508/18: Video: Groove gibt Brot, Arbeit und Anerkennung – Und Stockhaltung ist so Vinnie, oder eben auch nicht


Chick Corea Vinnie Colaiuta John Patitucci Humpty Dumpty Live HD

Chick Corea Akoustic Band is Chick Corea on acoustic grand piano, John Patitucci on acoustic bass and Vinnie Colaiuta on drums performing Humpty Dumpty. The jazz classic is originally from Chick Corea’s 1978 album The Mad Hatter. Very fine individual piano, bass and drum solos (5:56) are included. Chick Corea New Akoustic Band was live in concert at The Blue Note, Tokyo, Japan in November 1992.

Vom Stockspiel besessen: Vinnie Colauita, Drummer, hier im Trio.

Neulich wechselte ich die führende Hand. Open Handed: Hihat-Führung mit links, also nicht von rechts und über Kreuz.

Mein Bassist bemerkte am Ende des Stücks: Nicht die Hand wechseln. Sonst geht der Groove flöten. Ich sagte: Entschuldigung, das war nicht meine Absicht. Ich wechsele, um das zu üben. Die Idee von Open Handed habe ich von vielen Drummern: Simon Phillipps tut es. Claus Hessler tut es. Ich tue es zuweilen. Ohne dabei sonderlich gern den Groove zu verlieren. Das nun gar nicht. Jedenfalls nicht absichtlich. Das Ziel ist immer eine mindestens genau so starke linke wie die rechte. Bumm tschak.

Paradiddle. Diddle.

Und die Stockhaltung: Mein Bassist sagte nun, diese Stockhaltung, wie wenn man es nicht kann. Er meinte den „traditional grip“ – Besser ist der matched grip. Traditional grip, das groovt nicht. Ich wende vorsichtig ein: Doch doch, spielen viele traditional grip und groovt wie Sau. Mir fallen viele Namen ein. Todd Sucherman, Steve Gadd. Ach ja, Vinnie. Mein Bassist sagt: Aber du bist nicht Vinnie. Da hat er wirklich recht.

Leider, leider.

507/18: Video: Zum Thema Take Five, zu Joe Morello


Joe Morello – The „Take Five“ Cymbal Documentary

Mini Documentary featuring Joe Morello and the original „Take Five“ Zildjian cymbal – Filmed at Memphis Drum Shop (2017)

„There was only one cymbal and he made it work for the entire tune. The year was 1959. The Dave Brubeck Quartet records the album „Time Out,“ the first instrumental Jazz recording to sell over a million copies. The song „Take Five,“ played in 5/4 time with the featured drum solo, went on to become the best-selling Jazz single of all time. Joe Morello was the drummer and this is part of his story.“

Joe Morello’s „Take Five“ Cymbal Specs:
Weight: 2192 grams
Size: 20 1/8″ (51cm)
Model/Stamp: 1950’s Zildjian Small Stamp „B“

This video brought to you by Jim Pettit at Memphis Drum Shop.
See this video on our website – https://memphisdrumshop.com/joe-morel…
More videos at https://memphisdrumshop.com

Eine kurze, aber ebenso heftige Verneigung vor dem Mann in Five Four: Joe Morello.

Nur so ist zu erklären, warum wir alle im Schatten dieses Mannes stehen, wir Schattenmorellos.

Angucken, weiter arbeiten…

506/18: Drumstalk: Berte Engel über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop, Hakim Ludin und das Unplugged-Spielen im Traditional Grip

 


