496/17: Aufnahmen: ‚Angel Eyes‘ – Arranged by David Lynch ;-)

Musiker:
Ittai Rosenbaum (p)
Karl Schloz (g)
Stuart Kemp (b)
Tommy T. Tulip (dr.)
recorded September 22nd, 2017, Berlin

Hätte David Lynch „Angel Eyes“ arrangiert, klänge es vielleicht so?

Es handelt sich nicht um eine Tatsachenbehauptung. Sie ist rein fiktiv und fiel am Ende des Stücks im Raum, nachdem die beteiligten Musiker das Stück sich selbst gegeben hatten. Wie am Ende der Aufnahme zu hören ist.

Schon anhörbar, wenn man Jazz mag. Mag man keinen, ist das Vorhören nicht verboten. Vorhören, den Jazz anhören wie Vorboten. Von Schlauchbooten, über den Atlantik.

That’s where the jazz came from earlier.

Das Lied des Tages: Viel Spaß mit „Angel Eyes“. Ich hab es Euch ausgewischt. Mit Besen.

478/17: Aufnahmen: Es ist ein Lachen zu verkaufen.

P/Kb: Ittai
G: Karl
B: Christian
Dr.: Tommy

Veröffentlichungsdatum:
9 Juni 2017

Man sagt, es heiße Proberaum, weil so ein Raum zum Proben da sei. Das stimmt nicht ganz: Denn in Wirklichkeit ist so ein Raum auch eine Art Probierzimmer. In dem der Musiker etwas ausprobiert. Wenn er darf, wenn man ihn lässt. Der Proberaum ist eine Art vorgeschaltetes Geheimvestibül. Ob sich etwas gut anhört oder zum Kotzen ist, kann hier ausprobiert werden. Damit sind eben gerade nicht jene sicheren Augenblicke gemeint, in denen niemand wie sonst an (zu) verabredeten Partituren klebt und der Zeremonienmeister sein Ding (den Taktstock) schwingt und mit gestrengem bling bling (Blick) über die Einhaltung von Spielregeln wacht. Sir ßeimon Rättel beispielsweise. Dieser alte Hippie: Der hat die Haare lang. Und grau.

Wir wissen also nun, dass der Proberaum auch eine Art Illuminatenkammer für ganz außergewöhnliche Ideen ist. Hier steht der Fänger im Roggen, der Bauer im Weizen und der Kirkpatrick im Bossa Nova. Schuld ist nur der. Womit wir nun beim Thema sind: Ein Bossa (Chef), einer Nova (Erneuerer). Entweder fügt sich nun zusammen, was zusammengehört. Oder man hört, irgendwas hat gestört. War es ein falsches Cymbal, eine dissonante Elektrolaute, ein basslastige D-Kadenz oder gar eine ganz gewöhnliche, miese kleine Harfennutte?

Antwort: Lächeln lässt sich nicht verkaufen, Man muss schon laut lachen können. Laugh For Sale. Ist das nicht zum Schreien lustig? Nein? Entschuldige Deine Gelangweiltheit.

Das drummatisch dargebotene Jammsessionstück des Tages: Love For Sale. – Nicht das gleichnamige Album von Boney M., auf dem Bobby Farrell in Alufolie-Unterhosen über den ihm zu Füßen liegenden Sängerin mit einer Eisenkette wacht – Dies Plattencover, bitte nicht gleich downloaden, auch wenn ein großes Poster beiliegt.

Verwechslungsgefahr gebannt: Dieser Drops wäre nun gelutscht.

Viel Spaß.

443/16: Erinnerungen: ‚Angst vorm Wiegen‘ – Die Band MOK (Minimaler Konsens) #Audio #LiedDesTages

MOK - Der Minimale Konsens (Aufkleber Siebdruck)

Der Song wurde ca. 1986 im L3-Tonstudio von Richard de Bastion in Neukölln aufgenommen. Mit einer Otari 8 Spur, paar Kanälen und vergleichsweise geringfügigem Equipment, durchaus aber mit Echoeffekten (man beachte die HiHat am Anfang des Stücks), dolles Ding. Heute hat jeder Schüler ein Digitalequipment mit 1000senden Tonspuren und Funktionalitäten bis zum Abwinken. Darauf lasst uns einen trinken.

