bis maximal 120/130). Achte auf die Son Clave. Dann wechselst Du langsam (aber ganz sicher) auf Samba Feel rüber. Hier kannst Du das Tempo beträchtlich anziehen. Wenn Du Samba auf 240 fehlerfrei trommeln kannst, ist es Zeit, sich Stück für Stück an die Metal Clave ranzuwagen. Hier kannst Du noch bis 400 hochziehen, ohne dass einer der Beteiligten das so ganz genau mitbekommt. Und fertig ist der Blastspeed. Die Antwort ist also: Du brauchst gar keinen Unterricht. Du brauchst Geduld. Und Übung. S´is voll primitiv, was?

Die Sache entwickelte sich als Idee, weil jemand um Nachhilfe bat. Er hätte gern sein Speedblastdrumming entscheidend verbessert und dafür gerne Tipps. Er sei bereit, dafür 10,- € Stundenlohn (oder Leidenszulage?) zu entrichten. Nachgedacht: Die Lösung ist einfach. Oben kurz zusammengefasst zur „German Clave“, die wir auch „Full Metal Speedblast-Clave“ nennen können, wenn es uns gefällt.

Die Lösung für alle Heavy-Doom-Metal-Drummer lautet also: Lernt Latin! Der Thread ist hier nachlesbar… – Auch die Spezialistengruppe:Musikerwitze befasste sich mit dem Phänomen.

382/14: Positionen: Soll man Selfies von sich machen oder es bleiben lassen? – Innerer Frieden, Purple Rain und Kommentarpupsen

Videotipp

Videotipp

Du machst von den Möglichkeiten Gebrauch und stellst ein Video aus einer Unterrichtsstunde ins Netz. Die Öffentlichkeit sieht sich das an und kommentiert munter drauf los. Wozu sind diese Kommentare etwas nütze? Eine Auseinandersetzung damit.

Ich habe (wieder einmal) den Fehler begangen, ein Video von mir anzufertigen mit den neuesten technischen Mitteln. Ich benütze manchmal gern die App „Socialcam“. Es ging um die „Garota de Ipanema“, ein Stück bedeutsame Weltgeschichte der internationalen Fahrstuhlmusik. Solch Musik wird gern in Aufzügen seicht geplätschert, während first (Miederwaren) und second (Damenunterwäsche, Bekleidung) floor im Kaufhaus des großartigen Westens angesteuert werden. Es gibt heutzutage zu wenige Conferenciers in den Aufzügen der Kaufhäuser. Dafür gibt es Fahrstuhlmusik. Kürzer: Stuhlmusik.

Das Girl aus Ipanema ist ein Bossa Nova und ein Ohrwurm. Wer das Lied mal gehört hat, vergisst es mit Sicherheit nicht mehr. Die Karotte von Ipanema muss man auch üben, um den Bossa Nova hin zu bekommen. Im Grunde dasselbe Schicksal, wie jedes andere, dämliche Stück der Weltmusikgeschichte. Seit gestern weiß ich auch, dass ein weiteres Stück sich verballhornen lässt: „Sittin On The Cock Of The Gay“ sagen die schwyzerischen Jazzstudenten in Bern, wenn sie nebenbei noch Tanzmucke machen gegen harte Währung. Über weitere Stücke wie dieses will ich gar nicht nachdenken.

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381/14: Video: Brush lessons mit Florian Alexandru-Zorn – Evolution & Revolution, and when it sounds like an Ocean #VicFirth

I.wanna.brush.with.somebody


Florian Alexandru-Zorn: More Brush Secrets! (PASIC 2014)


Florian Alexandru-Zorn – The Brush Secrets (PASIC 2014)

Das Spiel mit dem Drummer ist für die Musiker einer Jazzband nicht ganz ohne Tücken. Warum? Ja klar: Man bekommt sehr schnell einen gewischt.

Florian Alexandru-Zorn redet über Evolution und Revolution.

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Es ist schmierig, mir mal wieder was Gutes zu tuten!

367/14: Video: Begriffsklärung- + Erinnerungsversuche zur „Batacuda“ #Latindrumming

Es ist schmierig, mir mal wieder was Gutes zu tuten!

Es ist schmierig, mir mal wieder was Gutes zu tuten!


Batacuda Brasileira – via Youtube

Du musst nicht alles wissen. Aber es ist gut zu wissen, wo, was Du nicht weißt, steht. (Theodor zu Guttenberg, Kopierer, nur sinngemäß zitiert)

Ich habe in der letzten Woche zu einer Jazzprobe auch Bassisten eingeladen. Wir suchen nach wie vor einen festen, gekonnten Bassist, der im Jazzquartett bereit ist, „sogar auf Bühnen aufzutreten“, der wöchentlich engagiert fest mitspielt.

Einen ganz wundervollen Bassisten hatte ich mit Gabi (Spitzname für „Gabriel“) aus Südamerika eingeladen. Ein echter Glücksfall.

