505/18: Video: Anika Nilles + Jost Nickel im drumtalk – und das Stück „Toses“ mit einem Drumsolo von Jost Nickel

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Anika Nilles & Jost Nickel – drumtalk [episode 34]

Thanks to Oliver Laux for filming and Tim Zahn for the live mix: During Musikmesse 2017 I met two excellent German groove drummers at the Marriott in Frankfurt: Jan Delay drummer Jost Nickel and solo artist Anika Nilles spent some time with me and we had an awesome doubletalk on the art of merging feeling, soul, simplicity and groove into the universally understandable language of drumming. Success, mistakes, teaching, the rights and wrongs were important topics as well as the ides that expressing oneself, making oneself understood as well as understanding others is something that has to be nurtured as much as the rudimental exercises. – YouTubeUser drumtalk

To Be in the Zone.

Wie kommt man dahin? – Jost Nickel streift dann auch sehr, sehr lustig die Frage, wie ein Drumsolo aufgebaut sein sollte, seiner Meinung nach. Es darf sich dabei für ihn nicht um „random notes“ handeln, es muss schon irgendeine Art von Dramatik oder Wohlüberlegung dabei sein. Na gut.  Nobody’s perfect, erklärt uns Anika und erzählt von ihren fails vor Drummern, die sich nun freuen, dass Du failst, weil Du bist der Plusquamperfekt des Drummatischen. Jost Nickel denkt das dann weiter. “There are no wrong notes in jazz: only notes in the wrong places.” „If You hit A wrong note, it’s the next note that you play that determines if it’s good or bad. (Beides Zitate von Miles Davis, die möglicherweise hilfreich sind,)

Wie bleibt man als Schlagzeuger in seiner Wohlfühlzone?

Sehr schönes Video, wie ich finde. Kompliment auch an die Macher dieses Videos, nicht nur an die beiden Drummer Anika Nilles und Jost Nickel.

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504/18: Audiodrops: I Need Your Love So Bad – performed by #Vinÿl am 9.02.18 in Berlin

Our Soul Sacrifice To Modern Music: I Need Your Love So Bad! A Tribute To A Revolution. #Vinÿl #Berlin

Lineup
Franz de Bÿl (voc., g.)
Ittai Rosenbaum (kb/p)
Mike Watts (b)
Tommy T. Tulip (dr)
Recorded live on 9th of February, 2018

 

Und weil wir alle nicht so gut englisch sprechen, noch folgendes: Man kann zu ihr sagen: „I need Your Love so bad!“ und drückt damit sinngemäß aus, es wäre ganz schrecklich ohne ihre Liebe auszukommen. Diese sei gewissermaßen unabdingbar und daher sofort zu gewähren. Leute, holt die Liebe raus. – Genau so gut kann man aber in bestem Pidgeon-English sagen: „Ey, I need Your Love. – Luftpause. – Dicht gefolgt von: „So Bett!“ und dann gewissermaßen possessiv-obsessiv-demonstrativ mit dem Zeigefinger auf die zufällig da stehende Schlafstätte zeigen. In eigener Sache wird daher das Stück I Need Your Love So Bad gegeben, ein Blues. Auf deutschenglisch gemischt versuchen wir es erst gar nicht.

Die Band heißt Vinÿl. Das aufzuführende Programm ist A Tribute To A Revolution und das sagt es auch schon. Große, größere und kleinere Fetzen Musik der Weltmusikgeschichte, die von sich reden machten und nun Erinnerungen an große Zeiten darstellen. Wenn Ihr mal nichts vor habt und zufällig in Berlin seid, bitte kommt vorbei, wenn die Band spielt. Es gilt die bekannte Devise: „Liedl lohnt sich“. Sie bringt Devisen.

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  • Man kann den Autor dieser Website auch bildnerisch gekünstelt abonnieren, auf instagram, und seins heißt Tulipstagram..

503/18: Legenden: Give Blood – Vom blutigen Blasentrommeln, Handschuhen und dem angemessenen Übestil mit Stockhaltung.

Whiplash-Animation (gif)


You earned the part. – Film Whiplash (Ausschnitt, 2014)

Im Film Whiplash findet ein Stundenbluten statt. Im Unterschied zur Monatsblutung hat es der Schlagzeuger (die Schlagzeugerin) geradezu täglich. Er, sie, es blutet. Ohne Ader- und Unterlass.  Blut Blut Blut …. Blut tut gut. (Nina Hagen, Aufm Friedhof, 1978). Sie will nicht sterben.

