215/11: CD Review: Travis Barker „Give The Drummer Some“

Die Solo CD eines weithin bekannten Drummers, das ist eine Sache, die das Interesse weckt. Erwartet man doch, dass in spielerischer Hinsicht etwas Wegweisendes dabei herumkommt. Denn endlich kann der Drummer sich auf seiner SoloCD so präsentieren, wie er ist. Das Ganze sollte dann aber anders klingen, als ein Grooves üben nach einem sturen 120-Takte-Firsttake. Die Erwartung einer Horizonterweiterung trachtet nach Befriedigung. Ob dem auch Travis Barkers Erstling gerecht wird? Ich hab mal reingehört.

Das ist natürlich ein Projekt von Interesse: Der Drummer Travis Barker ist ja einer, der schon aufgefallen ist. Als Drummer, wie als Outfit-Gott. Vielen gefällt sein „stylishes“ Auftreten. Kurz gesagt hat die CD, die das CD-Solodebüt des Herrn darstellt, für mich jedoch nichts veröffentlicht, was man unbedingt haben muss. Vom Drumming her ist es mainstream, könnerische Aspekte eines bewunderungswürdigen Spiels habe ich beim Durchhören nicht entdecken können und auch musikalisch ist die CD nicht wegweisend.

Wenn auch seit Santana das Host-Client-Konzept von CDs in Mode gekommen zu sein scheint, wonach der feste Mittelpunkt solcher runden, silbernen Scheiben der Künstler ist, während er sich Geiseln aufs Album holt, die dann mit  mitspielen, u.a. auch Slash, God of Rock´n Roll-Guitar. Nein, die CD wirkt musikalisch festgefahren auf hammerharte Hip-Hop-Grooves, schnelles amerikanisches Gelaber und Grooves, die man sich auch als Sample vorstellen kann. Als mehr aber nicht. Schade, gefällt mir nicht, das ist meine persönliche Sache. Ich kann mich damit nicht anfreunden.

(EP)

214/11: Gigs, Review: Am 22.09.11 spielten „3 Drummer auf freiem Fuss“, Playmobeat das Quasimodo in Grund & Boden!

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01 – Playmobeat @Quasimodo – 22.09.11 (via Youtube)

An dieser Stelle entsteht vielleicht einmal eine bedeutsame Konzertkritik. Vorab gibt es hier schon mal dieses Video.

Ausdrücklich auch mit besten Grüßen an die Protagonisten, die am 22.09. im Quasimodo ihr Bestes gaben! Und jetzt keine Zeit mehr für viel Schriftliches: ich muss üben! Damit ich eines Tages auch so gut…..

 

(EP)

213/11: Interview: Karl Johannes Schindler im extrem diskreten Dialog mit Torsten Zwingenberger, Drums 5.0-Erfinder

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Karl-Johannes Schindler ist als Interviewführer gefürchtet und seine Fragen sind genau, auf den Punkt und lassen kaum Möglichkeiten für unpräzise Beantwortungsversuche. Insofern ist der Mann mit den Initialen „KJS“ als Interviewer für Schlagzeuger sozusagen „wie von Gott dafür auserwählt“. Schlagzeuger müssen, um gut zu sein, Timing, Präzision und eine Art „Let it bleed“ an den Tag legen, damit sie nicht im Ozean der übrigen Ahnungslosen untergehen.

Nur die Besten spielen auf Festen. Betriebsfeiern, Zelebralhallen, göttlichen Tempeln drücken sie auf, was sie besitzen: was von ihren rhythmischen Stempeln. So wie Torsten Zwingenberger, sein Style ist „unique“, wiedererkennbar und was ganz besonderes.

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212/11: Aufnahmen: Brush Studies, meine Beschäftigung mit dem Besenspiel könnte ich noch intensivieren! #Rehearsals

Audio

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Die Aufnahme entstand diese Woche beim Üben. Ich habe mich mal wieder mit Besen beschäftigt. Das tue ich viel zu selten. Ich liebe Besen. Nicht um sauber zu machen. Ich mag diese leichte Art, das Wischen und die Tatsache, dass man eine Band damit sehr wohl herausfordert, endlich leiser miteinander zu spielen. Das ist irgendwie auch das Hauptproblem: zu laute Mitmusiker.

Sagt ausgerechnet der Schlagzeuger, aber es stimmt, oder…..?

Jazz Studies, Brush Studies, Dauer: 13.02 Minuten