DW Drums – Bertram Engel

Bertram Engel prägt die deutsche Rockmusik seit mehr als 30 Jahren als Musiker wie auch als Sänger, Songwriter und Produzent. 1957 in Burgsteinfurt bei Münster geboren, verarbeitet er als kleiner Junge den Tod des Vaters. Nach Beendigung der Schule führte ihn sein Weg nach Münster, um dort an der Musikhochschule ein klassisches Musikstudium in den Fächern Schlagzeug und Klavier zu absolvieren. Bereits mit 17 Jahren veröffentlicht er mit seinem Bruder Thomas sein erstes Album „Gebrüder Engel“. Produzent und „Vater“ des Projektes ist Steffi Stephan, Bassist von Udo Lindenbergs Panikorchester. Durch ihn entstehen erste Kontakte zu Udo, der sich beim Ausstieg seines jahrelangen Schlagzeugers „Keith Forsey“ sofort an das junge Talent erinnert und ihn nach einem Probekonzert für seine Galaxo-Gang-Tour `76 engagiert. Peter Maffay wird beim Besuch eines Konzertes seines Kollegen Lindenberg vom Engelfieber gepackt und möchte den jungen Drummer mit der charismatischen Handschrift auch für seine Band verpflichten. Inzwischen ist er seit mehr als 30 Jahren aus beiden Bands nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Bruce Springsteen, Eric Burdon, Robert Palmer, Jimmy Barnes und Chris Thompson engagieren ihn für ihre Projekte und Tourneen. In den 90ern wird mit der ersten Produzenten- Tätigkeit des Maffay-Albums „Kein Weg zu weit“ ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Bertram nutzt Drums aus dem Hause Drum Workshop (DW) und Felle von REMO. Aktuell ist er mit Peter Maffay auf deutschlandweiter MTV Unplugged Tour. (Text von GEWA-Drums, gekürzt)

Bertram „Berte“ Engel redet – sagen wir, im aus vertriebstechnischen Gründen des Produktmarketings hergestellten Drumtalk-Video – über seine Zusammenarbeit mit Drum Workshop seit 2006. Das ist nun auch schon eine ganze Weile so, mit der Zusammenarbeit. Auf der aktuellen Peter-Maffay-Tour ist der mit Handschuhen spielende deutsche Über- bzw. Stadiondrummer im Matched Grip unterwegs. Sein Frontfell hat ihm Viktor Träuptmann gemacht. Schlicht, einfach und saugut. Das ganze Stainless Steel-Kit von Bertram, ein echter Eyecatcher und ein Traum.

Bitte macht Euch eins klar: Vom Drumtalk zum Drumstalk ist es nur ein Buchstabe. Bertram ist aber auch ein toller Typ. Die ganze Geschichte hat aber auch einen Hakim. Miep.

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503/18: Legenden: Give Blood – Vom blutigen Blasentrommeln, Handschuhen und dem angemessenen Übestil mit Stockhaltung.

Whiplash-Animation (gif)


You earned the part. – Film Whiplash (Ausschnitt, 2014)

Im Film Whiplash findet ein Stundenbluten statt. Im Unterschied zur Monatsblutung hat es der Schlagzeuger (die Schlagzeugerin) geradezu täglich. Er, sie, es blutet. Ohne Ader- und Unterlass.  Blut Blut Blut …. Blut tut gut. (Nina Hagen, Aufm Friedhof, 1978). Sie will nicht sterben.

Der Mythos lebt. Grad auf facebook. Oliver M. fragt in die Crowd (deutsch Kraut): „Spielt ihr lieber mit Handschuhen oder ohne?“ – Stein des Anstoßes, und nun hacken alle aufeinander ein, bis es blutet. Der Mythos lebt. „Ohne. Da sich sonst keine Hornhaut bilden kann.“ Hornhaut? – „Wenn das Holz die richtige Feuchte hat brauchst du keine Handschuhe. Neue Sticks wirken Wunder. Nach 1/2 Jahr zuhause in der Heizungsluft sind die Sticks nur noch Feuerholz.“ – „Wenn man sowas öfter macht, geht’s auch ohne. Immer bis kurz vor die Blasen trommeln und erst dann Handschuhe anziehen.“ – „Habe jahrelang mit Handschuhen gespielt, habe aber festgestellt, dass ich sie nicht mehr brauche. Damals, vor zwanzig Jahren, sind mir die Sticks immer entglitten. Inzwischen habe ich das mit der Stickhaltung wohl drauf…“ – „Hab n paar Jahre mit gespielt, dann viele Jahre ohne. Seit kurzem aber wieder mit, da ich dann auch billige Sticks benutzen kann und nicht immer die teuren spielen muss. Rechnet sich finanziell auf jeden Fall.“ – „Die billigen Sticks sind im Gegensatz zu teureren lackiert, dadurch entstehen bei mir jedes Mal richtig hässliche Blasen, wenn ich n neues Paar anfange. Da ich aber n hohen Verschleiß habe, weil ich auch jeden Tag spiele, kommt es günstiger, wenn ich mir Handschuhe kauf, mit denen ich keine Blasen mehr bekomme und trotzdem Geld spare. Aber das Spielgefühl leidet natürlich schon drunter.“ – Wow wow wow….