Der Mythos lebt. Grad auf facebook. Oliver M. fragt in die Crowd (deutsch Kraut): „Spielt ihr lieber mit Handschuhen oder ohne?“ – Stein des Anstoßes, und nun hacken alle aufeinander ein, bis es blutet. Der Mythos lebt. „Ohne. Da sich sonst keine Hornhaut bilden kann.“ Hornhaut? – „Wenn das Holz die richtige Feuchte hat brauchst du keine Handschuhe. Neue Sticks wirken Wunder. Nach 1/2 Jahr zuhause in der Heizungsluft sind die Sticks nur noch Feuerholz.“ – „Wenn man sowas öfter macht, geht’s auch ohne. Immer bis kurz vor die Blasen trommeln und erst dann Handschuhe anziehen.“ – „Habe jahrelang mit Handschuhen gespielt, habe aber festgestellt, dass ich sie nicht mehr brauche. Damals, vor zwanzig Jahren, sind mir die Sticks immer entglitten. Inzwischen habe ich das mit der Stickhaltung wohl drauf…“ – „Hab n paar Jahre mit gespielt, dann viele Jahre ohne. Seit kurzem aber wieder mit, da ich dann auch billige Sticks benutzen kann und nicht immer die teuren spielen muss. Rechnet sich finanziell auf jeden Fall.“ – „Die billigen Sticks sind im Gegensatz zu teureren lackiert, dadurch entstehen bei mir jedes Mal richtig hässliche Blasen, wenn ich n neues Paar anfange. Da ich aber n hohen Verschleiß habe, weil ich auch jeden Tag spiele, kommt es günstiger, wenn ich mir Handschuhe kauf, mit denen ich keine Blasen mehr bekomme und trotzdem Geld spare. Aber das Spielgefühl leidet natürlich schon drunter.“ – Wow wow wow….

 

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502/17: Bücher: Sonor in Weissenfels (1875-1950) – Ein profundes Stück Unternehmenshistorie bester Schlagzeugbaukunst. Von Klaus Ruple #news


Heintje – Der kleine Trommler (Little Drummer Boy)

Wenn Little Drummer Boy fleißig übt, lautet sein Credo: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach. Wohlgemerkt: Auf der Snare. Dazu das Buch Stick Control. Das sagt schon alles. Und bist Du erst richtig eingearbeitet, nach viel viel Arbeit und mit Schweiß an den Händen, erst dann kannst Du wirklich Fitgemühl entwickeln. Und nun zu etwas ganz anderem.

Nun zugegeben oder anders ausgedrückt: Schonungslos offengelegt.

Das Internet ist nicht gänzlich neu. Links hat es nachweislich schon 1848 gegeben, ganze Familien hießen so. Johannes Link, der im vorbezeichneten Jahr geboren wurde, wurde später ein ganz Berühmter. Percussionsfarmer oder -wie es später hieß- Schlagzeugbauer. Heuer schreiben wir das Jahr 2017, Links funktionieren im Internet nur noch, wenn man eine spezielle Syntax trefflich beherrscht. Aber auch, wenn man sich den Kitbuilder von Sonor aufruft, um sich sein Wunschschlagzeug durchzukonfektionieren. Links früheres Leben war Handarbeit in Weissenfels (Saale). Hier geht es moderner weiter: Der unten aufgeführte Link ist weiterführend. Genauer, verführend. Er führt ins zauberhaft Geahnte. Ins komplette Gestern.

Dorthin – zurück in die Vergangenheit einer großen, großartigen Schlagzeugfirma namens Sonor – führt uns der Historien-Sachverständige Klaus Ruple. Er hat die Geschichte dieser Firma aufgeschrieben und ein ganzes Buch daraus gemacht.

Und bitte, eins müsst Ihr zugeben: Es ist bald Weihnachten.

Der mit dem Drumstick winkt, dem Soundpfahl, kann euch versichern: Das passt als Geschenk unter den Weihnachtsbaum eines jeden ambitionierten Little Drummer Boys. Guckt Euch bitte bloß nicht das Heintje-Video an. Es ist schrecklich, subversiv, geht direkt an die Nerven. Was nun das gepriesene Buch angeht, bitte hier als kleiner Vorschmack – von wegen klein!! – entlang. Tja, eine Marktlücke wurde bislang noch nicht genutzt. Das Buch ist papieren, hat Vorder- und Rückseite, kartoniert. Gar nicht auszudenken, man bekäme es als Podcast oder Audiobuch: Ganz sicher müsste man Ben Becker verpflichten fürs Vorlesen. Der klingt so schön Sonor.