Ich mach einige Zeit Musik. Das stelle ich immer wieder fest. Irgendwie irrelevanter bullshit.  Manchmal ploppen Erinnerungen auf. Oliver U. auf facebook postete heute seinerseits: „Ich hab gerade echt nicht die Zeit, jeden irrelevanten Bullshit zu lesen, geschweige denn jeden irrelevanten Bullshit zu posten. Also, in Kürze: Es ist 2016, ich habe gerade um die 30kg Übergewicht und geh mir jetzt Leggins kaufen. Schönen Sommer noch.“ (auf facebook, Zitat)

Das ließ mich überlegen und nur ja keinen bullshit zu kommentieren: „Dann fasse ich mich kurz: Die 30 kg sind anzufassen und zu bearbeiten.“ Womit wir beim Thema sind: Manches vergisst der musikalische Greis, vieles verdrängt er. Ich wähnte einen Gedanken durch Gänge flitzen, indem es hieß: „Ich hab Angst vorm Wiegen.“ Seit Freiherr von Moltke wissen wir: „Der Gedanke legt den Grund für die Tat.“ Ich schaute nach.

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436/16: Marketing: Es gibt jetzt eine neue Facebook-Seite für das Projekt ‚Jazzbirds.tv‘

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#Jazzbirds #Tommy #drums

Die x-te facebook-Seite namens Trallala macht Hoppsassa. Viel Lärm um nichts? Oder der Beginn einer intensiven eBeziehung? Genau: Es hängt vom Wollen, aber auch vom Können ab, ob solche Seiten einen echten Mehrwert besitzen. Am besten: Echte Interessenten! Das ist ungefähr der Anspruch einer neuen fb-Seite einer Band namens ‚The Xtraordinary Jazzbirds‘. Später wird es auch eine interessante Website geben.

Ätzend sind häufig Likes-Anfragen auf facebook. Irgendjemand schickt eine Anfrage und befiehlt, eine beliebige facebook-Seite zu liken. Schön und gut, aber in puncto Treffsicherheit voll daneben: Kürzlich bekam ich eine Anfrage für ein Kaffeehaus in Wien. Da ich es nicht kenne und künftig selten nach Wien reise, um dort einen Kaffee zu genießen, entschied ich mich gegen ein Like. Die Anfrage war schlicht irrelevant.

Viele gelikte facebook-Seiten sind eine gute Sache. Unumstößliche Bedingung: Du likest, was du likest. Likest du eine Seite bzw. besser deren Inhalthalt und er interessiert dich schlichtweg nicht, verstellst du dir damit den Blick: Die Timeline wird künftig mit irrelevantem Inhalt zugespammt. Es herrscht ein regelrechter Likes-Irrglaube und Menschen versprechen sich von Tausenden Likes Relevanz. Das ist ein Irrtum.

Deswegen geht die facebook-Seite meines derzeitigen Jazzprojekt namens ‚Jazzbirds‘ den anderen Weg. Nur in Ausnahmefällen werden wir Anfragen verschicken, wir werden auch keine 10.000 Likes kaufen von irgendeinem eDealer. Ehrlichkeit heißt das Gebot: Wir lassen es geschehen und versuchen, durch unwiderstehlichen Inhalt angenehm aufzufallen. Wir versprechen nur sinnvolle Informationen und kein weißes Netzrauschen mit Halligalli und Hurra!

Guter Anspruch: Wir wünschen unserer Seite Erfolg. Abwarten. Wenn du einen facebook-Account hast, kannst du die facebook-Seite der Band hier finden…. – und danke, falls Du ehrliches Interesse an meiner Arbeit mit dieser Band hast. Ich freu mich riesig darüber.

434/16: Aufnahmen: Das Stück „In A Sentimental Mood“ von Duke Ellington #Referenz #Jazz

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Musiker:
Andreas – Gitarre
Stefan – Piano
Tommy – Drums
(Aufgenommen:10.07.15, Proberaum, iXY Mikrofon, iPhone)

Das Stück In A Sentimental Mood von Duke Ellington aus dem Jahre 1935.

Eingangs versichert Gitarrist Andreas dem Zuhörer die Auftragslage und Arbeitsanweisung an den Schlagzeuger Tommy. Der müht sich, dem Auftrag redlich gerecht zu werden.

Doch hört selbst, was daraus geworden ist.

Wissenswertes zum Song hier….

433/16: Aufnahmen: Das Stück „Easy Living“ von Ralph Rainger und Leo Robin #Referenz #Jazz

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Musiker:
Andreas – Gitarre
Stefan – Piano
Tommy – Drums
(Aufnahme vom 10.07.15, Proberaum, Rode iXY-Mikrofon, iPhone)

Easy Living ist ein Jazzstandard aus dem Jahre 1937, geschrieben von Ralph Rainger und Leo Robin für den Film Easy Living von Mitchell Leisen.

