Pimp my drum: Es gibt unterschiedliche Strategien, den eigenen Sound zu verbessern – Gänsedaunen

Bassdrum mit Gänsedaunen

Bassdrum mit Gänsedaunen

Gesehen habe ich das zum ersten Mal bei dem Schlagzeuger Hermann Rarebell (vormals Scorpions). Rarebell spielt seit geraumer Zeit ein Acryl-Schlagzeug (Ludwig Vistalite amber). Was mich regelrecht erschrecken ließ, war ein Foto eines Auftritts von ihm, worauf ich erkennen konnte, dass er seine (überdurchschnittlich grosse) Bassdrum (26′) mit irgendwelchen Federn gefüllt hatte, anstatt mit den üblichen Kissen, Decken und anderem stuff. Das ließ mich neugierig werden. Ich erfuhr, es handelt sich um Gänsedaunen.

Jetzt habe ich einen Feldversuch gestartet. Dazu bin ich zunächst -technikverliebt, wie ich bin- ins Internet gegangen und habe nach Gänsedaunen gesucht. Ich erfuhr beispielsweise, wie man erfährt, ob Gänsedaunen aus artgerechter Haltung stammen? Pustekuchen. Regionale, vernünftige Angebote, Gänsedaunen zu bekommen, gibt es so gut wie gar nicht. Auch der Suchbefehl ‚Gänsedaunen Berlin‘ (absurd, oder?) führte nicht zum gewünschten Ergebnis. In manchem sind mir Muttis eindeutig überlegen und so rief ich eine Tresen-Verkaufskraft in einem Laden für Bastelbedarf an. Sie winkte mir telefonisch mit dem Zaunpfahl, und ich hatte diesen sogar verstanden. Im gut sortierten Bettenfachhandel möge ich mich umhören. Hätte ich doch früher schon auf Mutti gehört. Sie hätte es gewusst. Gar keine Frage.

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