 

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501/17: Video: Die neuen Sex Pistols ehren den Rocket Man!


Videotipp


Jazz Pistols – Rocket in a pocket

Live performance of the new Jazz Pistols song „Rocket in a pocket“ in our studio. Stefan Ivan Schäfer – guitar (Composer) Christoph Victor Kaiser – bass Thomas Lui Ludwig – drums Get a free song download at http://www.jazz-pistols.de The highly energetic new Jazz Pistols tune „Rocket in a pocket“ has its all: Catchy guitar riffs, a driving bass part and an extended drum solo combined with twisted beats and melodic lines. Together with a great sound and a HD-Video production it is well worth a look. Do you like the video as much as we do? Please comment, share and like! As always we have put a lot of effort into the composing, rehearsing, recording, mixing, cutting…

Bei allem was nun folgt, vergesst bitte eins nicht: Dies hier ist eine Schlagzeug-special-interest-Seite. Sie machen ein Adventskalendertürchen auf und geben uns „Rocket in a pocket“. Lediglich neue Prüderie, wie sie im Jahre 2017 in Deutschland und weltweit gang und gäbe ist, zwang die neuen Sex Pistols sich in Jazz Pistols umzubenennen. Seitdem dürfen sie wieder mit FSK *12 auftreten und niemand vergällt es ihnen.

Erst war der Pinball Wizzard Elton John auf langen Holzstelzen unterwegs und sang vom Rocket Man, das war zuerst. Vollkommen geschichtslos wurde der Song in nutzloser Art und Weise verballhornt durch das amerikanische Trumpeltear, es ist zum Weinen: Als Rocket Man wird derzeit mit wenig Spaß der nordkoreanische Diktator bezeichnet, dessen Namen man nicht nennen kann, ohne sich gleichzeitig zu schämen. Ja, so frei ist die Kunst. Und die Sache ist alles andere als lustig.

Eine Rakete in der Hose zu tragen ist hitverdächtig. Selbige in der Hosentasche zu haben, bedeutet nun wiederum In the pocket zu spielen, bis hin zu Schwielen und darf als Ehrerbietung an und pfirsisch bzw. gegenüber Gott Groove bezeichnet werden. Okay, wenn Du bis hierhin gelesen hast, vergiss alles. Nochmal von vorn:

Brother Lui Lui Lui gibt uns den Headhunter, beständig auf der Suche nach Gott Groove an den gleichnamigen, cremigen Ludwig Drums. Dantes göttliche Komödie. Hut ab. Das gruhft! Wie Sau. Oink Oink.

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500/17: Video: Das Video eines Livestream-Konzerts in Brüssel – Philip Catherine wurde 75 Jahre alt #Ansehtipp

Videotipp


philip catherine live at flagey

Live übertragen am 03.11.2017
Watch Philip Catherine’s birthday concert at Flagey via livestream. Philip Catherine will celebrate his 75th birthday at Flagey with some great musicians, presenting different formulas in Duo, Trio, Quartet or Quintet, as well as a new try-out of a line-up with two pianos and guitar.

Ein ganzes Konzert zum 75. Geburtstag von Philip Catherine, 75 Jahre alt. Was so schön ist anzusehen: Was die Musik einem Menschen so als roter Faden durchs Leben heranreicht. Hier wird es zusammengefasst.

Man sollte Zeit dafür haben. Am Schlagzeug unter anderen: Gerry Brown.

(Thanks, Gerry)

498/17: Video: Was hast Du Dir dabei gedacht, Felix? Der universelle Drumsoldat fightet nicht um Equipmentfragen. Oder?

Videotipp


Meinl Cymbals – Benny Greb “Grebchestra“

Benny Greb – “Grebchestra“ taken from his album GREBFRUIT2 The cymbals Benny is using in this song are: 08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – top 08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – bottom 14“ Byzance Sand Hats 18“ Byzance Sand Thin Crash 14“ GenerationX China – underneath Sand Thin Crash 17“ Byzance Jazz Medium Thin Crash – top 18“ Byzance China – bottom 08“ Artist Concept Model Crasher Hats 16“ Byzance Trash Crash – top & bottom 22“ Byzance Sand Crash Ride GREBFRUIT2 is available here: https://lnk.to/Grebfruit2

 

Universal Soldier – Donovan
He’s five foot-two, and he’s six feet-four,
He fights with missiles and with spears.
He’s all of thirty-one, and he’s only seventeen,
Been a soldier for a thousand years.

