363/14: Videos: „I Wisch“ – Neue Besen kehren gut. Ältere brauchen etwas Zeit.

Tommy.Tulip_DSC09818_Drum.Studies

Videos von Wischorgien möchte ich zum Nachweis einer gewissen Fleißigkeit veröffentlichen. Numero Eins ist hier und Numero Zwo erschien schon vor kurzem und ist hier nochmals ergänzend zum Vergleich eingefügt.

Sicher nicht als Perlen der Musikkultur Europas verwendbar, zeigen sie aber doch das Besenspiel ausgiebig.

Mir gefallen sie nämlich, gerade weil sie so „spartanisch“ sind, nur Gitarrist und Schlagzeuger.

Viel Spaß. Auf der nachfolgenden Seite…

Weiterlesen

362/14: Video: HowTo Play A „Stolperfalle“, von Miles Davis „Bitches Brew“ und die Suche nach einem Basskontinuum!

Videotipp

Videotipp

Screenshot_Jazzidiots_2

Mein Bassist ist einer, den ich sehr gerne mag, mit dem ich schon lange und immer wieder bei neuen Gelegenheiten gern zusammen spiele. Wir sind „sehr befreundet“. Alles an ihm ist mir angenehm, sogar sein Spiel. Der Fehler: Er mag sich nicht mehr fest auf eine „Bandzugehörigkeit“ einlassen, keine Auftritte mehr spielen und bietet deswegen an, sich für diesen Bedarf doch „bässer“ einen anderen zu suchen. Diese Suche ist schwierig.

Momentan spiele ich viel Besen. Und befasse mich mit „Qualitätsmanagement“. Was das eigene Spiel betrifft, selbstverständlich, in erster Linie. Was die Auswahl von passenden, guten Musikern angeht, in zweiter Linie. Davon handelt dieser Artikel, unter anderem.

Möchte immer besser werden und „heavy on wire“ („schwer auf Draht“). Damit das gelingt, muss man ich üben. Eine Erkenntnis, die erst durch langanhaltendes Wischen entsteht: Nicht mit Kraft wischen, sondern mit Leichtigkeit. Je leichter, desto besser ist der Wisch zu hören. I wisch, also bin ich.

Bei den wöchentlichen Proben mit den „Famous, Xtraordinary Jazzidiots“, die ich so nenne, bis mir was Besseres einfällt, schätze ich diese Teile der musikalischen Proben besonders, weil die erstens weniger lautstark ausfallen. Zweitens hört (und blickt) man besser durch, es wird transparenter. Fehler sind besser rauszuhören und auch, falls man einmal richtig gespielt hat.

Weiterlesen

204/11: Videos: Florian Alexandru-Zorn, Jazzbesen, der Papst und „Habbemus brushem“ #Vati kann

Videotipp

Das ist ganz einfach: Wer keinen Stil hat, der arbeitet dran. Wer keinen Stiel hat, der schnitzt sich einen! #Kleine Drummerkunde

Florian Alexandru-Zorn aus der Pfalz arbeitet schon jahrelang an seinem Stil als Besen-Schlagzeuger. To Play The Brushes, also „Brusher“ (sprich: Brascher) zu sein, hat es „in sich“. Während mehr als die geschätzte Hälfte der Drums spielenden Menschheit mit Holz herumpräkelt und auf die Felle eindrischt, in der Annahme, als Doom Metal-Spieler könne man sich „sichere Meriten“ verdienen, ist sein Pläsier das leichte, angedeutete und filigrane, einen Stil zu spielen, der vom „kleineren Unterschied“ zwischen laut und leise lebt, anstatt vom gegensätzlichen Llllaaauuuut!! (gebrüllt) und lllleeeiiisssee (nicht einmal geflüstert).

Weiterlesen

HowTo: Wie man eine Jazz-Ballade wischt – es ist wie Schwimmen, nur umgekehrt!

HowTo: play brushes on a Jazz Ballad

HowTo: play brushes on a Jazz Ballad

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Ausschnitt Probe Januar 2010 – Infant Eyes – Jazzballade)

Ich muss gestehen, das kann ich noch nicht so gut. Denn es ist schwierig. Vom Schlagzeug spielen macht man sich eher so Vorstellungen von harten Holzsticks und vom Herumdiggern auf den Schlagflächen, die uns die Welt bedeuten. Die Jazzballade allerdings würde durch Höhlenlärm wie diesen eher nur gestört werden, massiv gestört. Also geht es darum, Dezenz an den Tag zu legen, bzw. diese herbeizuwischen. Das Ganze erfolgt auf einer handelsüblichen Snare (kleine Konzerttrommel) mit gespanntem Teppich. Wenn wir uns die Snare als Uhr vorstellen, haben wir zwei Jazzbesen in der Hand, wobei wir den rechten Arm an die Position von drei Uhr ansetzen und die linke Hand bei neun Uhr verorten. Linkshänder denken bitte gern anders herum.

Sabine, Schlagzeuglehrerin, sagt: ‚Du musst dir das Wischen einer Jazzballade so vorstellen wie Schwimmbewegungen, nur anders herum. Das ist schon eine entscheidende Erkenntnis für allen Anfang, der zunächst schwierig ist. Denn es geht darum, sich mit den beiden auf dem Teppich herumwischenden Besen nicht ins Gehege zu kommen. Die linke Hand wischt auf der gedachten, hälftigen Unterseite des Kreisrunds Kreise entgegen dem Uhrzeigersinn, während die rechte Hand im oberen Hälftigen dagegen wischt. 

Weiterlesen