Sa. Mai 28th, 2022

    Jaki Liebezeit (* 26. Mai 1938 in Dresden, † 22. Januar 2017) war ein deutscher Schlagzeuger. Zunächst arbeitete Liebezeit als Jazz-Musiker; unter anderem spielte er in den frühen sechziger Jahren in Barcelona mit dem Pianisten Tete Montoliu und dem Trompeter Chet Baker. Nach der Rückkehr nach Westdeutschland arbeitete er 1966 und 1967 mit dem Manfred-Schoof-Quintett und dem Globe Unity Orchestra im Bereich des freien Jazz. Anschließend gründete er 1968 mit Holger Czukay, Irmin Schmidt und Michael Karoli die Band Can. Jaki Liebezeit spielt ein von ihm selbst modifiziertes Schlagzeug ohne Pedale. Zu seiner rhythmischen Auffassung sagt er: „Du musst monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove.“ Oder wie es der Can-Kollege Holger Czukay formulierte: „Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser.“

    Ich bin doch keine Maschine!
    Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
    Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
    Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
    Meiner Wut und der Euphorie
    Bin keine Maschine, ich leb‘ von Luft und Fantasie

    Es gibt noch so viel außergewöhnliches zu erleben
    Die ganze Welt steht mir offen, ich steh‘ wie angewurzelt daneben
    Ich liege in Ketten aus
    Unausgesprochenen Regeln
    Trete auf der Stelle
    Aber muss mich frei bewegen

    (Nachruf mit Material der deutschen Wikipedia und Tim Bendzko, Song „Keine Maschine.)