He’a a Catholic, a Hindu, an Atheist, a Jain,
A Buddhist and a Baptist and a Jew.
And he knows he shouldn’t kill,
And he knows he always will,
Kill you for me my friend and me for you.

And he’s fighting for Canada,
He’s fighting for France,
He’s fighting for the USA,
And he’s fighting for the Russians,
And he’s fighting for Japan,
And he thinks we’ll put an end to war this way.

And he’s fighting for Democracy,
He’s fighting for the Reds,
He says it’s for the peace of all.
He’s the one who must decide,
Who’s to live and who’s to die,
And he never sees the writing on the wall.

But without him,
How would Hitler have condemned them at Dachau?
Without him Caesar would have stood alone,
He’s the one who gives his body
As a weapon of the war,
And without him all this killing can’t go on.

He’s the Universal Soldier and he really is to blame,
His orders come from far away no more,
They come from here and there and you and me,
And brothers can’t you see,
This is not the way we put the end to war.

Bei einem jüngeren Schlagzeugkollegen namens Felix nahm ich einen Konfigurationswandel an dessen Schlagzeugsetup wahr. Ein anderer kommentierte unter dem Bild auf facebook: Vom Benny Greb zum Jost Nickel-Setup.“ Aha? Felix ist Mitglied eines anderen Grebchestras geworden, vermutlich. Ist der Jost in ihm widerfahren? Was hielt ihn vom einmal Grebschen Jakobsweg nach Santiago de Rudimenstella ab? Equipmentfragen? Wie würde sich das eigene Schlagzeugspiel verändern, indem man das Setup ändert. Und warum überhaupt ändern?

Ich werde Felix das fragen. Vielleicht sagt er es mir. Disko No. 1 oder Grebchestra? Gut, das sind zwei Stiefel. Der Stadion Groove eines Jost Nickel – Ehre der Cowbell – versus Benny Greb Bigband Jazz in London, Buddy Rich Tribute Drummin. Ach, das sind Schimären. Der gute Drummer ist immer universell unterwegs, so wie Donovan, der Alt-Hippie, der mit den Beatles in Indien war und mit Rosemaries Baby, Mia Farrow. Wie der universal soldier, der weltbewegende Drummer sein sollte. All die Begriffe, die Donovan einsetzt, sind auch zugleich Marken, Hersteller, Aufbaufragen zum Drumset. Am Ende habe ich daher dem Artikel den Text vorangestellt und werbe für meinen Gedanken. Der universelle Drummer kann alles.

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495/17: Video: Learn to create your own style – Dennis Chambers als Gast bei Onlinelessons.tv – Who isFelix?

Videotipp


Learn To Create your own Style with Dennis Chambers (OnlineLessons.tv)

Der hiesige Artikel steht im Zeichen des Basecaps: Deutschlands funky Drummer Felix Lehrmann war kürzlich auf einer Tour namens Gold Digger, gemeinsam mit dem texanischen Ölfiesling JR Robinson (Scherz) im Auftrag des Schlagzeugdepartements von GEWA Deutschland (Gewa drums). Dabei fiel uns das wunderbare gelbe Bassdrum-Frontfell ganz oben auf: 1. Sahne. So geht Marketing. Und der Hashtag #WhoisFelix. – Sollte Euch die Antwort bis Weihnachten einfallen: Felix Navidad! Freunde der Rhythmik, noch eine kleine Testfrage, ist Euer Wissen auch propfund, also volles Pfund auf die Bassdrum? – Was haben Dennis Chambers und Felix Lehrmann gemeinsam? Na? Naaa? Naaaa?

Wir waren zweimal recht beunruhigt über Nachrichten aus der Weltschlagzeuger-Szene.

In einem Fall: Der Godbrother des Funk John Blackwell jr. hat die Welt verlassen. Vielleicht um mit Prince weiter zu machen, wo wir nicht zuhören können. Zumindest unter den jetzigen, gegebenen Lebensumständen noch nicht. Für im Grunde genommen vergleichbare Beunruhigung sorgten Nachrichten über einen Krankenhausaufenthalt mit lebensbedrohlichem Ausmaß des Ausnahme-Weltklasse-Schlagzeugers Dennis Chambers, der mehrere Metamorphosen durchlebte, um schließlich wie Phoenix aus der Asche seiner Trommelkessel zu steigen. Und wahrlich, wir können es als Glück auffassen, das Dennis nun wieder voll da ist. Er wirkt in sich ruhender. So lange war der Chambers krank, jetzt groovt er wieder, Gott sei Dank.