409/15: Aufnahmen: Three Of Five Jazzbirds jammin „Blues in F“ #Whitebookrecordings

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Whitebookrecordings

Frauen, habe ich gehört, brechen einem das Herz. Sie können Männer in den Wahnsinn treiben. Ich habe mich immer gefürchtet vor dieser Art Frauen, die einem den Sinn nehmen, dass du dich nicht mehr erkennst. Denn das ist ja das Dumme, wir Männer suchen immer den Spiegel: wer bin ich? Bin ich stark, akzeptiert, bin ich ein Mann. – Franz Josef Wagner, Bild-Pointenschreiber für jeden Tag, im zerbrechlich-emotionalen Interview mit der Welt hier

Andreas – Gitarre
Stefan – Piano
Tommy – Drums
Stück: Blues in F (Jam Session)
Aufnahme: iPhone/Rode IXY-Mikrofon (31.07.15)

Trash as trash can. Eine Blues-Session in „F“ – aufgenommen am 31.07.15 im Ausklang einer Probe, in der es um alles andere als Blues ging. Grund genug, am Ende der Probe noch einmal ordentlich „loszurotzen“. So klingt die Aufnahme auch: ungestüm, unbeherrscht, jung, wild und hanebüchen.

Spaß macht so was trotzdem. Das verlinkte Interview mit dem Märchenonkel der Bildzeitung, Franz Josef Wagner, handelt auch davon. Vom Blues.

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357/14: Audio: Das Audiograb von Kraftwerk lag nicht in Düsseldorf, sondern Berlin

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Zoom H4 Handy Recorder

Zoom H4 Handy Recorder

Ein Song, den ich immer sehr mochte, ist „Das Model“ von den elektronischen Düsseldorfer Giganten KRAFTWERK.

Wie das ist, wenn eine Band versucht, so ein Stück nachzuspielen und das ohne jedes Keyboard? Nun, es ist keine Frage der Werktreue. Vielmehr geht es darum zu interpolieren. Zwischen dem Original, eigenen Versatzstücken, Erfahrungen und Noblessen. Auch Blässen, musikalische, eigene, sind von Bedeutung. Was sich anhört, als wäre jemand auf Koks, ist in Wirklichkeit eine Audioaufnahme bei klarem Sinn und Verstand.

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350/14: Audio: Wir suchen einen Berliner Pianisten, Organisten bzw. ePianisten m/w #Anzeigen

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Fender.Rhodes

Audio

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Audiodatei: Durch Anklicken mal reinhören!

Bisschen Musik zum reinhören. Ein Zusammenschnitt einiger Audioschnipsel aus einer Jazzprobe neulich.

Wenn Du Interesse hast und an den Tasten firm bist, melde dich via ebay.Kleinanzeigen.

Alles weitere persönlich.

333/14: Aufnahmen: Aus der Sessioncloud vom 21.11.13 „Free Improvisation“ #Soundcloud

Audio

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Jazz?

Hab’s ewig nicht gehört. Heute Abend bewusst reingehört. Da gfallts Liedl. Bestimmt für andere starker Tobak.

Wer am längsten durchhält, hat gewonnen.

Tommy, Drummer (2008) - the famoux xtraordinary blackbirds.tv

330/14: Audio: Das Stück „Zombie“ von den Cranberries

Audio

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Audio

Die Gnadenfrist ist verstrichen.

Am 22.04.2008 wurde diese Aufnahme erstellt. Die Band hieß damals „The Famous, Xtraordinary Blackbirds.tv“ und es handelte sich um die beta release 3.0 der bereits in zwei früheren Besetzungen tätig gewesenen Band, nunmehr mit neuer Besetzung. Man bereitete sich auf eine Reihe Auftritte vor. Der Rest ist Geschichte. Aus der Band wurde später Staub, und aus der Website ein Blog namens www.blackbirds.tv.

Ich veröffentliche es wieder, weil ich das Stück mag und weil solche alten Proberaumaufnahmen auch einen Einblick geben, was ich schon so gespielt habe, wo ich damals stand. Mir gefällt diese Aufnahme noch heute, ich habe sie ein bisschen nachbearbeitet mit paar Tools. Ähnlich werde ich bei Gelegenheit mit weiteren, wieder aufgefundenen Aufnahmen verfahren.

Session.TV: Mitschnitte von Sessions

327/14: Session.TV: The famous, xtraordinary Blackbirds.tv – 11.04.14 (Skiffle) (Medium Rock Shuffle)

icon Proberaum

Session.TV: Mitschnitte von Sessions

Session.TV: Skiffle

Wenn ich versuche, Musik grob einzusortieren, kein Problem. Nicht um die Musik in ihrer stilistischen Prägung zu diskriminieren, „Ihhh, der macht Blues“, sondern um grob zu sagen, woran mich erinnert, was ich gerade mache bzw. höre. So geht es mir mit diesem Video. Ich habe nach längerem Nachdenken für in Ordnung befunden, dass das Skiffle ist.

