508/18: Video: Groove gibt Brot, Arbeit und Anerkennung – Und Stockhaltung ist so Vinnie, oder eben auch nicht


Chick Corea Vinnie Colaiuta John Patitucci Humpty Dumpty Live HD

Chick Corea Akoustic Band is Chick Corea on acoustic grand piano, John Patitucci on acoustic bass and Vinnie Colaiuta on drums performing Humpty Dumpty. The jazz classic is originally from Chick Corea’s 1978 album The Mad Hatter. Very fine individual piano, bass and drum solos (5:56) are included. Chick Corea New Akoustic Band was live in concert at The Blue Note, Tokyo, Japan in November 1992.

Vom Stockspiel besessen: Vinnie Colauita, Drummer, hier im Trio.

Neulich wechselte ich die führende Hand. Open Handed: Hihat-Führung mit links, also nicht von rechts und über Kreuz.

Mein Bassist bemerkte am Ende des Stücks: Nicht die Hand wechseln. Sonst geht der Groove flöten. Ich sagte: Entschuldigung, das war nicht meine Absicht. Ich wechsele, um das zu üben. Die Idee von Open Handed habe ich von vielen Drummern: Simon Phillipps tut es. Claus Hessler tut es. Ich tue es zuweilen. Ohne dabei sonderlich gern den Groove zu verlieren. Das nun gar nicht. Jedenfalls nicht absichtlich. Das Ziel ist immer eine mindestens genau so starke linke wie die rechte. Bumm tschak.

Paradiddle. Diddle.

Und die Stockhaltung: Mein Bassist sagte nun, diese Stockhaltung, wie wenn man es nicht kann. Er meinte den „traditional grip“ – Besser ist der matched grip. Traditional grip, das groovt nicht. Ich wende vorsichtig ein: Doch doch, spielen viele traditional grip und groovt wie Sau. Mir fallen viele Namen ein. Todd Sucherman, Steve Gadd. Ach ja, Vinnie. Mein Bassist sagt: Aber du bist nicht Vinnie. Da hat er wirklich recht.

Leider, leider.

507/18: Video: Zum Thema Take Five, zu Joe Morello


Joe Morello – The „Take Five“ Cymbal Documentary

Mini Documentary featuring Joe Morello and the original „Take Five“ Zildjian cymbal – Filmed at Memphis Drum Shop (2017)

„There was only one cymbal and he made it work for the entire tune. The year was 1959. The Dave Brubeck Quartet records the album „Time Out,“ the first instrumental Jazz recording to sell over a million copies. The song „Take Five,“ played in 5/4 time with the featured drum solo, went on to become the best-selling Jazz single of all time. Joe Morello was the drummer and this is part of his story.“

Joe Morello’s „Take Five“ Cymbal Specs:
Weight: 2192 grams
Size: 20 1/8″ (51cm)
Model/Stamp: 1950’s Zildjian Small Stamp „B“

This video brought to you by Jim Pettit at Memphis Drum Shop.
See this video on our website – https://memphisdrumshop.com/joe-morel…
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Eine kurze, aber ebenso heftige Verneigung vor dem Mann in Five Four: Joe Morello.

Nur so ist zu erklären, warum wir alle im Schatten dieses Mannes stehen, wir Schattenmorellos.

Angucken, weiter arbeiten…

506/18: Drumstalk: Berte Engel über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop, Hakim Ludin und das Unplugged-Spielen im Traditional Grip

 