Sein Onlineauftritt in Neustadt an der Weinstraße am 19.09.17 wurde gekonnt gehostet: Die Fragen stellte Florian Alexandru-Zorn.

Nun die Auflösung zu oben: Was das Bassdrum-Fell des Tages (ganz oben) angeht, so haben Dennis Chambers und Felix Lehrmann mehreres gemeinsam. Vor allem aber eins: Eine sehr ähnliche Kopfbedeckung, die wie eine Ikone des Gesamtstyles daherkommt. Hochgradig erkennbar. Was dem Greb seine Mützchen, ist dem Dennis und dem Felix sein Cap. Auch wenn das jetzt nicht ganz richtig deutsch ausgedrückt ist. Aber schließlich trommeln wir, wozu auch noch groß richtig daherreden?

Weiterführend

494/17: Video: Ein Tourgespräch mit Felix Lehrmann

Videotipp


Schlagzeuger Felix Lehrmann: Tourgespräche-Podcast Interview powered by GEWA Drums

Spannendes und persönliches Interview mit Schlagzeuger Felix Lehrmann (u.a. Dendemann, Sarah Connor, Neo Magazin Royale Band) aus der Tourgespräche-Podcast Serie. Powered by GEWA. — Zum Tourgespräche-Podcast: http://www.tourgespraeche.de — Zu GEWA-Drums: www.facebook.com/gewadrumsdachl Drummer Felix Lehrmann beantwortet in diesem einstündigen Gespräch mit Bassist und Tourgespräche-Gründer Markus Vieweg (Glasperlenspiel) nicht nur User-Fragen sondern spricht im Anschluss u.a. über seinen Werdegang, den Beginn seiner Schlagzeugkarriere und die Veränderungen durch Social Media und die Arbeit im Studio im 21. Jahrhundert.

Scheiß Social Media: Zu spät gezeugt, wäre lieber früher gekommen, so in den Seventies.

Ist nichts draus geworden.

Macht ja auch nichts.

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493/17: Video: Virgil Donati + Thomas Lang in Australien + Asien #Tourblog

Videotipp


Thomas Lang and Virgil Donati THE DW TV SHOW TOUR Video Blog FULL MOVIE

Veröffentlicht am 27.08.2017
A look behind the scenes of the international drum-duet tour with Virgil Donati and Thomas Lang, organized by Drum Workshop drums.
Lots of drumming, rehearsal footage, performances, and plenty of fun and awesome drum entertainment with two of the most respected drummers on the planet.

Thomas Lang + Virgil Donati auf Promotions in Down under.

Im Grund genommen haben sich da zwei Drummer offenbar vorgenommen, jetzt mal über nichts anderes als Drumming zu reden. Ein wunderbar ausführlicher Streifen über das Leben on the road, als Schlagzeugbotschafter all round the world.

Für Virgil Donati geht es auch irgendwie Richtung zuhause. Der Australier lebt in Amerika.

Ansonsten nonstop nonsens.

Viel Spaß.

491/17: Video: Von Tscho Ko La Da, dem Abklatschen von schwarzen Punkten – Das Konzept „The DrumCode“ von Andi Bühler, Berlin

Pauker wendet Notenblatt (gif)

Während Du verrückt stöhnst, frißt er Dir den Kühlschrank leer.
Und Du schielst schon.
(Nina Hagen, 1978, Nina Hagen Band, Song „Superboy“)

So wie sich Nina Hagen über den Superboy beklagt, muss er am Ende gar ein Drummer gewesen sein? Überliefert ist das nicht. Aber so scheint es. Am Ende einer Woche war für letzten Samstag ein Drum-Workshop unter der Anleitung von Andi Bühler meinerseits gebucht.

