Im Zusammenhang mit dem Spielen von Funkmusik -vielleicht insbesondere dann- spielt es eine Rolle, Grooves flüssig und variantenreich zu spielen. Die Varianten können z.B. Verteilungen sein. Der Groove selbst ist ein Vier/Viertel und den begreife ich als Ostinato, als etwas, dass sich immer, immer wieder wiederholt. Um in die Sturheit der längeren Wiederholung Leben zu bringen und andere Facetten, und dies obwohl sich der Groove selbst sich kaum ändern soll, benötige ich die Unterscheidung. An einem solchen Beispiel haben wir gestern zu zweit gearbeitet, meine Lehrerin und ich. Das Video ist unten eingebunden.
Ode To Joy – Muppet Show – via Youtube (via facebook, thanks, Iris)
Das Thema Metronom bzw. Clicktrack trifft den Nerv der Zeit. Neulich sagte mir mein Bassist, ich würde immer so rumschwurbeln, wenn ich mit Click spiele. Ich hatte bei einem Stück Tempo 120 eingestellt. Also, um es mal freundlich zu sagen: Wer bei Tempo 120 tatsächlich rumschwurbelt, der hat wohl keinen Click auf dem Ohr! Tempo 120, das ist ausgesprochen lässig. Viel lässiger, beispielsweise, als Tempo 45. Denn das ist Königsdisziplin!
Das hier vorgestellte, von mir zum ersten Mal gesehene Video beschreibt in zutreffender Weise meinen Kampf mit meinen Mitmusikern über die Frage, ob nun mit Klick oder ohne Klick gespielt werden sollte? Iris, Keyboarderin, begrüßt die Erfindung des Metronoms 1818, ich habe es nicht nachkontrolliert. Auch Superchefs/-kollegen halten sich nicht dran.
Ich habe mich mit Sabine, meiner Schlagzeuglehrerin, auch immer wieder darüber ausgetauscht, vor allem seit kürzerem, wie das Zusammenspiel zwischen Schlagzeug und Percussion auf einer Weise “einander befruchtet”. Einen solchen “grundmäßigen” Groove, der sozusagen eine “eierlegende Wollmichsau” sein soll, hat Sabine für mich kurz eingespielt. Mit ihm kann, wer ihn beherrscht, ein Percussionist schon 95% des Mainstreams an Musik begleiten, also fast komplett Netzabdeckung.
Und halten wir eins fest: Ich ärgere mich oft über mich selbst, weil ich einfach vor lauter Schlagzeug spielen nicht zur Besenarbeit komme. Dabei muss man den Besen überhaupt nicht nur in der Jazzmusik einsetzen. Besen sind universal, und was das Besondere ist: Du kannst wischen, auch wenn es dreckig ist. Mit Besenarbeit wird’s nicht sauberer. Also musst du gleich sauber spielen, sonst klingt’s dreckig. Alles klar?
Nur zu Testzwecken habe ich mal dieses Video aufgenommen und hier zur Verfügung gestellt. Es ging inhaltlich darum, das Q3 von ZOOM zu testen, einen Video Handy Recorder, der für Musiker, Blogger und vergleichbare Leute eine Art eierlegende Wollmilchsau ist. Mir gefällt das Ergebnis. Das ändert nichts daran, dass damit umzugehen man noch üben muss. Erste Erkenntnisse. Als hätte man nie dazugelernt….
Ich spiele nicht wie eine Maschine, weil ich ein Mensch bin! (Jojo Mayer, Videointerview)
In einem ausführlichen, allerdings auf Englisch geführten Interview auf der Website von DrumDepartment (Deutschland) kommt Jojo Mayer ausführlich zu Wort. Der Autor einer der wichtigsten DVDs der letzten Zeit “Secret Weapons of a Drummer” lässt wenig aus, das uns interessieren könnte. Ansehenswert. Auch und vor allem: Jojo Mayer hat ein neues Outfit mit Bart und Wuschelkopf.
Don’t be a soldier, be a general – Sei kein Soldat, sei ein General.” (als Musiker – Jojo Mayer Video Interview)
Natürlich lediglich nur zu Schulungszwecken für die Berliner Drumgemeinde erfolgt die Einstellung eines dafür gemachten Videos. Herausgeber ist die Funkfraktion der Berliner Band Rupert’s Kitchen Orchestra. Drummer Andi übt “den Funk” zu spielen. Allerdings ist anzumerken, dass er das eigentlich schon gut kann, oder?
Shakes & Waves – José J. Cortijo on Meinl Percussions (via Youtube)
Cortijo @facebook - comments
Gerade gesehen. Sehr schönes HowTo nach dem Motto: So geht’s. Es gilt der Schlachtruf: “Let’s get ready to jungle(drumming).”
Für Kai: Jetzt brauchst du nur noch einen Samplerecorder, der diese selbst eingespielten Grooves aufnimmt, damit man sie loopen kann. Immer vier Takte, dann übereinander legen und die alten weiter abspielen. Am Ende ein ganzes Percussionorchester. Und wenn mal zufällig bisschen Platz ist, darf der Schlagzeuger noch was dazu spielen.
Ja, ja, die Schweizer, die haben es faustdick hinter den Ohren. Allerdings gehen hier ein paar Stuttgarter auf Reisen in die Alpenrepublik, um ihn zu treffen. Die youngsters da draußen, die die Kelly-Family mochten mögen, die wussten das schon: Billy Cobham, das ist irgend so ein Drummer aus Amerika. Warum die das wussten? Angelo Kelly nahm Stunden beim Masters Drummer aus Übersee und jetzt verkauft Herr Kelly sogar DVDs mit Pianodrum-Konzepten, har har har. Sonst hätte niemand von den Kelly-Fans das gewusst, soviel ist sicher.