Ich denke an Chris Isaak (Blue Hotel), an Mark Knopfler (Letzte Ausfahrt Brooklyn) und natürlich an Steve Godd. Pardon, Gadd. Warum an Gadd? Nun, ich kenne Videos von Steve Gadd, auf denen er grobe Stilrichtungsüberblicke gibt. Er besitzt vorsichtig gesagt eine gewisse stilistische Bandbreite, weswegen er für mich ein spielerisches Vorbild ist. Ach ja, also auch deswegen. Dass nicht das ganze Video skiffleartig ist, hängt damit zusammen, das wir im Video gegen Ende auf etwas ganz anderes hinarbeiten. Ab 5:30 des Videos hakt mir die Bassdrum, weswegen ich dann abbreche. Da arbeite ich nochmal dran.

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Session.TV: Mitschnitte von Sessions

326/14: Session.TV: The Famous, Xtraordinary Blackbirds.TV – Session.TV 11.04.14 (Blues)

icon Proberaum

Session.TV: Mitschnitte von Sessions

Session.TV

Less is more.

Im Allgemeinen ist Blues in Sessionform kaum zu ertragen. Allerdings, hat man einen brauchbaren Gitarristen, der das ätherisch anlegt und nicht in dudelhafter Selbstbefriedigung, kann auch Blues Spaß machen. Am schlimmsten ist diese elendige Körperspannung, das sich zurück nehmen, sich zurückhalten und nicht machen, was ein Drummer tun muss. Also wirbeln, solieren und rumspinnen.

Sondern dem Groove selbst sich hingeben. Möglichst banddienlich. Schnauze Drummer, bleib einfach bei der Sache. Und zelebriere sie so intensiv als möglich. Mach Kleinigkeiten, aber im großen Ganzen bleib bei der Sache. Stay tuned. Eine ständige innere Zerrissenheit möchte schon die Pferde loslaufen lassen. Aber da war doch was: Richtig, der Ordnungsruf.

238/12: Aufnahmen: Die Band „Satan´s Tool“ nahm „Satan´s Tool“ auf, sozusagen der Titelplot, aber wann genau? Und wozu?

Audio

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Satan´s Tool by Satans Tool (recorded anytime at 1979/80 – Berlin, Zehlendorf)

Und sowieso: Das Titelstück „Satan´s Tool“ war in gewisser Weise auch das komplizierte Stück. Ehrlich. Lauter verschiedene Breaks und Pausen! Na ja, am Ende war es passabel. Aber nun taucht auch irgendwie der Streit auf, wann genau eigentlich die hier veröffentlichten Stücke aufgenommen wurden? Ich weiß es nicht.

Deren Aufnahme um rund drei Jahre zurückdatiert habe ich bereits vorsorglich. So wie das auch die Flick-Buchhalter in jenen Jahren machten. Der SPIEGEL berichtete ausführlich, der Chefbuchhalter hieß Diehl. Kreativ war der, ehrlich. Warum sollte ich besser sein? Buchhaltung ist Buchhaltung. Und verzeiht: So ganz genau habe ich die Sache einfach nicht mehr auf dem Schirm. Aber wahnsinnig habe ich mich gefreut. Ehrlich.

237/12: Aufnahmen: Die Band „Satan´s Tool“ nahm 1979/80 den Song „No Future“ auf, mit Tini als Sängerin!

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Satan´s Tool – Song: „No Future“ (1979/80)

Lineup: Harry C. (g.), Sigi Waller (g.), Torsten Tietz (b.), Tommy Tulip (drums), Tini Deszcyk (voc.)

No Future, das war mal der Lebensentwurf der ganzen Generation Punk.

Was uns nicht davon abhielt, dasselbe zu fordern. 😉

Tini hat gesungen! Und wie.

236/12: Aufnahmen: „Satan´s Tool“ machte teuflische Musik, der Song „Hard Way“ aus 1979/80 belegt das Brot, bzw. Brett!

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Satan´s Tool (Berlin, 1979/80) – Song: Hard Way

Lineup: Harry C. (g.), Sigi Waller (g., voc.), Torsten Tietz (b.), Tommy Tulip (drums) – Von insgesamt drei Stücken sind jetzt digitalisierte Fassungen aufgetaucht, siehste: „Der Graf“ hat heimlich mitgesammelt. Der hieß damals schon so. Heute allerdings besteht wegen dieses Namens Verwechslungsgefahr. Bürger aller Kontinente: Dankt dem Graf für sein audiophiles Vermächtnis. Go find your way through the hell of this world….

