Angezeigt wurden die Blech- und Holzbläser der Stadt bei der Polizei von Nachbarn: wegen groben Unfugs, Lärm im Außenbereich. Währenddessen sinnierten die famous, xtraordinary blackbirds.tv darüber nach, was sie solchen Bläsern anbieten könnten, um nur erst einmal auf einen kleinsten, gemeinsamen Nenner zu gelangen?
Von der Sache her kein PlayAlong, sondern ein PlayAlone, also als Schnitzel gut durch ”well done” und ungeeignet, es noch mit weiteren Instrumenten zu ergänzen, verfeinern oder gar verbessern zu wollen… (Drummer Tommy zum nachfolgenden Stück Audioschnitzel)
Okay, wir geben zu, dass so ein saftiges Wiener Schnitzel (mit Zitrone und Petersilie, beides unverzichtbar) nicht jedermanns Sache sein muss. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das dürfte auch für das weitere Stück Soundschnitzel gelten, das hier zum Zwecke ordnungsgemäßer Berichterstattung über den Alltag aufgeführt ist.
In der Disco spiel’n sie Spliffco
und deshalb geh ich manchmal hin.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Überall wird rumerzählt
daß hier die Frauen sind.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Die Büffel stehen an der Bar
anderBaranderBarwarumstehndieda ?
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
(Spliff “Das Blech)
Blechbläser aufgepasst: Man weiß ja, es ist schwer, eine gute Band zu finden, mit der man regelmäßig proben kann. Eine Vielzahl von Gründen spricht für oder gegen die regelmäßige, feste Mitarbeit in einer Band. Das haben sich die famous, xtraordinary restbirds.tv (vier von sechs blackbirds.tv, daher rest…) zu eigen gemacht und darüber nachgedacht, wie Berlin-Brandenburgs Bläsernachwuchs animiert werden kann, eine feste Bandmitgliedschaft zu erwägen. Und hier kommt jetzt die Lösung.
Natürlich lediglich nur zu Schulungszwecken für die Berliner Drumgemeinde erfolgt die Einstellung eines dafür gemachten Videos. Herausgeber ist die Funkfraktion der Berliner Band Rupert’s Kitchen Orchestra. Drummer Andi übt “den Funk” zu spielen. Allerdings ist anzumerken, dass er das eigentlich schon gut kann, oder?
Die Sache läuft so: Vom PC wird ein Sample eingespielt, das geloopt ist. Es läuft gebetsmühlenartig immer weiter. Die Musiker steigen drauf ein und machen was draus. Ist sehr experimentell, hört man ja…., und läuft alles über einen einzigen Akkord, D, inspiriert ist das Dingsbums von dem Song Norwegian Wood (Beatles), auch wenn es Uneingeweihte nicht unbedingt hören.
Zwischendurch kommen einzelne Musiker auch mal aus dem Takt, den Schlagzeuger eingeschlossen, nein, sie werden regelrecht rausgeworfen. Das Sample muss man laut genug anmachen, damit er von allen gut gehört wird. Erst war er zu laut, und dann -offenbar- zu leise. Macht nüscht: das war die erste Übung mit dem Stück. Es lebe das Dilettantentum. Weitere Probierversuche werden folgen. Denn dazu macht das Dingsbums zu viel Spaß. Omh!
Shakes & Waves – José J. Cortijo on Meinl Percussions (via Youtube)
Cortijo @facebook - comments
Gerade gesehen. Sehr schönes HowTo nach dem Motto: So geht’s. Es gilt der Schlachtruf: “Let’s get ready to jungle(drumming).”
Für Kai: Jetzt brauchst du nur noch einen Samplerecorder, der diese selbst eingespielten Grooves aufnimmt, damit man sie loopen kann. Immer vier Takte, dann übereinander legen und die alten weiter abspielen. Am Ende ein ganzes Percussionorchester. Und wenn mal zufällig bisschen Platz ist, darf der Schlagzeuger noch was dazu spielen.
Ghost Notes (Geisternoten) spielen, das ist so eine Art Königsdisziplin für den interdisziplinären Drummer, schönes Wort, oder? Tschuldigung dafür. In der Sache geht es darum, den Groove zu spielen in einer straighen Time, also durchweg, durch die Bank, gerade aus und hopp, los. Also nehmen wir uns die Hi-Hat, das sind die Zischdeckel, die Meister Lehrmann aus Halberstadt Berlin für so wesentlich hält, dass alles dahinter zurücktritt und an Wichtigkeit verliert. Nein, die Hi-Hat muss grooven, das ist die halbe Miete. Die andere Hälfte der Miete sind dann -ach ja- die Ghost Notes, die auf der Snare ausgeführt werden.
Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.