Genug der Räuberpistolen: Schaut das mal an. Noch erscheinen termingerechte Lieferungen zu Weihnachten möglich. Fürs Schätzelein.

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Interner Hinweis
Ein paar der zotigsten Zoten in diesem Artikel sind aus der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf Facebook. Wir bitten um Entschuldigung für diesen redaktionellen Laptop, pardon Lapsus.

501/17: Video: Die neuen Sex Pistols ehren den Rocket Man!


Videotipp


Jazz Pistols – Rocket in a pocket

Live performance of the new Jazz Pistols song „Rocket in a pocket“ in our studio. Stefan Ivan Schäfer – guitar (Composer) Christoph Victor Kaiser – bass Thomas Lui Ludwig – drums Get a free song download at http://www.jazz-pistols.de The highly energetic new Jazz Pistols tune „Rocket in a pocket“ has its all: Catchy guitar riffs, a driving bass part and an extended drum solo combined with twisted beats and melodic lines. Together with a great sound and a HD-Video production it is well worth a look. Do you like the video as much as we do? Please comment, share and like! As always we have put a lot of effort into the composing, rehearsing, recording, mixing, cutting…

Bei allem was nun folgt, vergesst bitte eins nicht: Dies hier ist eine Schlagzeug-special-interest-Seite. Sie machen ein Adventskalendertürchen auf und geben uns „Rocket in a pocket“. Lediglich neue Prüderie, wie sie im Jahre 2017 in Deutschland und weltweit gang und gäbe ist, zwang die neuen Sex Pistols sich in Jazz Pistols umzubenennen. Seitdem dürfen sie wieder mit FSK *12 auftreten und niemand vergällt es ihnen.

Erst war der Pinball Wizzard Elton John auf langen Holzstelzen unterwegs und sang vom Rocket Man, das war zuerst. Vollkommen geschichtslos wurde der Song in nutzloser Art und Weise verballhornt durch das amerikanische Trumpeltear, es ist zum Weinen: Als Rocket Man wird derzeit mit wenig Spaß der nordkoreanische Diktator bezeichnet, dessen Namen man nicht nennen kann, ohne sich gleichzeitig zu schämen. Ja, so frei ist die Kunst. Und die Sache ist alles andere als lustig.

Eine Rakete in der Hose zu tragen ist hitverdächtig. Selbige in der Hosentasche zu haben, bedeutet nun wiederum In the pocket zu spielen, bis hin zu Schwielen und darf als Ehrerbietung an und pfirsisch bzw. gegenüber Gott Groove bezeichnet werden. Okay, wenn Du bis hierhin gelesen hast, vergiss alles. Nochmal von vorn:

Brother Lui Lui Lui gibt uns den Headhunter, beständig auf der Suche nach Gott Groove an den gleichnamigen, cremigen Ludwig Drums. Dantes göttliche Komödie. Hut ab. Das gruhft! Wie Sau. Oink Oink.

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500/17: Video: Das Video eines Livestream-Konzerts in Brüssel – Philip Catherine wurde 75 Jahre alt #Ansehtipp

Videotipp


philip catherine live at flagey

Live übertragen am 03.11.2017
Watch Philip Catherine’s birthday concert at Flagey via livestream. Philip Catherine will celebrate his 75th birthday at Flagey with some great musicians, presenting different formulas in Duo, Trio, Quartet or Quintet, as well as a new try-out of a line-up with two pianos and guitar.

Ein ganzes Konzert zum 75. Geburtstag von Philip Catherine, 75 Jahre alt. Was so schön ist anzusehen: Was die Musik einem Menschen so als roter Faden durchs Leben heranreicht. Hier wird es zusammengefasst.

Man sollte Zeit dafür haben. Am Schlagzeug unter anderen: Gerry Brown.

(Thanks, Gerry)

499/17: Erinnerungen: Alter? Biste Goa?

Ich kann im Moment weder gut schreiben, geschweige denn Schlagzeug spielen. Ich habe in der rechten Hand eine vorübergehende Lähmung, die mich daran hindert.

