Sinn des Lebens: Werde ich eigentlich mein ganzes Leben lang besser? Oder nur routinierter? Â Oder tritt irgendwann eine Trendwende ein und alles verkehrt sich ins Gegenteil?
Immer wieder mal ein kurzes, allerdings fleischloses Audioschnitzel aus dem Proberaum. Es ist kurz, übersichtlich und gefällt mir ganz gut. Hab auch schon bessere verzapft, aber erinnerungshalber halte ich diesen kleinen Moment hier mal fest. Neulich hat ein facebook-Buddy mir geschrieben, er möge ein Drumsolo von mir, dass ich 2009 reingestellt habe. Ich hatte es total vergessen, hörte es nochmal an. Da gefiel es mir auch (wieder), oh Wunder.
Fehlt noch Teil 2 von insgesamt 2 Teilen, und wird hier nachgeliefert. Ein weiteres Audioschnitzel aus den Tiefen eines Kellers. Damit der vollkommen überraschte, neue Erstleser auf dieser Website (herzlich willkommen) sich zurechtfindet, linke ich hinten rum noch zu den Vorgeschichten dieser tieferen Betrachtung.
Das ist das Dynamische in dem Vorgang des Schreibens. Erst schreibt man einen Gedanken dahin, und dann strotzt er auch noch vor Fehlern. Gestern war gestern. Heute ist heute und die Nacht war sternenklar, mir sind verschiedene Erleuchtungen erschienen. Zunächst ein bisschen zur Sprach- bzw. Begriffsklärung.
Two of Us: Ein Song der Beatles. Paul McCartney ist frisch verliebt in Linda, ca. 1968, Sommer. Die beiden “fahren irgendwohin”, ratta. Sie -Linda- bringt Paul bei, wie man die Zeit vertut, ohne konkrete Pläne zu haben. Two of us riding nowhere…im Gepäck -natürlich- die Gitarre. So entsteht der Song. Er steht forthin für Zweisamkeit ohne Planung, aber schön und elementar. Wir zwei, wir machen irgendwas! Es wird schon.
Teil 2 eines Versuchs ganzheitlicher Betrachtungen mit unabsehbaren Folgen
Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.” Psalm 143,10 (Herrnhuter Losungen) – denkbares Stoßgebet eines Schlagzeugers, gerichtet an Buddy Rich
Nach Teil 1 der Feldforschungsserie in Gründung, wie man zwoeinhalb “Männer” (stellvertretend für Menschen) unter einen Hut bekommt, bandtechnisch, kann ich bereits weitere interessante Gedankenfetzen zum Besten geben. Dazu habe ich mich auch an eine Sachverständige für Percussionfragen gewandt. Ich hatte Gelegenheit, die Percussionisten der Gruppe “uchawi mashua” während eines ihrer Auftritte kennenzulernen.
Fragt man einen Schlagzeuger, wer wichtiger ist, im Bandzusammenhang, sagt er “Der Schlagzeuger”. Also habe ich die Chefpercussionistin von uchawi mashua gefragt. Erwartungsgemäß antwortete sie mit “der Percussionist”. So herum lässt sich also vermutlich das Problem nicht abschließend auflösen. Weitere Feldforschungsversuche.
Kernthema: Wie bekommt man 2 ½ Mann unter einen Hut?
Das hier hörbare Stück Audioschnitzel ist aus unserem Proberaum und wurde im Juni 2010 bearbeitet. Es handelt sich um ein Stück Reggae, dass allen bekannten Klischees, wie Reggae sich anhören muss, möglichst gerecht wird. Irgendwie ist es auch lustig anzuhören. Findet jedenfalls der Autor dieses Beitrags. Wir hatten das Stück schon einmal vor kurzem versuchsweise angespielt und es nun erneut aufgegriffen, um es als Reggae-Version einer bereits niedergelegten, anderen Fassung für uns aufzubereiten.
Es spricht tatsächlich einiges dafür, dass man dem konzentrierten Arbeiten in einem Proberaum irgendetwas Ätherisches nachfolgen lässt, was dem reinen Zeitvertreib Vergnügen dient. Ein solches kann bspw. sein, dass nach getaner Arbeit – dem Üben an der strengen Form – etwas Unverbindliches nachfolgt. Etwas, was sich entwickeln kann und was möglicherweise ganz woanders endet, als man selbst für möglich gehalten hätte. Abgebildet sind hier rund 32 Minuten Mitschnitt einer am 02.06.10 abgehaltenen Session der Musiker.
Angezeigt wurden die Blech- und Holzbläser der Stadt bei der Polizei von Nachbarn: wegen groben Unfugs, Lärm im Außenbereich. Währenddessen sinnierten die famous, xtraordinary blackbirds.tv darüber nach, was sie solchen Bläsern anbieten könnten, um nur erst einmal auf einen kleinsten, gemeinsamen Nenner zu gelangen?