Der im Grundsatz als bspw. fünf- bis siebenköpfige Workshop fand unter leicht veränderten Rahmenbedingungen statt. Eine Gruppe von fünf süddeutschen Drummern hatte kurzfristig abgesagt, weil einer von fünfen sich die Schulter ausgerenkt hat. Sehr ärgerlich. Bzw. ganz wunderbar. So fand der Kurs mit Zeitverkürzung und Begrenzung auf einen Seminartag, anstatt zweien statt und die Schülerzahl betrug exakt „one two“. Also zwei. Ein intimes Wetterleuchten und eine intensive Schulungsatmo. Es ist auch schön, dass man den Bajuwaren in diesem Punkt eine Weichei-Mentalität nachsagen darf: Ich darf das.

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487/17: Video: Benny Greb – „Tricky“

Benny Greb (Foto: Gerhard Kühne, mit Dank) #VicFirth


Meinl Cymbals – Benny Greb “TRICKY“

Benny Greb – “TRICKY“ taken from his album GREBFRUIT2
The cymbals Benny is using in this song are:
08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – top
08“ Byzance Dark Splash (R&D prototype) – bottom
14“ Byzance Sand Hats
18“ Byzance Sand Thin Crash
14“ GenerationX China – underneath Sand Thin Crash
17“ Byzance Jazz Medium Thin Crash – top
18“ Byzance China – bottom
08“ Artist Concept Model Crasher Hats
16“ Byzance Sand Hats (R&D prototype)
22“ Byzance Sand Crash Ride
GREBFRUIT2 is available here: https://lnk.to/Grebfruit2

Dieser Tage erscheint das Album „Grebfruit2“. Am 21.07.17, um genau zu sein.

Das Video ist von Meinl Cymbals zur Verfügung gestellt worden. Es ist das zweite von zweien.

Bitte kurz anschnallen.

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486/17: Video: Auflösung zur richtigen Schreibweise: Es ist der Nickel-Backbeat #Jostnickel

Videotipp


Learn Jost Nickels Groove for „Rave against the Machine“!

Die Frage drängte sich auf: Wie schreibt man das richtig?

Ist es der Nickel-Backbeat?

Oder sagt man Nickelback-Beat?

Das kommt auf die Verhältnisse an und ist eine Frage der Neigung. Soll es funky (sprich: „fonky“) sein und abgehen wie Schmidts Katze, Erinnerungen an Blue Öyster Cults Kultklassiker „More cowbell“ wecken, guten Stadionfunk auszeichnen und die Tanzlust wecken, ist es zweifelsohne Jost Nickels „Rave Against The Machine“, wie er 2013 zu Demonstrationszwecken vom Stockhersteller Vic Firth zu Fortbildungszwecken ins Netz gestellt wurde.

Das obige Foto stammt von Jost Nickel und zeigt sein neues Sonor SQ1 Schlagzeug mit altbewährter Leopardefell-Bassdrum. Während im obigen Liveact eine Sonor white-silver-racing-stripe-Lackierung des Drumsets daherkommt, die an das Tama Starclassic Bubinga in fast deckungsgleicher Schönheit stark erinnert, ist inzwischen der erdtönerne Naturkessel mit dem Leopardefell bestückt. Nickel gibt 2017 insgesamt fünf Konzerte mit Jan Delay + Disko No. 1, teilt er gerade mit.

Der andere Nickelback-Beat genannte betrifft die amerikanische Band Nickelback, von der viel Verruf in den letzten zwei Jahren im Netz steht. Reden wir nicht weiter darüber. Dit kannste ja vajessen.

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485/17: Rotten Interviews: Dom Famularo interviewt Stewart Copeland (dr) – The Session Panel

Banner "Rotten interviews of Tommy Tulip"


ARTIST SERIES – Stewart Copeland

Hier sitzen sich zwei große Influencer gegenüber und reden miteinander: Der eine ist stilbildend, eine Schlagzeuglegende. Der Andere ist weltweiter Botschafter in Sachen Drumming. Wie die beiden harmonieren? Seht selbst.

Ungefähr Anfang der 80-er Jahre, vielleicht schon 1978/79 begann ein großer Influencer der internationalen Drummerszene allmählich Platz zu greifen. Ziemlich schnell spielten ziemlich viele Schlagzeuger jener Zeit Zeugs von ihm.

Nachäffen war auch damals schon state of the art und nicht wenige Drummer suchten ihr Glück in der persönlichen Privatkopie:
Alle wollte klingen wie er.