Die Band hieß Satans Tool, das hatte Gitarrist Harry C. aus Bayreuth bereits so eingefädelt. Auch vieles andere: Für damalige Verhältnisse war die Otari-Halbzoll-Achtspurmaschine richtig teuer, ein edles Teil. Dazu ein Studiomaster-Mischpult. Nein, es sollte ernst gemacht werden: Harry C. war bekennender Black-Sabbath-Fan und ist es vermutlich immer noch. Ich werde ihn fragen.

Wir wurden ernstgenommen. Vermutlich. Mehr als 30 Jahre ist das jetzt her. Aufgenommen wurde der Song im Haus der Jugend, Argentinische Allee, Berlin-Zehlendorf, im eigens für die Bandarbeit ausgebauten, schallgedämmten Musikerproberaum. Mit Harry C. und Torsten T. besteht sehr gelegentlich „informeller Kontakt“. Sigi verzog nach Südfrankreich, wo er aktuell ist, weiß niemand. Mal sehen, ob Tante Gugel oder Onkel Facebook ihn auftreiben? Erinnerungs- und anständehalber. Haha…., ganz schön hartes Brot, diese Musik aus einem anderen Jahrtausend. Bzw. Brett, nicht Brot.

(EP)

234/12: Video: Drumsolo Tommy Tulip, schätzungsweise 2008, auf orangefarbenem Besteck namens „Ludwig Vistalite“

Videotipp

Link: Drumsoloing tommy tulip, 'Live @Holunder'

Ich werde jetzt Jazzfan. Ich hab die Schnauze voll von Rockmusik. Ich geh jetzt. #Abgesang des Schlagzeugers nach dem Solo, dem Publikum zugewandt!

Hochgeladen wurde dieses Video bei sevenload am 02.06.08. Mag sein, es wurde 2008 aufgenommen. Wir traten (erinnerungshalber) einmal pro Jahr dort auf, auf dem Biohof von Christian Wendt. Und hatten immer Spaß. Später wurde aus Spaß Ernst. Und dann brannten sogar Autos. Das ist eine andere Geschichte. Blaßblauer Gitarrist, unter dessen Perücke man Flöhe nicht erahnt. Setzen.

Irgendwie habe ich wohl damals versäumt, das Material auf einer Website einzubinden. Egal, der Fehler wurde jetzt korrigiert, vier bis fünf Jahre später. Timing kann man das nicht nennen. „Slick Rik, the Chic“ hieß die Sängerin, allerdings kein Feingefühl für richtiges Auftreten. Barfuß, mit schwarzen Füßen, stocherte sie durch den märkwürdigen Sand. Okay, es hat uns nicht geschadet. Infolgewessen wurde eigentlich diese Band niemals berühmt?  Irgendjemand muss es doch gewesen sein. Es können doch nicht immer nur Chinesen sein, oder?

233/12: Aufnahmen: Die Band „MOK“ bzw. Minimaler Konsens (Achtziger Jahre)

Audio

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Minimaler Konsens (MOK - Aufkleber Siebdruck)

Minimaler Konsens (MOK – Aufkleber Siebdruck)

Wie viele Leute eine Retro-Seite für eine verstorbene Band linken, ist selbst mir Wurscht. Ich bin trotzdem stolz auf die „guten alten Zeiten“ und die Tatsache, dass wir bereits im Proberaum teils ganz beachtliche Dinge spielten. Heute sind diejenigen von uns, die dran geblieben sind, besser, reifer. Gereift mit den Jahren. Nur Bassist Bernd ist schon gestorben. Er starb an einem Elektro-Starkstromschlag, nicht am Bass. Ich gehörte damals sehr gern zu dieser Band. Wenn ich derartige Musik auch heute nicht mehr machen würde. Natürlich nicht.

Es gehört zu den Pflichten (!?) jedes Schlagzeugers (nicht Musikers), von sich selbst bei Zeiten anhörbare Aufnahmen zu machen. Diese wurden mit den Jahren immer besser, also konkret gesagt verbesserte sich die Aufnahmequalität erst spät. Weswegen früher alles zwar besser, aber nicht höherwertiger war. Oder so ähnlich.

Damals waren die Achtziger. Wir probten am Paul-Lincke-Ufer in unserem Proberaum in Kreuzberg. Nebenan probte Morgenrot. Die waren nicht nur besser. Die waren bekannter. Die hatten vorne am Ufer sogar ein eigenes Café. Gott, das war großartig. Und wer da noch alles probte. Wir auch.

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