Musiker finden: das ist so eine Sache. Geplant ist etwas Konkretes. Wir, das sind ein Schlagzeuger (ich), Berni spielt Gitarre und Kai Percussion. Wir haben inseriert nach einem Bassisten. Es hieß, wir würden aber auch einen Keyboarder nicht von der Bandkante stoßen. Sänger oder Sängerin? Später. Wenn sich jetzt jemand meldet, gern. Aber bis dahin: erst einmal eine Art Kernmannschaft aufstellen.
Claudio Cordero – Psychoswing -2006-(via Youtube/facebook – thanks, User Rush)
“There is two kinds of music the good and bad. I play the good kind” (Louis Armstrong)
Es gibt alle möglichen Arten von guter Musik. Das ist eine Binsenweisheit. Schade nur, dass es in Berlin kaum Bands gibt, die illustre Musikerpersönlichkeiten vorzuweisen haben. Zu Musikern, wie sie noch zu suchen sind, gehört beispielsweise auch die Kaste der Gitarrenhelden. Heiß: In diesem Fall aus Santiago de Chili.
Das Stück stammt von Horace Silver und heisst “Nica´s Dream”. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.
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(Wie klingt denn das? Hörprobe/Livemitschnitt) – Trio Infernale, Rand einer Wohnzimmerparty (c) living room räckordz, 2010
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Die Sache war nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. In unserer Versuchsanordnung Gitarrist (mit elektr. Verstärkung), Pianist (dito) und Schlagzeuger (ohne, überwiegend BcBooster Set, add: snare, geschlagen mit: Rods, Besen). Musik: all about Jazz, Latin and so on… freestyle inspired by a new soupergroup, mit Verbindungen bis nach Dresden, zumindest gelegentlich, wurde gehört. Ergebnis der Versuchsanordnung: Es gab aus dem Haus keine Beschwerden. Der Grund stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. War’s am Ende nicht so schlecht? Oder sind die Nachbarn bereits ausgezogen? Fest steht: die Party war ein Knaller. Who knows? Wiederholungsfaktor: sehr gern, most wanted.
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(Ausschnitt Probe Januar 2010 – Infant Eyes – Jazzballade)
Ich muss gestehen, das kann ich noch nicht so gut. Denn es ist schwierig. Vom Schlagzeug spielen macht man sich eher so Vorstellungen von harten Holzsticks und vom Herumdiggern auf den Schlagflächen, die uns die Welt bedeuten. Die Jazzballade allerdings würde durch Höhlenlärm wie diesen eher nur gestört werden, massiv gestört. Also geht es darum, Dezenz an den Tag zu legen, bzw. diese herbeizuwischen. Das Ganze erfolgt auf einer handelsüblichen Snare (kleine Konzerttrommel) mit gespanntem Teppich. Wenn wir uns die Snare als Uhr vorstellen, haben wir zwei Jazzbesen in der Hand, wobei wir den rechten Arm an die Position von drei Uhr ansetzen und die linke Hand bei neun Uhr verorten. Linkshänder denken bitte gern anders herum.
Sabine, Schlagzeuglehrerin, sagt: ‘Du musst dir das Wischen einer Jazzballade so vorstellen wie Schwimmbewegungen, nur anders herum. Das ist schon eine entscheidende Erkenntnis für allen Anfang, der zunächst schwierig ist. Denn es geht darum, sich mit den beiden auf dem Teppich herumwischenden Besen nicht ins Gehege zu kommen. Die linke Hand wischt auf der gedachten, hälftigen Unterseite des Kreisrunds Kreise entgegen dem Uhrzeigersinn, während die rechte Hand im oberen Hälftigen dagegen wischt.
Der Saxophonist Wayne Shorter ist kein Unbekannter. Mehr Informationen über diesen begnadeten Musiker hier. Allerdings habe ich mich erstmals vor kurzem mit dessen musikalischen Betreiben befasst. Die Beschäftigung mit Musik, die er unter seinem Namen veröffentlicht hat, betrifft auch das Stück “Speak no evil” aus dem gleichnamigen Album von 1965, zu deutsch: Red keinen Schwachsinn/Wahnsinn. Das ganze Stück mit 8:20 Minuten Länge kannst du hier hören.
(Oscar Peterson Trio (mit Ray Brown (Bass) und Ed Thipgen (Drums) – Live at Newport
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(Audiofile: How about You? Oscar Peterson Trio)
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Ja, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie sind gestorben, aber sie sind nicht weg.“ (Oscar Peterson, Interview)
Ed Thipgen wurde 1930 in Chicago, Illinois, geboren. Er war ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Ein Link zu seiner Website wurde heute unter ‘Verstorbene Drummer’ ihm zu seinem Gedenken hier rechts unten aufgenommen.Vor allem durch seine Mitarbeit als Schlagzeuger des Oscar-Peterson-Trios mit Oscar Peterson am Piano und Ray Brown am Bass wurde er einem sehr viel grösseren Publikum bekannt.