Von der Sache her kein PlayAlong, sondern ein PlayAlone, also als Schnitzel gut durch ”well done” und ungeeignet, es noch mit weiteren Instrumenten zu ergänzen, verfeinern oder gar verbessern zu wollen… (Drummer Tommy zum nachfolgenden Stück Audioschnitzel)
Okay, wir geben zu, dass so ein saftiges Wiener Schnitzel (mit Zitrone und Petersilie, beides unverzichtbar) nicht jedermanns Sache sein muss. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das dürfte auch für das weitere Stück Soundschnitzel gelten, das hier zum Zwecke ordnungsgemäßer Berichterstattung über den Alltag aufgeführt ist.
In der Disco spiel’n sie Spliffco
und deshalb geh ich manchmal hin.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Überall wird rumerzählt
daß hier die Frauen sind.
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
Die Büffel stehen an der Bar
anderBaranderBarwarumstehndieda ?
- Da fliegt mir doch das Blech weg.
(Spliff “Das Blech)
Blechbläser aufgepasst: Man weiß ja, es ist schwer, eine gute Band zu finden, mit der man regelmäßig proben kann. Eine Vielzahl von Gründen spricht für oder gegen die regelmäßige, feste Mitarbeit in einer Band. Das haben sich die famous, xtraordinary restbirds.tv (vier von sechs blackbirds.tv, daher rest…) zu eigen gemacht und darüber nachgedacht, wie Berlin-Brandenburgs Bläsernachwuchs animiert werden kann, eine feste Bandmitgliedschaft zu erwägen. Und hier kommt jetzt die Lösung.
Am 20.04.2010 war Flo als Gast bei uns und wir spielten mit ihm ein paar Jam Sessions. Die Frage, ob Flo als Sänger und (additional) Keyboarder bei uns einsteigt, kann ich noch nicht beantworten. Denn die anderen Mitmusiker dürfen dazu ebenfalls “ihren Senf” beisteuern, meinungsmäßig.
Die Mitschnitte sind “direkt aus dem Leben gegriffen”, wer Fehler findet, darf sie behalten. Wir müssen jetzt überlegen.
Die Sache läuft so: Vom PC wird ein Sample eingespielt, das geloopt ist. Es läuft gebetsmühlenartig immer weiter. Die Musiker steigen drauf ein und machen was draus. Ist sehr experimentell, hört man ja…., und läuft alles über einen einzigen Akkord, D, inspiriert ist das Dingsbums von dem Song Norwegian Wood (Beatles), auch wenn es Uneingeweihte nicht unbedingt hören.
Zwischendurch kommen einzelne Musiker auch mal aus dem Takt, den Schlagzeuger eingeschlossen, nein, sie werden regelrecht rausgeworfen. Das Sample muss man laut genug anmachen, damit er von allen gut gehört wird. Erst war er zu laut, und dann -offenbar- zu leise. Macht nüscht: das war die erste Übung mit dem Stück. Es lebe das Dilettantentum. Weitere Probierversuche werden folgen. Denn dazu macht das Dingsbums zu viel Spaß. Omh!
Immer noch im Proberaum. Immer noch mit Berni (g.), Kai (perc.) und Gast Werner (bass) beim drummen (ich). Werner spielt ein Bass-Solo, taut langsam auf. Gut so. Ist ein kleiner Ausschnitt, aber ich finde, er macht es gut, und man kann es gut anhören.
Musiker finden: das ist so eine Sache. Geplant ist etwas Konkretes. Wir, das sind ein Schlagzeuger (ich), Berni spielt Gitarre und Kai Percussion. Wir haben inseriert nach einem Bassisten. Es hieß, wir würden aber auch einen Keyboarder nicht von der Bandkante stoßen. Sänger oder Sängerin? Später. Wenn sich jetzt jemand meldet, gern. Aber bis dahin: erst einmal eine Art Kernmannschaft aufstellen.
Das Stück stammt von Horace Silver und heisst “Nica´s Dream”. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.
260/10: Personen&Porträts: Jede Menge Vögel unterwegs, aber nur wenige Hauptvögel! Interview Volker Hauptvogel http://blackbirds.tv/?p=23111 week ago
liest gerade über den Gnogongo, einen schwarzafrikanischen Fluss im Delta von Düsseldorf und Richard Gleim - mehr http://tinyurl.com/353oyf73 weeks ago
erlaubt sich, auch eine via Facebook verbreitete Suchanzeige für einen könnerhaften Keyboarder in Berlin und Umgebung h… http://lnk.ms/B6DnZ3 weeks ago