Er hatte das Drumming irgendwie ganz eigen revolutioniert. Die Art, in der er Walking On The Moon oder Roxanne ist bis heute etwas ganz Besonderes.
Vielleicht sind das ja auch die besten Drummer: Diejenigen, die Stilmarken setzen, wie Flusspferde, die in einen Fluss scheißen, um ihr Revier zu markieren.

Der Rest ist Geschichte:
Stewart Copeland, hier interviewt vom Global Dom, dem Master of Drumming Desasters 😉 Dom Famularo.

Thanks, Dom, for spreading this words.

Was nehmen wir aus diesem Video mit? Beware Of Mr. (Ginger) Baker.

Genau, so isses.

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484/17: Marketing: Wer hat Angst vor den Freien Radikalen? – Eine nüchterne Marktsicht der Dinge…

Let Them Eat Drums 4 #Prisma


Felix Lehrmann Drumbattle w/ Jan Böhmermann

Veröffentlicht am 17.12.2016
Felix Lehrmann, drummer of Dendemann & Die Freie Radikale @ ZDF NEO Magazin Royale.
Drumbattle w/ Jan Böhmermann

Instrumente in einer bestimmten Liga sind alle super. … Es ist eine persönliche Geschichte in der Zusammenarbeit von Menschen. Oder auch ein Image, das eine Firma kreiert. Das hat zu mir nicht wirklich gepasst. … Hier fühle ich mehr wohl, bei Sabian. Mit Geld oder irgendwelchem Business hat das nichts zu tun. … Es ist der Spirit, der Geist stimmt nicht für die Zusammenarbeit. … (Betram Engel, Schlagzeuger, über seinen Weggang von Meinl)

Was sind das denn, die Freien Radikalen? Sind das welche, die vertraglich ungebunden sind? Sie besitzen ja auch Endorsement-Verträge. Vielleicht aber, dass sie sich nicht wirklich einfangen lassen? Nicht umsonst wird vor den Freien Radikalen sehr gewarnt, sie werden regelrecht bekämpft. Von Markt- bzw. Gesundheitsaposteln. Jene Nahrungsmittel sind hochgelobt, die die Freien Radikale am wirkungsvollsten bekämpfen. Vielleicht weil wir alle nur abgeschmackten Mainstream hören sollen?

Wo ist mein Aluhut? Ich wittere eine radikale Verschwörung der Freien. So wie Felix Lehrmann einer ist. Hat jetzt Meinl Cymbals und Tama hinter sich gelassen und ist zu Paiste und Drum Workshop gewechselt. Hat sich über die Jahre vielleicht totgelaufen, die Sache? Ohne zu sehr ins Detail zu gehen oder gar aus dem Nähkästchen zu plaudern: Es heißt, die Firmen machen nicht genug, um ihre Künstler bei der Stange zu halten. So wie Vinnie Colaiuta, dessen Weggänge vom Zurückkommen geprägt sind. Stichwort: Gretsch. Das nur am Rande. Die Zusammenarbeit mit Firmen und deren großartigen Produkten ist immer eine Win-Win-Situation für beide. Das muss sich die Waage halten.

Oder Benny Greb: Ein ganz freier Radikaler. Wer Benny Greb trommeln sieht, bspw. im Auftritt mit Moving Parts (u.a. hier), weiß was Freiheit meint. Zum obigen Video, ja, das ist albern: Felix Lehrmann liefert sich mit Jan Böhmermann ein Drumbattle. Erinnerungen an The Animal und Buddy Rich, aber warum denken wir an Chuck Norris? Lehrmann bläst den Böhmermann weg.

Es ist aus dieser Ecke der Internets schlicht unmöglich, jede sich dringend stellende Frage eindeutig richtig zu beantworten. Eins ist deutlich im Kopf geblieben: Schaut stärker auf die Freien Radikalen, von denen Lehrmann einer der besten ist und hört Bertram Engel zu. Ich habe das hier unten verlinkt. Firmentreue und ob der Stil eines Hauses zu einem passt, hat Berte, der blonde Rhythmusengel, wohldurchdacht formuliert. Berte ist nicht nur der beste aller deutschen Stadiondrummer, er ist auch der Dienstälteste. Die kurze Beweisführung ist abgeschlossen.

Weiterführend

483:17: Video: To The Honor of John Blackwell jr. – #Drumeo


John Blackwell – Drumming Discipline & Improvisation (FULL DRUM LESSON)

Musik vom Playalong hat immer etwas Beliebiges. Hübsches Trallala.