Die Welt schrieb im Dezember 2007 zu der Musik von Oscar Peterson ‘Oscar Peterson brachte das Klavier zum Fliegen, seine Stücke akustische Antidepressiva.’ Ein mehr als würdiger Begleiter dieser Ausflüge in den tastenorientierten Wahnsinn war lange, lange Zeit Ed Thipgen. Es hat wieder einen Großen von uns genommen. Er trommelt jetzt andernorts für Oscar´s Himmelstürmer-Sonaten, wiedervereinigt in heaven. Miles spielt Trompete dazu. Inzwischen ist Elvis zum Jazz übergesiedelt und singt dazu. Hat auch gute Seiten. Wir alle werden sie da wiedersehen, soviel ist sicher.
Das Video ist aus 1973. Led Zeppelin in concert. Am Schlagzeug: der Übervater aller Hardrockschlagzeuger, Mr. John Henry ‘Bonzo’ Bonham. Das Werkzeug: ein Ludwig Vistalite Schlagzeug, Acryl, Farbe amber (Bernstein, orange). Das war seinerzeit hip. Später -ca. 2002- wurde das Schlagzeug nochmals neu aufgelegt. Als so genanntes Re-Issue präsentierte es die amerikansiche Firma Ludwig Drums.
Und so fanden jene, die sich an diese Glanzzeiten des hart gespielten Rock´n Roll noch erinnerten, zu Spielzeugen, die sie sich in ihrer Jugendzeit niemals hätten leisten können. Bekannt ist ferner, dass Bonzo Bonham Endorser für die Becker der schweizerischen Firma Paiste (Serie 2002) war. Die Stückeliste der Fa. Paiste mit seiner Unterschrift ist im Netz frei verfügbar. Besorgt hat sie der wunderbare Herr Vogelmann, dessen gleichnamiger Trommelladen in Ludwigsburg als Hort der Led-Zeppelin-Devotionalien in Deutschland gilt.
Der kann sich selbst begleiten, singen und dazu Schlagzeug spielen. Danke an Nilz Bokelberg für diesen Videovorschlag.
Und überhaupt: Erinnert uns dieses Video an den Song One Man Band von Leo Sayer (den er ursprünglich für Roger Daltrey, Sänger The Who schrieb). Ist schon länger her, aber auch ein guter Song.
In der Jazzmusik-Probe im Quintett hat das Üben andere Prioritäten, als -wie unlängst berichtet- im Trio. Dabei sind Sängerin, Saxophonist, Pianist, Kontrabassist und Schlagzeuger. Die Probe beginnt gleich mit einem Kontrollhören einer Bearbeitung von ‘A night in Tunesia’ (Dizzy Gillespie), die der Jazzposaunist Peter Herbolzheimer aufgesetzt hat. Der Groove ist eher ein Jazzrock-Groove im middle-Tempo. Spass machen insbesondere die I-Tüpfelchen der eingesetzten Bläser. Sie kommt punktiert, also vor einer gedachten Eins. Das hier gezeigte Video zeigt die Sängerin Chaka Khan mit den Jungs von Peter Herbolzheimer in andere widerum gänzlich anders ausnotierten Version des Jazzklassikers. Aber so ähnlich kann man sich das vorstellen, es sozusagen bigbandmässig aufzubauen. Nur hat ein Quintett eben kein “grosses Besteck” aufzufahren, es sind vier Instrumente. Also muss die Big-Band-Idee wieder abgespeckt werden. Aber der Weg zählt. Das Stück in diese Richtung zu “vergrooven”, das macht Sinn.
” Schwierig ist die Abgrenzung der Begriffe „Terzett“ und „Trio“, auch wenn die Begriffe häufig gleichbedeutend für beides verwendet werden:
eine Gruppe von drei einzelnen Ausführenden heißt eher „Trio“, besonders im rein instrumentalen Bereich;
handelt es sich um drei identische Instrumente, ist allerdings wieder eher von „Terzett“ die Rede;
drei von weiteren Instrumenten begleitete Vokalsolisten heißen in jedem Falle „Terzett“;
ein Stück für drei deutlich verschiedene Instrumente wird eher „Trio“ genannt.” (Quelle: wikipedia zu Terzett)
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Die Jazzprobe erfolgte in Trio-Besetzung: drums, piano und (upright) bass. Geprobt wird ohne Sängerin und Holzbläser (Sax). Es ist also eine Instrumental-Probe, die Musikusse haben Platz zum Üben ihrer Instrumente im Dreiklang, weil zwei (weitere) Mitmusiker nicht da sind. Die Arbeitsatmosphäre ist gut. Ein paar Dinge muss ich notieren. Es sind folgende Fragen, die ich heute festhalten werde, zwecks Besprechung mit meinem Drumcoach: