616/21 #Positionen – Beim Apollo: Ich sollte eine Audiogramm-Stunde geben – Kellner? Da ist ein Gähnen in meinem Ohr!

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Waiter, There Is A Yawn In My Ear #TheRoaringSilence #MMEB #Shout #Listen2TheMusic #TTT #Tulipstagram

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Waiter, There is A Yawn In My Ear – Manfred Manns Earth Band (The Roaring Silence, 1976)

Das 1976 erschienene Album der Manfred Mann Earth Band namens The Roaring Silence bildet mir eine Art Assoziationsbrücke zwischen früher und heute ab, weil ich mich mit meinem Gehör befasse. Besser gesagt mit meinem Restgehör.

Höre ich noch gut? Oder ist es mit dem absoluten Gehör längst vorbei? Wir lernen über diese Frage viel, bzw. wir hören viel vom Hörensagen. Eins der Tulipanischen Gesetze, mit denen ich seit mehreren Jahrzehnten durch die Gegend laufe, lautet ungefähr: Du bist Schlagzeuger, was willst Du noch erwarten? Du hörst wie ein alter Mann. Längst ist das Hörvermögen empfindlich geschädigt. Du kannst nicht mehr in den Wald hineinhorchen, ob es Dir auch freundlich entgegenruft.

Ungefähr so.

Nachdem ich, was meine Augen betrifft, immer wieder unter sporadischen Beobachtungsversuchen von Optikern wie Fielmann und Apollo stehe, ruft mich mein Weg zu Apollo am 16.06.2021 auch audiophonetisch zur Räson. Man wird übrigens nicht reich und berühmt, wenn man mal eine Audiogramm-Stunde geben muss. Apollo hat seit kurzem das optische Angebot an Sehhilfen um den Audio-Aspekt erweitert. Inzwischen sitzen ausgebildete Hörgeräteakustiker in deren Filialen. Aus diesem Grund wurde ich freundlich angesprochen, ob ich mich nicht kostenlos einem Hörtest unterziehen möchte?

Damit habe ich nicht gerechnet. Freiwillig hätte ich das nie getan. Aber wo kein Wille, da war nun der Weg, einen als Besitzstand gut erinnerlichen Überzeugungsfundus meinerseits einer Nachüberprüfung zu unterziehen. Denn was ich wusste, wich vom Messergebnis doch ab. Und deswegen war es gut so, denn ich mochte. Ich hatte zufällig Zeit.

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610/20 #Positionen – Die zwei großen Denkmodelle der Drummereducation im Online-Bereich

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22.11.20 #tamastarclassicbubinga #drumsmakewumms #TTT #Tulipstagram

22.11.20 #tamastarclassicbubinga #drumsmakewumms #TTT #Tulipstagram

Zwei grundlegende Geschäftsmodelle stehen sich gerade feindlich gegenüber: Der bezahlte Unterricht und das kostenlose Angebot, Drumcontent auf Websites anzusehen. Das kostenlose Angebot gibt es durchaus schon länger, aber es ist weitgehend unstrukturiert, anarchisch, verstreut und gewissermaßen nicht qualitätsüberprüft. Das ändert sich nun.

Dieser Tage geht ein Onlinelesson-Anbieter mit einem neuen, registrierungspflichtigen, kostenlosen Modul Onlineunterschrift für Schlagzeug online. Die Onlinelessons.tv GmbH von Florian Alexandru-Zorn aus Neustadt an der Weinstraße bietet auf einer alternativen Website einseitigen Unterricht online kostenlos an. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit nicht um Unterricht, der stets bidirektionale Aspekte hat. Also ein oder mehrere Eleven (Schüler) und einen oder mehrere Lehrer. Es ist das Wesen eines funktionierenden Unterrichts, dass der Lehrer nachguckt, was der Schüler treibt. Es geht um Anweisung, Hilfestellung zum erfolgreichen Üben, um das Nachfragen nach Lernerfolgen und das sich vom Schüler bzw. Lehrer zeigen lassen, wie es falsch läuft und wie man es besser macht. „Zeig mal, wie du den Paradiddle spielst.“

Let it roll, let it roll: Nun greift der Lehrer ein und korrigiert den Schüler. Aus unerfindlichen Gründen hat der Schüler den Stock nicht richtig gehalten. Auf diese Weise in die falsche Richtung übend, wird es ihm auf diese Art und Weise nie gelingen, die Diddlemäuse richtig auszuführen, schnell und präzise. So wie Dr. Steve Gadd, ehemaliger Tapdancer von Kindesbeinen an, im Grunde genommen vom Rudiment herkommt. Werden wir also irgendwann einmal lauter kleine Steves haben, Vinnies, Daves oder doch nur ein Heer begabter Autodidakten wie den Beatlesdrummer Ringo Starr, der damit noch Musikgeschichte schreiben konnte, den Drumroll von Come Together entgegen jeder Lehrmeinung falsch herum angeordnet zu haben, sodass dann Generationen von Drummern versuchten, diesen kongenialen Drumgroove zu entschlüsseln? Man weiß es nicht.