Allerdings bestellte ich mir bei Volker Träuptmann weiteres Artwork für zwei Bassdrums in 22′ und 20′ bereits vorher, in der Absicht, die Skins zu vereinheitlichen. Ich verstehe schon seit längerem nicht mehr die Achtlosigkeit, das eigene Drumset betreffend und die Degradierung der Bassdrum zum Schattendasein. Für mich ist seit einiger Zeit bereits die Vergaserinnenbeleuchtung derselben mittels LEDs zwingend. Aus sich heraus leuchtend muss sie sein.

Als Prince verstarb, dachte ich einen Moment nach, ob sein Lovesign nicht vielleicht auch meins wäre? Zuvor hatte ich längere Zeit mit dem tibetischen Om herumexperimentiert. Ich trage es als große, einmalige Halskette. Eine zweite in der Art ist nicht mehr erhältlich. Ich ließ es aus Edelstahl mittels CN-Fräse ausschneiden in verschiedenen Größen und machte es aufs Motorrad. So wie andere einen BMW-Phallus oder einen Mercedesstern vor sich her tragen. Und auf der Bassdrum hatte ich es. Nun sollte ein Relaunch her. Dazu inspirierte mich Udo Masshoff mit einer hälftig in puderrot colorierten Bassdrumhälfte.

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498/17: Video: Was hast Du Dir dabei gedacht, Felix? Der universelle Drumsoldat fightet nicht um Equipmentfragen. Oder?

Videotipp


Meinl Cymbals – Benny Greb “Grebchestra“

Benny Greb – “Grebchestra“ taken from his album GREBFRUIT2 The cymbals Benny is using in this song are: 08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – top 08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – bottom 14“ Byzance Sand Hats 18“ Byzance Sand Thin Crash 14“ GenerationX China – underneath Sand Thin Crash 17“ Byzance Jazz Medium Thin Crash – top 18“ Byzance China – bottom 08“ Artist Concept Model Crasher Hats 16“ Byzance Trash Crash – top & bottom 22“ Byzance Sand Crash Ride GREBFRUIT2 is available here: https://lnk.to/Grebfruit2

 

Universal Soldier – Donovan
He’s five foot-two, and he’s six feet-four,
He fights with missiles and with spears.
He’s all of thirty-one, and he’s only seventeen,
Been a soldier for a thousand years.

He’a a Catholic, a Hindu, an Atheist, a Jain,
A Buddhist and a Baptist and a Jew.
And he knows he shouldn’t kill,
And he knows he always will,
Kill you for me my friend and me for you.

And he’s fighting for Canada,
He’s fighting for France,
He’s fighting for the USA,
And he’s fighting for the Russians,
And he’s fighting for Japan,
And he thinks we’ll put an end to war this way.

And he’s fighting for Democracy,
He’s fighting for the Reds,
He says it’s for the peace of all.
He’s the one who must decide,
Who’s to live and who’s to die,
And he never sees the writing on the wall.

But without him,
How would Hitler have condemned them at Dachau?
Without him Caesar would have stood alone,
He’s the one who gives his body
As a weapon of the war,
And without him all this killing can’t go on.

He’s the Universal Soldier and he really is to blame,
His orders come from far away no more,
They come from here and there and you and me,
And brothers can’t you see,
This is not the way we put the end to war.

Bei einem jüngeren Schlagzeugkollegen namens Felix nahm ich einen Konfigurationswandel an dessen Schlagzeugsetup wahr. Ein anderer kommentierte unter dem Bild auf facebook: Vom Benny Greb zum Jost Nickel-Setup.“ Aha? Felix ist Mitglied eines anderen Grebchestras geworden, vermutlich. Ist der Jost in ihm widerfahren? Was hielt ihn vom einmal Grebschen Jakobsweg nach Santiago de Rudimenstella ab? Equipmentfragen? Wie würde sich das eigene Schlagzeugspiel verändern, indem man das Setup ändert. Und warum überhaupt ändern?

Ich werde Felix das fragen. Vielleicht sagt er es mir. Disko No. 1 oder Grebchestra? Gut, das sind zwei Stiefel. Der Stadion Groove eines Jost Nickel – Ehre der Cowbell – versus Benny Greb Bigband Jazz in London, Buddy Rich Tribute Drummin. Ach, das sind Schimären. Der gute Drummer ist immer universell unterwegs, so wie Donovan, der Alt-Hippie, der mit den Beatles in Indien war und mit Rosemaries Baby, Mia Farrow. Wie der universal soldier, der weltbewegende Drummer sein sollte. All die Begriffe, die Donovan einsetzt, sind auch zugleich Marken, Hersteller, Aufbaufragen zum Drumset. Am Ende habe ich daher dem Artikel den Text vorangestellt und werbe für meinen Gedanken. Der universelle Drummer kann alles.

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497/17: Aufnahmen: Die Jazzballade, Patina auf der Lampenschale, Miles & more, Mojito und Erinnerungen an Portugal

Als Ballade in der Unterhaltungsmusik werden melancholische Stücke in langsamem Tempo bezeichnet. Für Rockballaden wird auch der Begriff „Power-Ballade“ verwendet. Balladen von Liedermachern legen das Schwergewicht auf den Textinhalt. Bei Liedern, die im Songverlauf den Balladen-Charakter verlieren, spricht man bisweilen von „Halbballaden“. Beispiele dafür sind Stairway to Heaven (Led Zeppelin) oder One (U2). Im Jazz spielt der Schlagzeuger bei langsamen Stücken erzählenden Charakters oft mit dem Besen. Bei Rockballaden werden in Konzerten oft Feuerzeuge oder Handys hochgehalten, um ein Lichtermeer zu erzeugen. (zusammenstellt aus Wikipedia, deutsch, zu „Ballade“)

Der Zuhörer einer Jazzballade hält hingegen ein nasskaltes Stimmungsgetränk in der Hand, an dem er in sich versunken nippt, häufig an einem Tisch sitzend, mit Kerzenbeleuchtung, mindestens aber bei gedämpftem Licht im Saale wegen der Patina der Lampenschale. Weniger in Halle/Saale. Soweit zur Poplyrik. Wenden wir uns jetzt etwas ganz anderem zu.

Ich kann berichten, dass mir das Spielen von Jazzballaden immer sehr gefällt. Der Grund: Sie sind langsam, sparsam, meditativ. Sie leben vom Weniger, nicht mehr. Action ist abgesagt, die Ruhe in Person ist es. Keine Artistik. sondern „Der Ton“, hohes Maß Spannung, bloß kein künstlicher Klimax oder irgendeine Art von Selbstbeweihräucherung. Die Ballade ist es in sich selbst. In jener Zeit meiner ersten Anbahnungsversuche mit Jazz waren es immer Balladen verschiedener Jahre eines Miles Davis, dies sind allerfeinste Momente voll Kontemplation.

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496/17: Aufnahmen: ‚Angel Eyes‘ – Arranged by David Lynch ;-)

Musiker:
Ittai Rosenbaum (p)
Karl Schloz (g)
Stuart Kemp (b)
Tommy T. Tulip (dr.)
recorded September 22nd, 2017, Berlin

Hätte David Lynch „Angel Eyes“ arrangiert, klänge es vielleicht so?

Es handelt sich nicht um eine Tatsachenbehauptung. Sie ist rein fiktiv und fiel am Ende des Stücks im Raum, nachdem die beteiligten Musiker das Stück sich selbst gegeben hatten. Wie am Ende der Aufnahme zu hören ist.

Schon anhörbar, wenn man Jazz mag. Mag man keinen, ist das Vorhören nicht verboten. Vorhören, den Jazz anhören wie Vorboten. Von Schlauchbooten, über den Atlantik.

That’s where the jazz came from earlier.

Das Lied des Tages: Viel Spaß mit „Angel Eyes“. Ich hab es Euch ausgewischt. Mit Besen.

495/17: Video: Learn to create your own style – Dennis Chambers als Gast bei Onlinelessons.tv – Who isFelix?

Videotipp


Learn To Create your own Style with Dennis Chambers (OnlineLessons.tv)

Der hiesige Artikel steht im Zeichen des Basecaps: Deutschlands funky Drummer Felix Lehrmann war kürzlich auf einer Tour namens Gold Digger, gemeinsam mit dem texanischen Ölfiesling JR Robinson (Scherz) im Auftrag des Schlagzeugdepartements von GEWA Deutschland (Gewa drums). Dabei fiel uns das wunderbare gelbe Bassdrum-Frontfell ganz oben auf: 1. Sahne. So geht Marketing. Und der Hashtag #WhoisFelix. – Sollte Euch die Antwort bis Weihnachten einfallen: Felix Navidad! Freunde der Rhythmik, noch eine kleine Testfrage, ist Euer Wissen auch propfund, also volles Pfund auf die Bassdrum? – Was haben Dennis Chambers und Felix Lehrmann gemeinsam? Na? Naaa? Naaaa?

