208/11: Drummerwissen: Was sind eigentlich „Gospel Chops“? – Erklärungsversuche!


Carlin Muccular (dr) „Gospel Chops, Part1“ (via youtube)

Chops würde ich als „persönliche Tricks“ übersetzen, die ein Drummer draufhat. Dabei ist das Wort Tricks aber nicht ganz passend, denn Tricks gibt es am Schlagzeug nicht, nur „Können“. Vielleicht könnte man sagen, daß Chops die Sachen sind, die ein Drummer am Schlagzeug besonders gut kann, und mit denen er andere Drummer ins Staunen versetzt. Beispiel: die wahnsinnig schnelle Double Stroke Rolls von Virgil Donati an den Bass-Drums. (Nutzer: FOX im Drummerforum)

Auf den Begriff Gopsel Chops stieß ich erstmals, als ich die aktuelle drum heads-Ausgabe (vergl. vorheriger Artikel) aufschlug und von einem Thomas Lang-Drummer Boot Camp las. Dann folgte ich den Anregungen der Textredaktion und erfuhr, dass man das Internet befragen könne. Ehrlich gesagt habe ich kaum weiterführende Antworten erhalten. Deshalb werde ich jetzt nachfolgend mal ein paar Informationen dazu zusammentragen, in der Hoffnung, dies Thema wird dann mal „rundgeschrieben“ von Anderen. In die deutsche Wikipedia könnte man einen Lexikoneintrag packen, damit auch die Wissenschaft 😉 erfährt, es gibt sie.

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207/11: FotoPodcast: Beim Thomas Lang Bootcamp geht´s zur Sache #Schlagzeugnoten

Thomas Lang, Seminarauszüge

Thomas Lang, Seminarauszüge

Thomas Lang als Schlagzeuger mag ich nicht. Er ist Österreicher und lebt in Amerika und für mich ist er so etwas der „Arnold Schwarzenegger der Schlagzeuger“. Thomas Lang als Techniker: das ist schon bewunderungswürdig.

Der Mann kann eigentlich alles spielen: to play the unplayable. Von wegen „vamos al la playas“. Nichts da. Weil der Mann jede technisch noch so vertrackte Schlagfolge beherrscht, lohnt sich vielleicht ein Besuch seiner umherlichternden „Boot Camps“. Das Bild oben ist ein Scan aus der aktuellen Ausgabe von „drum heads“, Ausgabe 04.11, Seite 60. Das Heft ist lesenwert. Manuela Müller, seit kurzem Chefredakteurin, macht einen guten Job. Über den Wechsel in der Chefredaktion hatten wir seinerzeit berichtet.

206/11: Video: Björn Etzel und Christian Auer #Trommeltage

Videotipp


Björn Etzel (dr) und Christian Auer (perc) (via youtube)

Dass Percussionisten, vor allem wenn sie nichts können, nur „präkeln“, also Geräusche verursachen, die sich in die angebotenen Grundgrooves nicht einfügen, darüber hatte ich hier schon berichtet. Das Gegenteil ist der Fall in diesem Video von den Trommeltagen 2010: das sind zwei Könner, und sie hören aufeinander. Was der eine nicht schafft, läßt der andere links liegen und umgekehrt.  Im Grunde beherrschen sie das, was sie da spielen. Vorzüglich. Hat Spaß gemacht anzusehen.

205/11: Videos: Eine gezielte Remineszenz an seinen Schlagzeuger-Übervater #Jason Bonham

Videotipp


John Bonham Tribute by Jason Bonham at Guitar Center’s Drum-Off 2009 (via youtube)

Ohne Besen (siehe vorheriger Beitrag), auch nicht mit Schirm, Charme & Melone (Bonham´s Erkennungszeichen), dafür aber auch „echt sauber“, allerdings auch nicht gerade „sehr clean“, was Sohnematz Jason da so spielt. Kein Wunder: Bei dem Vater. Stille, Andächtigkeit, RIP, John-Henry, we miss you!

204/11: Videos: Florian Alexandru-Zorn, Jazzbesen, der Papst und „Habbemus brushem“ #Vati kann

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Das ist ganz einfach: Wer keinen Stil hat, der arbeitet dran. Wer keinen Stiel hat, der schnitzt sich einen! #Kleine Drummerkunde

Florian Alexandru-Zorn aus der Pfalz arbeitet schon jahrelang an seinem Stil als Besen-Schlagzeuger. To Play The Brushes, also „Brusher“ (sprich: Brascher) zu sein, hat es „in sich“. Während mehr als die geschätzte Hälfte der Drums spielenden Menschheit mit Holz herumpräkelt und auf die Felle eindrischt, in der Annahme, als Doom Metal-Spieler könne man sich „sichere Meriten“ verdienen, ist sein Pläsier das leichte, angedeutete und filigrane, einen Stil zu spielen, der vom „kleineren Unterschied“ zwischen laut und leise lebt, anstatt vom gegensätzlichen Llllaaauuuut!! (gebrüllt) und lllleeeiiisssee (nicht einmal geflüstert).

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