Es sei denn, die Musik dient einem Könner seines Fachs zur Illustration dessen, was man gelungenes Drumming auf höchstem Niveau versteht. Körperspannung, Groove, Passion: Alle jene Eigenschaften, die diesen Drummer so auszeichneten, mal ganz abgesehen von seinen überaus fulminanten Livegigs im Zeichen des kleinen Prinzen von Minneapolis.

John Blackwell war ein ganz Großer.

Ich habe mir aus Anlass seines Todes diese Drumeo-Lesson nochmal angesehen, die er 2014 gab. Man könnte sie „Grooven mit Gott“ nennen. Ein kurzer Nachruf war hier auch zu lesen. RIP – John Blackwell. What A loss.

Und wieder 1.000 neue Dinge entdeckt, an denen man üben könnte.

482/17: Netzgefischt: Bertram Engel, Schlagzeuger von Udo Lindenberg + Peter Maffay #DrummersDiary

Netzgefischt Banner (png)

Videotipp


Bertram Engel – Udo Lindenberg & Peter Maffay// Drummers Diary

Er ist sicher No. 1 als Germanys One & Only Stadiondrummer. 4 on the floor, wie kein anderer.

Inzwischen sitzt er an einem Set von DW (Drum Workshop), das an Herbert Grönemeyer erinnert: Schiffsverkehr. Mit Schrauben, Haken, Tammahanken. Bruder Berte, an den Händen große Pranken. Soft Cell, mit Schlagzeughandschuhen. Soweit wir erinnern, beginnt sein öffentliches Auftreten irgendwann 1975 mit langen, blonden, engelsgleichen Haaren. Apropos: Es gibt noch Guerilla-Videos aus dem Berliner Quartier Latin, die die „Gebrüder Engel“ zeigen, jene Gruppe, in der Berte zusammen mit seinem Bruder räudigen Rock ablieferte. Tja, die Geschichte, wer’s gugelt.

Im Video wird auch die Arbeit des Drumtecs Benji Johl gewürdigt, die die solide Basis für Stadiondrumming at it’s best ist: Sehr ehrlich, kein Schleimer, der Berte sagt, wie es wirklich war.

Drummers Diary, das Schlagzeugertagebuch, eine offenbar sehr stark fokussierte Internetbegleiterscheinung der besonders netten Art. Unbedingt ansehen.

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479/17: Video: Was tun, wenn die große Schwester schon alles gesagt hat? Soll man dann schweigen? Darf man das überhaupt?


Give my Regards to Broadstreet Medley

Die große Schwester dieser Website heißt blackbirds.tv und fokussiert bzw. fletscht seine Berliner Musikszene.

Heute steht im Fokus der Geburtstag des vielleicht besten Drummers der Beatles aller Zeiten (Scherz), denn über Ringo sei von Spaßvogel John auf die Frage hin kolportiert worden, ob Ringo eventuell der beste Drummer der Welt sei, „Ringo? Der ist nicht mal der beste Drummer der Beatles.“ Das behauptete die Nachwelt, wäre John-O-Ton, wie ihm viele etwas Zynisches andichten. Der in Wirklichkeit große Verletzliche, der bei Tante Mimi aufwuchs, liebte Ringo. Ebenso sehr wie Paul McCartney Ringo immer geliebt hat. Zu recht.

Aus heutiger Sicht eine Art Tunnelblick auf den großen Humor des englischen Pop-Establishments wirft dieses kurze Video. Denn hier fährt Ringo ein Riesen-Drumkit auf und erwartet mit Spannung seinen Einsatz im Medley genannten Triptychon dreier Stücke. Und Paul fällt nicht mit der Tür ins Haus: Er lädt Ringo ein, hier „brushes“ einzusetzen, wohl wissend, und insofern hat das Video einen ziemlichen Schalk im Nacken, dass Ringo nun Stunden damit zubringen muss, überhaupt erst einmal Besen zu finden.

Ein Stück aus der Asservaten- bzw. Besenkammer namens Tollhaus. Toll. Herzlichen Glückwunsch, Paul McCartney. Und: I Love You, Ringo! Oder wie Du zu sagen pflegst: Love & Peace. Ja. Genau das. Herzchen Herzchen Herzchen….

Weiterführend