Wir waren zweimal recht beunruhigt über Nachrichten aus der Weltschlagzeuger-Szene.

In einem Fall: Der Godbrother des Funk John Blackwell jr. hat die Welt verlassen. Vielleicht um mit Prince weiter zu machen, wo wir nicht zuhören können. Zumindest unter den jetzigen, gegebenen Lebensumständen noch nicht. Für im Grunde genommen vergleichbare Beunruhigung sorgten Nachrichten über einen Krankenhausaufenthalt mit lebensbedrohlichem Ausmaß des Ausnahme-Weltklasse-Schlagzeugers Dennis Chambers, der mehrere Metamorphosen durchlebte, um schließlich wie Phoenix aus der Asche seiner Trommelkessel zu steigen. Und wahrlich, wir können es als Glück auffassen, das Dennis nun wieder voll da ist. Er wirkt in sich ruhender. So lange war der Chambers krank, jetzt groovt er wieder, Gott sei Dank.

Sein Onlineauftritt in Neustadt an der Weinstraße am 19.09.17 wurde gekonnt gehostet: Die Fragen stellte Florian Alexandru-Zorn.

Nun die Auflösung zu oben: Was das Bassdrum-Fell des Tages (ganz oben) angeht, so haben Dennis Chambers und Felix Lehrmann mehreres gemeinsam. Vor allem aber eins: Eine sehr ähnliche Kopfbedeckung, die wie eine Ikone des Gesamtstyles daherkommt. Hochgradig erkennbar. Was dem Greb seine Mützchen, ist dem Dennis und dem Felix sein Cap. Auch wenn das jetzt nicht ganz richtig deutsch ausgedrückt ist. Aber schließlich trommeln wir, wozu auch noch groß richtig daherreden?

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494/17: Video: Ein Tourgespräch mit Felix Lehrmann

Videotipp


Schlagzeuger Felix Lehrmann: Tourgespräche-Podcast Interview powered by GEWA Drums

Spannendes und persönliches Interview mit Schlagzeuger Felix Lehrmann (u.a. Dendemann, Sarah Connor, Neo Magazin Royale Band) aus der Tourgespräche-Podcast Serie. Powered by GEWA. — Zum Tourgespräche-Podcast: http://www.tourgespraeche.de — Zu GEWA-Drums: www.facebook.com/gewadrumsdachl Drummer Felix Lehrmann beantwortet in diesem einstündigen Gespräch mit Bassist und Tourgespräche-Gründer Markus Vieweg (Glasperlenspiel) nicht nur User-Fragen sondern spricht im Anschluss u.a. über seinen Werdegang, den Beginn seiner Schlagzeugkarriere und die Veränderungen durch Social Media und die Arbeit im Studio im 21. Jahrhundert.

Scheiß Social Media: Zu spät gezeugt, wäre lieber früher gekommen, so in den Seventies.

Ist nichts draus geworden.

Macht ja auch nichts.

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493/17: Video: Virgil Donati + Thomas Lang in Australien + Asien #Tourblog

Videotipp


Thomas Lang and Virgil Donati THE DW TV SHOW TOUR Video Blog FULL MOVIE

Veröffentlicht am 27.08.2017
A look behind the scenes of the international drum-duet tour with Virgil Donati and Thomas Lang, organized by Drum Workshop drums.
Lots of drumming, rehearsal footage, performances, and plenty of fun and awesome drum entertainment with two of the most respected drummers on the planet.

Thomas Lang + Virgil Donati auf Promotions in Down under.

Im Grund genommen haben sich da zwei Drummer offenbar vorgenommen, jetzt mal über nichts anderes als Drumming zu reden. Ein wunderbar ausführlicher Streifen über das Leben on the road, als Schlagzeugbotschafter all round the world.

Für Virgil Donati geht es auch irgendwie Richtung zuhause. Der Australier lebt in Amerika.

Ansonsten nonstop nonsens.

Viel Spaß.

