451/16: Positionen: Jazz

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Schüler: „Ich musste heute in der Schule einen Swing-Rhythmus spielen.“
Ich: „Ok, und wie hast du das gemacht?“
Schüler: „Ich hab einfach ein bisschen falsch gespielt…“
Urheber: Das Leben; Kindermund tut Wahrheit kund
Quelle: Thorsten Reeß, Schlagzeuglehrer, Muffkopf

Jazzmusiker-Bandwebsites eignen sich häufig nicht zum lesen, scheint es. Allenfalls für Spamattacken sind sie gemacht. Unsere eigene bekommt gerade minütlich Viagra in den Kommentaren angeboten. Alles löschen. Während bzw. unterdessen: Gerade macht Thorsten Reeß wieder von sich reden. Nach dem Muffkopf, einem Tool in zwei Ausführungen, zum Dämpfen der Bassdrum, hat er jetzt einen Muffstick entwickelt, um das Gedämpfe weiter fortzusetzen. Schon gilt Reeß vielen in der Branche als der Daniel Düsentrieb der Schlagzeug Applications. Und ganz ehrlich: Jetzt fehlt in der Produktpalette von Reeß nur noch der MuffRice, für gedämpften Jasminreis. Und das Mufflight, eine Art Dimmer für Raumlichtempfindliche. Ach nee, das gibts ja.

Wie auch immer. Aus seinem Schlagzeugunterricht gibt Reeß als gewiefter Beobachter auch gern mal ein Nähkästchen preis. Da hat der Mann aber auch Glück: Das Leben gebiert die besten Witze. Sie zu erzählen, ist eine erfolgreiche Form von Guerilla-Marketing für Muffprodukte. Man nennt das Storytelling. Und bleibt im Gespräch.

Wie heute, seinem Schüler glasklar aufs Maul geschaut. In der Facebook-Gruppe Spezialistengruppe:Musikerwitze ist das Bonmot des quietschfidelen, wachen Schlagzeugschülers von Reeß inzwischen eingereiht in die Rubrik „Neue Witze“. An solchen fehlt es in der groß gewordenen Community von Musikernarren und -närrinnen schon mal. Fast jeder Witz wurde schon einmal erzählt, gähn, und dann kommt Reeßens Witz um die Ecke als Frischfruchtfleisch wie das vom jazzbesessenen Schlagzeugschüler. Ergebnis offen, witzebesoffen. Hicks: Danke, Thorsten.

Die Witzekrise scheint überwunden. Was die Viagra-Bestellung angeht, ist das Angebot zwecklos. Schlagzeuger haben nie Probleme wie diese. Gute Hardware, fette Ständer, das gehört zum guten Ton. Kalauern vom Textbauern.

Weiterführend

346/14: Video: Die hiesige #IceBucketChallenge ist unprätentiös, aber hilfreich

This is my IceBucketChallenge, the nominees are:
(1) german Drummer Benny Greb and his new DVD Project „The Art And Science Of Groove“
(2) american Drummer Gerry Brown
(3) All member of the german language speaking „Spezialistengruppe: Musikerwitze“ on facebook

Das grassierende Fieber, das sich so genannte A-Promis wie ein A-Team gerieren und gegenseitig nominieren, hat nun nach Helene Fischer und Otto, Bill Gates und Mark Zuckerberg auch C-Promis wie den Fernsehkoch Steffen Hensler ergriffen.

Zeit also für eine D-Challenge, aus aktuellem Anlass. Wie soeben gemeldet wurde, ist der Erfinder dieser Challenge, der Amerikaner Corey Griffin in einem Hafenbecken ertrunken, nachdem er sich feuchtfröhlich kopfüber vom Dach eines Hauses stürzte. Sicherheitshalber ist diese Räuberpistole nicht verlinkt. Der Postillion hat diese ganz neue Meldung allerdings noch nicht bestätigt.

257/13: De dolle Drummer: Neue Serie mit Zitaten aus der Welt von Schlagzeugern


Huub Janssen (Atlas Kwartet) – De dolle drummer (1965)

Aus einem facebook-Thread von Julia Neigel, Zitat: „Sagt der eine: Es gibt viel bessere Gitarristen als Jimmy Page, die viel sauberer spielen und Ihre Instrument besser beherrschen.  Sagt der Andere: Aber keiner von denen hat „Stairway to heaven“ geschrieben.“ (#Echo Lebenswerk, #Led Zeppelin, 21.03.2013)

ZitatEs ist dieses Zeichen (hier links), das für das Zitieren von Menschen steht, die gewissermaßen druckreife Steilvorlagen gegeben haben. Diese geben wir wieder, entweder um damit zu sagen, wir sind genau so schlau wie sie. Oder weil wir die Sprüche-Urheber für Klugheit, ihren Weitblick, ihre geistige Schönheit und/oder Intelligenz bewundern. Zitierte Sprüche erfüllen hohe Ansprüche: Sie werden transzendent. Der Mensch, der sie verfasste, transparent. Bis aufs Unterhemd. Halleluja. Bitte Nichtzutreffendes streichen.

Oder das dargetane Zitat hat etwas Uneitles, ist selbstlos. Man gibt es an die übrige Welt weiter, in der Absicht, sie ein Stück zu verbessern. Wir werden die Welt schon stemmen. Die ungebremste Dummheit hemmen. Bis morgen. Dann wieder von vorn. Halleluja.

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