Das neue Modell aus Neustadt an der Weinstraße ist ein Videoabrufangebot in einem geschützten Login-Bereich, indem uns illustre Drummerpersönlichkeiten in Videoparts bestimmte Aspekte ihres drummerischen Tuns vermitteln. Das neue Angebot wirkt erst einmal wie ein selbstloses Give Away und wir fragen uns, was die Herausgeber damit bezwecken? Sind sie Salonkommunisten und predigen Bildung für alle, kostenlos, jederzeit abrufbar, zeit- und ortsunabhängig? Oder bringen sie ihre Schäfchen ins Trockene, ohne dass wir das überhaupt mitbekommen?

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587/20 #Positionen Braucht man Noten zum Schlagzeug spielen? Die einen sagen so….

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Pauker wendet Notenblatt (gif)

Noten werden das Transkribieren, was man ohne sie von der Ferne oder ohne Lehrer nicht zu entschlüsseln vermag oder was man sich aufschreibt, um es später bei passender Gelegenheit wieder abzurufen. Noten ersetzen nicht das Spiel und nicht die Interpretation. Hinderlich an ihnen ist aber auch, dass um sie dechiffrieren zu können, viel viel Zeit aufgewendet werden muss, um lesesicher zu werden. Blattspielsicher, das ist eine von vielen Königsdisziplinen, die im Bigbandspiel ihre Berechtigung hat. Im freien Zusammenspiel von Musikern spielen Noten eher eine untergeordnete Rolle.

Also: Nicht zu wichtig nehmen. Und nur drauf zurückgreifen, wenn´s das unbedingt braucht. Weiter üben…

Notiert am 07.02.2020 auf Facebook
(Mit Markus Kicker)

557/19: Lack: Ich weiß, was Du früher in Weissenfels an der Saale getrieben hast. Du Lümmel! Parshipdrummers worldwide!

#DuoBob #Trowa #Parshipdrummers #TrommelfabrikWeissenfels #KlausRuple - For more informations please visit Instagram-Account of @klausruplesonorvintagedrums oder especially @sonorinweissenfels

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Die Zöllner – ROT

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Dieses Set (Fotobearbeitung ganz oben) ist mit Abstand eins der Schürfsten, das die Welt je gesehen hat. Aber was hat die Welt schon gesehen? Schlagzeuge wie dieses? Ich kann mit Worten nichts beschreien. Fest steht: Unverständlicherweise hat es sich nicht durchgesetzt.

Ich hab ein Bisschen Mühe angeknabbert, knappe Tagesfreizeit und als Wunsch dem Vater des Gedankens gehuldigt. Klaus Ruples Edition Sonor in Weissenfels habe ich grafisch neu umsäumt, ich habe Jahre nichts versäumt, denn ich hab nur von Dir geträumt. Eine Ehe, eine lang andauernde Beziehung ist, wenn sie auf dem Bauch liegt, während er auf ihrem Rücken trommelt. Shit: Hier wird Parshipdrummen endlich greif- bzw. spielbar. Das Drumset ist jetzt alt: Hörbar Rost.

Werft alles weg von früher und fangt ganz von vorn an. Das abgebildete Set ist in der richtigen Farbe angetuscht: Revolutionär rot. Der geilste Funkdrumgroove aus deutschen Landen, ist hier gleich eingeblendet und stammt von Matthias Mantzke, der um die Aufnahme dieses Songs herum Zirk Döllners Drummer war. Matthias Mantzke tourt übrigens derzeit mit Michael Brandt (g) und der einzigartigen Showsirene Barbara Schöneberger durch die Lande. Das Stück oben heißt: Rot. Die Band Zie Döllner. Eventuell war es auch umgekehrt.

Verfluchter geiler Shit. Rot.

Weiterführend

Danke, Dirk Zöllner, für diesen Song.
Danke, Klaus Ruple, für dieses Traumdrumset.

541/19: Kritik: Das Regensburger Drummerweekend vom 11.01. bis 13.01. ist zu Ende – eine Nachbetrachtung meinerseits

Die Music Academy ist lokal nahe am Hauptbahnhof Regensburg in einem ehemaligen, zu ebener Erde gelegenen, liebevoll und historisch korrekt sanierten Lokschuppen untergebracht, so flat gebaut wie Flatrate gedacht, eben rund um die musikalische Feldherrenschaft am eigenen Instrument. Schlagzeug, Piano, Gitarre und paar andere Instrumente werden angeboten, bitte genauer nachschauen, ich bin doch kein Erklärbär.

Für das Schlagzeugspiel am Set zeichnet hier Gerwin ‚Geff‘ Eisenhauer verantwortlich. Nomen est omen, drischt der Mann nicht nur auf Holz der japanischen Pro-Marke „Tama“, sondern auf eiserne Becken aus Gutenstetten. Meinl Cymbals liefert dem beruflichen Eisenhauer das Beckenwerk als wäre es eins des Teufels.

Eisenhauer ist stilistisch wirklich mit allen Wassern gewaschen und gibt den Motown-Abend im Verlauf einer dreitägigen Veranstaltung namens Drummerweekend Regensburg 2019 zum vermutlich dritten Male (ich muss nachfragen) genau so überzeugend und umwerfend wie einen äußerst gewieften drums’n’bass-Schlagzeuger – und das im Kontext eines mehr als umwerfenden eigenen Jazztrios namens Trio Elf. Man weiß nicht genau, wofür das „elf“ steht – steht es im Internet ja für Superlative, das Umwerfende, die Übertreibung, man kann es auch als drölf!! mit vielen Ausrufezeichen noch stärker machen.

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