492/17: Interview: Über das Albtraumtheater, bei Dream Theater auszusteigen

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That Drummer Guy Interviews Mike Portnoy

This is my interview with legendary Mike Portnoy. This was taken place over the phone on Monday November 21, 2016. In this interview we talk everything you need to know about about Mike Portnoy in 2016 including the brand new Neal More Band double album, The Similitude Of A Dream which is out NOW through Radiant Records. We also talk Mike Portnoy’s Shattered Fortress, playing with Twisted Sister, Max Portnoy and Next To None, BREAKING NEWS THAT PREMIERS IN THIS INTERVIEW, the best of 2016 and so much more! Website: thatdrummerguy.com – Facebook: facebook.com/that1drummerguy – Twitter: @thatdrummerguy1 – Instagram.com/that1drummerguy -Youtube: youtube.com/user/shatteredmetal1

Der Drummer Mike Portnoy und die Gründe, warum er Dream Theater verließ. Portnoy spricht die Karrieren von Led Zeppelin und den Beatles an. Led Zeppelin löste sich auf, weil es im Grunde keine adäquate Möglichkeit gab, den 1980 gestorbenen, kongenialen Drummer John Henry Bonham zu ersetzen. Die Beatles drifteten auseinander in mehreren Phasen, die teils bereits Jahre vorher ihren Anfang nahmen: Ringo Starr war zeitweilig ausgestiegen, George Harrison äußerte erste Absonderungsbestrebungen, John Lennon mäanderte in die japanische Performancekunst seiner schreienden Ehefrau und Paul McCartney besiegelte schließlich das Ende der Beatles im April 1970. Alle vier Beatles folgten anschliessend ihrem Herzen.

Ein ausführliches Interview, in dem wir u.a. erfahren, dass es einem Musiker gut ansteht, von sicheren, eingefahrenen Bahnen abzulassen, nach links oder rechts abzubiegen und „der Stimme Deines Herzens“ zu folgen. So bricht sich Vergangenheit durch Erkenntnis und schließlich Veränderung Bahn. Bahncard Cosmopolitan.

Ich kann das aus eigener Erfahrung mehrfach bestätigen. In jedem solchen Bruch steckt häufig tatsächlich eine unglaubliche Chance, über sich selbst hinaus zu wachsen, bzw. nächste Erkenntnistreppen zu erklimmen. Ja, es ist der Stairway to Heaven, das macht Angst, aber auch Mut: Endlich vorstoßen zum Zentrum der Veränderung. So nennt ja Moses Pelham seine Kreativitätszentrale. Und Recht hat er. Moses Pelham ist nicht mal Schlagzeuger.

Listen. Bzw. hört ruhig mal rein.

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491/17: Video: Von Tscho Ko La Da, dem Abklatschen von schwarzen Punkten – Das Konzept „The DrumCode“ von Andi Bühler, Berlin

Pauker wendet Notenblatt (gif)

Während Du verrückt stöhnst, frißt er Dir den Kühlschrank leer.
Und Du schielst schon.
(Nina Hagen, 1978, Nina Hagen Band, Song „Superboy“)

So wie sich Nina Hagen über den Superboy beklagt, muss er am Ende gar ein Drummer gewesen sein? Überliefert ist das nicht. Aber so scheint es. Am Ende einer Woche war für letzten Samstag ein Drum-Workshop unter der Anleitung von Andi Bühler meinerseits gebucht.

Der im Grundsatz als bspw. fünf- bis siebenköpfige Workshop fand unter leicht veränderten Rahmenbedingungen statt. Eine Gruppe von fünf süddeutschen Drummern hatte kurzfristig abgesagt, weil einer von fünfen sich die Schulter ausgerenkt hat. Sehr ärgerlich. Bzw. ganz wunderbar. So fand der Kurs mit Zeitverkürzung und Begrenzung auf einen Seminartag, anstatt zweien statt und die Schülerzahl betrug exakt „one two“. Also zwei. Ein intimes Wetterleuchten und eine intensive Schulungsatmo. Es ist auch schön, dass man den Bajuwaren in diesem Punkt eine Weichei-Mentalität nachsagen darf: Ich darf das.

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488/17: Shopping: Streifzüge im drummatischen Internet-Fruchtgarten: Grebfruit2 has landed, PolyNome bedient der Schlagzeug-Gnom!

