572/19: Podcast: Linda-Philomène Tsoungui im Podcast Weites Feld – 1:43 St/Minuten Zeit für Grundlegendes

http://www.blackbirds.tv #Reingehört - Berlin fletscht seine Szene

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Philo gibt aktuell den Takt bei Fatoni, Chefket und Mine an. Sie hat nach einem klassischen Studium an der Musikhochschule München ein Masterstudium an der Popakademie Mannheim absolviert und sich zur gefragten HipHop-Drummerin entwickelt. Wir sprechen über das Tourleben, Social Media, Rassismus & Sexismus im Musikbusiness und darüber, wie wichtig es ist eine fundierte Meinung zu gesellschaftlichen und politischen Themen zu haben. (sagt der Autor dieses Podcasts, Max Gärtner, dem ich für diese wunderbare Arbeit herzlich danke).

Philo bei Instagram:
www.instagram.com/philo.tsoungui/?hl=de

Philo bei Facebook:
https://www.facebook.com/lindatsoungui.philomene

Max Gärtner bei Facebook:
https://www.facebook.com/maxgaertner.de

Zum Schlagzeug spielen ist sie konvertiert, sagt sie. Die Besten Deutschlands, zu denen sie gehören will, kennen sie schon alle und eventuell gehört sie auch schon längst dazu. Checkt Philo mal aus, bei Interesse. „Eigentlich hasse ich alles, was ich jemals aufgenommen habe,“ sagt sie und fügt hinzu: „dass ich jetzt Beats auschecke und ich kann da was zeigen, worauf noch niemand gekommen ist, dann nehm ich das auf.“ Jetzt entsteht ein Wachstum aus all diesen Sachen, eine Art Schneeball. Der Dopamin-Ausstoß wird dabei in Kauf genommen. Und was ist wichtig: Diese Hauptsache, Deine sozialen Kanäle adäquat zu pflegen oder der Punkt, dass Du in Deiner Musik weiter kommen willst. „Es wird sehr schnell übergriffig,“ sagt Philo. Deswegen muss sich Philo des Öfteren auch mal zurückziehen aus der Öffentlichkeit.

Wer als Drummer berühmt werden will, hört den Podcast gewissenhaft durch und weiß dann, wann was zu posten ist und warum die Zeitverschiebung auf den Kontinenten zu Postingkontingenten führen müssen. Geht klar, oder? Sympathisch, sehr gut geerdet und voll Tiefgang, hören wir hier eine junge Frau, die mehr als viele andere Musikerin ist. Aber so richtig.

Weiterführend

Fazit:

Von hieraus kein Hate. Nur Love. <3

538/18: Video: „Sun Trance“ – Markus Reuter, Linda-Philomène Tsoungui, die Popakademie Mannheim und die Ballade von der menschlichen Anständigkeit

Videotipp

Indem ich zwischen Weihnachten und Neujahr 2018 festen Blicks Richtung Mannheim bete, komme ich auf Linda-Philomène Tsoungui (aus München) zu sprechen, eine Frau voller Drummatik und rhythmischer Schönheit, die ich nach allem was ich sehen kann, bereits für ihre Existenz bewundere und zu der ich aus musikalisch ganzheitlichen Gründen voll Interesse hinschaue.

Es ist eine Verehrung aus der Ferne. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, mich Richtung Mannheim und zur Sonne zu verneigen und meinen Respekt, meine Ehrerbeatung (Schreibweise für Drummer) und meine Verehrung öffentlich vorzuzeigen. So ist es hier jetzt Weihnachten. Ich möchte eine schönste Kopfgeburt meinerseits mit diesem etwas in diese von Verzweiflung nicht freie Welt zu setzen, es entgegen zu setzen. Meins ist dies hier: Es handelt von universeller Liebe, Beachtung, Aufmerksamkeit, Höflichkeit, Respekt und Neugier auf Menschen.

Mir ist Linda über soziale Netzzwerge aufgefallen. Einen der für mich allerschönsten nachdenklichen Texte aller Zeiten möchte ich der Einfachheit halber für sich selbst reden lassen. Ich zitiere Linda wörtlich:

„Da wird man in den 90ern in braunes Dunkeldeutschland geboren. Unfähig zu verstehen, wo man auf der Suche nach Identifikation ansetzen soll. Was man denn nun ablehnen und was akzeptieren soll/darf/kann. Irgendwann etabliert sich dieses Gefühl von ‚falsch‘ und ‚schlecht‘. Die Konnotation von fremd/schwarz gleich schlecht/schlimm/böse schlägt im unbescholtenen Kindskopf ihre Wurzeln. Man träumt von schwarzen Menschen und hat Angst vor ihnen. Schaut man in den Spiegel, bekommt man diese von außen aufgestülpte Ablehnung gegen sich selbst nicht zusammen mit dem, was der Spiegel zurück wirft. – Und wieso ist meine Puppe schwarz und die der anderen Kinder weiß? Und wieso ist die Farbe Orange im Malkasten eher mit ‚Hautfarbe‘ in Verbindung gebracht als das, was ich sehe wenn ich auf die Hand schaue, die den Malstift hält? Und wieso erzählt dieser alte weiße Mann mir, dass ‚Neger‘ kein Schimpfwort sei, obwohl ich damit (und mit Schlimmerem) bedacht gezielt ausgegrenzt wurde? Und dann vergehen die Jahre, man hat Bauchschmerz über die Entwicklung, die die Gesellschaft nimmt, erzählt in ungläubige Gesichter seine unglaublichen Begegnungen mit den Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz. Und manchmal, da denkt man an nichts Böses und geht nur in die Apotheke.
Haltet die Augen offen, ihr Lieben.“

Hier endet das Zitat, Linda, ich möchte kurz antworten: Du bist nicht allein, du bist verstanden und du bist schön, wie nur Musik schön sein kann oder die allerschönste Malerei der Welt, mit bunten Farben und mit Liebe und Respekt. Freunde?

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