DW Drums – Bertram Engel

Bertram Engel prägt die deutsche Rockmusik seit mehr als 30 Jahren als Musiker wie auch als Sänger, Songwriter und Produzent. 1957 in Burgsteinfurt bei Münster geboren, verarbeitet er als kleiner Junge den Tod des Vaters. Nach Beendigung der Schule führte ihn sein Weg nach Münster, um dort an der Musikhochschule ein klassisches Musikstudium in den Fächern Schlagzeug und Klavier zu absolvieren. Bereits mit 17 Jahren veröffentlicht er mit seinem Bruder Thomas sein erstes Album „Gebrüder Engel“. Produzent und „Vater“ des Projektes ist Steffi Stephan, Bassist von Udo Lindenbergs Panikorchester. Durch ihn entstehen erste Kontakte zu Udo, der sich beim Ausstieg seines jahrelangen Schlagzeugers „Keith Forsey“ sofort an das junge Talent erinnert und ihn nach einem Probekonzert für seine Galaxo-Gang-Tour `76 engagiert. Peter Maffay wird beim Besuch eines Konzertes seines Kollegen Lindenberg vom Engelfieber gepackt und möchte den jungen Drummer mit der charismatischen Handschrift auch für seine Band verpflichten. Inzwischen ist er seit mehr als 30 Jahren aus beiden Bands nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Bruce Springsteen, Eric Burdon, Robert Palmer, Jimmy Barnes und Chris Thompson engagieren ihn für ihre Projekte und Tourneen. In den 90ern wird mit der ersten Produzenten- Tätigkeit des Maffay-Albums „Kein Weg zu weit“ ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Bertram nutzt Drums aus dem Hause Drum Workshop (DW) und Felle von REMO. Aktuell ist er mit Peter Maffay auf deutschlandweiter MTV Unplugged Tour. (Text von GEWA-Drums, gekürzt)

Bertram „Berte“ Engel redet – sagen wir, im aus vertriebstechnischen Gründen des Produktmarketings hergestellten Drumtalk-Video – über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop seit 2006. Das ist nun auch schon eine ganze Weile so, mit der Zusammenarbeit. Auf der aktuellen Peter-Maffay-Tour ist der mit Handschuhen spielende deutsche Über- bzw. Stadiondrummer im Matched Grip unterwegs. Sein Frontfell hat ihm Viktor Träuptmann gemacht. Schlicht, einfach und saugut. Das ganze Stainless Steel-Kit von Bertram, ein echter Eyecatcher und ein Traum.

Bitte macht Euch eins klar: Vom Drumtalk zum Drumstalk ist es nur ein Buchstabe. Bertram ist aber auch ein toller Typ. Die ganze Geschichte hat aber auch einen Hakim. Miep.

Weiterführend

505/18: Video: Anika Nilles + Jost Nickel im drumtalk – und das Stück „Toses“ mit einem Drumsolo von Jost Nickel

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Anika Nilles & Jost Nickel – drumtalk [episode 34]

Thanks to Oliver Laux for filming and Tim Zahn for the live mix: During Musikmesse 2017 I met two excellent German groove drummers at the Marriott in Frankfurt: Jan Delay drummer Jost Nickel and solo artist Anika Nilles spent some time with me and we had an awesome doubletalk on the art of merging feeling, soul, simplicity and groove into the universally understandable language of drumming. Success, mistakes, teaching, the rights and wrongs were important topics as well as the ides that expressing oneself, making oneself understood as well as understanding others is something that has to be nurtured as much as the rudimental exercises. – YouTubeUser drumtalk

To Be in the Zone.

Wie kommt man dahin? – Jost Nickel streift dann auch sehr, sehr lustig die Frage, wie ein Drumsolo aufgebaut sein sollte, seiner Meinung nach. Es darf sich dabei für ihn nicht um „random notes“ handeln, es muss schon irgendeine Art von Dramatik oder Wohlüberlegung dabei sein. Na gut.  Nobody’s perfect, erklärt uns Anika und erzählt von ihren fails vor Drummern, die sich nun freuen, dass Du failst, weil Du bist der Plusquamperfekt des Drummatischen. Jost Nickel denkt das dann weiter. “There are no wrong notes in jazz: only notes in the wrong places.” „If You hit A wrong note, it’s the next note that you play that determines if it’s good or bad. (Beides Zitate von Miles Davis, die möglicherweise hilfreich sind,)

Wie bleibt man als Schlagzeuger in seiner Wohlfühlzone?

Sehr schönes Video, wie ich finde. Kompliment auch an die Macher dieses Videos, nicht nur an die beiden Drummer Anika Nilles und Jost Nickel.

Weiterführend