Benny Greb - Grebfruit 2 (CD Cover)

Hier wagt sich Benny Greb (Schlagzeuger) auch aus der gesangstechnischen Deckung. Wir hören bspw. alte Phil Collins-Klassiker. Das Album „Grebfruit2“ ist sicherlich in erster Linie eins für die weltweiten Anhänger des Schlagzeugers und bedarf einer großen intellektuellen Freiheit und Großzügigkeit: Mainstreamkunden werden sich das witzige, verspielte und voll Situationskomik steckende Machwerk des Hamburger Ausnahmedrummers nicht anhören. Dumm gelaufen, denn das Ding groovt wie Sau.

Nun ist die CD raus, Grebfruit2 ist veröffentlicht.

Heute habe ich mir die CD virtuell downgeloadet via iTunes.

Bei der Gelegenheit besorgte ich mir auch gleich PolyNome, eine App, die mir als ganz besonders hilfreich aufgefallen ist.

Jetzt folgt die Testphase, der Elchtest. Wird Grebfruit2 an Grebfruit1 heranreichen? Vorab dazu schon mal ein voreiliges Statement: Ja, tut es. Zwei Stücke aus den Meinl-Produktvideos hatte ich hier schon vorgestellt. Es war sozusagen ein sicherer Kauf. I am talking to Jesus all my life. Man zweifelt im Moment noch ein bisserl am Willen von Greb, dem Projekt Moving Parts auch weiterhin Verve und Zuneigung zuteil werden zu lassen. Und hofft, das Projekt existiert freundlich weiter, denn es ist eine sehr schöne Sache. Besonders dankbar nimmt diese Website die Wiederveröffentlichung des Beatles-Songs Blackbird entgegen. Die Schwesternseite gleichen Namens ist hier….

Was nun PolyNome angeht, bin ich zweitens so sicher wie im ersteren Fall. Die App nützt brutal.

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487/17: Video: Benny Greb – „Tricky“

Benny Greb (Foto: Gerhard Kühne, mit Dank) #VicFirth


Meinl Cymbals – Benny Greb “TRICKY“

Benny Greb – “TRICKY“ taken from his album GREBFRUIT2
The cymbals Benny is using in this song are:
08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – top
08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – bottom
14“ Byzance Sand Hats
18“ Byzance Sand Thin Crash
14“ GenerationX China – underneath Sand Thin Crash
17“ Byzance Jazz Medium Thin Crash – top
18“ Byzance China – bottom
08“ Artist Concept Model Crasher Hats
16“ Byzance Sand Hats (R&D prototype)
22“ Byzance Sand Crash Ride
GREBFRUIT2 is available here: https://lnk.to/Grebfruit2

Dieser Tage erscheint das Album „Grebfruit2“. Am 21.07.17, um genau zu sein.

Das Video ist von Meinl Cymbals zur Verfügung gestellt worden. Es ist das zweite von zweien.

Bitte kurz anschnallen.

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486/17: Video: Auflösung zur richtigen Schreibweise: Es ist der Nickel-Backbeat #Jostnickel

Videotipp


Learn Jost Nickels Groove for „Rave against the Machine“!

Die Frage drängte sich auf: Wie schreibt man das richtig?

Ist es der Nickel-Backbeat?

Oder sagt man Nickelback-Beat?

Das kommt auf die Verhältnisse an und ist eine Frage der Neigung. Soll es funky (sprich: „fonky“) sein und abgehen wie Schmidts Katze, Erinnerungen an Blue Öyster Cults Kultklassiker „More cowbell“ wecken, guten Stadionfunk auszeichnen und die Tanzlust wecken, ist es zweifelsohne Jost Nickels „Rave Against The Machine“, wie er 2013 zu Demonstrationszwecken vom Stockhersteller Vic Firth zu Fortbildungszwecken ins Netz gestellt wurde.

Das obige Foto stammt von Jost Nickel und zeigt sein neues Sonor SQ1 Schlagzeug mit altbewährter Leopardefell-Bassdrum. Während im obigen Liveact eine Sonor white-silver-racing-stripe-Lackierung des Drumsets daherkommt, die an das Tama Starclassic Bubinga in fast deckungsgleicher Schönheit stark erinnert, ist inzwischen der erdtönerne Naturkessel mit dem Leopardefell bestückt. Nickel gibt 2017 insgesamt fünf Konzerte mit Jan Delay + Disko No. 1, teilt er gerade mit.

Der andere Nickelback-Beat genannte betrifft die amerikanische Band Nickelback, von der viel Verruf in den letzten zwei Jahren im Netz steht. Reden wir nicht weiter darüber. Dit kannste ja vajessen.

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