Allerdings spielt Gabi durchaus „in einer anderen Liga“. Die Verabredung lautete, wir spielen im Quartett Jazz. Gabi ist Argentinier, 29 Jahre alt und der beste Bassist, mit dem ich je zusammen gespielt habe. Er hat einen Abschluss als „Dirigent“, spielt eBass (Warwick, 5-Saiter) und upright (Kontrabass), sowie -nach Eigenauskunft von ihm, ich befragte ihn eingehend- ein ganzes Mützchen anderer Instrumente. Inhaltlich geht es für Dirigenten nicht darum, alle, sämtliche Instrumente spielen zu können, wie Yehudi Menuhin die Geige. Mindestens geht es darum, dass ein Dirigent wissen muss, was man mit guter Spieltechnik auf einem Instrument in der Lage ist aufzuführen.

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Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW

353/14: Video: Airto Moreira playing a tribute to Miles Davis

Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW

Latin Percussion im Sonnenlicht #BDW


Airto Morreira – Miles tribute

Was sagte Carlos Santana, als sein Woodstock-Drummer Michael Schrieve die Band verließ? – „Huch, na da bin ich auch mit meinem Latin am Ende.“

Dass Airto Moreira nicht nur mit Miles Davis zusammen spielte, ist einigen bereits überliefert. Die ihn kennen, wissen: Der Mann ist erst wenn er tot ist, mit seinem Latin am Ende. Auf die Frage, wie er sich dem musikalischen Erbe von Miles Davis und der Zusammenarbeit mit ihm in dieser Zeit der entstehenden Fusion nähern würde, ist er um eine Antwort nicht verlegen….

Festgehalten für die Spezialistengruppe: Musikerwitze auf facebook (Account benötigt), wo ich kürzlich den eingangs erwähnten Witz aus einer Kommentarschlacht gebar…., er lag mir auf der Zunge….

Wie allerdings Youtube mit den Ansprüchen Dritter umgeht, davon bekommt man einen ungefähren Eindruck, wenn man diesen Artikel ansieht…, und wer einfach so gedankenlos ein „Ach, nichts ist für die Ewigkeit“ hinwirft, dem sei gesagt: „Doch, Miles schon….“ – Und „Miles smiles“….

Weblotse

281/13: Video: Der „Paradiddle Latin“ im Unterricht

R L R R - L R R L - R L

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Paradiddle-Latin, rehearsals (via Youtube) 

Wieder ein Video aus dem Unterricht. Die Lehrerin heißt Sabine und unterrichtet in Berlins Norden, im Wedding.

Der „Paraddidle Latin“ ist eine Sau. Aber eine, die groovt. Mag ich sehr. Das Konzept der RL-Verteilung (rechts/links) ist einzuüben. Im Weg steht einem hauptsächlich die zweite Bassdrumnote. Sie ist „off the line“, genau zwischen zwei Händen. Das präzise zu spielen, ist erst mal wie „mit Brett vorm Kopf“. Wenn du es erst einmal geschnackelt hast, wird es zu etwas logischem.

Zurück zur Sau: Die Sau macht Spaß.  Wirklich.

269/13: Video: Vom Mozambik spielen und regelmäßigem Schlagzeugunterricht

Videotipp

Videotipp

Was ich mich frage: Kann eine Jazzband irgendwo auftreten und sagen, „die Halle rockt“? Wir spielen zu zweit den Mosambik, Sabine und ich. Das rockt auch, ist aber sprachlich totaler Bullshit. Mosambik rockt? Wir spielen den Mosambik „locker vom Hocker“ aus. Okay, das macht jetzt kaum Sinn, das noch weiter zu verfolgen.

In diesem Video spiele ich mit meiner Lieblings-„ghost drummerin“ Sabine den Mosambik, einen Groove, für den der Schlagzeuger Steve Gadd unter anderem federführend steht. Das Video ist schön geworden, ich mag es. Da es mit 640 Pixeln dargeboten ist, aber komprimiert für schnelle Webauftritte, kommt es in der Art eines „google drum view“ daher, das Gesicht postpubertär verpixelt. Man stelle sich vor: Google entwickelt „drum view“. In der Art von open streetmap für Behinderte, mit Videos und Snapshots von Drummern an ihren Arbeitsplätzchen. Ein sehr soziales Werkzeug.

Ich habe das Video mit der App „socialcam“ aufgenommen. Wenn jetzt jemand sagt, es fehlt da „colour of life“, dann sage ich Nö, ich will keine Farbe, ich mag es, schwarz-weiß zu sehen und so habe ich es absichtlich eingestellt.

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195/11: FotoPodcast: Drum lessons – „Beguine“

Noten zur "Beguine"

Noten zur „Beguine“

Sieht nicht nur kompliziert aus, ist es auch: aber dann groovt es ganz gut. Diesen Takt aufzuschreiben war so freundlich Sabine. Üben, üben, üben! Ach so: Sabine kann ihn schon! Was mich angeht, …..

103/2010: HowTo: play drums on „Nica´s Dream‘ (Horace Silver)

HowTo: Play a Latin/Swing-Combination

HowTo: Play a Latin/Swing-Combination

Das Stück stammt von Horace Silver und heisst „Nica´s Dream“. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.

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