Claudio Cordero – Psychoswing -2006-(via Youtube/facebook – thanks, User Rush)
“There is two kinds of music the good and bad. I play the good kind” (Louis Armstrong)
Es gibt alle möglichen Arten von guter Musik. Das ist eine Binsenweisheit. Schade nur, dass es in Berlin kaum Bands gibt, die illustre Musikerpersönlichkeiten vorzuweisen haben. Zu Musikern, wie sie noch zu suchen sind, gehört beispielsweise auch die Kaste der Gitarrenhelden. Heiß: In diesem Fall aus Santiago de Chili.
Gähn. Ich finde, Michael Jackson (R.I.P.) hat sich um die Popmusik in besonderer Weise verdient gemacht. Viele seiner Songs sind einfach nur atemberaubend. Allerdings ist dieses Wissen bis vor kurzem bei mir verschütt gewesen. Ich erinnerte mich nicht mehr daran. Bekannt ist, aus welchem Grund ich 2009 wieder besonders intensiv an Michael Jackson gedacht habe. Die Tatsache, dass der Tod dieses Ausnahmemusikers Menschen weltweit dazu animiert, große Flashmobs zu veranstalten, beweist die gute Tanzbarkeit seiner Stücke. Die Musik von MJ musste tanzbar sein, denn MJ wollte tanzen. Das Beste, was Füße zur Musik von MJ tun können, ist tanzen. Warum dann aber Gähn? Ganz einfach: Bis hierher steht hier nichts geschrieben, das zu erwähnen es besonders wert ist. MJ ist einfach weltweit relevantes Kulturgut, und das muss ich bestimmt nicht nochmal schreiben, damit es Gültigkeit erlange.
Das Stück stammt von Horace Silver und heisst “Nica´s Dream”. Damit dieser Traum eines Jazzstücks nicht zum Alptraum verkommt, ist eine gewisse Ordnung im Geiste erforderlich. Hilfreich ist, sich das Stück zunächst intensiv anzuhören. Dann fliegen die Gedanken von selbst, und hoffentlich nicht davon. In der zweiten Phase der Erstbefassung damit kommt uns das Stück dann gedanklich bereits vertraut vor und wir sind in der Lage, es vor uns hin zu singen. Im Unterschied zur ersten Version, die erheblich kürzer ist, ist die hier gehörte Langfassung noch freier in den Formen. Das mag zunächst verwirrender sein, als die kurze Studiofassung, hilft uns aber, die instrumentalen Soloflüge der einzelnen Musiker besser zu erfassen.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
(Ausschnitt Probe Januar 2010 – Infant Eyes – Jazzballade)
Ich muss gestehen, das kann ich noch nicht so gut. Denn es ist schwierig. Vom Schlagzeug spielen macht man sich eher so Vorstellungen von harten Holzsticks und vom Herumdiggern auf den Schlagflächen, die uns die Welt bedeuten. Die Jazzballade allerdings würde durch Höhlenlärm wie diesen eher nur gestört werden, massiv gestört. Also geht es darum, Dezenz an den Tag zu legen, bzw. diese herbeizuwischen. Das Ganze erfolgt auf einer handelsüblichen Snare (kleine Konzerttrommel) mit gespanntem Teppich. Wenn wir uns die Snare als Uhr vorstellen, haben wir zwei Jazzbesen in der Hand, wobei wir den rechten Arm an die Position von drei Uhr ansetzen und die linke Hand bei neun Uhr verorten. Linkshänder denken bitte gern anders herum.
Sabine, Schlagzeuglehrerin, sagt: ‘Du musst dir das Wischen einer Jazzballade so vorstellen wie Schwimmbewegungen, nur anders herum. Das ist schon eine entscheidende Erkenntnis für allen Anfang, der zunächst schwierig ist. Denn es geht darum, sich mit den beiden auf dem Teppich herumwischenden Besen nicht ins Gehege zu kommen. Die linke Hand wischt auf der gedachten, hälftigen Unterseite des Kreisrunds Kreise entgegen dem Uhrzeigersinn, während die rechte Hand im oberen Hälftigen dagegen wischt.
Heavymetalhardcorepunk – aber bitte mit Ohrenschützern. So in etwa dürfte das Credo eines gewissen Jonah lauten, der sich mit fünf Jahren via Internet anschickt, die Welt von seinen Schlagzeugkünsten zu beeindrucken. Geboten wird das Stück System of a down der Crashmetalpunkheavyhardrockcombo Toxitiy. Es ist ein giftiges Stück Kultur und als Musik besonders für ältere Menschen nicht leichtgängig und audiokonform. Das tut der Sache keinen Abbruch und wir erinnern uns angesichts der Komplexität des Stückes durchaus an Prog.Rocker wie Dream Theater und Mike Portnoy. Auf der Website von Jonah tummeln sich schon so namhafte Endorser wie Drum Workshop, Vic Firth und Zildijan. Wahrscheinlich bezahlt Jonah schon nix mehr für neue Stücke, Felle und Schlagzeugsets aus einem besseren Hause.
Man sollte nicht darüber nachdenken, ob Jonah mit 12 ähnlich gut trommeln dürfte, wie ein gewisser Tony Royster jr, über den wir hier berichteten. Das ist allerdings schon Jahre her und Royster ist inzwischen Vollblutprofi. Ziemlich verdient. Verdient ist verdient. Bisschen trashy trommelt er Michael Jackson´s Beat it. Schaut selbst, hier.