235/12: Video: Ein bisschen Tintin vom Tomtom

Videotipp

Der Spaß mit Youtube ist für mich im Grunde genommen vorbei.

Youtube werfe ich eine kommerzielle Doppelmoral, Oberflächlichkeit und Egoismus vor, alles was man braucht, um erfolgreich in der IT-Welt zu sein. Dass Youtube sogar „defätistisch“ arbeitet, also das Vaterland Internetland regelrecht zerstört, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass das Löschen eines Accounts aus Gründen vermeintlicher Copyright-Verletzungen regelrechte Flächenbrände mit riesigen Brandlöchern setzt: Und haben Blogger auch noch so gewissenhaft und stets im Einverständnis mit handelnden Künstlern über Szenen der Kultur berichtet: Via Administrationsklick wird der Kanalinhaber bei Youtube zu einem „Copyright-Pirat“. Igitt, ist das eine dumme Weltkonzernfirma, die nicht in der Lage ist, andere Szenarien zu entwickeln, die weniger zerstörerisch wirken.

Weiterlesen

234/12: Video: Drumsolo Tommy Tulip, schätzungsweise 2008, auf orangefarbenem Besteck namens „Ludwig Vistalite“

Videotipp

Link: Drumsoloing tommy tulip, 'Live @Holunder'

Ich werde jetzt Jazzfan. Ich hab die Schnauze voll von Rockmusik. Ich geh jetzt. #Abgesang des Schlagzeugers nach dem Solo, dem Publikum zugewandt!

Hochgeladen wurde dieses Video bei sevenload am 02.06.08. Mag sein, es wurde 2008 aufgenommen. Wir traten (erinnerungshalber) einmal pro Jahr dort auf, auf dem Biohof von Christian Wendt. Und hatten immer Spaß. Später wurde aus Spaß Ernst. Und dann brannten sogar Autos. Das ist eine andere Geschichte. Blaßblauer Gitarrist, unter dessen Perücke man Flöhe nicht erahnt. Setzen.

Irgendwie habe ich wohl damals versäumt, das Material auf einer Website einzubinden. Egal, der Fehler wurde jetzt korrigiert, vier bis fünf Jahre später. Timing kann man das nicht nennen. „Slick Rik, the Chic“ hieß die Sängerin, allerdings kein Feingefühl für richtiges Auftreten. Barfuß, mit schwarzen Füßen, stocherte sie durch den märkwürdigen Sand. Okay, es hat uns nicht geschadet. Infolgewessen wurde eigentlich diese Band niemals berühmt?  Irgendjemand muss es doch gewesen sein. Es können doch nicht immer nur Chinesen sein, oder?

233/12: Aufnahmen: Die Band „MOK“ bzw. Minimaler Konsens (Achtziger Jahre)

Audio

_banner_Eigene.Aufnahmen

Minimaler Konsens (MOK - Aufkleber Siebdruck)

Minimaler Konsens (MOK – Aufkleber Siebdruck)

Wie viele Leute eine Retro-Seite für eine verstorbene Band linken, ist selbst mir Wurscht. Ich bin trotzdem stolz auf die „guten alten Zeiten“ und die Tatsache, dass wir bereits im Proberaum teils ganz beachtliche Dinge spielten. Heute sind diejenigen von uns, die dran geblieben sind, besser, reifer. Gereift mit den Jahren. Nur Bassist Bernd ist schon gestorben. Er starb an einem Elektro-Starkstromschlag, nicht am Bass. Ich gehörte damals sehr gern zu dieser Band. Wenn ich derartige Musik auch heute nicht mehr machen würde. Natürlich nicht.

Es gehört zu den Pflichten (!?) jedes Schlagzeugers (nicht Musikers), von sich selbst bei Zeiten anhörbare Aufnahmen zu machen. Diese wurden mit den Jahren immer besser, also konkret gesagt verbesserte sich die Aufnahmequalität erst spät. Weswegen früher alles zwar besser, aber nicht höherwertiger war. Oder so ähnlich.

Damals waren die Achtziger. Wir probten am Paul-Lincke-Ufer in unserem Proberaum in Kreuzberg. Nebenan probte Morgenrot. Die waren nicht nur besser. Die waren bekannter. Die hatten vorne am Ufer sogar ein eigenes Café. Gott, das war großartig. Und wer da noch alles probte. Wir auch.

Weiterlesen