517/18: Picpower: Von der Macht schöner Bilder

Love The Drum You're With - Banner

Love The Drum You’re With – Banner (Klick)

Das eine ist ganz schön gelungen, mit dem Einsatz von Filtern, die man für Smartphones käuflich erwerben kann. Ein Herzchen ist angedeutet und es drückt das aus, was wir fühlen: Love, Love, Love. Zum eigenen Instrument. Normal ist das nicht. Oder? Egal: Der Scheitel ist drapiert auf der Höhenachse des Guten, am großen Turkish-Cymbal, etwas mittig gedacht. Die beiden nach oben zeigenden Pobacken des Herzchens, hier scheiteln sie sich.

Und drunter steht „Love the drum your with“ – das ist geklaut, ursprünglich heißt es Love The One You’re with. Aber ist gut geklaut, oder?

Naja, und auch das quadrophonische Pixelhäufchen eins drunter ist geklaut. Ich habe es jetzt als Blaupause vorliegen und kann beliebig viele gute oder blöde Musikerwitze aneinanderreihern. Viel Spaß. Kevin?

451/16: Positionen: Jazz

img_0695_muffkopf_jazz

Schüler: „Ich musste heute in der Schule einen Swing-Rhythmus spielen.“
Ich: „Ok, und wie hast du das gemacht?“
Schüler: „Ich hab einfach ein bisschen falsch gespielt…“
Urheber: Das Leben; Kindermund tut Wahrheit kund
Quelle: Thorsten Reeß, Schlagzeuglehrer, Muffkopf

Jazzmusiker-Bandwebsites eignen sich häufig nicht zum lesen, scheint es. Allenfalls für Spamattacken sind sie gemacht. Unsere eigene bekommt gerade minütlich Viagra in den Kommentaren angeboten. Alles löschen. Während bzw. unterdessen: Gerade macht Thorsten Reeß wieder von sich reden. Nach dem Muffkopf, einem Tool in zwei Ausführungen, zum Dämpfen der Bassdrum, hat er jetzt einen Muffstick entwickelt, um das Gedämpfe weiter fortzusetzen. Schon gilt Reeß vielen in der Branche als der Daniel Düsentrieb der Schlagzeug Applications. Und ganz ehrlich: Jetzt fehlt in der Produktpalette von Reeß nur noch der MuffRice, für gedämpften Jasminreis. Und das Mufflight, eine Art Dimmer für Raumlichtempfindliche. Ach nee, das gibts ja.

Wie auch immer. Aus seinem Schlagzeugunterricht gibt Reeß als gewiefter Beobachter auch gern mal ein Nähkästchen preis. Da hat der Mann aber auch Glück: Das Leben gebiert die besten Witze. Sie zu erzählen, ist eine erfolgreiche Form von Guerilla-Marketing für Muffprodukte. Man nennt das Storytelling. Und bleibt im Gespräch.

Wie heute, seinem Schüler glasklar aufs Maul geschaut. In der Facebook-Gruppe Spezialistengruppe:Musikerwitze ist das Bonmot des quietschfidelen, wachen Schlagzeugschülers von Reeß inzwischen eingereiht in die Rubrik „Neue Witze“. An solchen fehlt es in der groß gewordenen Community von Musikernarren und -närrinnen schon mal. Fast jeder Witz wurde schon einmal erzählt, gähn, und dann kommt Reeßens Witz um die Ecke als Frischfruchtfleisch wie das vom jazzbesessenen Schlagzeugschüler. Ergebnis offen, witzebesoffen. Hicks: Danke, Thorsten.

Die Witzekrise scheint überwunden. Was die Viagra-Bestellung angeht, ist das Angebot zwecklos. Schlagzeuger haben nie Probleme wie diese. Gute Hardware, fette Ständer, das gehört zum guten Ton. Kalauern vom Textbauern.

Weiterführend